Hilfe bei Kaufentscheidung 8" Newton + Fokuslage ?

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Raumfisch

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Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem neuen bzw. besseren Teleskop für den Einstieg in die Astrofotografie. Erste Gehversuche mit Beobachtungen und Fotografie habe ich bereits gemacht.
Mein Starter-Equipment besteht aus einer Pentax K10D, einem Mak90 und einer Bresser EXOS 2 Goto Montierung.

Jetzt habe ich bereits etliche Stunden in den Foren verbracht, Kurse in der Bochumer Sternenwarte besucht und mich mit Leuten unterhalten um eine Richtung zu finden, in die ich mich bewegen möchte...

Ich würde gerne die EXOS 2 und die Pentax weiter benutzen wollen und erst später durch eine passende CCD ersetzen. Da der Himmel über meinem Garten relativ stark lichtverschmutzt ist (welch Wunder im Ruhrgebiet), bin ich auch offen für die Fahrt ins Dunkle (Münsterland oder Sauerland – ich wohne quasi direkt dazwischen).

Budgettechnisch möchte ich mich im Rahmen von ~2000€ bewegen für Optik und Schnick-Schnack außer DSLR und Montierung.


Nach tagelangem Hin und Her bin ich jetzt auf dem Tripp, dass es ein Newton 8" (f/4) sein soll.
Eine Guiding Cam, welche evtl. Sogar für Planeten- Videos oder -Fotos verwendet werden kann und das oft mitgelieferte 8x50 Sucherrohr soll vorerst als Leitrohr dienen.

Jetzt kommen die zwei Schwerpunkte wo ich Euren Rat benötige...

ASI 120 Color oder doch besser ASI 290 Color als Guiding Cam und z.B. über den OAZ dann als Planeten Cam ? Eine 3x Barlow (Sollte wohl eine "Premium" mit Korrektur sein gehe ich von aus)
werde ich benötigen um später f/12 zu erreichen.

Jetzt zum Teil der mich verzweifeln lässt...

Da ich mit der EXOS 2 Gewichtsprobleme bekomme und ich partout keinen 6" möchte, bleibt nur noch Carbon als Lösung.

TS bietet die sogenannten UNC Modelle (UNC2008) an, welche sich vom Gewicht her (~7,5 Kg) eignen und für die Fotografie ideal sein sollen.
An dieser Stelle möchte ich einmal Copy&Paste nutzen:
"Pos.1 - Astrofotografie mit normalen Komakorrektoren - 65 mm über der 2"-Steckhülse (STANDARD Version)
Diese Version ist optimal für alle Komakorrektoren mit 55 mm Arbeitsabstand, wie z.B den Baader MPCC Korrektor, den TS Koma Korrektor, den GPU Korrektor oder den ASA Quattro Korrektor. Für die visuelle Beobachtung benötigen Sie eine 2"-Verlängerung - Art.Nr. TSV235.

Pos.2 - Astrofotografie mit dem ASA 2" Reducer/Korrektor - 90 mm über der 2"-Steckhülse
Diese Version ist optimiert für den ASA Reducer/Korrektor ASA2KORRR. Das Öffnungsverhältnis ändert sich durch diesen Reducer von f/4 auf f/2,8. "

Welchen nehme ich denn nun ?
Vom Budget her wirds wohl ein Korrektor ~250€ werden, sprich Standard.
ABER würden die nicht auch bei der zweiten Teleskop-Variante funktionieren ? Z.b. über Verlängerunshülsen ? Macht man sowas überhaupt ?

Was ist wenn ich Standard kaufe und später so einen ASA Korrektor einsetzen möchte ? Da komme ich vermutlich garnicht mehr auf den benötigten 90mm Fokus ?
Funktioniert überhaupt die, zuvor angesprochene, 3x Barlow mit diesen Korrektoren oder wirft die die benötigte Fokuslage über den Haufen ?

Ich verstehe die Vor- und Nachteile dieser beiden Varianten nicht. Geben muss es sie ja sonst würde es keinen Sinn machen sie anzubieten, oder ?

Wofür kann man den OAZ denn überhaupt noch verstellen wenn man alles auf den Millimeter passend baut ? Oder ist die Verstellmöglichkeit bei der Fotografie mit diesen Korrektoren und/oder beim Newton irrelevant ? Bei meinem Mak90 kann ich halt nach links oder recht an der Schraube drehen und sehe eine Veränderung in der Schärfe des Bildes und auf den Fotos.


