"Harte" Doppelsterne

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Lots

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Hallo zusammen,

gestern auf der Suche nach dem PN N6894 und dem OC 6896, bin ich auf Sruve 408 nahe 47 Cygni gestoßen mit DI fast 98,00 (6m7, 9m6, 1,5", PW=193°) nicht gerade einfach. Aber bei 375x (4mm Planetary) war er dann doch getrennt. Der PW, den ich vorher nicht wusste, passte.

Ein weitere wäre ß 428 im Adler (7m5, 8m8) mit 0.8“ Abstand der beiden Komponenten konnte getrennt werden (375x). Dafür lässt sich leider kein DI berechnen.

Was waren euer härtesten Doppelsterne, die ihr getrennt oder auch nicht getrennt habt?

Gruß
Lots
 
Hallo Lothar,

ich bin nun nicht so ein eifriger Doppelsternsammler wie Du.
Meine Trophäen sind bzgl. Abstand
52 Ori
und bzgl. Abstand und Helligkeitsunterschied:
o2 Eridani

An 33 Ori habe ich mir die Zähne ausgebissen.

Viele Grüße
Lutz
 
Moin zusammen!

Hey, ihr beiden: Schreibt doch bitte dazu, mit welchen Instrumenten ihr beobachtet habt und welche Abstände und Helligkeiten die Komponenten haben. Ich glaube, das ist nicht jedem Mitleser hier sofort geläufig.

Ich hab nochmal mein altes Beobachtungsbuch quergelesen, das ich von 1998-2002 geführt hatte. Mit meinem damaligen, recht mäßigem 102/1000 Bresser-Refraktor konnte ich bei 200x gerade π Aql (+6m3/+6m8/1,4") trennen. Mit meinem TAL-1 (Newton 110/800) gelang mir ca. 2003 als "Rekord" der Do-Stern 36 And (+6m0/+6m4/1,0") bei 333x.
Etwa ums Jahr 2000 habe ich η CrB (+5m6/+5m9/0,7") mit dem 203/4000 mm Schiefspiegler unseres Vereins geknackt, Vergrößerung war um 400fach.

Als Vergleich das Dawes-Limit der genannten Optiken:
- 102 mm ... 1,14"
- 110 mm ... 1,05"
- 203 mm ... 0,57"
 
Hi Michi,

ja phi Aquliae kenne ich auch, ein guter Prüfer für einen 3-Zöller. Mit dem Vixen 90M gelang mir die Trennung (~ im Jahre 2002)

Meine beiden oben genannten Doppelsterne habe ich mit dem 12,5" Dobson bei 375x getrennt. Leider kann ich aktuell nicht höher vergrößern.

Gestern mit dem 120 f/5 FH an Struve 3023 (7m2, 9m9, 1,9") gescheitert (150x).

Gruß
Lothar
 
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Hi,

Struve 3023 (7m2, 9m9, 1,9") hat einen DI=96.13, also schon deutlich über 90. Ich glaube, dass es dann schon echt schwer wird, die Komponenten zu trennen. Izar hat einen DI=89.06 und der ist für manche Teleskope bzw. für manche Beobachtungsbedingungen schon schwer. Ich glaube, dann ist es normal, dass die Trennung nicht immer zu schaffen ist.

Für mich ist die Doppelsternbeobachtung noch relativ neu, ich hatte "damals" einige Versuche mit dem 6"f/8 TAL gemacht, die Ergebnisse aber leider nicht aufgeschrieben.


Grüße,
Christian
 
Hallo,

vor wenigen Wochen waren wir in der Rhön beobachten. Die Luftruhe war hervorragend. Mit meinem 10" ACF konnten wir

52 pegasi und 72 pegasi, nach dem WDS (Washington Double Star catalog) aktuell beide 0,5" Distanz trennen. Helligkeit der Komponenten liegt um die 6,5mag.
Es ist gar nicht so leicht aktuelle Daten von engen Doppelsternen zu bekommen, da sie oft eine Umlaufzeit von nur wenigen Jahren haben und die Angaben in den Katalogen oft veraltet sind. Bei SkySafari war z.B. 0,4" und 0,6" angegeben.
Bei den 0,5" sahen wir die zentralen Beugungsscheibchen bei ca. 800 fach noch mit einem kleinen dunklen Zwischenraum. Das Seeing in der ersten Nachthälfte so hervorragend, dass die Trennung ohne Probleme möglich war. Das Bild hat sich im Okular nur extrem langsam bewegt. Sowas habe ich bisher auch nur extrem selten gesehen.
An delta equulei haben wir uns dann die Zähne ausgebissen. Die Distanz liegt zwischen 0,3" und 0,4". Das Beugunggsscheibchen erschien in den besten Momenten zwar oval, von einer richtigen Trennung konnte man aber nicht mehr sprechen.
Für 10" Öffnung mit theoretisch 0,45" Auflösungsvermögen sind wir wirklich an die Auflösungsgrenze vorgestoßen!

Gruß Uwe
 
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