Grundlegende Fragen??Wer kann helfen??

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas sumel
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sumel

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Hallo Zusammen.
Auf der suche nach einem geeignetem Telescope für mich,bin ich auf dieses Forum gestossen.
Ich bin somit neu hier und habe schon diverse Berichte gelesen.
Wirklich viele tolle Berichte gibt es hier.Jedoch bin ich je mehr ich lese immer unschlüssiger diesbezüglich,welches Telescope das richtige für mich ist.
Da ich vor ca 15 Jahren mein damaliges Celestron 114/900 Newton verkauft habe,da ich einfach keine Zeit mehr hatte diesem schönen Hobby regelmässig nachzugehen,möchte ich jetzt wo ich auf dem Land wohne wieder Einsteigen.
Ich möchte Folgendes machen.
Ich Interessiere mich sehr stark für die CCD Fotografie.

1.Frage: Welcher F-Faktor und welche Brennweite des Telescopes wären für Deep Sky und Planeten Fotografie am geeignetsten und welcher F-Faktor und Brennweite wäre für Visuell am geeignetsten??

2.Frage: Welche Öffnung sollte man mindestens und welche Maximum wählen(Fotografisch und Visuell??

3.Frage: Welcher Typ Telescope (Newton,etc...)bringt die Besten Bilder auf den Monitor??

4.Frage: Ich hätte die möglichkeit das Telescope Fix in meinem Dachstuhl zu Montieren,jedoch hätte ich nur den Bereich Süden bis Norden via Westen zu Beobachten.Wäre das genug?? oder sind die meisten Objekte genau auf der anderen eite??

Das Wären für mich mal die Fragen,die ich zuerst Beantwortet
haben muss bis sicher noch weitere Fragen stellen werde.
Ich würde mich über die eine oder andere Antwort sehr freuen.
Ich Grüsse alle.
Mel.

 
Hallo und willkommen,


Lass mich als Einstieg deine 4. Frage nehmen:

Wäre das genug?? oder sind die meisten Objekte genau auf der anderen eite??

Nun, ich denke bevor es ans große Geldausgeben geht wären vielleicht einige kleine Basics zum Thema Astronomie und Himmelsmechanik angebracht. Ohne die sind leider viele Überlegungen zum Teleskop und vor allem (das hast du gar nicht erwähnt) der Montierung kaum zu verstehen. Um es kurz aufzulösen: Die Objekte wandern sowohl während eines Tages von Osten nach Westen. Dazu verschieben sie sich täglich um 1/365 des Tages (=4 Minuten oder so), d.h. ein und das selbe Objekt wird einen Tag später 4 Minuten später auf- bzw. untergehen. So sind im Laufe eines Jahres an ein und der selben Stelle ständig neue Objekte zu beobachten. Abhämgig eben von Tages- und Jahreszeit.

Ich habs erwähnt: Die Montierung. Ich will dich nicht gleich abschrecken aber gleich mit Astrofotografie einzusteigen ist schon "hart". Da du hier lange Belichtungszeiten benötigst (mit CCD 10 Sekunden aufwärts) MUSS deine Montierung sehr genau sein, damit du keine verzerrten Sterne... auf dem Bild hast. Genau bedeutet, sie muss der scheinbaren Bewegung der Sterne exakt folgen und die Rotation der Erde ausgleichen. Im bereich der Astrofotografie ist daher eine genaue Montierung viel wichtiger als eine super Optik! Leider kosten die auch entsprechend...

1.Frage: Welcher F-Faktor und welche Brennweite des Telescopes wären für Deep Sky und Planeten Fotografie am geeignetsten und welcher F-Faktor und Brennweite wäre für Visuell am geeignetsten??

Naja, ich würde eher einen Newton um f/6 nehmen. Warum? Stellt keine zu großen Ansprüche an die Okulare, ist ganz gut für DeepSky und Planeten. So ein bisschen ein Allrounder (insofern es sowas überhaupt gibt).

2.Frage: Welche Öffnung sollte man mindestens und welche Maximum wählen(Fotografisch und Visuell??

Fotografisch gleichst du die fehlende Öffnung eben durch längere Belichtungszeiten aus. Visuell - und damit solltest du einsteigen - geht das nicht. Aber eine Mindestöffnung zu nennen ist schwer... Ich würde sagen mind. 114mm.

3.Frage: Welcher Typ Telescope (Newton,etc...)bringt die Besten Bilder auf den Monitor??

O o o... der Kampf der Weltanschauungen. Also für mich wäre ein Newton erste Wahl! Warum? Ein Maximum an Öffnung für das Geld!!!


Fazit: Schau dich doch vorher mal ein bisschen bei Sternfreunden um, damit du einen Eindruck von den ganzen Gerätschaften bekommst. Außerdem würde ich mir ein paar Bücher zulegen vor dem Kauf, da es ohne Theorie kaum gehen wird.
 
Hallo Rolf(Ich hoffe ich darf Dich so nennen!)
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Einfach super dieses Forum!!
Ich möchte Selbstverständlich Visuell anfangen,jedoch möchte ich später CCD Fotos machen ohne gleich ein neues Telescope nehmen zu müssen,daher erwähnte ich bereits CCD.
Zwecks der 4.Frage habe ich etwas falsch gestellt.Ich weiss das sich ausser den Planeten,kometen,alles um den Polarstern dreht,aber diesen würde ich bei dieser fixen Aufstellung zwecks Positionierung nicht mehr im Polsucher sehen können(knapp nicht mehr!).
Daher sollte die Frage eigentlich lauten,wie kann man sonst noch sein Telescope Positionieren?
Du Ratest mir zu einem Newton mit F6,hättest Du da ein Konkretes Modell sprich Marke das Du Emphelen kannst?
Ja die Montierung habe ich bewusst noch nicht erwähnt,da ich erst die grösse des Telescopes wissen muss,welches am geeignetstens ist für mich,dann kommt für mich die Montierungs Frage(EQ-6,OTE 150 die neue,Gemini41,etc.)
Gruss Mel.

