gamma Virgins mit 12" gerade eben getrennt

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UwePilz

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Liebe Beobachter,

vorgestern abend habe ich mich an Porimma = gamma Virginis versucht. Die beiden Komponenten des Doppelsternsystems sind derzeit nur knapp eine halbe Bogensekunde entfernt. In Kürze wird der Abstand wieder weiter und in wenigen Jahren wird die Trennung selbst für kleine Instrumente kein Problem sein. Im Moment braucht man aber eine große Optik und Glück mit der Luftruhe.

Ich hatte zwei Instrumente aufgebaut: Einen 15-cm-Maksutov und ein 32-cm-Newton. Mir war klar, daß ich mit dem Mak keine Chance haben werden, es war sozusagen eine Referenzbeobachtung für demnächst.

Was ich sah:

Im Mak bei 225x sah ich den Stern, umgeben von Beugungsringen. Auf den Ringen liefen zwar dunkle Stellen herum, sie waren aber sonst sauber zu sehen. Die Luftruhe lag also deutlich unter eine Bogensekunde. Der innerste Beugungsring am Mak ist 0,8 Sekunden groß.

Im Newton bei 430x sah ich meist einen Stern, der stark flimmerte, d.h. helle Lichtstrahlen nach verschiedenen Seiten aussandte. Aber in kurzen Momenten starker Luftruhe sah ich zwei unscharfe mieinander verbundene Punkte in einem Positionswinkel von ~180° (oder 0°, die Stern sond ja gleich hell). Das stimmt in etwa.

Fazit: Mit allen Tricks und Kniffen gerade eben am 12-Zöller trennbar. Mal sehen, wie das in einem Jahr aussieht.
 
Hallo Uwe,

ich habe Samstag abend in der Dämmerung auch Porimma beobachtet. Dass Seeing ist ja in der Dämmerung oft ziemlich gut, so auch dieses Mal. Ich konnte Porimma im Nagler Zoom 3-6 mm bei 400 bis 475x als 8 (ungefähr in NS-Richtung ausgerichtet) erkennnen, aber keinen dunklen Zwischenraum. War es bei dir denn richtig getrennt, oder meinst du mit unscharf verbunden auch eine 8?

Viele Grüße
Christian
 
Die beiden Sterne waren *nicht* sauber getrennt. Sauber ist überhaupt ein falsches Wort, für das, was ich im Okular hatte. Meist zitterte der Stern hin und her, aber in wenigen kurzen Momenten sah ich eine Acht. Mehr als länglich war es aber auf jeden Fall.
 
Hallo Uwe und Christian,

ich kann Deine Beobachtung von Gamma Virginis bestaetigen: mit dem 130mm
Refraktor war da nichts von laenglichem zentralem Beugungsscheibchen, es
sieht derzeit vollkommen rund aus -- naechstes Jahr hoffe ich das Paar wieder
laenglich zu sehen.

Ist der Radius des Beugungsscheibchens = Radius 1.dunkler Ring nicht das
Rayleigh-Limit R = 138"/D also fuer Deinen 150mm Maksutov 0,92 Bogensekunden?

Christian, im groesseren Spiegel sehe ich auch immer ein Fleckchenmuster
das sich dann verdichtet. Z.B. mit einem 18" Dobson bei 700x sehe ich meistens
ein Fleckchenmuster mit 1 oder 2 Bogensekunden Durchmesser in dem ich
bei laengerer Beobachtung und besserem Seeing die beiden Sterne als "Kerne"
darin ausmachen kann. Ganz aehnlich ist es mir jetzt auch bei Gamma Vir
gegangen.

Viele Gruesse
Wolfgang


 
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