Vielen Dank fürs Durchlesen und dumme Fragen (solls ja angeblich nicht geben) beantworten!

Clear Skies
Dennis
 
Hallo Dennis,

vergiss die EXOS2 gaanz schnell für nen 8" Newton. So ein Monster gehört fotografisch (auch in Karbonausführung) auf ne EQ6.

Ich hatte ne EXOS2 und hab mich nach nem Frustjahr von ihr getrennt. Beim leisesten Windhauch wurden aus den Sternen "Eier".

Fest in einer Kuppel aufgestellt, perfekt justiert, frisch gefettet und mit 2. Gegengewicht geht es so gerade eben mit etwa 10-20% Ausschuß, aber im Freien auf der Wiese? Never ever!

Die Montierung wird visuell mit 12 kg Tragefähigkeit angegeben. Fotografisch mußt Du zwingend 1/3 davon abziehen. Damit bist Du dann am absoluten Anschlag. Haupttubus, Rohrschellen und Montageschine für den Tubus, Komakorrektor, Aufnahmekamera, 8x50 Sucher, Sucherkamera + die ganzen Kabel dürfen definitiv nicht mehr als 8 kg wiegen. Das paßt nicht. Rechne es selber nach.

Zum ASA Korrektor/Reducer: es ist vor allem für Anfänger sehr verlockend, auf f=2,8 zu gehen. Wegen der damit geringeren Belichtungszeit. Aber: f=2.8 wollen erstmal kollimiert werden. Da sieht man gnadenlos jede Fehljustage. Und in die "normalVariante" vom Tubus kannst den später nicht einsetzen. Da fehlt daann der notwendige Backfokus.

Mit Barlow für Planetenaufnahmen hast bei beiden Varianten keine Fokusprobleme, weil die Barlow den Fokus nach "außen" verlegt. Für Planeten kannst auch problemlos auf den Komakorrektor verzichten. Das Gesichtsfeld der Planetenkamera samt Barlow ist so winzig, daß Du von der Koma nix siehst.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dennis,

wenn es 8" werden sollen möchte ich dir raten zuerst eine größere Montierung anzuschaffen. Richtwert der maximalen Belastung fotografisch genutzt sind 2/3 des Gesamtgewichtes. Bei deiner Montierung also 8kg. Da wirst du mit einem 8" fotografisch keinen Spass bekommen. Ich hatte eine Zeit lang einen 8" f/4 auf einer HEQ5, stand aber windgeschützt. Sicher bist du dir mit einer EQ6-Variante.
 
Hi Dennis,

noch ein Nachtrag:

Ich verstehe die Vor- und Nachteile dieser beiden Varianten nicht. Geben muss es sie ja sonst würde es keinen Sinn machen sie anzubieten, oder ?

Wofür kann man den OAZ denn überhaupt noch verstellen wenn man alles auf den Millimeter passend baut ? Oder ist die Verstellmöglichkeit bei der Fotografie mit diesen Korrektoren und/oder beim Newton irrelevant ? Bei meinem Mak90 kann ich halt nach links oder recht an der Schraube drehen und sehe eine Veränderung in der Schärfe des Bildes und auf den Fotos.

Das sorgfältige Scharfstellen ist in der Astrofotografie das "A und O". Möglichst mit 1:10 Feinuntersetzung und motorisiertem Fokusser, damit man dabei den Tubus nicht berührt. Die unterschiedlichen angebotenen Fokuslagen sind weiteren Zwischengliedern (Filterschubladen, Off-Axis Guidern, Verkippungsadaptern, ...) sowie den unterschiedlichen Auflagenmaßen diverser Kameras geschuldet...

 
Ich danke euch für die ehrliche Meinung. Hat sich jetzt schon gelohnt den Weg ins Forum zu wagen!

Ich geb es ja zu, dass die Argumente nicht neu sind und ich zuerst auch angefangen habe mich mit 6" auseinander zu setzen :)

Ich werde mich dann jetzt auch für einen 6" entscheiden und damit in die DeepSky Fotografie einsteigen. Eine neue Montierung will ich eigentlich vermeiden...