.
 
Grundlagen und frühe Fragen...

Hallo Mel und herzlich willkommen hier,

wie der Kollege schon geschrieben hat, wenn Du Dir eine Sternwarte einrichten willst, ist es extrem sinnreich, sich zuvor in die Materie einzuarbeiten. Ansonsten ist es sehr gut möglich, daß Du vieles bereits in der Anfangszeit der Nutzung ersetzen wollen wirst.

Allein Deine Fragestellungen illustrieren sehr deutlich, daß Du noch sehr großes Lernpotential für die grundlegendsten Zusammenhänge hast.

Foto und Visuell sind schon nicht unbedingt beieinander, Planeten und Deep-Sky sind kaum vereinbar: mit sehr sehr kostspieligen Geräten ist dies - besonders unter Spezialanfertigung von Riesenokularen, wenn auch noch Richfield gehen soll, möglich, aber definitiv nicht geläufig. Da bist Du aber schnell in preislichen Größenordnungen, wo eventuell die Kosten für den ganzen Himmel (Umbau/Abriß der östlichen Sichtbehinderung durch verbauten Raum) schon bald vernachlässigbar werden.

Mein Rat: dringend Kontakt zu anderen Sternfreunden suchen und im Gespräch und gemeinsamer Beobachtung kennenlernen:

- Objektklassen, Himmelsmechanik und
- Himmelsqualitäten (Lichtverschmutzungsgrad, Seeing, Transparenz, Bedeutung)
- Bauformen von Fernoptiken und deren Einsatzgebiete und Eigenheiten (!!!)
- Grundsätzlichkeiten visuell-kurzzeitfoto-langzeitfoto
- Foto, Brennweiten und Bildfelder, Kameras und Objekte, Anforderungen an die Himmelsqualität
- Montierungen und deren Spezifika (Visuell/Foto).

Kontaktmöglichkeiten ggfs. parallel auszuschöpfen: a) Treffpunktforum: Posting; b) Treffpunktforum: Teleskoptreffen, Messen, Aktionen; c) Mailfreundschaften über Link der astronomie.de-Startseite; d) GAD (Vereinsverzeichnis deutschsprachiger Raum) als Link oben links auf der astronomie.de-Startseite (nicht die Forenstartseite, sondern die Portal-Startseite)

noch knapp zu Deinen Fragen:

Zu 1: a) Je nach Objekt und Option (kurzzeitfoto/langzeitfoto) und Bildfeld kommen unterschiedlichste Blendenzahlen (Öffnungsverhältnisse f/x) in Frage. Man kann beispielsweise an visuellen Geräten mit Barlowelement die Brennweite noch verlängern und dann fokal mit Web-Cam Planetenscheibchen aufnehmen, mehrere hundert typischerweise, um diese dann am Rechner mittels raffinierter (auch freier und kostenfreier) Software zu deutlich besseren Bildern als die jeweiligen Einzelbilder zusammensetzen. Oder Foto kann heißen mit aufgesattelter Standardkamera und Handnachführung eine Minute bei 200 mm Teleobjektiv einen Emissionsnebel ablichten. Oder am Hauptinstrument mit Autoguider viele Minuten bei ordentlich Brennweite einen Dunkelnebel ablichten. Foto ist genauso vielseitig wie im Verkehr von Dreirad bis Rennwagen, von Pferd bis 40-Tonner... Vermutlich wirst Du am allermeisten für die Montierung und Steuerung ausgeben und schlußendlich doch mehrere Optiken (eher Spezialisten) einsetzen, was dann die ideale Lösung darstellt. Kaum jemand läßt sich ja auch einen 40-Tonner bauen, der 250 Spitze bringt...

1 b) für visuell spielt die AP (Austritts-Pupille) die entscheidende Rolle, da das Auge seine "Belichtungszeit" nicht wirklich variieren kann. Anders gesagt, für langsame Öffnungsverhältnisse braucht es langbrennweitigere (oft günstigere und besser transmissive) Okulare und man hat dasselbe. "Lichtstärke" gibts nur fotographisch. "Feinde" des visuellen sind Obstruktion, Bildfeldwölbung, Farbfehler und andere. Das sind alles so Basics, in die Du Dich mal einarbeiten solltest. Oft hilft auch die Suchfunktion hier im Forum, Einsteiger-Homepages von ambitionierten Amateuren und natürlich Literatur, Wikipedia und Google.

zu 2) keine Öffnung ist groß genug, aber allzuschnell wirds schwer, sperrig, teuer und womöglich hat man so bewegte Luft, daß all das Gewaber keinen Spaß macht. Besser wäre wohl die Frage nach üblichen Einsteigeröffnungen für das Feld oder privaten Sternwarten...

zu 3) klasse, hochoptimierte Spezialisten unter Ausnahmebedingungen sind in ihren Disziplinen ungeschlagen.

zu 4) jedes bisschen Himmel ist genug für den/die Hochambitionierte(n). Allerdings wird er/sie auch um jedes Quadratgrad mehr "kämpfen". Und/oder parallel was Kleineres transportables für den Garten, das Feld, den Urlaub, Teleskoptreffen... haben wollen... (Sonnen/Mond/Planeten-Beobachter werden hier wohl eher noch auf Norden verzichten können)

Der Kollege schlug einen Newton f/6 vor. Das kommt mir bei Deiner spezifischen Vorbildung ein wenig so vor, als würde ich einem absoluten Segeleinsteiger schon die 12-m-Yacht in Kaufaussicht stellen. Wie wärs estmal mit dem Segelschein?
Sehr viele Privatsternwartengeräte sind wohl komplexe Katadiopter und auch manch Refraktor mag darunter sein. Nichts gegen Newtons, aber das ist hier sicher verfrüht. Jedes Teleskop hat seine Eigenheiten und Einsatzbereiche. Lerne das erstmal alles kennen durch all die aufgezeigten Quellen, wirklich, ohne wird das nichts.

