Goto + Deep Sky

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Hallo MTyson

Meine Erfahrungen mit Goto: Mein Einstieg war das typische Rohr mit 114/900 auf Vixen Montierung. Ich beobachte aus der Stadt (Stadtrand wien. AufGrund von wenig Zeit und schlechter Sicht habe ich das Scope sehr wenig genutzt. Durch Zufall habe ich dann ein gebrauchtes NexStar 8 mit 8" und GoTo bekommen. Seither macht das Beobachten erst wirklich Spaß. Große Öffnung und Goto ist schon etwas wenn man wennig Zeit hat. Meist beobachte ich nur von meiner Terasse. Das geht dann blitzartig, Vorbereitungszeit mit Positionierung max. 20 min.(Scope ist fertig im Wohnzimmer und braucht nur hinausgestellt werden. Mit dem Goto finde ich dann schnell meine Objekte und kann mich aufs Beobachten konzentrieren.
Für mich macht GoTo Sinn wenn ich nicht viel Zeit investieren kann oder will, wenn ich schlechte Bedingungenhabe (Stadtrand) und doch einiges sehen möchte.
Meine Erfahrungen ohne GoTo an meinem Beobachtungsort waren eher negativ, immer nur die gleichen Standardobjekte.
Heute macht es einfach mehr Spaß, da ich viele Dinge auch von zu Hause sehe die mir vorher verschloßen waren.
Noch ein Punkt spricht für GoTo: Permanent schlechtes Wetter. Dadurch komt man zu selten zum Schauen und die Übung stellt sich nicht ein. Leider ist das bei uns in Wien leider sehr oft der Fall.

CS Herbert
 
Hallo Herbert,

wie aber würdest Du Goto an Deinem Standort mit den Fähigkeiten eines kleinen Instruments - Du kennst eben den 114/900 - bewerten?
Von Goto wird ja in der Hauptsache abgeraten, weil es den Einsteiger bei typischen Preisvorstellungen auf Öffnungen deutlich unter 150mm einschränkt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Herbert,
ich habe selbst ein goto System und stimme mit Dir völlig überein was die Konzentration auf das Wesentliche - Die Beobachtung - angeht, und die "Zeitersparnis" die mit einem goto Verbunden ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Noch ein Punkt spricht für GoTo: Permanent schlechtes Wetter. Dadurch komt man zu selten zum Schauen und die Übung stellt sich nicht ein. Leider ist das bei uns in Wien leider sehr oft der Fall.

Aber eine klitzekleine Anmerkung kann ich mir zur obigen Aussage nicht verkneifen: Mein goto (auch Nexstar an der Celestron CAM) braucht zum Ausrichten Referenzsterne die es gerne angefahren haben möchte - wie vermutlich jede goto Montierung. Gerade bei etwas schlechterem Wetter, oder sagen wir mal einigen Wölkchen an ein einem sonst "spechteltauglichen" Himmel, kann ein goto von Nachteil sein, wenn insbesondere die Referenzsterne teilweise verdeckt sind und sich das Gerät kaum ausrichten läßt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />

Sonst bin ich gleicher Meinung: Beobachten statt suchen, obwohl man schon wissen sollte was man sucht und wie man es auch ohne (goto) findet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Viele Grüße,
Jens
 
Hi,
Im Mai vorigen Jahres hab ich mein Teleskop (10" SN) mit GoTo bekommen.
Zuvor hatte ich gelegentlich mit Fernglas bzw. mit 114mm Einsteigernewton beobachtet. So kannte ich schon einige Objekte.
Meine Erfahrung sind folgende.
Mit dem 26mm Okular schafft es das GoTo die angesteuerten Objekte ins Gesichtsfeld bzw. mit kurzer Spiralsuche aufzufinden, das geht relativ schnell und problemlos, bei hellen und markanten Objekten. Da liegt der "Hase im Pfeffer" lichtschwache und für Anfänger schwierige Objekte werden leicht übersehen, bzw ist man sich nicht mehr sicher. Die Sucherei beginnt von vorne.
Mittlerweile hab ich mir aus Redshift 5 Sternkarten ausgedruckt, immer ein markanter Punkt mit auf der Karte, dann mit Starhopping zum Objekt. Das parallaktische Gradnetz und den Blickfeldindikator mit einstellt (damit kannst Du dir einen Kreis der dir das Blickfeld deines Okulars darstellt) kannst Du Richtung und Entfernung abschätzen.
Schwächere Objekte kann man dann mit Hilfe der Hintergrundsterne festmachen. Mit der Zeit fand ich mich immer besser zurecht.
Das Für und Wider ist für mich unentschieden.
Für Anfänger die relativ helle Objekte gelegentlich bewundern wollen ist es sicherlich ideal, wenn Du die Sache aber ernsthafter betreiben willst, nicht zwingend notwendig. Dann brauchst Du aber auch wieder Zeit und Muse, gutes Kartenmaterial und und und.

cs Udo S
 
Lieber Jens

Der Nachteil ist unbestreitbar. Übrigens schätze ich den Karkoschka trotz Goto sehr. Ich verwende Ihn dazu meine Beobachtung zu planen.

CS Herbert
 
Hi Udo

Vieleicht sollte ich mir Redshift auch zulegen, nochdazu da ich plane mir einen kleinen Refraktor als Reisegerät zuzulegen (ohne Goto). Danke für den Hinweis.

CS Herbert
 
Hi Herbert,

das kannst Du mit nahezu jedem anderen Planetariumsprogramm auch haben. Cartes du Ciel bietet diesen Bildfeldindikator für Okulare auch an und ist Freeware. Also nichts gegen Redshift und all die anderen Programme wo jedes sicherlich seine Stärken hat, CdC ist eben die günstigste Variante.

 
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