Fujinon HCF Dachkant Ferngläser

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Lots
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Lots

Aktives Mitglied
Hi zusammen,

kennt jemand diese Gläser und hat vieleicht schon mal das 8x42 oder 10x50 testen oder vergleichen können?

Gruß

Lots
 
Hi Lots,

Silvio hat ein solches Glas bestellt und wird (bei den Blauen im FG-Board) davon berichten. Die Ferngläser sind noch sehr neu und daher kaum verbreitet.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Da ich mich auch sehr für diese Gläser interessiere (allerdings eher für die Jackentaschenvariante), habe ich zwei Modelle (8x25 und 8x32) zum Testen bestellt.

Werde dann Ende nächster Woche gern mal darüber berichten!

Gruß

Tim
 
Hallo Tim,

genau diese Größen interessieren mich auch, bin schon gespannt auf Deinen Bericht!

Gruß
Adson
 
Hm, eigentlich ne blöde Frage. Natürlich ist es das United Optics.
Fragt sich nur, ob es wirklich Unterschiede gibt, oder ob diese nur der Werbung entspringen. William Optics und UO bewerben das Glas als apochromatisch ("Apochromatic tripletlenses"), Fujinon hingegen als semi-apochromatisch. Der Preis ist gleich.

Das Glas ist natürlich hochinteressant. Im Prinzip ein perfekter Allrounder, kompakt genug zum immer-dabeihaben und auch fürs Sternegucken bestimmt nicht schlecht.
Nur zur Randschärfe konnte ich noch nichts finden.
 
Hi Arne,

die Gläser haben "nur" 55° scheinbares Gesichtsfeld, worauf man schließen könnte das die Randschärfe recht gut sein müsste, im Vergleich zu den WW-Gläsern mit 65°-70° scheinbarem GF. - Angabe natürlich ohne Gewähr.

Gruß

Lots
 
Hallo zusammen

apochromatische Ferngläser gibt es nicht. Wer seine Produkte so bewirbt, disqualifiziert sich für mich als seriöser Fernglasproduzent, oder Schilderaufkleber, oder was auch immer.

Grüße
Andreas
 
Die Diskussion, ob eine Optik ein Apochromat oder Semi-Apo ist, tauchte ja schon in so manch unsäglicher Forendiskussion auf. Von meiner Seite möchte ich dazu sagen:
Es gibt den rein technischen Definitionsansatz, der da sagt, dass ein Apo eben drei Wellenlängen in einem Brennpunkt vereinen muss - idealerweise geht das mit dreilinsigen Objektiven. Rein beobachtungspraktisch betrachtet erreicht man heute aber schon bei der Verwendung von Sondergläsern eine apochromatisch farbreine Abbildung mit zwei Linsen. Das soweit dazu.
Ich wäre zumindest bei handgehaltenen Ferngläsern mit dem Begriff "Apo" vorsichtig - um die Abbildungsleistung des Objektivs entsprechend bewerten zu können, sind die üblichen Vergrößerungen eigentlich viel zu gering. Auf dem Markt gibt es Heerscharen von Binos mit drei Objektivlinsen, aber längst nicht alle sind deswegen Farbfehlerfrei. Das liegt daran, dass eben neben der von Teleskopoptiken her bekannten Farbfehlern auf der optischen Achse über das Gesichtsfeld verteilte Farbfehler auftreten.
Noch schöner drücken das die erfahrenen Kollegen von Zeiss aus, so zwischen zwei Tassen Kaffee und einem Pfund Excel-Files vor das Nase bekomme ich das nicht annähernd so gut hin wie Dr. Zügge.
Interessanterweise scheint (zumindest in Consumermärkten) die Begrifflichtkeit des Apochromaten nur bei Astronomiekunden wirklich ein Thema zu sein - da die Mehrzahl der Ferngläser aber in nicht-Astromärkten abgesetzt wird, spielt dieser Begriff anderswo auch kaum eine Rolle.

Stefan Korth




 
HCF 8x25 und 8x32

Hallo!

Auf der Suche nach einem kleinen, robusten und kompakten Fernglas bin auch ich auf die HCF-Serie gestoßen.
Leica und Zeiss waren mir definitiv zu teuer für ein Glas, mit welchem ich einigermaßen sorglos umgehen möchte.

Ich habe mir also das HCF 8x25 und das 8x32 zur Ansicht bestellt und war zunächst einmal über den geringen Größenunterschied verwundert. Beide Gläser sind, bis auf den Objektivdurchmesser, nahezu gleich groß (bzw klein) und liegen dafür wirklich gut in der Hand.
Die Verabeitung ist sehr gut, Augenabstand und Dioptrienausgleich lassen sich sehr stabil einstellen.
Die drehbaren Augenmuscheln sind ebenfalls gut gelungen und ohne Brille kann man sie bequem ganz ausfahren und trotzdem das gesamte Feld überblicken. So bleiben die Okulare immer frei von Fettrückständen.

