Fragen zur Nebel-und Galaxienbeobachtung

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StarsLover

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Hallo ihr lieben Astronomen,

wir sind im Besitz eines Dobson 200/1200 und sind auch sehr begeistert davon. Den Orionnebel (Helligkeit 4) und die Andromeda-Galaxie (Helligkeit 3,5) können wir damit richtig gut beobachten. Aber wie sieht es aus mit z.B. dem Herz-Nebel (Helligkeit 6,5) oder der Feuerrad-Galaxie (Helligkeit 7,7)? Geht da auch noch was? Die haben wir nämlich versucht zu finden. Ziemlich erfolglos. Ich muss aber dazu sagen, dass wir nur wenig Zeit hatten, da sich der Himmel plötzlich zugezogen hat, außerdem war fast Vollmond und somit ziemlich hell. Also keine optimalen Bedingungen. Habt ihr vllt ein paar Tipps für uns, was man mit unserem Teleskop gut sehen kann?
Zusatz-Info: mit unseren Okularen können wir bis zu 300x vergrößern.
 
Hallo.

Mit einem 200mm (8 Zoll) Teleskop kannst du so einiges
beobachten.

Wichtig ist ein dunkler Standort, ohne Mondlicht, und möglichst
frei von künstlichen Lichtquellen.

Der Himmel muss auch passen, schon leichte Aufhellungen können
dazu führen, das man manches Objekt nicht erkennen kann.

Bei Emissionsnebeln helfen auch [O III] oder UHC Filter, um diese
besser zu erkennen.

Ein paar Objekte, die ich mit einem 200/800mm Newton beobachtet
hatte, habe ich auf meinem Seiten aufgelistet:
http://www.gerd-kohler.eu/Astronomie/OH.html
Überall, wo 8"/f 4 steht, habe ich mit einem 200/800mm Newton
beobachtet.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Moin!

Zitat von StarsLover:
Aber wie sieht es aus mit z.B. dem Herz-Nebel (Helligkeit 6,5) oder der Feuerrad-Galaxie (Helligkeit 7,7)? Geht da auch noch was? Die haben wir nämlich versucht zu finden. Ziemlich erfolglos. Ich muss aber dazu sagen, dass wir nur wenig Zeit hatten, da sich der Himmel plötzlich zugezogen hat, außerdem war fast Vollmond und somit ziemlich hell. Also keine optimalen Bedingungen.
Herznebel: wohl nur bei guten Bedingungen und gleichzeitig mit Filter machbar.
Feuerradgalaxie: Gute Bedingungen notwendig, besser sehr gute. Gering vergrößern.

Bei Vollmond gehen beide Objekte nicht! Ein trüber Himmel ("plötzlich zugezogen" bedeutet oft "es war schon etwas dunstig") ist ebenfalls nicht hilfreich.

Wenn Du Objekte schwacher Flächenhelligkeit beobachten möchtest, darf kein störendes Licht vorhanden sein, das Licht der Objekte darf nicht absorbiert werden.

Meine Vorschläge: eine dunkle und möglichst klare Nacht aussuchen, die Vergrößerung eher moderat wählen.

Dann gehen viele Objekte, z. B. Plejaden, viele andere offene Sternhaufen (wie wäre es mit h+chi Persei?), viele Kugelhaufen (M 13, M 15), einige planetarische Nebel (M 27, M 57, M 97), NGC 281, M 51, M 81/82 und einige Doppelsterne. Letztere verkraften aber auch hohe Vergrößerungen.

Bei hellem Himmel kommen Doppelsterne und Jupiter immer noch gut.

M 97 und NGC 281 sind für Filter recht dankbar.

Grüße

fquadrat
 
Vielen Dank ihr beiden, ihr habt uns sehr weiter geholfen!! Jetzt müssen wir nur noch auf eine schöne klare Nacht warten. Gestern war es recht schön, wenn auch hier und da ein paar Wolkenschwaden. Wir sind trotzdem raus und haben den Jupiter wunderschön beobachten können und das übliche halt, Andromeda Galaxie, Plejaden usw. Aber mit eurer Hilfe sehen wir bestimmt beim nächsten Mal was neues interessantes. :-)
 
Hallo!
Noch ein Wort zur Heiligkeit: die angegebenen Integralhelligkeiten sind bei ausgedehnten Deep Sky Objekten kaum Aussagekräftig.
Hier ist die Flächenhelligkeit viel wichtiger.
Die wird auch im "Karkoschka" und im Deep Sky Reiseatlas angegeben.
Auch die (sehr empfehlenswerte) Software "Eye and Teleskope" kann euch über diese Werte sehr genau sagen ob ein Objekt sichtbar ist oder nicht.
Gruß und CS Christoph
 
Zitat von Christoph93:
Auch die (sehr empfehlenswerte) Software "Eye and Teleskope" kann euch über diese Werte sehr genau sagen ob ein Objekt sichtbar ist oder nicht.
Da habe ich allerdings schon andere Erfahrungen damit gemacht. Ich würde mich nicht auf diese Angaben verlassen. Dieser dient bestenfalls als grober Richtwert. Konkrete Beispiele lagen bei mir vollkommen daneben.
 
Interessant. Habe selber bislang nur gute Erfahrungen gemacht, allerdings auch schon gehört das die Ergebnisse bei größeren Gasnebeln schon mal daneben liegen können.
Hat wohl viel mit der Genauigkeit der Flächenhelligkeit und der Verteilung zu tun.
Gruß und CS Christoph
 
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