Fokussierung Webcam

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Lorchi

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Grüßt Euch.

Ich hätte da gern mal ne Frage, es geht sich um folgendes...
Wenn ich vor eine Webcam ein T2-Gewinde bastele, wie groß bestimme ich den Abstand des Sensors zum Gewinde (opt. Weg)? In welchem Bereich funktioniert die Fokussierung sinnvoll? Wenn ich den Standard-Abstand wie bei Spiegelreflexkameras nehme, sehe ich mit dem Sensor ja nur einen Ausschnitt des Bildes. Wenn ich näher rangehe, wie verhält sich die Fokussierung?
 
Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich die Frage richtig verstanden habe aber ich glaube, du gehst von falschen Überlegungen aus. Der Brennpunkt des Objektives respektive die Bildebene der Hauptoptik hat eine definierte Brennweite, also einen ganz bestimmten Abstand zum Tubusende. Stell einmal bei Tageslicht ein beliebiges entferntes Objekt ein, dann entferne das Okular aus dem Auszug und leg ein Stück Transparentpapier auf den Auszug. Nun stelle scharf und du bekommst auf dem Transparentpapier ein Bild des Objektes. Das ist die Bildebene. Alle zus. Teile wie Okulare und Kameras müssen in Bezug auf diese Bildebene gebracht werden. CCD- und WebCam-Chips sowie Filme müssen genau auf dieser Ebene liegen. Okulare sind nichts anderes als Lupen, mit denen du die Transparentfolie (bzw. das Bild) betrachtest.
Du kannst also mit einer WebCam gar nicht "näher ran gehen", weil das Bild dann unscharf wird. Die Größe des z.B. Mondes auf dem Chip wird einzig durch die Brennweite der Optik bestimmt. (Die Größe auf dem fertigen Bild wird zus. durch die Chipgröße und die Auflösung des Chips bestimmt. Je "feinkörniger", desto besser die Auflösung.)
Du kannst also den Abstand des Sensors zum Gewinde beliebig wählen, solange dein Fokussierer ein scharfstellen zulässt.
 
Danke für Deine Antwort. Ich bin mir nicht sicher, ob das so zutrifft.

s.o.: Fokalfotographie, d.h. die Sensorfläche muß einfach in die Brennebene der Hauptoptik gebracht werden. Ist klar.

Was ich eigentlich meinte: bei Okularprojektion kann ich die Brennebene des Okulars verschieben, indem ich das Okular relativ zur Brennebene der Hauptoptik verstelle, d.h. im Okularauszug rein- und rausdrehe. So kann ich auf meinen Film oder die Sensorfläche scharfstellen (je nachdem wie groß jetzt der Abstand des Sensors zum Gewinde ist). Oder täusche ich mich da?
Wenn dem so ist, dann geht der Abstand der Sensorebene zum Okular außerdem noch in die Vergrößerung ein, so wie bei einem Projektor vor einer Leinwand. Doch wo liegen da die Grenzen?
 
>Was ich eigentlich meinte: bei Okularprojektion kann ich die Brennebene des Okulars verschieben, indem ich das Okular relativ zur Brennebene der Hauptoptik verstelle, d.h. im Okularauszug rein- und rausdrehe. So kann ich auf meinen Film oder die Sensorfläche scharfstellen (je nachdem wie groß jetzt der Abstand des Sensors zum Gewinde ist). Oder täusche ich mich da?
>Wenn dem so ist, dann geht der Abstand der Sensorebene zum Okular außerdem noch in die Vergrößerung ein, so wie bei einem Projektor vor einer Leinwand. Doch wo liegen da die Grenzen?

Wenn du Okularprojektion meinst, dann hast du natürlich recht. Ich würde aber umgekehrt vorgehen und den Abstand zw. Okular u. WebCam definieren/fixieren und das System dann mit dem Auszug scharfstellen. Damit hast du eine "fixe" Vergrößerung, welche - wie du richtig schreibst - von eben diesem Abstand abhängt. Die Grenzen werden eigentlich nur durch das Auflösungsvermögen des gesamten Systems bestimmt. Wenn du ohnehin vorhast es über T2 zu lösen, dann besorg dir noch 1-2 Zwischenringe. So kannst du dich ans Maximum herantasten. Auch mit der Okularbrennweite und dem Okulartyp kannst du die Qualität und die Vergrößerung steuern. Als Abstand zw. Okular und Chip würde ich fürs erste ca. 10 cm nehmen.
 
>Gerade eben habe ich gefunden, daß der Abstand zwischen Okular und Filmebene mindestens die 2fache Okularbrennweite sein muß.

Vermutlich um das gesamte KB-Format vignettierungsfrei auszuleuchten. Da der WebCam-Chip wesentlich kleiner ist, ist das hier sicher nicht erforderlich.
 
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