Der erste Blick durch die Gläser überrascht mich: Es zeigt sich ein helles, klares Bild mit schön scharf begrenztem Bildrand ( Ich meine hiermit nicht die Randschärfe, sondern den schwazen Rahmen um das Sichtfeld).
Das hatte ich bei einem Dachkantglas aus Chinaproduktion in dieser Preisklasse nicht erwartet.

Im direkten Vergleich hat das 32er ein minimal helleres Bild als das 25er. Den Unterschied von 0,5 Grad Sichtfeld, kann ich auf die Schnelle eigentlich nicht bemerken ( Das 25er st mit 7, das 32er mit 6,5 Grad angegeben).
Sehr deutlich fällt jedoch der Unterschied im Einblickverhalten auf. Die kleine AP des 25ers macht den Einblick deutlich unruhiger und anstengender als beim 32er.

Obwohl ich das 32er eigentlich nur als Vergleichsglas mitbestellt habe, entscheide ich mich aufgrund des nicht vorhandenen Größenunterschiedes, des besseren Einblickverhaltens und des etwas helleren Bildes zum Kauf.

Auf dem Weg nach Hause teste ich es dann in aller Ruhe und vergleiche das Bild mit den einzigen mir zur Verfügung stehenden Gläsern, nämlich einem Docter Nobilem 10x50 und einem alten Bresser Luchs 8x21 Porro.

Das Fujinon läßt sich sehr gut scharf stellen. Einziger Kritikpunkt: Der Zentralfokus hat bei jedem Richtungswechsel leichtes Spiel, was jedoch nicht stört (beim 8x25 war es übrigens genauso).

Das Bresser Porro disqualifiziert sich sofort durch sein deutlich dunkleres Bild und fliegt somit aus meiner Ausrüstungsliste.
Im Vergleich zum Nobilem fällt das Fuji erwartungsgemäß ab, besonders, was die Bildhelligkeit angeht.
Wäre schlimm, wenn es anders wäre...

Randunschärfe gibt es auch beim Fujinon, aber was will man erwarten.

Der Farbfehler ist in etwa so stark, wie beim Nobilem, was sich aber nur am Rande des Bildfelde bemerkbar macht. Enten ,Vögel oder dunkle Kanten haben dann einen leichten Grünsaum. Diesen muß man aber schon suchen, um ihn zu bemerken.

Ach ja, Nahstellgrenze liegt übrigens bei knapp einem Meter! Das ist so nah, daß man nur noch durch ein Okular schauen kann, da die beiden Okulare dann nicht mehr dasselbe Bild zeigen.

Insgesamt bin ich mit dem Fernglas bisher sehr zufrieden und muß sagen, daß meine Erwartungen übertroffen wurden.

Wer noch mehr Details wissen will, dem sei der Bericht auf Astrotreff.de ans Herz gelegt, wo ein 8x42 sehr ausführlich und gut beschrieben wird.

Viele Grüße

Tim
 
Nachtrag:

Gerade habe ich noch die Chance genutzt, ein wenig den Mond zu betrachten.
Da die Luft recht feucht ist, zeigt sich der Mond im Fernglas mit deutlichem Hof.
Auffällig ist, daß ich im Docter 10x50 ein leichtes Geisterbild habe, welches sich jeweils entgegengesetzt zum Mond bewegt. Dieses ist im Fujinon nicht zu sehen.
Beim Umwandern des Mondes zeigen sich zwar einige Lichtstreifen, welche ins Bild reichen, aber keine richtigen Reflexe. Hier scheint das kleine Fujinon tatsächlich weniger empfindlich zu sein, als das große Docter.
Der minimale Farbfehler ist auch hier bei beiden Gläsern gleich stark/schwach zu sehen.

Sternabbildungen sind ebenfalls recht gut, zum Rand hin zunehmend unscharf. Hier hat das Docter die Nase vorn, aber als Astroglas wollte ich das HCF ohnehin nicht verwenden.

Gute Nacht wünscht

Tim
 
Hallo zusammen,
habe beim ITV durch die Fujinon HCF Gläser geschaut (aller-
dings nur am Tage) und war (auch im Vergleich mit sehr teuren
Gläsern von Zeiss oder Leica) von Schärfe, Kontrast und Ein-
blick der kleinen 8x32 und 8x42 überrascht.
Frage: Wenn man solch ein Glas auch mal zur Himmelsbeobachtung
bei Nacht (Schwerpunkt sonst: Ornithologie)einsetzen möchte,
ist dann das 8x32 nicht etwas zu "klein"? Leidet nicht zu stark die Bildhelligkeit gegenüber den 8x42?
Danke :-) Rolf
 
Hi Rolf!

