geplanter Neueinstieg

enno82

Aktives Mitglied
Moin Moin,

ich war hier vor einiger Zeit schonmal aktiv und habe dann aber später mein Equipment wieder verkauft. Es lag halt zum einen an den wenigen klaren Nächten ;) aber auch ein großer Teil an dem stetigen aufwendigen und sperrigen Aufbau der Technik. Dennoch habe ich das Interesse nicht wirklich verloren und würde einen neuen Einstige versuchen.
Ich hätte dafür nur gerne nicht so sperriges an Equipment, was schnell aufbaubar ist. Vorrangig für Deep Sky aber sporadisch auch mal Planeten oder Sonne.
Das hier war meine alte Technik: Newton PSD 150/750 PSD, Canon Eos 1000Da, AsiAir Plus, Guiding: Asi Zwo 120 MC, Montierung: EQ5 Goto

Evtl. könnt ihr mich nochmal gut beraten. Ich werfe jetzt mal 2000-3000 Euro in den Raum als Investvolumen (kann auch gebraucht sein) Ich würde halt auch gerne meinen 7 jährigen dafür begeistern wollen.

Grüße,
Enrico
 
Hallo Enrico,

dann hast du das Buch - Astronomie für Einsteiger - nicht zuende gelesen .

Für Planeten kann ein Teleskop nicht groß genug und sperrig sein .

Deine Beschreibung was du an Deep Sky machen willst ist nicht vorhanden . Um kompakter zu werden ist die Brennweite dann ehen im 200er - 400er Bereich .
Dazu gibt es hier reichlich Informationen mit Bilder . Kl. Refraktor mit Leitrohr und Asair usw. . Das zusammen gefummel ist trotzdem da . Aber nicht so schwer .
Alles andere an größerer Brennweite bewegt sich in den Rahmen den du vorher hattest .

gruß André
 
Danke für die Rückmeldung....ich habe mir das schon fast so gedacht. Alternativ habe ich evtl noch ein Dobson mit Rockerbox im Kopf, wobei dann über Kurzzeitbelichtungsvideos gegangen wird. Das scheint ja auch ordentliche Ergebnisse zu liefern. Vorteil für mich wäre dann hier, das es ein kompaktes System wäre.
 
Hallo Enrico,

wenn dir die sperrige Technik zu viel ist, was ich gut verstehen kann, hast du schon mal über Genuss Gucken mit einfachen Mitteln nachgedacht.

Ein Fernglas 8x40 oder 10x50 lässt dich in einem Gartenstuhl am Himmel spazieren sehen. Oft bleibt es an einem Beobachtungsabend für mich dabei und die Röhren bleiben drinnen stehen.

Ein moderater Refraktor, bei mir ein 70/500, ist mit einer azimutalen Montierung etwas zum eben mal schnappen und gucken. Offene Sternhaufen, etliche sonstige Messier Objekte, Saturnringe, Streifen und Monde bei Jupiter, Mond und unzählige Doppelsterne warten auf dich.

Ein Dobson, so wie er gemeint ist, brächte etwas mehr Öffnung ohne zum Ungetüm zu werden. 150/1200 ist ein Universalgerät, samt Rockerbox leicht nach draußen zu tragen und eine Größe von der wir in unserer Jugend nur geträumt haben. In diesem Leben wirst du mit dem Beobachten alles erreichbaren nicht fertig.

Weniger ist oft einfach mehr!

CS Gerhard
 
Hallo Enrico,

Newton PSD 150/750 PSD, Canon Eos 1000Da, AsiAir Plus, Guiding: Asi Zwo 120 MC, Montierung: EQ5 Goto
dann sollte das ganze definitiv in Richtung Astrofotografie gehen.
Wobei ich Dein beschriebenes Equipment nicht als sperrig bezeichnen würde.

Vorrangig für Deep Sky aber sporadisch auch mal Planeten oder Sonne.
Deine Beschreibung was du an Deep Sky machen willst ist nicht vorhanden .
da denkst Du, so vermute ich, an Weitfeld. Also Objekt mit was drum herum.
Da ist, so wie schon beschrieben, ein Apo mit irgendwas von 200mm bis 500 mm Brennweite geeignet.
Da kann dann auch was kleineres an Montierung drunter.
Aber der Aufbau mit allem drum und dran wird Dir da auch nicht erspart bleiben.

