Gesprengtes Bauteil 300D

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JochenBorgert

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Hi Leute,

beim Experimentieren mit meiner Canon 300D gab es einen kleinen Defekt. Die Kamera wurde und wird von keinem Computer mehr erkannt. Bei der Suche nach Ursachen bin ich auf ein zerstörtes Bauteil auf der dem Drahtauslöseranschluss abgewandten Platinenseite gestoßen. Das Bauteil befindet sich direkt unterhalb des Drahtauslöseranschlusses (siehe Bild).
Hat einer eine Ahnung um was für ein Bauteil es sich dabei handelt und wo man sowas neu bekommt?

Link zur Grafik: http://img252.imageshack.us/img252/8383/dsc0578qg3.jpg

Clear skies

Jochen
 
Hallo Jochen,

was für eine Schei** !!! Da habe ich gerade vor 30 Minuten meine EOS 300d wieder zusammen gebaut und sehe jetzt wieder deinen Beitrag... wollte dir eigentlich ein Foto machen... hab ich aber vergessen....

Frag mal bei:
http://www.schwab-intra.net/astro/eos_tuning.html
http://ghonis2.ho8.com/rebelmod.html

Vielleicht haben die ein hochauflösendes Bild des Bereichs.
Ich möchte meine jetzt (nach dem zweiten zerlegen) nicht wieder aufschrauben müssen.... --> *Herzinfakt*

Wenn du noch Fragen hast versuche ich aber genre zu helfen.

Gruß
Torsten




 
Hallo Jochen,

das ist entweder ein Varistor, wie schon oben geschrieben, oder es handelt sich um eine Schutz- oder Freilaufdiode. Die wichtigste Frage : Funktioniert die Kamera noch ?

Wenn ja, dann ist das Bauteil für die Funktion unwichtig. Was mich allerdings stutzig macht, ist das die Kamera nicht mehr erkannt wird. Ich würde jetzt mal darauf tippen, Du hast irgendwie auf den Fernauslösereingang eine Spannung gebracht. Löst Du mit dem Computer über den Fernauslösereingang die Kamera aus ?

Meine Theorie : Du löst die Kamera über den Computer aus, der Computer hat ein Schaltnetzteil, Du hast die Kamera irgendwie (gewollt oder ungewollt) an Masse oder Erde gebracht und das Schaltnetzteil vom Computer ist nicht komplett potentialfrei. Peng ! Im schlimmsten Fall sind da 230V durch gegangen. Jedenfalls ist da ganz schön Strom geflossen, so wie das Bauteil und die Platine an der Stelle aussieht. Wie geschrieben, eine Vermutung, kann also auch komplett anders sein.

Mit Schaltnetzteilen ist Vorsicht angesagt. Vor allem, wenn noch andere Schaltnetzteile, z.B. für die Montierung oder was auch immer, angeschlossen sind. Über eine gemeinsame Masse (z.B. der Montierung) kann dann Strom nach Erde fließen oder die Netzteile kommen außer Tritt ! Oder aber ein Blitz (statische Aufladung) hat sein Werk verrichtet.

Thomas
 
Hallo Zusammen,

also ich verfolge den Beitrag mit staunen, wie kommt ihr darauf das das ein Varistor ist und kein Widerstand oder was Anderes? Ich meine man sieht ja nichtmal wo die Leiterbahn hingeht bzw. herkommt.
Ich würde das Bild mal zu Canon schicken und freundlich nachfragen, ein fähiger Techniker findet das sofort auf dem Schaltplan.

CS, Lars
 
Hallo Lars.

So wie das Ding da aussieht, ist dort kurzzeitig sehr viel Strom geflossen. Da es sich aber um eine Low-Power-Gerät handelt, kann dies nicht von dem gerät selber gekommen sein.

Da muß schon richtig was passiert sein. Entweder hat Jochen die Kamera an 230V Drehstrom angeschlossen ;) oder aber das Bauteil ist dafür gedacht, sich selbst zu zerstören, falls der Fall eintritt. So was wird sehr gerne bei Schnittstellen gemacht, um die weitere Zerstörung des Gerätes (die Kamera also) zu verhindern. Ergo bleibt nur eine Diode oder ein Varistor übrig.

Naja, wir vermuten das. Kann natürlich auch vollkommen anders sein. ist halt auffällig, das das Bauteil direkt unter dem Fernauslöseranschluß sitzt oder besser gesagt, gesessen ist.

Zum Thema Leiterbahn. Wenn Du genau schaust, dann geht ein Ende des Bauteils an den Transistor und einen Pin der Buchse für den Fernauslöser. Das andere Ende ist über eine Durchkontatierung auf die andere Seite der Platine verbunden. ich nehme mal an, zu Masse. Spricht alles für ein Bauteil mit Schutzfunktion.

