Hauptspiegelzelle aus Multiplex bauen?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ralf
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Ralf

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Hallo,
es ist wieder mal soweit, das Bastelfieber ist ausgebrochen. Ich habe vor mir einen schönen 150/1200mm Newton mit sehr guten Spiegeln zu bauen. Wie würdet ihr die Hauptspiegelzelle bauen?
Ich habe vor diese mit 2 Stück Multiplexscheiben in der Stärke 15mm zu bauen. Den Spiegel würde ich auf 3 Filzpads lagern. Die Multiplexscheiben haben in der Mitte 60mm Löcher damit man hinten einen Lüfter anbringen kann. Meine Bedenken sind, dass der Federdruck der Justageschrauben das Holz leicht verspannt und dieses sich dann auch auf den Spiegel auswirken könnte. Also, was meint Ihr?

Gruß
Ralf
 
Hallo Ralf,
ich sehe da keine Gefahr der Verspannung, Du schnallst ja den Spiegel nicht fest auf dem oberen Ring.
15mm halte ich für overkill, 10mm reichen auch, wenn Du gutes Birke-Multiplex nimmst - der Spiegel wiegt ja nix. Das mit den Filzpads funktioniert, die Lage kannst Du dort entnehmen: http://www.davidlewistoronto.com/plop/design.htm#3 Point Mirror Cells

60mm Lüfterloch passt schon, aber: ich würde eher mit einem großen Lüfter hinten den Tubus verschließen und die Luft durch die Zelle und an der Zelle vorbei nach hinten absaugen.
 
Hallo Ralf,

ich habe bei meinem 114/660er auch Multiplx verwendet und komme völlig ohne Zug-/Druckfedern sowie Konterschrauben aus.
Die Justage wird absolut gehalten, die Bedienung ist sehr feinfühlig, exakt, direkt und einfach.

Das Bild zeigt den Rohbau, durch Einsenken der Schrauben baut die Konstruktion deutlich inzwischen flacher
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/img_2184.jpg

Die drei Schrauben lassen sich mit der Hand drehen, verändern ihre Stellung aber nicht selbsttätig.

Im Haltering laufen sie einfach in einem ins Hols geschnittenen Gewinde. Sie lassen sich leicht drehen, drehen sich aber nicht selbsttätig (z.B. bei Vibrationen während des Transports). Konterung ist hier überflüssig.

Im dreieckigen Schiegellager laufen die Schrauben frei, die Position des Lagers auf den Schrauben ist durch Beilegescheiben mit Kontermuttern beidseitig fixiert.
Das Spiegellager folgt also jedem Dreh an den Justagsschrauben direkt, Federn sind absolut unnötig.

Wer Halteklammern für den HS vermisst sieht richtig. Bei dieser kleinen, leichten Scherbe erlaube ich mir einen Test.

Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/img_2261.jpg

Der Spiegel ist mit Silikon mittig auf eine Halterung geklebt.
Die Klebung erfolgt auf einen Zentrierbolzen aus Metall, der in mittigen Lager des Spiegelhalters ohne Spannung fixiert wird, sodass der Spiegel auf drei Korkpads gelagert ist.
Verrutschen, Verkippen und seitliche Verspannung (durch Halteklammern sind ausgeschlossen.
Ob die mittige Klebung sichtbare Verspannungen auslöst ist die Frage, der ich nachgehen will.
Dieser Drops ist also noch nicht gelutscht, die SDache kann aber auch leicht wieder geändert werden.

Der simple Aufbau an sich und die Justierstabilität der HS-Halterung sind aber schon Mal echte Pluspunkte.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo,
ich danke euch für die Antworten, dann werde ich die Zelle in Multiplex bauen. Die 15mm Stücke hatte ich halt noch da. Der Tubus wird einen Innendurchmesser von 200mm bekommen, was meint ihr den Tubus von hinten verschließen oder die HS Zelle etwas kleiner machen (so 180mm) damit die Luft durchströmen kann.

Gruß
Ralf
 
Hallo Ralf,

meine Zelle ist sehr offen, für Tagesbeobachtung zu offen (Störlicht von hinten), also hab ich da noch einen Deckel.
Allerdings brauche ich so ganz offensichtlich keinen Lüfter.

Bei einem 150er Spiegel im 200er Tubus dürfte das mit einer luftigen Zelle ebenfalls ohne Lüfter klappen.
Wenn es nicht nur ein dünner Blechtubus ist sondern z.B. Hartpapier reicht eine komplette Innenvelourierung schon ziemlich sicher als Isolierung, eine 2 mm Lage Trittschall-Dämmrolle drunter wäre diesbezüglich absolut sicher.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

Deine Idee mit der HS-Halterung gefällt mir gut. Bin mal gespannt, wie sich der geklebte HS auf Dauer schlägt.

In der Einfachheit liegt oftmals die Genialität.

Gruß
Martin
 
Hallo Martin,

bis jetzt, auch im absoluten Höchstvergrößerungsbereich, keine sichtbaren Probleme. Ich muss aber mal den Sommer abwarten und noch reichlich beobachten, auch mal in aller Ruhe vergleichen.
Mal angenommen, der Bereich wäre punktuell, also in der Mitte problematisch, dann haben wir immer noch einen größeren FS davor, naja und SCs habe da schließlich sogar ein Loch. ?)
Er steht draußen und kühlt.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

ich sehe eigentlich auch keine wirklichen Einwende gegen die Art Deiner Befestigung. Mal schauen, wie er auf Temperaturwechsel reagiert.

Halte uns mal bitte auf dem Laufenden. Ich finde das schon sehr interessant.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Günther,
ja es wird ein Hartpapiertubus, dann werde ich ihn hinten erstmal offen lassen, einen Deckel mit Lüfter könnte man ja immer noch nachrüsten.
Die Zelle werde ich doch lieber klassisch, also mit Druckfedern, gestalten, das gefällt mir persönlich irgendwie besser. Aber trotzdem vielen Dank für die Tipps und Anregungen. Es werden sicherlich noch ein Paar Fragen kommen, spätestens wenn es an die Fangspiegelspinne und Halterung geht. Mit der tue ich mich irgendwie besonders schwer.

Gruß
Ralf
 
Hallo Ralf,

mein deutlich schwererer 12er hat Druckfedern (starke) ohne Konterschrauben, das funktioniert auch und ist massenhaft erprobt.

Den Deckel habe ich auch von Anfang an geplant. Er ist und bleibt wahrscheinlich auch ohne Lüfter und wird so aufgesteckt, dass er ohne Lüfter mehr oder weniger großzügig Luft durchlässt, aber in Kombination mit dem HS-Haltering als Lichtfalle fungiert. Das ist unter Störlicht, z.B. am Tage, nicht unwichtig.
Wenn meine endgültige gebogene Spinne und der Halter mal fertig sind, habe ich vor, erklärende Bilder in den Thread zum 114/660er zu stellen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,
der Bericht würde mich sehr interessieren.

Gruß
Ralf
 
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