Gibts noch gute Astronomiezeitschriften?

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cyrill

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Hallo zusammen,
ich habe früher gerne diverse Astronomiezeitschriften gelesen. Zuerst StarObserver, dann Astronomie Heute. Was ich daran gut fand war die breite Streuung der Themen und die (wie ich finde) sehr angenehm zu lesende Schreibweise. Leider gibt es beide Zeitschriften nicht mehr. StarObserver schon länger nicht und Astronomie Heute wurde von Sterne und Weltraum geschluckt. Zwar habe die damals hoch und heilig versprochen sich mehr in Richtung professionelles Layout zu entwickeln und auch mal populärwissenschaftliche Beiträge zu bringen, aber ausser Versprechungen ist nichts daraus geworden. Leider sind die immer noch "staubtrocken" und das Layout ist eine graphische Katastrophe. Jetzt frage ich mich, wo sind die ganzen Redakteure hin, die früher bei StarObserver und Astronomie Heute gearbeitet haben? oder anders gesagt, gibt es noch gute Alternativen?

Grüße

Cyrill
 
Hallo Cyrill,

dann hätte ich an deiner Stelle längst mal in Interstellarum angeschaut, denn so viel Auswahl gibt's ja nicht auf dem deutschen Markt. Orientiert sich mehr an der Praxis und ist daher nicht so trocken wie die SuW geschrieben.

Und wenn du ausschließlich Beiträge zur Amateurastronomie lesen möchtest, ist noch das VdS-Journal zu nennen, mit den online bereitgestellten Ausgaben kann man da auch problemlos reinschnuppern.

Im übrigen wurde Astronomie Heute nicht von SuW geschluckt, denn beide kamen aus dem gleichen Haus.
 
Hallo Cyrill.

In Deutschland gibt es wenige (oder besser fast keine) Zeitschriften, die an StarObserver oder Astronomie-Heute aufsetzen.

Einzig wenn Du der englischen Sprache mächtig bist, würde ich Dir Astronomy empfehlen. Das kommt nah ran.

Gruß.
Frank
 
Ich rate auch zu Interstellarum und/oder dem VdS-Journal (was allein den Mitgliedsbeitrag wert ist).

Interstellarum ist amteur/beobachtungsorientiert und bringt eine Übersicht des aktuellen Himmels und aktuelle Ereignisse. Letzteres ist in dieser Aktualität im VdS-Journal nicht zu finden. Dafür wird dort stärker über das Wirken der Amateurastronomen, also letztlich der Fachgruppen berichtet: Oft in einem amateurhaft-lockeren Ton, jedoch ohne Verzicht auf inhaltliche Tiefe.

Auch im Inetrstellarum-Heft kannst du probehalber lesen:
http://oculum.de/interstellarum/archiv/aktuell/vorschau/Default.html

 
Hallo,

die Frage habe ich mir auch schon gestellt, zumal ich viele kenne, die sich für die wissenschaftlichen Aspekte interessieren, denen die SuW jedoch zu wissenschaftlich ist. Star Observer hatte damals einen sehr gelungenen Kompromiss, bei denen war jedoch die Schrift oft schwer lesbar.

Aus meiner Sicht besteht hier eine echte Marktlücke. Andererseits frage ich mich, ob ein Magazin a la Star Observer in Zeiten von Internet-Portalen, die im Stil eines Online-Magazins arbeiten (z.B. astronomie.info u.ä.) überhaupt noch bestehen können.

Nehmen wir einmal die Berichterstattung zu den Shuttle-Missionen als Beispiel: Star Observer brachte dazu immer einen mehrseitigen Bericht über die ganze Mission vom Start über die Aktivitäten im Orbit bis zur Landung. In besagten Online-Magazinen kommen die Berichte in kleinen Poirtionen, aber dafür nahezu tagesaktuell (Start zum 100. Mal verschoben, Start erfolgreich, Andocken heute um 18 Uhr usw.). Ein gedrucktes Magazin kann da teilweise gar nicht mehr mithalten, da die Infos dann schon seit längerem im Internet und kostenlos sogar in druckfreundlichem Layout auf populärwissenschaftlichem Niveau zur Verfügung stehen.

Ich denke, das ist einer der Gründe, warum ein Magazin in der Art von Star Observer nicht mehr aufgelegt wird.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das ist sicher ein Grund gewesen.
Bei Astronomie Heute war ein Grund für die Einstellung wohl auch daß der Verlag das Anzeigenaufkommen auf eine Zeitschrift bündeln wollte.
Schade nur, daß sie nicht auch den Inhalt gebündelt haben.

Online Informationen sind (finde ich) nur leider kein vollwertiger Ersatz für einen guten Zeitschriftenbeitrag da sie meistens nur kleine Häppchen liefern. O.K. das eine oder andere weiterführende findet man auch online, aber nicht in der Qualität und nur nach intensiver Suche.
Was mir fehlt sind Beiträge wie:
Sphärulen (in Star Observer 4/2004, 6 Seiten)
Astrobiologie (in Star Observer 7/2004, 6 Seiten)
Der Raumanzug (in Star Observer 9/2004, 6 Seiten)
Die Namen der Sterne (in AstronomieHeute 11/2005, 7 Seiten)
XPrice und Spaceship One (in Star Observer 7/2004, 10 Seiten)
ganzeseitige und doppelseitige Fotos
gut recherchierte Hintergrundberichte
ein bischen ein Blick über den trockenen Astronomen-Tellerrand hinaus
und ein schönes Layout.

Ich werde mir mal die genannten Alternativen ansehen. Vieleicht ist ja was dabei.

Grüße

Cyrill
 
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