Wünsche besten Einstieg, klare Himmel und Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Re: Grundlagen und frühe Fragen...

Hallo Mattihas( Ich hoffe das ich auch Dich so nennen darf!)
Vielen Dank auch für Deine Antwort.
Jetzt muss ich erstmal das von Euch geschriebenen in aller Ruhe heute Abend durchlesen da ja echt viel Informationen geschrieben worden sind.Ich danke Euch Herzlich dafür.
Da ich aus der Schweiz bin aus der nähe von Schaffhausen,möchte ich fragen,ob es hier vielleicht jemanden gibt aus dieser Region(Schweiz oder Deutschland) mit dem ich mich mal treffen könnte und mal durch ein Telescope schauen könnte bei klarem Sternenhimmel?
Gruss und Danke Mel.
 
Re: Grundlagen und frühe Fragen...

Hi,

Noch was zum Öffnungsverhältnis (f) in Bezug auf Planeten/DeepSky. Such mal nach Bildern von Manfred_Konrad. Der hat nen f/4 Newton und klassischerweise würde man sagen, der ist für DeepSky ausgelegt. Allerdings liefert das Teleskop sowohl visuell als auch fotografisch auch am Planeten tolle Bilder - natürlich mit entsprechenden Barlow-Elementen. Der Vorteil bei ihm z.B. ist, dass eben ein f/4 recht kurz ist und daher auch etwas weniger Anforderungen an die Massivität der Montierung stellt.

Das mit f/6 habe ich nur deshalb erwähnt, weil es eben so in der Mitte liegt und ich selbst damit sehr zufrieden bin. Aber nach meiner Erfahrung können gut justierte kurzbrennweitige Newtons ebenso tolle Bilder am Planeten liefern wie langbrennweitige Newtons oder gar Refraktoren.

Die Frage, die sich jetzt eigentlich stellen würde wäre die nach deinem Budget. Es ist halt oft so, dass manche die Vorstellung haben, sowas a la plug&play für rund 500 Euro bekommt. Das ist LEIDER nicht so.

Ich z.B. habe mir im Dezember 2003 meinen Newton (8") als Dobson gekauft, nach und nach bessere Okulare und Filter gekauft und in letzten Sommer auf ne EQ6 gepackt. Aber leider ist selbst die über 1.000 Euro teure (ich hab sie allerdings gebraucht gekauft) EQ6 standardmäßig nicht fototauglich. Deshalb spiele ich jetzt seit ungefähr 6 Monaten mit der neuen Steuerung und den neuen Getrieben rum und hab gerade mal vor zwei Tagen meine ersten CCD-Bilder hingekriegt. Das hätte ich nie gedacht, das die Sachen insgesamt doch sehr kompliziert sind und man anfangs noch schnell an seine eigenen Grenzen stößt. Das Stichwort lautet ERFAHRUNG - und davon kann keiner genug haben... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

--> Also das beste was du machen kannst wäre wirklich, mal erfahrenen Sternfreunden über die Schulter zu schauen. Ich und alle, die ich kenne, zeigen das Hobby eigentlich recht gerne und haben Freude daran, die Sachen zu erklären (es kommt ja nicht so oft vor, dass wirklich jemand ernsthaft was darüber wissen will).
 
Kontakt CH-Schaffhausen

Hallo Mel,

wir nennen uns hier alle beim Vornamen, also wunderbar.

Im GAD habe ich mal kurz nachgeschaut:

Astronomische Arbeitsgruppe der NG Schaffhausen
Ortsanschrift
Beckengässchen 23
CH 8200 Schaffhausen
Ansprechpartner
Hans Pletscher

Astronomische Gesellschaft Schaffhausen (AGS) gegründet : 1979

Ansprechpartner
Peter Albiker
Randenstr. 46
CH 8231 Hemmental

Dort wird man Dir sicher gern helfen. Viel Freude noch beim Einstieg und überhaupt in der Freizeit-Astronomie wünscht

Matthias.
 
Guten Abend,

wenn du eine kleine Dachsternwarte einrichten möchtest und erst einmal wieder in das Hobby hineinkommen willst, dann empfehle ich dir einen qualitativ hochwertigen Schmidt-Cassegrain oder Maksutov mit 6-8 Zoll Öffnung, vielleicht aus zweiter Hand. Damit kann man am ehesten alles vereinen: Deep Sky und Planeten und Fotografie. Für jedes Einzelgebiet gibt es bessere Geräte, aber als Universalinstrument ist dies wohl am besten. Zuberhör (Okulare) ist dann auch noch bezahlbar, das Ganze bleibt transportabel.

Der Westhimmel bietet im Grunde alle Planeten irgendwann einmal, Süden ist auch ererichbar. Schade, daß der Zenit ausgeblendet bleibt, hier sind die besten Bedingungen für Deep Sky. Aber: Ein Mak odr SCT kann ja auch nach draußen gebracht werden..