Ich kann nur den Vergleich zwischen meinem HCF 8x32 und einem 10x50 machen.
Hier fällt die Bildhelligkeit beim 8x32 schon deutlich ab.
Ich benutze das Glas zwar nicht für astronomische Zwecke, was mich dabei allerdings durchaus stören würde, ist das relativ kleine Sichtfeld.

Für Unterwegs aber ein tolled Glas für den Preis!

Gruß

Tim
 
Hallo, für mich stellt sich die Frage ob sich die Anschaffung für meine Zwecke lohnt, ich nutze ein FG eigentlich immer nur dann wenn mein Teleskop mit fotografieren beschäftigt ist, hatte da mal ein Fujinon 7x50 in Händen und war total begeistert, ein 8x42 von Swarovski war eine Wucht, wenn nun das neue 8x42 irgendwo in der Mitte läge weiss ich was ich kaufen soll, wobei mein Budget auch nicht allzusehr über die 200.-- gehen soll, will ja auch meinem Teleskop mal wieder was Feines gönnen
 
Hallo Harald,
mit dem Fernglas durch den Himmel zu surfen, während das Scope die Aufnahmen macht ist nach meiner Meinung eine sehr schöne "Nebenbeschäftigung". Im Sommer eine Isomatte mitnehmen und sich hinlegen dazu - ein Traum.
Solltest Du auf alle Fälle versuchen.
Das HCF ist sicher eine gute Wahl, wenn Du nicht deutlich mehr Geld ausgeben möchtest oder deutlich mehr Gewicht in Form eines Porro-Glases mit Dir rumtragen willst.
 
Hallo Harald,

der Thread ist zwar schon etwas älter, aber es hat auch ein wenig gedauert, bis ich mein Ende Mai bestelltes HCF 8*42 bekommen habe.

Einen umfassenden Testbericht kann ich nicht anbieten, aber ich stellte fest, dass das Glas auch am Sternhimmel ein prima Bild liefert. Randschärfe und Kontrast sind sehr gut, besseres Bild in dieser Preislage kann ich mir kaum vorstellen. M13 und M27 waren jedenfalls ganz locker zu erkennen, was mein uraltes 7*50 längst nicht so knackig rüberbringen kann. Ich glaube, dass man mit dem Kauf dieses Glases nichts falsch machen kann. Vom Preis-/Leistungsverhältnis her ist es hervorragend. Perfektionisten werden schon Kleinigkeiten zum Rumnörgeln finden, aber dann sollen sie erst mal verraten, welches Glas für diesen Preis besser ist...

In drei Wochen habe ich hoffentlich Gelegenheit, das Glas unter finsterem Alpenhimmel zu benutzen. Ich freue mich schon auf die Milchstraßen-Surfs damit. Eventuell berichte ich dann nochmal.

Clear Skies,
Tom
 
Hallo Thomas,

hast du das Glas mit oder ohne Brille benutzt? Wie beurteilst du denn den Einblick (Pupillenschnittweite ist bei ICS mit 18mm angegeben).

Viele Grüße
Stephan
 
Hallo zusammen

Ich hab das HCF 8x42 mal getestet meine Eindruck:
+Verarbeitung: Robust und doch gut handlich
Augenmuschel und Dioptrinausgleich sehr funktionell
Abdeckkappen passen ;-)
Gutes Einblickverhalten
Gute Mittenschärfe
Für ein Dachkannt schönes kontrastreiches Bild
sauber Vergütet

-Rand(un)Schärfe meiner Meinung nach hoch bei 56° GF
ich würde sagen 65% des Bildes nutzbar die letzten 10°
sehr stark abfallend (ein Zeiss Deltrintem hat ein
ähnliches nutzbares Bild nur mehr GF)
spiel beim Scharfstellen (ca. 3mm)
Reflexe im Gehäuse (unangenehm am Tage)
auch dieses (auch von andern Herstellern als APO
angepriesene )Glas zeigt Farbe an hellen Objekten und zwar
mehr als ein 8x30 Zeiss Deltrintem


Soweit mein Eindruck sicher für den Preis ein akzeptables Glas aber auch sicher kein Swarovskikiller ;-)

Soweit mein Eindruck meine Begeisterung hällt sich in Grenzen und der Traum vom 200Euroleicazeissswarovski ist geplatzt :-)

Eine guten Rutsch euch allen
Gruss Bernd



 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben