Günstiges Selbstbau-Stativ zum lernen und testen

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mamou

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Hallo,

ich als Neuling habe mir die Frage gestellt, was ich mit Hilfe eines vorhandenen Fernglases, einer Digi-Cam und ein paar günstigen Materialien aus meiner Bastler-Werkstatt nur durch Ausprobieren erreichen kann.

Herausgekommen ist eine solide Holzkonstruktion, auf der ein Fernglas und die Digitalkamera hintereinander montiert und geschwenkt werden können. Zugegebenermaßen kann man dabei einiges lernen.

Das erstes Ergebnis erhielt ich einige Fotos vom Mond sowie auch eine Aufnahme vom Jupiter auf der verschwommen schon 4 Monde zu erkennen sind.

Dies hat mich jetzt mal animiert eine komplette Bau-Anleitung (incl. Muster-Fotos) daraus zu erstellen, die ich gerne zur Verfügung stelle und von folgender Seite URL downgeloadet werden kann:

http://www.moutar.de/astro/bauanleitung.pdf

Mich würde natürlich auch interessieren, was die "Alten Hasen" hier im Forum von meinem Experiment halten. Feedback ist ausdrücklich erwünscht...

MfG

Martin Moutarde
 
Hallo Martin,

für mich ist das Hobby Astronomie ein klein wenig so wie Golf spielen, ich versuche mich immer zu verbessern und mehr zu erreichen. Von diesem Standpunkt aus gesehen hast du mit deinen Mitteln eine große Leistung erbracht, nun lass dich aber nicht von deinem Ehrgeiz infizieren da Astronomie ein recht teures Hobby werden kann ... wenn doch berichte uns!


In diesem Sinne always Clear Sky, Michael



... ach so: respektabler Erstlingsbeitrag, ich hoffe doch du wirst dich wohlfühlen hier bei uns!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,
alle Achtung, da hast Du ja eine stabile Montierung gebaut, auch wenn sie etwas rustikal aussieht. Selbstbauausrüstung sieht man ja leider immer weniger, ich denke da nur an den 6 Zoll-Kochtopfdobsen vor Jahren auf der ATT...
CS Roland
 
Ja, da magst Du schon Recht haben, dass Selbstbauten aus der Mode kommen. Dies kann man glaube ich auch gut verallgemeinern.

Ich sage dazu nur folgendes: Das mein Konstrukt nicht wirklich optimal ist, sehe ich ja auch beim Nachlesen in den Foren oder auf diversen Internetseiten. Insofern _könnte_ ich mir auch für eine gewisse Summe sofort ein Profi-Gerät zulegen.

Aber:
Es ist noch mal ganz was anderes, ob ich etwas irgendwo gelesen habe, oder es einfach mal selbst ausgetüftelt und praktisch getestet habe. Mir persönlich würde ohne die Knobel/Schrauber/Test-Komponente auch etwas fehlen. Alleine, was ich anhand dieser simplen Konstruktion dazu gelernt habe, bzw. nachvollziehen konnte -- Wow.

Insofern denke ich, dass einem auch viel entgeht, wenn man von vorne herein mit Profi-Equipment unterwegs ist.

In der Zwischenzeit habe ich das Setup übrigens schon etwas weiter entwickelt. Auf Basis dieser Unterkonstruktion versuche ich mich gerade an einer verbesserten Führung/Aufhängung. Mal sehen, wann der Himmel wieder wolkenfrei ist... Die Zeit ist reif für einen weiteren Test...

MfG

Martin Moutarde

 
Update:

Wie schon angedeutet, habe ich die Stativkonstruktion etwas erweitert. On Top habe ich nun ein weiteres Drehgelenk für eine horizontale Drehung der Kamera/Fernglas-Konstruktion. Durch Schrägstellung des Top-Aufbaus und Drehung der oberen Platte kann die Bahn des
zu observierenden Himmelskoerpers nun grob nachempfunden werden (geht in Richtung Parallaktische Montierung, aber nicht ganz).

Gestern Abend getestet, Ergebnis:
Es funktioniert ganz gut, viel mehr würde ich von meinem Aubau momentan auch nicht erwarten.