Auch von mir der allgemeine und immer wieder richtige Tip: Geh in einen Verein oder auf ein Telskoptreffen und sieh selbst.
BTW: Ich bin eine Visueller und habe einen mittelgroßen Dob.
 
Hi.
Ja Danke für den Tip.Ich war schon in dieser Sternwarte in Schaffhausen,dass hat mein Interesse wieder geweckt.
ich durfte auch kurz durch das 2.Telescope schauen das Sie da hatten.Es war ein LX200 14 Zoll.Ich staunte nicht schlecht was das Teil so in sich hat.Es ist riesig und sehr schwer.Ich überlegte mir dann,dass vielleicht ein 10 Zöller LX200 das richtige für mich ist,aber inzwischen,bin ich mir da nicht mehr so sicher.Naja kommt Zeit kommt Rat.
Gruss Mel.
 
Danke für die Antwort.
Wäre die Brennweite be einem SCT nicht zu gross für CCD,aber man könnte diesen ja reduzieren soweit ich gelesen habe.
Also jetzt studiere ich doch wieder am Lx200 rum.Wäre den so ein 10 Zöller geeignet für mich,oder würde das LXD75 8 Zoll mit F4 Newton fürs erste föllig ausreichen?
Gruss Mel.
 
Ein 10 Zoll SCT ist schon ein sehr wuchtiges Gerät. Es erfordert Kraft und Übung, es auf die Montierung zu setzen. Ich empfehle für den Anfang einen 8-Zöller, der ist wesentlich leichter. Vielleicht bekommt man so etwas auch gebraucht, die werden/wurden massenhaft verkauft. Ältere Geräte enthalten nicht so viel Elektronick-Schnick-schnack und sind vielleicht billiger.

Ein wirklich großes Gerät (und dazu zähle ich den 10 Zoll SCT schon) würde ich erst kaufen, wenn die eigenen Vorlieben deutlicher werden. Mit 8 Zoll sieht man eine Menge, genug für viele Jahre (und auch Fotoziele für viele Jahre).
 
Auch mal von mir noch ein paar Anmerkungen.
Ich mache das Hobby jetzt seit 3 Jahren, bin also auch noch lange kein Profi. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Also Auch ich halte eine 8 Zoll Newton für ein brauchbares Gerät, das zwar alles kann, aber halt nichts richtig gut.

Mein GSO 200/1200 steht auf einer HEQ5 Montierung.
Kosten Montierung gebraucht 400 Euro
Kosten Fernrohr neu 338 Euro
Rohrschellen neu 150 Euro

das ist das was man Minimum braucht wenn man etwas Deepsky zu machen.
Ich habe selbst 2 Jahre lang mit einem 102/1000 Refraktor auf einer EQ4 beobachtet und Fotos gemacht.
Das geht mit Planeten, Sonne und einfaches Deepsky sehr wohl.
Beobachten sogar noch um einiges besser und für den Anfang vielleicht auch gar nicht schlecht, weil ein Refraktor halt nicht justiert werden muß.

Schau mal auf meine Website, da sind einiger Bilder drauf die sowohl mit 4 Zoll als auch mit 8 Zoll entstanden sind.

Zur Zeit versuche ich maximal 30 Sekunden zu belichten, mehr macht meine HEQ5 im Moment nicht mit.
Ich hoffe aber dass das mit Leitroht und Fadenkreuzokular besser geht.

Fang mit der Webcam an an Mond und Planeten, da lernst du unheimlich viel und wage dich erst später an Deepsky.
Der Aufwand steigt nämlich drastisch an.

Auch das Thema Bildbearbeitung muß man erst mal lernen und das geht an Mond und Planeten leichter.

Schreib mal was du denn an Budget hast, dann können die Leute hier dir nämlich besser Tips geben in welche Richtung vielleicht Sinn macht.

Viele Grüße

Ralf
 
Hallo Ralf
Habe Deine Seite besucht.Du hast tolle Fotos Hinbekommen Kompliment.
Also ich hätte die möglichkeit ein LXD55 mit einem 10" Newton mit diversem Zubehör(4 Okulare,Filter,etc. für 1600 SFR(1000 Euro)zu erwerben (1Jahr alt).
Frage: Wäre das ein gutes Angebot oder ist die LXD55 schrott??
Mein Budget fürs erste soll 2500 SFR nicht übersteigen.
Gruss Mel.

 
Das muß jemand anders beantworten, ich habe leider keine Ahnung von der LDX55.
Bei den Okularen ist ganz entscheidend die Qualität um etwas über den Preis aussagen zu können.
Ein einziges Okular kann 50 oder auch 500 Euro kosten.
Die Spanne ist sehr breit.
Auch Filter kostet richtig Geld (so ab 40 bis 300 Euro etwa)

Ein 10 Zoll Newton von GSO kostet so um die 700 Euro neu
Wenn also der Newton nicht ganz Schrott ist und die Montierung auch nicht, dann hast du auf jeden Fall was sehr brauchbares.
Mein 8 Zoll Newton hat zusammen mit der HEQ5 etwa 700 Euro gekostet, ohne sonstiges Zubehör.
Also sind deine 1000 Euro eigentlich in Ordnung.
Aber wie gesagt, die LDX kenne ich nicht.

Gruß
Ralf
 
Hallo
Habe mittlerweile einen Forumbericht über das lxd55 gefunden,klingt dort nicht gerade toll,besonders ist der 10" Newton Fotografisch kaum zu Verwenden auf der Montierung.
Ich Tendiere jetzt eher zum neuen Meade LXD75 mit 8" F4 Schmidt Newton oder einem 8" SC mit F10(Ich denke Visuell ist F10 besser und mit Reducer auf 6.3 zu bringen für CCD)
Was haltet Ihr davon.
Gruss Mel.
 