Könnt ihr mir ein 6" empfehlen ? Ich hatte mir mal den VX6 von Orion UK angeschaut (Das war an so einem Anti-China Tag) oder soll ich bei dieser UNC Reihe von TS bleiben, wobei Carbon und 90mm Fokus ja nicht unbedingt notwendig sind bei 6" ? F5 für DeepSky oder besser auch hier ein F4 ?

Ein Korrektor soll schon direkt mit dazu kommen (Vielleicht zum Einstig "nur" der Bader MPCC ?), genau wie die "gute" Barlow in der benötigten Stufe.

Mag mir noch jemand einen Tip bzgl. der beiden ASI Cams geben ?

Danke
 
Hallo Dennis,

auch ich kann den Rat von Fee nur unterstreichen und gebe noch folgendes zu bedenken:

Der Einstieg in die Astrofotografie gleich mit einem 8-Zöller ist nicht nur mühsam, eher weniger erfolgreich zu meistern.

Auch wenn du es nicht hören magst, besorge dir erst einmal eine wesentlich kleinere Optik um Grundlagen zu schaffen.

Sehr schön geht das mit einem 67mm Quadruplet. Das Ding leuchtet das volle Bildformat deiner Kamera aus, benötigt keinen weiteren Bildfeldebener und ist auch später für ausgedehntere Objekte gut geeignet.
Besorge dir dazu gern gleich eine ausbaufähige Montierung. Wenn ein 8-Zöller später dazu kommt, sollte es schon mindestens eine EQ 6 sein.
Von den EXOS-Montierungen würde ich auch ganz strikt abraten, wenn es um erfolgreiche Astro-Fotografie geht.

Mit dem kleinen Quadruplet kannst du recht schnell gute Aufnahmen hinbekommen und damit ist es ja auch noch nicht getan: Erst einmal steht ja noch die erfolgreiche Bildbearbeitung an.

Und die Nachführung per Autoguider. Dafür ist ein Sucherfernrohr und eine empfindliche Guiding-Kamera nötig. Hier zu sparen, bedeutet auch meistens später den Kauf einer besseren Kamera. Also besser gleich eine Lodestar-Kamera anschaffen.

Und wenn dann alles gut im Griff ist, erst dann kannst du damit rechnen, erfolgreich längere Brennweiten und größere Aufnahme-Optiken zu beherrschen.

Wenn du dann schon die richtige Montierung hast, kannst du gleich weitermachen. Das kleine Quadruplet wird nicht überflüssig sondern bleibt für seine Objekte die geeignetste Optik.

Für den großen Spiegel die richtige Kamera zu finden, ist dann eine weitere Aufgabe. Die würde ich aber erst angehen, wenn mit der kürzeren Brennweite alles sehr gut läuft.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Grüße

*entfernt*



 
Zuletzt bearbeitet:
Mhh verdammt nachvollziehbarer Einwand Dietrich.

Einen APO hab ich bisher als "völlig falsch" zum Einstieg gesehen. Allerdings habe ich mir auch nur welche ab 102mm mit FCD-100 und FPL53 angeschaut. Die Liga ~70mm und dann auch noch direkt Feldkorrigiert habe ich immer ignoriert. Da werde ich jetzt aber mal stöbern gehen.

Das du mir die Lodestar empfiehlst kann ich nachvollziehen. Gibt es überhaupt momentan etwas empfindlicheres ? Muss es da die SW Variante sein oder geht auch Color ?

Sucherfernrohre sind ja bei APOs oft nicht dabei. Nimmt man da 50mm oder 60mm (Ist ja dann genau so groß wie der APO) ?

Einen FF haben die Quadruplets ja "eingebaut" wenn ich das richtig verstanden habe. Brauche ich da noch anderes Zubehör um loszulegen ? (T2 Adapter und Prismenschiene versteht sich)

Danke
 
Hallo Dennis,

noch ein Punkt zur Exos 2, der noch nicht angesprochen wurde:

Nach den Forums-Beiträgen, die ich hier las, lässt sich diese Montierung nicht mit Notebook etc. koppeln. Falls das noch immer stimmt bedeutet das, dass günstiges Autoguiding via PC und beispielsweise PHD2-Software nicht funktioniert und Du einen Stand alone Autoguider, wie z.B. den MGEN von Lacerta/Teleskop-Austria, für irgendwas um die 660,- brauchst.

