TShephard
Mitglied
Hallo zusammen,
nach ein paar Experimenten vom Balkon, hatte ich am Samstag zum ersten Mal Bedingungen, die für einen First Light Bericht reichen.
Der Abend begann schon gegen 20:30 Uhr interessant zu werden. Der Mond zeigt sich im Süden in all seiner Pracht. Dadurch, dass er sehr niedrig am Himmel steht, zeigt gut die Hälfte des Teleskops auf meinen Blumenkasten. Dadurch brauche ich anscheinend keinerlei Filter und werde nicht geblendet.
Ich kann alle Details erkennen. Ins 13,4mm Speers Waler passt der gesamte Mond perfekt hinein. Das Nagler T6 mit *entfernt*hülse zeigt immer noch einen großen Ausschnitt. Ich kann bis zur vollen Vergrößerung ran zoomen und das Bild ist sehr klar und scharf. Das Fokussieren wird bei hoher Vergrößerung aber immer schwieriger. Hier bin ich froh einen 1:10 Okularauszug zu haben.
Im Bereich vom übergang der Mondnacht zum Mondtag machen die Schatten ein sehr konturiertes und plastisches Bild der Mondkrater. Hat wirklich Spass gemacht.
Die Wolkendecke hatte viele größere Löcher, so dass ich mich einigermassen orientieren konnte. Dafür, dass ich bis vor ein paar Tagen gar keine Ahnung von der Orientierung am Sternenhimmel hatte, ging das erstaunlich gut.
Leider ist es bei mir in der Wohnsiedlung sehr hell (Strassenlaternen in wenigen Metern Entfernung). Und die Sterne zur Orientierung waren teilweise sehr schwer zu erkennen.
Also erstmal den Wildentenhaufen M11 angepeilt, weil ich den schon vor ein paar Tagen gefunden habe. Diesmal kann ich ihn deutlich besser sehen und auch weiter vergrößern. Toll!
Den Adler sehe ich sehr gut (bis auf den Schwanz) mit blossem Auge. Pfeil war nur extrem schierig und mit hoher Konzentration schwach zu erkennen. Fuchs gar nicht. (durchs Telrad beide überhaupt nicht). Also mit dem Sucher von Altair zum Pfeil hochgearbeitet. Zwischen den beiden mittleren Sternen des Pfeil dann senkrecht nach oben, zum linken Stern des Fuchs und dann an diesem Stern und den zwei hellen links davon und darunter zum Nebel orientiert.
Im 30mm ERFLE erkenne ich einen sehr schwachen grauen Fleck. Könnte der Hantelnebel sein, oder ein Wölkchen oder Dreck auf dem Okular. Also das Speers Waler rein. Damit ist zu erahnen, dass es tatsächlich der Hantelnebel ist. Nochmal exakt an den drei Sternen orientiert und die Position mit dem Reiseatlas abgeglichen. Ja, der Fleck, dass muss der Hantelnebel sein. Im Nagler ohne Zoom (also ca. 7mm) ist er nicht mehr zu erkennen (zu dunkel). Im SW ein schwacher grauer Fleck. Keine Struktur und natürlich keine Farben zu erkennen.
Ich hoffe, dass lag ein bischen an den sehr schlechten Bedingungen oder daran, dass ich keine OIII Filter habe. Denn ein wenig mehr hatte ich mir schon erhofft. Der Wildentenhaufen macht da schon mehr Spass.
Dann wollte ich noch zum Ringnebel hoch. Die Leier war schnell gefunden und dann zogen die Wolken zu. Das wars für den Abend.
Ein variable Polfilter von Orion ist bereits bestellt. Bin mir aber gar nicht so sicher, ob es den wirklich braucht. Der Mond war gestern sehr hell, aber mit teilweise abgedeckter Öffnung ging das sehr gut.
Ein OIII Filter (Thousand Oaks) steht als nächstes auf dem Wunschzettel. Aber das wird vor dem Urlaub wohl nichts mehr.
Bin sehr gespannt, wie das ganze dann in den Alpen aussehen wird.