Hi Mel,

hihi, ich sehe also, daß Du bei dem Hersteller gelandet bist, der das stärkste Marketing macht. Ein guter Rat vorweg: Es gibt noch genügend andere Hersteller, die vor allem interessant sind, weil es noch andere Optiksysteme gibt, als die von Meade meist propagierten Schmidt-Cassegrains und Schmidt-Newtons.

Tja, Deine Einschätzung zum SC, daß visuell f/10 besser sei, kann ich nicht teilen. Ein ideales Allround-Gerät für visuelle Beobachtung sollte f/6 haben, meine ich, und das meinen auch andere. Allerdings sollte f/6 dann nicht mit einem Reducer erzielt werden - zumindest ist das beim SC problematisch, weil einem dann genau das große wahre Gesichtsfeld, was mit echten f/6 möglich ist, entgeht.

Was die LXD-75 angeht, so ist das eine Montierung, die man allgemein so als "für einen 8-Zöller visuell in Ordnung" bezeichnet. Die Fototauglichkeit beurteilen die meisten Sternfreunde eher kritisch, die Werbung kann da viel versprechen...!
Was die Optik angeht, so ist das f/10 einfach ein Allround-Teleskop mit sehr kompakter Bauweise. Dafür muß man in Kauf nehmen, daß der maximal überblickbare wahre Himmelsausschnitt recht klein ist, nämlich nur etwa 1,4°. Das sind zwar immerhin fast 3 Vollmonddurchmesser, aber ein Newton 200/1200 mit f/6 bietet schon 2,3° und ein f/4 Newton kann 3,4° maximales Gesichtsfeld mit 2" Okularen liefern. Allerdings ist beim f/4-Newton einzuschränken, daß es praktisch kein Okular gibt, welches die 3,4° bis zum Rand scharf abbildet. Am nächsten dran ist wohl das unverschämt teure 31mm Nagler.
Ein weiteres Problem der SCs ist, daß die Planetenleistung nicht besonders gut ist. Hier spielt die Justage der Geräte genauso eine Rolle, wie die große Obstruktion, und beides wird durch die kompakte Bauweise verursacht. Ein 8" f/6 schneidet da deutlich besser ab.

Was den Schmidt-Newton mit f/4 angeht, so ist das Gerät zunächst mal durch f/4 stark fotografisch orientiert. Auch visuelle Deepsky-Beobachtung macht damit sehr viel Spaß. Aber auch dieses Gerät hat eine starke Obstruktion und es ist justageempfindlich, so daß auch hier die Planetenleistung hinter einem 8" f/6 Newton zurücksteht. Ausserdem ist das große Öffnungsverhältnis für Okulare sehr schwierig zu beherrschen, so daß man besonders beim Kauf von Weitwinkel-Okularen meist deutlich mehr Geld ausgeben muß, als mit einem f/10 SC oder einem f/6 Newton. Ausserdem braucht man für die Planetenbeobachtung sehr kurze Okularbrennweiten ( zwischen 8mm und 2,5mm spielt sich das ab), und hier gibt es nur wenige Okulare, die auch noch einen angenehmen Augenabstand bieten. Sternfreunde mit einem f/4-Teleskop (wie ich selbst), suchen ihre Okulare gezwungenermaßen sehr sorgfältig aus.
Das gilt alles zunächst mal für einen normalen f/4-Newton, wie auch für den Meade Schmidt-Newton. Beim Schmidt-Newton kommt aber einiges an Problemen hinzu. Die Schmidtplatte macht das Gerät ganz wesentlich schwerer, was die Montierung stark belastet. Ausserdem kann die Schmidtplatte das Bildfeld nicht so gut korrigieren, wie es am f/4-Newton mit Komakorrektor möglich ist. Am Bildrand des Kleinbildformats werden die Sternabbildungen dadurch größer. Auch bei der CCD-Fotografie macht sich das bemerkbar, aber ich habe keine Erfahrung bei welcher Chipgröße und mit welcher Pixelgröße des Chips der Effekt störend bemerkbar wird. Ein letztes Problem sind die "Schmidt-Geister", Reflexe von der Schmidtplatte, die auf lang belichteten Bildern sichtbar werden. Es gab ein spektakuläres Bild dazu, auf dem die Plejaden ein zweites mal in spiegelverkehrt abgebildet waren, und zwar als dunkelblaues Geisterbild.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich würde Dir zu beiden Geräten nicht recht zuraten wollen. Dem SN würde ich einen normalen 8" f/4 Newton zusammen mit einem Komakorrektor (zum Beispiel Baader MPCC, oder bei Vixen serienmässig dabei) vorziehen.

Als Allround-Teleskop würde ich einen 8" f/6 Newton vorschlagen. Allerdings ist so ein 200/1200 schon ziemlich groß, so daß eine Auto-Rückbank von der Länge her gut ausgefüllt wird. Allerdings gehen viele Sternfreunde den Weg, dieses Gerät als einen sehr günstigen Dobson anzuschaffen, um es dann später zur Fotografie auf eine umgerüstete EQ-6 aufzusetzen (die EQ-6 sollte man zur Deepsky-Fotografie einiger Umbauten unterziehen).
Eine andere Lösung wäre der sehr leicht gebaute 8" f/6 von Orion UK, der hier bei uns über TS angeboten wird. Das Gerät ist so leicht gebaut, daß man es fotografisch auch auf eine Montierung wie die GP-DX oder eine Losmandy Gm-8 setzen kann. Das für die Fotografie benötigte Leitrohr muß natürlich leicht sein, und ich würde da an ein kleines, chinesisches Maksutov denken.

