stefand
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
nach der peniblen Justage des 114mm Newton zwischen Weihnachten und Neujahr sollte dieser mit einem guten Okular zeigen, was das System nun wirklich noch kann (verkaufen kann ich den nicht mehr, so wie er ausschaut...). Da scheint der Mond wie gerufen, denn der Himmel gibt für Sterne wirklich gar nichts her. Mit dem 15mm Plössl war schon zu sehen, dass das Bild rasiermesser-scharf war. Also konnte gleich das 8mm Radian rein.
Als Objekt sollte das Meer der Feuchtigkeit (Mare Humorum) und dort genauer der Krater Gassendi dienen. Dieser bildet mit dem kleineren Gassendi A den sog. Fingerring, wobei Gassendi A der Edelstein sein soll. Letzterer scheint jünger, da recht tief und klar abgegrenzt. Gassendi selbst hat mittlerweile eine flache Krateroberfläche, welche aber ziemlich zerfurcht und zerknubbelt wirkt. Der Kraterwall ist auch nicht mehr ganz geschlossen, wie es bei der Gassendi A gegenüberliegenden Seite von Gassendi selbst den Anschein hat. Der Zentralberg ist eher ein Zentralmassiv mit drei erkennbaren Spitzen. Nach längerem Betrachten vielen zwei parallele Furchen auf, welche den Kraterwall nahe Gassendi A durchschneiden – wenn der offene Teil des rings auf 6 Uhr steht und Gassendi A auf 12 Uhr, so sind die Furchen auf 10:30 Uhr zu sehen. Auf der Krateroberfläche sind zahlreiche kleine Hügelketten zu sehen.
Auf der Linie Gassendi zu Gassendi A kommt man zum nahen Letronne, welcher ein wenig größer als Gassendi ist, aber schon eher nach einer Ebene mit Gebirgsrändern aussieht. Ein kleiner Zentralberg in der Mitte zeigt aber, dass es sich um einen alten Krater handeln muss. In der Nähe , schon im Ozean der Stürme gelegen, befinden sich ebenfalls kleinere halbrunde Gebirgsränder, welche zeigen, dass dort mal Krater gelegen sein mussten.
Ein Schwenk ins Juragebirge, genauer in die Regenbogenbucht zeigte neben den aberwitzig vielen kleinen Bergspitzen des Gebirges noch einen kleinen Punkt im Regenmeer gelegen – dafür musste der Himmel aber schon ganz ruhig sein. Es handelte sich um den Krater Carlini S (nach gerade durchgeführter Suche im Virtual Moon Atlas), welcher 4km Durchmesser hat – ein noch kleinerer Krater hätte gehen können, wenn ich die Muße zum Suchen gehabt hätte. Der Ausflug hat gerade nur 20 Minuten gedauert, war aber herrlich interessant und geht auch bei einem diesigen Himmel mit Schleierwolken. Ein großes Gerät braucht man ja am Mond auch nicht unbedingt.
Nachsatz: Ich würde mir wünschen, dass die 114er Newtons zukünftig in guter Qualität gebaut werden, auch wenn das 50 Euro mehr kostet. Jeder Einsteiger, welcher dieses Format wählen würde, hätte lange seine Freude daran. Aber im Forum renne ich damit offene Türen ein ...
CS,
Stefan
nach der peniblen Justage des 114mm Newton zwischen Weihnachten und Neujahr sollte dieser mit einem guten Okular zeigen, was das System nun wirklich noch kann (verkaufen kann ich den nicht mehr, so wie er ausschaut...). Da scheint der Mond wie gerufen, denn der Himmel gibt für Sterne wirklich gar nichts her. Mit dem 15mm Plössl war schon zu sehen, dass das Bild rasiermesser-scharf war. Also konnte gleich das 8mm Radian rein.
Als Objekt sollte das Meer der Feuchtigkeit (Mare Humorum) und dort genauer der Krater Gassendi dienen. Dieser bildet mit dem kleineren Gassendi A den sog. Fingerring, wobei Gassendi A der Edelstein sein soll. Letzterer scheint jünger, da recht tief und klar abgegrenzt. Gassendi selbst hat mittlerweile eine flache Krateroberfläche, welche aber ziemlich zerfurcht und zerknubbelt wirkt. Der Kraterwall ist auch nicht mehr ganz geschlossen, wie es bei der Gassendi A gegenüberliegenden Seite von Gassendi selbst den Anschein hat. Der Zentralberg ist eher ein Zentralmassiv mit drei erkennbaren Spitzen. Nach längerem Betrachten vielen zwei parallele Furchen auf, welche den Kraterwall nahe Gassendi A durchschneiden – wenn der offene Teil des rings auf 6 Uhr steht und Gassendi A auf 12 Uhr, so sind die Furchen auf 10:30 Uhr zu sehen. Auf der Krateroberfläche sind zahlreiche kleine Hügelketten zu sehen.
Auf der Linie Gassendi zu Gassendi A kommt man zum nahen Letronne, welcher ein wenig größer als Gassendi ist, aber schon eher nach einer Ebene mit Gebirgsrändern aussieht. Ein kleiner Zentralberg in der Mitte zeigt aber, dass es sich um einen alten Krater handeln muss. In der Nähe , schon im Ozean der Stürme gelegen, befinden sich ebenfalls kleinere halbrunde Gebirgsränder, welche zeigen, dass dort mal Krater gelegen sein mussten.
Ein Schwenk ins Juragebirge, genauer in die Regenbogenbucht zeigte neben den aberwitzig vielen kleinen Bergspitzen des Gebirges noch einen kleinen Punkt im Regenmeer gelegen – dafür musste der Himmel aber schon ganz ruhig sein. Es handelte sich um den Krater Carlini S (nach gerade durchgeführter Suche im Virtual Moon Atlas), welcher 4km Durchmesser hat – ein noch kleinerer Krater hätte gehen können, wenn ich die Muße zum Suchen gehabt hätte. Der Ausflug hat gerade nur 20 Minuten gedauert, war aber herrlich interessant und geht auch bei einem diesigen Himmel mit Schleierwolken. Ein großes Gerät braucht man ja am Mond auch nicht unbedingt.
Nachsatz: Ich würde mir wünschen, dass die 114er Newtons zukünftig in guter Qualität gebaut werden, auch wenn das 50 Euro mehr kostet. Jeder Einsteiger, welcher dieses Format wählen würde, hätte lange seine Freude daran. Aber im Forum renne ich damit offene Türen ein ...
CS,
Stefan