Grüße,
Thomas
nach ein paar Experimenten vom Balkon, hatte ich am Samstag zum ersten Mal Bedingungen, die für einen First Light Bericht reichen.
Der Abend begann schon gegen 20:30 Uhr interessant zu werden. Der Mond zeigt sich im Süden in all seiner Pracht. Dadurch, dass er sehr niedrig am Himmel steht, zeigt gut die Hälfte des Teleskops auf meinen Blumenkasten. Dadurch brauche ich anscheinend keinerlei Filter und werde nicht geblendet.
Ich kann alle Details erkennen. Ins 13,4mm Speers Waler passt der gesamte Mond perfekt hinein. Das Nagler T6 mit *entfernt*hülse zeigt immer noch einen großen Ausschnitt. Ich kann bis zur vollen Vergrößerung ran zoomen und das Bild ist sehr klar und scharf. Das Fokussieren wird bei hoher Vergrößerung aber immer schwieriger. Hier bin ich froh einen 1:10 Okularauszug zu haben.
Im Bereich vom übergang der Mondnacht zum Mondtag machen die Schatten ein sehr konturiertes und plastisches Bild der Mondkrater. Hat wirklich Spass gemacht.
Die Wolkendecke hatte viele größere Löcher, so dass ich mich einigermassen orientieren konnte. Dafür, dass ich bis vor ein paar Tagen gar keine Ahnung von der Orientierung am Sternenhimmel hatte, ging das erstaunlich gut.
Leider ist es bei mir in der Wohnsiedlung sehr hell (Strassenlaternen in wenigen Metern Entfernung). Und die Sterne zur Orientierung waren teilweise sehr schwer zu erkennen.
Also erstmal den Wildentenhaufen M11 angepeilt, weil ich den schon vor ein paar Tagen gefunden habe. Diesmal kann ich ihn deutlich besser sehen und auch weiter vergrößern. Toll!
Den Adler sehe ich sehr gut (bis auf den Schwanz) mit blossem Auge. Pfeil war nur extrem schierig und mit hoher Konzentration schwach zu erkennen. Fuchs gar nicht. (durchs Telrad beide überhaupt nicht). Also mit dem Sucher von Altair zum Pfeil hochgearbeitet. Zwischen den beiden mittleren Sternen des Pfeil dann senkrecht nach oben, zum linken Stern des Fuchs und dann an diesem Stern und den zwei hellen links davon und darunter zum Nebel orientiert.
Im 30mm ERFLE erkenne ich einen sehr schwachen grauen Fleck. Könnte der Hantelnebel sein, oder ein Wölkchen oder Dreck auf dem Okular. Also das Speers Waler rein. Damit ist zu erahnen, dass es tatsächlich der Hantelnebel ist. Nochmal exakt an den drei Sternen orientiert und die Position mit dem Reiseatlas abgeglichen. Ja, der Fleck, dass muss der Hantelnebel sein. Im Nagler ohne Zoom (also ca. 7mm) ist er nicht mehr zu erkennen (zu dunkel). Im SW ein schwacher grauer Fleck. Keine Struktur und natürlich keine Farben zu erkennen.
Ich hoffe, dass lag ein bischen an den sehr schlechten Bedingungen oder daran, dass ich keine OIII Filter habe. Denn ein wenig mehr hatte ich mir schon erhofft. Der Wildentenhaufen macht da schon mehr Spass.
Dann wollte ich noch zum Ringnebel hoch. Die Leier war schnell gefunden und dann zogen die Wolken zu. Das wars für den Abend.
Ein variable Polfilter von Orion ist bereits bestellt. Bin mir aber gar nicht so sicher, ob es den wirklich braucht. Der Mond war gestern sehr hell, aber mit teilweise abgedeckter Öffnung ging das sehr gut.
Ein OIII Filter (Thousand Oaks) steht als nächstes auf dem Wunschzettel. Aber das wird vor dem Urlaub wohl nichts mehr.
Bin sehr gespannt, wie das ganze dann in den Alpen aussehen wird.
Grüße,
Thomas