Vielleicht schaust Du Dir mal ein paar Dinge auf meiner Homepage an:
http://www.svenwienstein.de/HTML/r200ss.html
http://www.svenwienstein.de/HTML/gso_8_zoll.html
http://www.svenwienstein.de/HTML/losmandy_gm-8.html

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven
Vielen Dank für Deinen Beitrag.
Er ist super geschrieben und für mich als wiedereinsteiger klar
verständlich.
Also ein 8" F6 Newton wäre die geeigneste lösung.
http://www.teleskop-service.de/Orion/luxus.htm#200
Das Problem ist,ich wohne in der Schweiz und da käme noch ein hoher Versand und Zoll hinzu.
Kurz noch eine andere Frage.Warum rät mir niemand zu einem
Linsenteleskop?
Taugen diese nichts,oder des Preises wegen?
Nur so nebenbei
Was würde dieses hier Taugen??
6" Lichtenknecker halb APO mit F15
http://cgi.ebay.ch/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=32943&item=7532844412&rd=1&ssPageName=WDVW
Wäre das ein Traum Teleskope für alle Bereiche??
Gruss Mel.
 
Hi,

Also wie du sicherlich weißt, ist die wichtigste Variable eines Teleskops eben die Öffnung. Allgemein kann man sagen, dass (produktionsbedingt...) die selbe Öffnung bei Linsenteleskopen sehr viel teurer ist als bei Spiegelteleskopen. Deshalb - ich denke du hast den Preis gesehen - zahlst du für so ein edles Teil auch mal 5.000 Euro oder SFR. Und es ist eben wiederein f/15 - das ist schon ne ganz ordentlich lange Brennweite (2250mm !!!) - und die muss man zuerst mal handeln (vor allem wenns um Astrofotografie geht). Alles kann dieses Teleskop auf keinen Fall. Im Gegenteil: Im Bereich DeepSky wäre mir ein 8" f/5 oder f/6 lieber - und den gibts für 400 Euro.


 
Hi Mel,

Rolf erklärt es genau richtig. So ein Linsenteleskop, am besten dann eben ein APO, kostet sehr viel Geld und besonders wenn man über die üblichen 100mm Öffnung hinaus geht.
Das ist dann ein Teleskop für Leute, die ganz genau wissen, was sie damit wollen und kein Gerät für den Anfang. Daher wird sowas eben nur unter ganz bestimmten Umständen empfohlen. Am besten ist es eigentlich, daß man sich so ein Gerät nur dann kauft, wenn man eigentlich keine Beratung durch Dritte mehr braucht. Um soviel Geld auszugeben sollte man wirklich selbst ganz sicher sein und wissen, was man will.

Nun mal zu Deinen beiden Vorschlägen. Ja, an ein TS Luxus Gerät dachte ich, wenn es um einen leicht montierbaren 8" f/6 Newton mit Foto-Option geht. Meines Wissens nach stehen diese Geräte wegen ihres niedrigen Gewichtes derzeit Konkurrenzlos da. Ich würde das Gerät dann entweder auf eine GP-DX mit einem besseren Stativ (Berlebach, Stativ nicht zu hoch wählen, sonst brauchst Du für Zenitbeobachtung ne Bierkiste zum Draufsteigen), oder eben eine Losmandy Gm-8 (die hat ein super Stativ drunter, aber für Fotografie muß ein Losmandy-Polsucher zugekauft werden.).

Nun mal zum 10" Short-Tube-Newton (Cat-Newton). Das Gerät ist Nagelneu, und Erfahrungsberichte stehen damit noch aus. Das Gerät hat aber wie alle Short-Tube-Newtons eine größere Obstruktion als der "normale" f/6-Newton. Ich denke man hat mit dem Gerät Vorteile wegen Länge und Gewicht, aber Nachteile bei der Planetenbeobachtung. Weil ich also das Gerät so noch nicht einschätzen kann, mag ich es noch nicht so recht empfehlen. Ausserdem würde ich meinen, daß Du für die Fotografie dann nicht mehr mit der Montierungsklasse GP-DX / Gm-8 auskommen wirst, weil ich glaube, daß es schwerer als der Orion UK 8" f/6 ist. Leider gibt's zu dem 10" (noch) keine Gewichtsangabe.

Hat man Dich in diesem Thread eigentlich schon ausreichend darauf hingewiesen, daß es gerade beim Thema Fotografie zuallererst um eine fototaugliche Montierung gehen muß? Man kann das nicht oft genug sagen. Schon bei visueller Beobachtung ist die stabile Montierung das wichtigste für den Beobachtungsspaß. Bei der Fotografie wird diese Notwendigkeit nochmal um einen Level mehr betont. Es könnte Dir sogar helfen, für den Einstieg in die Fotografie auf die für den 8" f/6 geplante Montierung zunächst mal einen 114/500 Parabolspiegel-Newton oder besser eine kleine Russentonne 90/500 (f/5,6) aufzusetzen. Durch das geringere Gewicht und die kürzere Brennweite ist damit nämlich die Nachführung einfacher und das ganze "Technikpaket" ist leichter erlernbar, weil es mehr Fehlertoleranzen gibt. Nach ausreichend Erfahrung mit solch einem Gerät ist man dann Reif für Fotografie durch den grossen 8" f/6.

