Gitterrohrtubus für einen 8" Cassegrain

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Saubere Arbeit! Sieht ganz toll aus! :respekt2: :applaus:
Herzlichen Glückwunsch!

Gruß
Je
 
Schöne und saubere Arbeit, Michael!

Und endlich kein Tubusseeing mehr! :super:

Viel Spaß mit dem Edelteil!
 
Hallo Je, hallo Wolf,

danke für eure Kommentare.

Ich kann nur sagen, dass der Umbau sich gelohnt hat. nicht wg. des Erfahrungsammelns, sondern auch wg. der mechanischen + optischen Verbesserungen.

Michael
 
Sieht auf jeden Fall extrem professionell aus.

Und die Bilder sind auch nicht übel.

Gratulation!

Jörg
 
Hallo Miteinander,

Schöne und saubere Arbeit, Michael!

Und endlich kein Tubusseeing mehr!
Saubere Arbeit, da stimme ich voll zu.
Aber Tubuseing bekommt man noch und nöcher wegen der Luftschlierenbildung durch unterkühlte Luft an den Rohrblenden infolge von IR- Abstrahlung. So ist es zumindest bei meinem 12" Gitterrohr - Cassegrain. Der Aufbau im Iso- Tubus mit Zwanmgsbelüftung war dagegen eindeutig besser, wenn auch weniger schick.

Professionell genutzte Geräte in Gitterrohr- Bauweise stehen üblicherweise in einer Kuppel. Da "sehen" die potentiell abstrahlender IR- Flächen nur einen kleinen Ausschnitt des kalten Himmels.

Gruß Kurt
 
Hi Kurt, das klingt sehr interessant, aber bei meinem 6"-Gitter-SCT ist das Tubusseeing weg.
Und den Vergleich hatte ich ja nun zur Genüge :)
Mag sein, daß es bei größeren Geräten da die von Dir genannten Probleme gibt, ich kann das so an einem 6"-Gerät nicht bestätigen.
Und ich bin gespannt, was Michael letzlich für Erfahrungen macht.
 
Hallo Jörg, hallo Kurt,

danke für euere Anmerkungen.

Ich habe beim 8" im Vergleich zu vorherigen offenen Tubus ein viel schnelleres Auskühlen beobachtet. Da ich wg. einer anderen HS Zelle und dreier über Federn gelagerte Justageschrauben noch Änderungen vorgenommen hatte, habe ich die Optik einige Male justiert.

Dazu habe ich das "zimmerwarme" Instrument auf der Terasse (5..10°) aufgebaut und visuell einen hellen Stern bei 300x beobachtet. Das Beugungsbild war nach 5 Minuten klar zu erkennen, d.h. umlaufende Ringe ohne Unterbrechungen. Beim originalen VC200 war das Bild "zappeliger" und es dauerte 30..45min bis es ebenso ruhig zu sehen war.

Der Grund für die kürzere Zeit in offenen HS Zelle. Diese ist sehr viel "luftiger" als beim Original, wo zwar der Tubus vorne offen, aber hinter dem HS aber eben geschlossen ist.

Zur Bemerkung von Kurt und Wolf würde ich anmerken , dass sicher die Gesamtgröße des HS eine Rolle spielt. Ein klitzekleiner 6" oder 8" ist im Vergleich zu einem massigen 12" schneller ausgekühlt.

Michael
 
Hallo Michael,


Zur Bemerkung von Kurt und Wolf würde ich anmerken , dass sicher die Gesamtgröße des HS eine Rolle spielt. Ein klitzekleiner 6" oder 8" ist im Vergleich zu einem massigen 12" schneller ausgekühlt.

es ging mir nicht um die Auskühlung des HS. Die ist zweifellos bei der offenen Gitterrohrkonstuktion unproblemetisch, auch bei meinen 12" Cassegrain. Dessen HS ist übrigens diskusförmig und wiegt nur 2,5 kg.

Was mir aufgefallen ist das sind echt Schlieren, die permanent von den Lichtschutzrohren erzeugt werden. Man sieht diese am besten, wenn man einen Planeten oder hellen Stern in Bildmitte bringt und dann das Okular herausnimmt. Die Ursache ist hier ganz klar in der Unterkühlung der Oberflächen wegen IR- Abstrahlung zu suchen. Sobald ein leichter Wind weht erkennt man nichts mehr davon.

Sehr wahrscheinlich werden diese Schlieren bei Deinen Langzeiztbelichtung nicht nennenswert wirksam, weil hier das atmosphärische Seeig noch stärker stört. Aber bei Planetenbeobachtung wirken die schon definitionsmindernd, zumimdest bei 12" Öffnung.

Gruß Kurt



 
Hallo Kurt,

ich bin nun nicht wirklich ein erfahrener visueller Beobachter, da ich zu 99% fotographiere :) , aber ich erinnere mich an die Beugungsbilder meines C11s beim Justieren.

Nach den ersten zappeligen und sehr ausgefransten Bildern in den ersten Minuten nach dem Aufbau wurde das Bild immer ruhiger und nach gut 1 Stunde konnte ich bei guten Seeing sogar das Airy Scheibchen sehen.

In den extra/intrafokalen Bilder sah ich aber meist noch immer eine "stabile" Luftströmung, die schlauartig radial verlief. Meinst du einen derartigen Effekt?

Beim 8" Cassegrain war das visuelle Bild nach der beschriebene Zeit ruhig und ungestört - soweit ich das einschätzen kann.

Michael

 
Hallo Michael,

Aber Tubuseing bekommt man noch und nöcher wegen der Luftschlierenbildung durch unterkühlte Luft an den Rohrblenden infolge von IR- Abstrahlung.

diese Aussage von mir möchte ich etwas korrigieren, etwa so: Man hat immer noch Tubusseeig wegen der Luftschlierenbildung durch unterkühlte Luft an den Rohrblenden infolge von IR- Abstrahlung.
Es kann sein, dass man derartiges bei Deinem Teleskop nur bei ganz genauem hinsehen wahrnehmen kann, weil es eben wesentlich weniger unterkühlbare Flächen hat als mein 12"

...aber ich erinnere mich an die Beugungsbilder meines C11s beim Justieren.

Ich habe nur geringe Praxis mit derartigen Systemen und demnach auch keine speziellen Versuche zur inneren Thermik gemacht. Meine Erfahrungen und Messungen stammen von 12", 10" Cassis mit zwangsbelüfteten Iso- Tuben und div. Newtons in Gittererohr und ebenfalls zwangsbelüfteten Iso- Tuben

Gruß Kurt
 
Danke Kurt.

Ich werde beim nächsten EInsatz einmal explizit darauf achten.

Ich frage mich auch, was an UNterscheiden zu sehen ist, wenn ich das HP Rohr,da um den HS liegt entfernen würde.
Mal sehen.

Michael
 
Hallo Michael,
Ich frage mich auch, was an UNterscheiden zu sehen ist, wenn ich das HP Rohr,da um den HS liegt entfernen würde.
Mal sehen.

Wenn das einfach zu machen geht probier es aus. Sehr wahrscheinlich bringt es optisch keinen Unterschied, vorausgesetzt die Rohrblenden sind richtig dimensioniert. Aber du riskiest, dass der HS bis zur Raureifbildug auskühlt. Das mir schon mal passiert.

Gruß Kurt

 
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