Thomas
 
Hallo Thomas,

ja das stimmt, die eine Seite kann man gut sehen aber auf der anderen Seite gehts nur bis zur Durchkontaktierung und dann bleibt nur die Vermutung. Wie auch immer, ich denke für eine Reparatur sollte man mehr Informationen habe. Es könnte auch ein Kondensator sein, der Aufladungsspitzen an Masse weiterleiten soll und dabei aufgegeben hat.

CS, Lars
 
Hi Leute,

ich hätte nicht erwartet soviele Antworten zu bekommen :biggrin:.
Die Kamera funktioniert noch, d.h. sie macht noch Aufnahmen. Allerdings wird sie von keinem Computer mehr erkannt und die einzige sichtbare Fehlerquelle, die ich bisher finden konnte, war dieses Bauteil.
Der Fehler ist nicht durch den Ausbau des Filters verursacht. Nach dem Umbau funktionierte die Kamera in jeder Hinsicht noch.
Ich löse die Kamera tatsächlich mit dem Computer über den Fernauslösereingang aus. Das dazu notwendige Kabel ist ein Selbstbau eines Astro-Kumpels, das von USB auf den Fernauslösereingang geht. An dem betreffenden Abend, an dem der Fehler zum ersten mal auftrat, habe ich das Notebook über Netz betrieben. In geistiger Umnachtung habe ich dann mal den Rechner vom Netz getrennt und daraufhin per Bleigelakku weiterbetrieben. Die Kamera war dabei die ganze Zeit an den Comuter angeschlossen. Danach wurde die Kamera nicht mehr erkannt.
Über eine Fremdreparatur habe ich auch schon nach gedacht, allerdings sind Kameras dieser Art mittlerweile so im Preis gesunken, dass sich der finanzielle Aufwand kaum lohnen wird. Es wird wohl auf einen Selbstreparaturversuch hinauslaufen. Falls der schief geht, werdet ihr im Biete-Board möglicherweise bald eine 300D für Bastler wiederfinden :/ .
Danke für die Hilfe und clear skies

Jochen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jens,

ich habe auch mal den USB-port einer 300D "geschossen", indem der USB-Hub abgeraucht ist und wohl der 300D eine "Überdosis" verpasst hat.
Da ist das Netzteil richtig durchgeschmort und ich war glücklicherweise gerade anwesend.
Seitdem wird die Cam nicht mehr erkannt. Der Fernauslöser geht aber noch.

Eine Ersatz-USB-Platine kostet laut Achatzi knappe 200.- ... ohne Einbau ... .

Schönen Gruss
bernd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jochen,

ich habe gerade erst Deinen Artikel gesehen, daher jetzt
einfach mal nur zur Info.
Es kann auch, wie schon weiter unten geschrieben, ganz
einfach ein Kondensator sein. der 'explodiert' ist.
Dazu braucht es noch nicht einmal eine Spannungsspitze
oder aehnliches. Mir ist mal bei meinem PC so ein kleiner
(3,5x3x2mm 'grosser') Kondensator buchstaeblich und im
wahrsten Sinne 'explodiert'. (Sah lustig aus; so richtig
wie ein kleines Feuerwerk)
Folge: 256MB SD-RAM Arbeitspseicher zerschossen!
Und das, obwohl der Speicher mit (wenn ich es richtig in
Erinnerung habe) max. 3,x Volt betrieben wird. (Der Kond.
sass in der Zuleitung vom (nichtbelegten) PCI-Steckplatz
zum Speichersteckplatz.)
Nachdem ich einen neuen Kondensator aufgeloetet habe, habe
ich das Board nochmal ausprobiert. Es lief zwar, erkannte
aber nur noch 128MB!
Bei Dir ist dann wohl der Baustein, der fuer die
Kommunikation mit dem Rechner zustaendig ist beschaedigt.
Ein Bekannter von mir (Elektriker) meinte auf meine
Frage hin, ob das normal sei, das ein Kond. explodiert:
'In der Regel laufen Kond., vor allem wenn sie aelter sind,
schon mal aus, es aber auch vorkommen, das mal einer platzt.


Gruss,

Erik

Ps: Weils unten kurz erwaehnt wurde: So ein Kond. hat
durchaus einen Sinn: Er dient als sogen. Stuetzkond. der
dafuer sorgt, dass evtl. Spannungsspitzen etwas
'glattgebuegelt' werden und somit nicht als falsche Signale
erkannt werden.
 
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