Clear Skies
Sven
 
Hallo
Ich bin Euch allen echt dankbar,hier win diesem Forum wird einem echt weitergeholfen und mann bekommt viele Tips.
Und das alles innert Stunden und Tagen.
Dass musste ich mal aussprechen.
Also ich Tendiere jetzt entgültig zu einem TS Newton mit einer EQ6 Montierung die ja wie ich gesehen habe bei TS noch für Fotografische zwecke Nachgerüstet werden kann.
Den 8" Newton gibts ja in 3 Ausführungen und ich denke die F6 Variante wäre das richtige für mich.Die Frage ist höchstens,ob ich nicht gleich den TS Photo Newton F4.5 nehmen sollte der mit Komma Korrector geliefert wird?
Ist der 2" Crayford Auszug gut oder sollte ein anderer gewählt werden?(ist ja bei TS möglich gegen Aufpreis)
Kann Eigentlich die EQ6 selber durch den Kit von TS aufgerüstet werden oder ist dieses nicht zu empfehlen?
Weiter fragt sich,habe ich gelesen,dass die Rohrschellen am TS Newton etwas schwach sind,sollte mann diese auch gleich durch stärkere ersetzten(bekommt man ja auch bei TS)Auch der Sucher ist scheinbar mit 6x30 etwas unterdimensioniert(welcher bei TS wära da besser und sollte gegen Aufpreis genommen werden?) und des weiteren wäre die Frage,welche Okulare und Filter man gleich dazu nehmen sollte.
Wie gesagt komme ich aus der Schweiz und würde am liebsten bei TS alles auf einmal bestellen zwecks Versand kosten.
Gruss Mel.


 
Hallo Sumel,

bezügl. Deiner letzten Frage von mir der Tipp, schau Dir mal die Antares Sucher an (insbesondere die Winkelsucher), die sind net schlecht und dabei auch noch bezahlbar, evtl. lässt sich der Wolfi dazu überreden, den Sucher aus dem Lieferumfang direkt gegen den Antares auszutauschen und kommt Dir mit dem Preis noch entgegen:).

Der Crayford ist schon nicht schlecht, beinhaltet imho auch einen 1 1/4 Adapter, so dass alle gängigen Okus benutzt werden können.
Bezügl. Okus könnte mer vermutl. wieder einen neuen Thread aufmachen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Mein Preistipp wären Kasai Orthos für Planetenbeobachtung und Speers Whaler für Deepsky (die findest Du auch auf der TS-Seite).
Evtl. dann später mal (nach einem Lottogewinn, zum Geburtstag oder zu Weihnachten:) ein zweizölliges Tele Vue Nagler für genussvolle Deepsky Beobachtungen.

Also, der einzige Filter, den ich ab und an mal wirklich nutze ist der Mondfilter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Mel,

OK, ein paar Anmerkungen habe ich noch. Zunächst mal ist es ein Coma-Korrektor (bitte so schreiben und "Kohma" sprechen), und bei f/6 wird der von den meisten Leuten als nicht mehr nötig empfunden. Typischerweise bekommt man dann Koma-Korrektoren auch eher für Öffnungsverhältnisse von f/3,5 bis f/5.
Den f/4,5 würde ich Dir nicht unbedingt empfehlen, weil das Gerät zwar toll fotografisch ist, aber nicht mehr als Allroundteleskop gelten kann. Abstriche bei der Planetenbeobachtung, Tendenz zu wesentlich teureren Okularen.
Was den Okularauszug angeht, so soll der vorhandene Crayford recht gut sein. Wenn Du einen anderen Okularauszug willst, dann müsste das schon etwas richtig "üppiges" sein, damit es lohnt. Also Moonlite, Feathertouch, JMI,...

Den EQ-6 Aufrüst Kit kenne ich nicht. Ich persönlich würde Dir empfehlen, die EQ-6 mit der Rajiva-Steuerung auszurüsten (bitte mal die Suchfunktion des Forums benutzen). Mindestens die Getriebe der Schrittmotoren müssen getauscht werden, manche Leute gehen noch weiter und tauschen gleich die Motoren samt getriebe, zum Beispiel gegen Escap-Motoren mit Getriebe aus. Wer es ganz weit treibt, ersetzt dann noch in der RA-Achse das Schneckenrad gegen einen Girlinger-Satz aus Schneckenrad und Schnecke.
Welchen Umbau Du vornimmst, wäre eigentlich Thema für nen eigenen Thread im Montierungsboard, bzw. erstmal schaust Du über die Suchfunktion nach, was schon so alles an Threads dazu gelaufen ist. Ist ne Menge!

Was die Rohrschellen angeht, so ist meiner Meinung nach das wichtigste, Rohrschellen mit Auflageflächen zu haben. Wenn Deine Rohrschellen die nicht haben, also ganz rund sind, dann brauchst Du eine Montageschiene, die der Rundung der Schellen angepasst ist. Und die gibt es nicht für jede Montierung und auch manchmal nicht in der gewünschten Qualität, so daß das schnell zum Ärgernis wird. Ausserdem solltest Du Rohrschellen mit je zwei Auflageflächen, genau 180° gegenüber, nehmen. Die zweiten Flächen kannst Du dann nutzen, um Zubehör zu montieren, oder einfach eine Aluleiste aus dem Baumarkt als Teleskopgriff oben dran zu schrauben. (Den Griff wirst Du wollen!!!)

