HCF 8x25 und 8x32
Hallo!
Auf der Suche nach einem kleinen, robusten und kompakten Fernglas bin auch ich auf die HCF-Serie gestoßen.
Leica und Zeiss waren mir definitiv zu teuer für ein Glas, mit welchem ich einigermaßen sorglos umgehen möchte.
Ich habe mir also das HCF 8x25 und das 8x32 zur Ansicht bestellt und war zunächst einmal über den geringen Größenunterschied verwundert. Beide Gläser sind, bis auf den Objektivdurchmesser, nahezu gleich groß (bzw klein) und liegen dafür wirklich gut in der Hand.
Die Verabeitung ist sehr gut, Augenabstand und Dioptrienausgleich lassen sich sehr stabil einstellen.
Die drehbaren Augenmuscheln sind ebenfalls gut gelungen und ohne Brille kann man sie bequem ganz ausfahren und trotzdem das gesamte Feld überblicken. So bleiben die Okulare immer frei von Fettrückständen.
Der erste Blick durch die Gläser überrascht mich: Es zeigt sich ein helles, klares Bild mit schön scharf begrenztem Bildrand ( Ich meine hiermit nicht die Randschärfe, sondern den schwazen Rahmen um das Sichtfeld).
Das hatte ich bei einem Dachkantglas aus Chinaproduktion in dieser Preisklasse nicht erwartet.
Im direkten Vergleich hat das 32er ein minimal helleres Bild als das 25er. Den Unterschied von 0,5 Grad Sichtfeld, kann ich auf die Schnelle eigentlich nicht bemerken ( Das 25er st mit 7, das 32er mit 6,5 Grad angegeben).
Sehr deutlich fällt jedoch der Unterschied im Einblickverhalten auf. Die kleine AP des 25ers macht den Einblick deutlich unruhiger und anstengender als beim 32er.
Obwohl ich das 32er eigentlich nur als Vergleichsglas mitbestellt habe, entscheide ich mich aufgrund des nicht vorhandenen Größenunterschiedes, des besseren Einblickverhaltens und des etwas helleren Bildes zum Kauf.
Auf dem Weg nach Hause teste ich es dann in aller Ruhe und vergleiche das Bild mit den einzigen mir zur Verfügung stehenden Gläsern, nämlich einem Docter Nobilem 10x50 und einem alten Bresser Luchs 8x21 Porro.
Das Fujinon läßt sich sehr gut scharf stellen. Einziger Kritikpunkt: Der Zentralfokus hat bei jedem Richtungswechsel leichtes Spiel, was jedoch nicht stört (beim 8x25 war es übrigens genauso).
Das Bresser Porro disqualifiziert sich sofort durch sein deutlich dunkleres Bild und fliegt somit aus meiner Ausrüstungsliste.
Im Vergleich zum Nobilem fällt das Fuji erwartungsgemäß ab, besonders, was die Bildhelligkeit angeht.
Wäre schlimm, wenn es anders wäre...
Randunschärfe gibt es auch beim Fujinon, aber was will man erwarten.
Der Farbfehler ist in etwa so stark, wie beim Nobilem, was sich aber nur am Rande des Bildfelde bemerkbar macht. Enten ,Vögel oder dunkle Kanten haben dann einen leichten Grünsaum. Diesen muß man aber schon suchen, um ihn zu bemerken.
Ach ja, Nahstellgrenze liegt übrigens bei knapp einem Meter! Das ist so nah, daß man nur noch durch ein Okular schauen kann, da die beiden Okulare dann nicht mehr dasselbe Bild zeigen.
Insgesamt bin ich mit dem Fernglas bisher sehr zufrieden und muß sagen, daß meine Erwartungen übertroffen wurden.
Wer noch mehr Details wissen will, dem sei der Bericht auf Astrotreff.de ans Herz gelegt, wo ein 8x42 sehr ausführlich und gut beschrieben wird.
Viele Grüße
Tim