Für Planeten kann ein Teleskop nicht groß genug und sperrig sein .
wenn es rein um Planeten/Mond geht ist auch an einen Katadiopter zu denken. Schmidt-Cassegrain oder Maksutow-Cassegrain. Das sind kompakte Geräte, aber eben Spezialisten. Was nicht heißt das man da nicht auch Deep Sky mit beobachten kann. Sind aber halt nicht die präferierten Geräte dafür.

Deep Sky und Planeten/Mond sind Gebiete mit unterschiedlichen Anforderungen.
Da war Dein erstes Equipment schon näher an einem Allrounder dran. Wobei m.E. Deine DSLR nicht für Planeten/Mond geeignet ist. Da sollte eine Astrokamera her.

Alternativ habe ich evtl noch ein Dobson mit Rockerbox im Kopf,
die Teile, ab ca. 10", würde ich eher als sperrig bezeichnen.
Da würde ich mir diese Teile mal live und in Farbe anschauen. Um damit zu Fotografieren, egal ob jetzt Planeten oder Deep Sky, muss da m.E. eine EQ-Plattform drunter. Sonst musst Du händisch nachführen. Was sicherlich machbar ist, aber sehr viel Übung und Routine verlangt.

wobei dann über Kurzzeitbelichtungsvideos gegangen wird. Das scheint ja auch ordentliche Ergebnisse zu liefern. Vorteil für mich wäre dann hier, das es ein kompaktes System wäre.
Bei Planeten/Mond werden immer Videos erstellt. Mit der daran anschließenden Nachbearbeitung.
Kompaktes System, kann man so oder so sehen. Einen 8" Dobson kann man sicherlich noch im zusammengebauten Zustand transportieren, wenn der Weg nicht zu lang ist. Wenn Du raus auf den Acker musst, musst Du Rockerbox und Newton getrennt verstauen. Je größer der Newton wird, 10", 12", 14" ... ... ... um so größer und schwerer wird auch die Rockerbox.

Ein moderater Refraktor, bei mir ein 70/500, ist mit einer azimutalen Montierung etwas zum eben mal schnappen und gucken. Offene Sternhaufen, etliche sonstige Messier Objekte, Saturnringe, Streifen und Monde bei Jupiter, Mond und unzählige Doppelsterne warten auf dich.
würde ich auch zu tendieren.
Was dann aber rein visuell sein würde.
Astrofotografie braucht nun mal einen stabilen Unterbau.
 
Oder doch ein Refraktor für Deep Sky (Nebel&Galaxien) sowie Astrofotografie? Dann würde das sperrige Newton-Refelktor an sich wegfallen. Hach ja, wie vor 2 Jahren. Fragen über Fragen und man kann sich nicht entscheiden ^^
 
Liegt dir Astrofotografie überhaupt? also stundenlanges, teilweise tageslanges Photonen sammeln und das dann anschließend durch die Mühle (Bildbearbeitung) drehen, wo auch nochmal ein paar Stunden drauf gehen?

Vielleicht besser, wie schon vorgeschlagen EAA, aber mit einem kompakten Refraktor. Da kannst auch schnell und live deinem Kleinen, Freunden, Bekannten was zeigen.

Je nach Kamera und Brennweite, bspw. im Bereich von 500-600 mm (kompakt) hast du ein super „Widefield“-Gerät für große Nebel, Galaxien und Sternhaufen und kannst zusätzlich mit einer guten 2-fach Barlow auch an Planeten zumindest etwas sichtbar machen und ggf. aufnehmen oder einfach den Blick durchs Okular genießen. Am Mond gelingen dir damit in jedem Fall entweder tolle Übersichts oder wiederum mit Barlow, durchaus auch schöne Detailaufnahmen.

Anforderungen an Monti, Nachführung, etc. sind bei EAA auch viel entspannter vs. „normaler“ Astrofotografie (in Anführungszeichen, weil normal in Zusammenhang mit Astrofotografie beißt sich).

Dobson mit Rockerbox ist super, aber wiederum sperrig, muss aufgebaut, justiert etc werden. Mal eben schnell raus, ist da nur mit viel Übung. Also alles entheben deines Eingangsposts ohne jetzt deine vorherige Erfahrung en Detail zu kennen.

Und von der Vorstellung „one fits all“ schnell verabschieden, wen nicht schon getan.

Grüße,
Alexander
 
Zuletzt bearbeitet:
Also um nochmal aufzuklären, ich bin kein 100%iger Anfänger sondern steige erneut nach rund 2 Jahren Pause ein. Damals war ich in der Astrofotografie unterwegs und da soll es maßgeblich wieder hin gehen. Anbei ein Foto aus 01/2023 mit der oben genannten Ausrüstung.
 

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Also um nochmal aufzuklären, ich bin kein 100%iger Anfänger sondern steige erneut nach rund 2 Jahren Pause ein. Damals war ich in der Astrofotografie unterwegs und da soll es maßgeblich wieder hin gehen. Anbei ein Foto aus 01/2023 mit der oben genannten Ausrüstung.

Na dann.
Aber was würdest du denn jetzt konkret anders haben wollen? Dein vorheriges Equipment war ja recht solide bzw. abgestimmt. Newton durch Refraktor ersetzen, EOS durch Astrokamera?
 
Hi Enrico, wenn ich mir das Bild so anschaue und Deine Aussage oben bzgl. aufwendiger Aufbau und Technik lese habe ich den Eindruck, dass Du an einem Setup interessiert bist das ohne große Kollimierung sofort funktioniert. Dann wäre ein kleiner Refraktor plus z.B die UMS17 light von Proxisky genau das Richtige.
Das sollte mit Canon oder vielleicht gebrauchter gekühlter Farbkamera mit 3000 € machbar sein.
CS Reinhard
 
Hallo Enrico,

was ist Dir denn genau zu sperrig gewesen an Deinem Setup?
Gewicht?
Das Auf- und Abbauen?
Der "Kabelsalat"?
Die Schlepperei auf den Acker oder in den Garten?
Asi Air und Software?
 
Der Kabelsalat ist kein Ding, AsiAir ist super, mir gehts eher um das sperrige von den Maßen her. Zum einen fehlt es an Platz zum verstauen und zum anderen ist das aufbauen alleine dann immer nervig. Das war mein allgemeines Problem, was mich zunehmend genervt hatte. Damals fand ich schon das Apo von RedCat cool, jedoch ist mir das noch zu teuer, da müssten günstigere Alternativen her. Das selbe mit der Eq5 Goto Montierung, es ist einfach sperrig, da ich auch ab und an auf den Grundstück wandern muss, wenn mal zwischendrin das Haus oder ein Baum im Weg ist.
 
Ich habe selbst einen 150/750 PDS Newton. Der kommt auf eine iOptron AZ Pro. Damit betreibe ich EAA, remote.
Habe den auch eine Zeitlang auf einer EQ6-R gepackt, das ist/war sperrig gewesen. So was brauch ich auch nicht mehr.

M.E. ist der "kleine" Newton gut zu handhaben. Den schnappe ich mir an der Prismenschiene, rein in die Aufnahme der iOptron, klemmen, und gut ist.
OK, die iOptron wird was leichter sein als eine EQ5.
Aber wenn man klassische Astrofotografie, DSLR, Guiding ... ... ..., machen will ist die EQ5 das Minimum für den 150/750-er.

Wenn es kompakter werden soll, nun die hier schon angesprochenen Apo's. Bis 500mm Brenweite.
Kostengünstiger wäre natürlich der noch kleiner PDS Newton, 130/650, von Sky Watcher.
Dazu eine Star Adventurer. Da sollte so ein kleiner Apo oder kleine Newton drauf gehen.
Wobei das mit DSLR und Guiding schon knapp werden kann.
EAA würde da besser passen. Dafür braucht es aber keine EQ Montierung. Eine Alt/AZ reicht da. Und Guiding braucht es auch nicht.
Oder eine Sky Watcher EQ3-2 direkt mit GoTo. Da ist aber bei 5 Kg schon rein visuell Schluss.

Aber Aufbauen und alles einrichten wirst Du immer müssen. Natürlich wäre ein Transport im Ganzen, um mal den Beobachtungsplatz zu wechseln, schon leichter, aber würde ich persönlich nie machen. Einmal falsch getappst im Dunklen... ... ... und neues Ausrichten ist auch wieder notwendig.

Andere Alternative Smart-Scope. Kleine, knuffige Teleskope. Alles drin und alles dran. Hinstellen, einschalten und los gehts, so grob. Da ist aber nur Deep Sky EAA mit möglich. Planeten/Mond soll nicht so der Knaller sein.
 
Die Smart Scores habe ich mir schon angeschaut, jedoch gefallen mir die Ergebnisse nicht ^^
ich bin auch kein direkter Freund von diesen Teleskopen.
War auch nur als Alternative gedacht.

Bleibt m.E. nur ein Apo auf einer kleinen Montierung übrig.
Da gibt es genügend Variationsmöglichkeiten.
Da fragst Du dann aber besser die Apo-Spezialisten hier, was in Kombination mit Deiner Kamera sinnvoll ist.

Aber nach wie vor, das ganze Gerödel mit Auf-/Abbau, Ausrichten usw. usw. bleibt. Das ist unabhängig von der Größe des Setup. Kleiner wird vom Gewicht nur leichter.
 
die Kamera ist nicht mehr da, war eh defekt ^^ Bin da also offen, das Konto entscheidet quasi. Und ein wenig die Ehefrau.
 
Würde da dann zu einer Astrokamera tendieren.
 
Hallo Enrico,

Ich werfe jetzt mal 2000-3000 Euro in den Raum als Investvolumen
Ich bin zwar eher Low Budget unterwegs aber gebe dennoch mal meinen Senf dazu.

Erst einmal dein Orionnebel mit 150/750mm Newton & Canon DSLR, da werfe ich mal das selbe Objekt hier rein allerdings mit kleiner Astrokamera (Asi120mc & Asi462mm mit kleinen Pixeln und Carl Zeiss Jena Sonnar135mc M42 Objektiv:
orion-100124-135mm-mix-neuc.jpg

Mit deinem Budget ist natürlich mehr möglich:
- kleiner Apo ca. 500-1000 Euro
- EQ3 Astroset ca. 500 Euro
- Astrokamera mittlerer Größe z.B. ASI585MC ca. 500 Euro
oder halt noch größer ab 1000 Euro aufwärts

Bei den kleinen Pixeln der Astrokamera ist da auch mit weniger Brennweite viel möglich. Außerdem gibt es zahlreiche größere Deepsky Objekte die sonst kaum auf den Sensor passen.
Vorrangig für Deep Sky aber sporadisch auch mal Planeten
Für Planeten braucht es mehr Öffnung / Brennweite da wäre ein Dobson mit Selbstbauplattform zwar eine günstige Option aber ich bin mir nicht sicher, ob dir das nicht wieder zu sperrig wird.

Mir macht das nichts aus, habe schon die Lagerung optimiert um den Aufbau so einfach und schnell wie möglich zu gestalten.
Hier der Tubus in Griffhöhe im Lieferkarton in der kühlen Garage.
12er-dobson-c.jpg


Und im Einsatz:
12er-Dobson-imEinsatzkl.jpg


Gruß,
Holger
 
Also wenn es wieder in Richtubg Fotografie gehen soll, dann auf jeden Fall ein EQ-Goto Mount!
Bei der veranschlagten Summe würde ICH folgendes machen:
1. Star Adventurer GTI
2. ASI585MC Pro
3. ASIair Mini, 30F4 Scope, 120MM Mini Cam
4. TS 80 APO SD Douplet, und dazu noch das kleine Askar FRA180 Pro
5. Stromversorgung
6. iPad
Alles was geht würde ich gebraucht kaufen um viel Geld zu sparen! Die Cam ggfs ungekühlt, und dafür mit Handykühler.

Mit der ASIair kannst du LiveStacking betreiben! Das schafft evt Spannung beim Junior!
Und Mond geht auch mit dem Setup! Planeten?! Najaaaa
 
Ich stimme Jörg vollumfänglich zu. Ich nutze ähnliches Equipment und bin völlig zufrieden damit.

CS Olaf
 
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