Okulare und Filter... tja... riesen Kapitel!
Also ich meine, daß es für einen 8-Zöller schon toll ist, einen OIII-Filter für die Deepsky-Beobachtung zu haben. Nur wenn Du unter sehr, gutem Himmel beobachtest, könnte der UHC-Filter die erste wahl sein. Der Filter bringt für die meisten Gasnebel einen tollen Beobachtungsgewinn und aus der Stadt raus ist er fast unverzichtbar, aber er nutzt eben nur für Gasnebel und nicht für Galaxien und Sternhaufen bzw. einzelne Sterne.
An Okularen brauchst Du ein Aufsuchokular, und es empfiehlt sich, dieses gleich als ein 2" Übersichtsokular für den maximal möglichen Himmelsausschnitt zu nehmen. Für ein f/6 Teleskop sollte das ein Okular zwischen 35 und 40mm sein. Achte darauf, ein Okular mit großem scheinbarem Gesichtsfeld zu bekommen, so daß Du einen möglichst großen Ausschnitt wahren Himmel siehst. Das erleichtert das Aufsuchen von Objekten einerseits, und andererseits sind manche Objekte so groß, daß sie das Gesichtsfeld mehr als ausfüllen.
Weiter brauchst Du ein Okular mit "mittlerer Vergrößerung", das kann für Deepsky-Freunde gut so um die 70x bis 100x Vergrößerung bringen, also zwischen 12mm und 17mm. Das 14mm Speers Waler ist hier recht schön, aber es gibt auch noch bessere (und teurere) Okulare. Bei f/6 sind die Pentax XW (und deren Vorgänger XL) ganz feine Weitwinkel-Okulare der Spitzenklasse. Etwas günstiger aber auch sehr gut sind die LVW und neu und günstig gibt es auch unter dem Namen Stratus LVW-Clones (Artikel auf meiner Homepage).
Für hohe Vergrößerung am Planeten muß dann auch noch ein Okular her. So zwischen 180x und 200x sollte das schon liegen. Also ein Okular zwischen 6mm und 6,5mm. 7mm gehen auch. Da kommt's nun drauf an! Für beste Ergebnisse am Planeten sollte es ein einfach aufgebautes Okular mit wenig Linsen sein. Standardwahl: Gutes Plössl-Okular. Wahl für "Planetenfreaks": TMB Mono. Gutes Mittelmaß zwischen beiden sind Kasai Orthos, Baader Genuine, Baader Eudia oder Edmund RKE. Die haben aber den Nachteil eines ziemlich knappen Augenabstandes. Okulare mit bequemem Augenabstand sind teuer, besonders wenn die Abbildungsqualität den erstgenannten "Wenig-Linsen-Okularen" gleichkommen soll. Aus dem Bauch raus würde ich entweder ein Pentax XL oder XW empfehlen, oder wenn Du mit moderaten 13mm Augenabstand auskommst (wenn Du beim Beobachten keine Brille trägst, geht das sehr gut), dann ein Speers Waler Zoom 5-8mm.
Zwischen diesen 3 "Anfangsokularen" klaffen noch große Lücken, und mit der Zeit wirst Du diese sicherlich mit weiteren Okularen auffüllen, je nachdem wie bei der Beobachtung Deine Wünsche sind.

Zwei Dinge sollen noch erwähnung finden:
- Die Okus oben sind Vorschläge für Okulare, mit denen man gleich für lange Jahre gut bedient ist, vielleicht für immer. Man kann aber am f/6 auch mit einem Satz Plössl beginnen, das ist soo schlimm auch nicht.
- Mit Brille muß nur beobachten, wer Astigmatismus (Hornhautverkrümmung, Zylinder) hat. Und auch dann oft nur bei niedriger Vergrößerung, denn bei hoher Vergrößerung wird der Effekt bei vielen Leuten unsichtbar. Ansonsten stellen Brillenträger nur etwas anders scharf.

Clear Skies
Sven
 
Hi,

So viel ich weiß, macht das TS-Kit aus der EQ6 noch keine fototaugliche Montierung. Du bräuchtest, wie Sven schons sagte, zweierlei:

1. Neue Getriebe: Die Conrad-Getriebe kosten rund 30 Euro (beide zusammen) und ersetzen die alten. Dadurch wird unnötiges Spiel aus der Montierung genommen und die Montierung reagiert schneller (was beim guiden wichtig ist).

2. Eine neue Steuerung: Die Originalsteuerung kann nur die Originalgetriebe steuern, da sie nur auf deren Übersetzung von 1:133 programmiert ist. Eine neue Steuerung muss z.B. von bei den Conrad-Getrieben aber auf 1:100 programmiert werden. Außerdem ist die Minimalgeschwindigkeit von 2fach bei der Originalsteuerung noch viel zu hoch zur Feinkorrektur. Das MCU-Update lässt eine Minimalgeschwindigkeit von 1.33fach (das ist 3mal langsamer) zu. Dazu gibts noch einige weitere Features wie z.B. PEC (damit lässt sich dann der periodische Schneckenfehler ausgleichen) und GoTo (wobei hier die Originalmotoren recht langsam sind).

Ich selbst habe das MCU-Update von Rajiva und bin damit sehr zufrieden! Allerdings muss dir klar sein - und das hat mir Rajiva vor wenigen Tagen per Mail geschrieben - dass es hier keinen Anspruch auf Support gibt. Ich stehe zur Zeit mit einem kleinen Frage dae, die er mir einfach nicht beantworten will. Das ist ein echtes Problem, da hier keine große Firma dahinter steckt und Rajiva meist der einzige ist, der Hardware und Software kennt. Und es ist halt auch so, dass die Sache schon nicht gnaz einfach ist und eigentlich immer mal wieder kleinere Probleme auftreten, für die man gerne ne Hilfe hätte.
Dafür ist es bei Rajiva alles etwas billiger (preislich), da er es in seiner Freizeit macht. Also das Preis-Leistungs-Verhältnis ist - abgesehen vom Support nach dem Kauf - ganz gut.
 
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