Wieder mal sind einige Bilder vom Jupiter mit seinen Monden heraus gekommen (verschwommen, aber immerhin):

http://www.moutar.de/astro/jupitermonde-2011-09-24-21-30-bis/jupitermonde2.jpg

und

http://www.moutar.de/astro/jupitermonde-2011-09-24-21-30-bis/jupitermonde3.jpg

Kamera: optischer 3fach Zoom drin --einmal
Fernglas: in etwa 30fache Vergrößerung
sollte zusammen ca. 90fache Vergrößerung ergeben.

Voreinstellung der Cam: mal Iso400 und mal Iso100,
Jeweils zeitverzögerte Auslösung.

Weiter kam ich mit meinen Tests leider nicht, zumal irgenwann ein Wolkenschleier/Dunst/Hochnebel aufzog.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Update:

Ich habe aufbauend auf meiner bisherigen Kastenkonstruktion nun testweise eine Erweiterung hin zu einer parallaktischen Gabelmontierung vorgenommen:

http://www.moutar.de/astro/stativ-neu2.jpg

Ab hier zeigen sich hinsichtlich meines "Bordmittel"/billig-Aufbaus deutliche Schwächen, ein Nachbau ist (zumindest zu diesem Zeitpukt) nicht wirklich empfehlenswert.

 
Ich bin ein riesen Fan davon an der Werkbank zu stehen und
meine eigenen Sachen zu bauen aber ist es nicht zu viel
Umstand gemessen am Ergebnis?
Ich will garnicht kritisieren, denn wenn Spaß dabei hat
ist es schon alleine deswegen Sinnvoll dem Vergnügen nach-
zugehen. Leider musste selbst ich al Neuling feststellen,
dass es bei der Astronomie ähnlich wie bei der Fotografie
schnell EXTREM teuer werden kann.

Dennoch, selber bauen ist klasse und ich finde das nichts
besser ist wie aus eigener Hand etwas zu bauen und zum
laufen zu bringen.

Gruß,Shahin
 
Hallo Shahin,

ob es viel Umstand gemessen am Ergebnis ist, kommt darauf an, was man als "Ergebnis" ansieht :)

Mal angenommen, ich möchte einige supergute Fotos von diversen Himmelsobjekten erhalten und hätte die reine Arbeitszeit veranschlagt:

Dies alleine würde man vermutlich durch Kauf-Equipment und weniger Aufwand erschlagen können. Genau genommen, könnte ich mir diese Aufnahmen dann auch per Internet zusammengooglen und hätte damit NOCH weniger Aufwand :)

MEIN bisheriges "Ergebnis" würde ich aber etwas weiter fassen:

Zunächst einmal habe ich mich mit dem Thema einfach und ohne viel Geld zu investieren auseinander gesetzt (Fernglas, Holz, Kamera etc. waren ja schon vorhanden und mussten ja quasi nur noch zusammengeschraubt werden). Die Azimutal-Kiste ist ja auch recht einfach zusammenzubauen. Der Zeitaufwand hielt sich bis da hin auch in sehr engen Grenzen.

Ich habe vieles ausprobiert, getestet und hinzu gelernt (was ich ganz persönlich auch als super-Ergebnis empfinde). Das gleiche gilt auch für die weiteren Umbauten (die dann etwas mehr Tüftelei
erforderten -- knifflige Detailprobleme). Macht aber Spass... Wie Du schon sagtest: "Selber bauen und zum Laufen bringen" -- Auch wenn's nicht perfekt wird -- Meiner Meinung nach auch ein super Ergebnis.

Ich ärgere mich jetzt auch nicht über die Anschaffung eines Anfänger-Teleskopes, was sich dann eventuell als unzureichend heraus gestellt hätte. Stand heute würde ich vermutlich ein ganz anderes Kaliber anschaffen und auf viele Details achten, weil ich das eine oder andere schon mal praktisch erfahren habe. Noch ein Ergebnis :)

So - mit meinem Aufbau bin ich aber noch nicht komplett durch. Das Gute daran ist, dass man das Setup selber umbauen, nach Lust und Laune verbessern und erweitern kann -- Ich glaub, da geht noch was -- derzeit auch noch, ohne sehr viel Geld zu investieren.

Wie man so schön sagt: "Der Weg ist das Ziel"


MfG

Martin Moutarde

 
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