Sprich' mal mit Bresser, ob es inzwischen Nachrüstkits für die Exos-2 gibt, die Autoguiding via PC erlauben...

P.S.: Der MGEN ist natürlich "cool" und bewährt:
https://teleskop-austria.at/MGEN_Lacerta-Autoguider-Standalone--Remote#m
 
Die EXOS 2 Goto hat einen ST4 Port.
Ich hatte das jetzt so verstanden, dass PHD die Kamera steuert und diese die Befehle an die GOTO Steuerung über den ST4 Port gibt.

Ein direkter PC Anschluss um z.B. die GOTO Funktion über Stellarium zu steuern funktioniert nicht. Das muss über die Handbox passieren.

Ich hab ja leider noch keine Guiding Cam um das zu testen.

Ich habe hier ein paar alte Beiträge gefunden wo die ST4 Schnittstelle bestätigt wurde:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1190553/Re:_Bresser_goto_Kit

https://www.cloudynights.com/topic/...hat-is-wrong-with-my-ra-guiding/#entry7885171

In der Beschreibung stehts auch noch mal:
https://www.astrobin.com/295863/
 
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Hallo Dennis,

Zitat von Raumfisch:
... Kurse in der Bochumer Sternenwarte besucht und mich mit Leuten unterhalten um eine Richtung zu finden, in die ich mich bewegen möchte...

Dass Dir danach noch immer EXOS2 und 8-Zöller vorschwebten ist bemerkenswert, möglicherweise ist die virtuelle Beratung zwischenzeitlich doch besser als die persönliche Beratung unter Gleichgesinnten.

Die Empfehlungen seitens Dietrich mögen konventionell klingen, sind aber (von Ausnahmen abgesehen) durchaus zu befürworten! Und bitte beachte die Schlepperei Deines zukünftigen Equipments, leider kann auch daran mittel- bis langfristige Astrofotografie scheitern.

Viel Erfolg bei Deiner Entscheidungsfindung!

CS

Markus
 
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Hallo Dennis,

ich fasse noch mal kurz zusammen, du hast eine EXOS-2 Goto, eine Pentax Spiegelreflex und nen Mak und willst in die Astrofotografie einsteigen, richtig?

Bei allem was hier für oder wider der EXOS-2 geschrieben wurde, das Teil ist völlig in Ordnung, wenn man die Grenzen kennt. Die Montierung hat einen ST4-Port und lässt sich damit auch mit einem Laptop guiden, so lange du eine Guiding-Kamera verwendest, die ebenfalls einen solchen Port hat und die Kommunikation mit der Montierung übernimmt! Und auch wenn der Peter es gebetsmühlenartig wiederholt wird´s nicht richtiger, Autoguiding per PC IST MÖGLICH, aber eine direkte Steuerung über ein Planetariumsprogramm wie z.B. CdC/Stellarium eben NICHT!
Wo ich mich Fee und Dietrich anschließe ist die Wahl des Teleskops. Mit der EXOS-2 und einem 8" Newton wirst du nicht glücklich und selbst der 6" Newton ist schon extrem hart an der Grenze. Richtig Spass macht die Montierung mit einem kleinen aber feinen ED APO bis 80mm Öffnung oder halt Kameraobjektiven.

Für den Einstieg würde ich dir auf jeden Fall empfehlen mit kleinen Brennweiten, üblicherweise "normale" Objektive mit 50-200mm Brennweite anzufangen und danach erst mal das Autoguiding zum laufen zu bringen. Natürlich kannst du auch direkt nen kleinen APO nehmen, allerdings bist du dann schon sehr sehr schnell auf einen Autoguider angewiesn. 135mm führt meine EXOS-2 über 120s ohne Probleme nach, 480mm eines 80 f/6 ED APOs nur mit Autoguider.
In meinem Einsteiger-Guide findest du eine Menge weiterer Tips, wie du möglichst frustfrei mit dem vorhandenenen Equipment vorgehen könntest und hier: https://13parsec.de/index.php/einsteiger-guide weitere Guides, die eventuell hilfreich sein könnten.
 
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Hallo Markus,

richtig zusammengefasst und danke für die Bestätigung in Sachen Autoguiding und EXOS2. Die Webseite 13parsec natürlich nicht nur des Namens wegen bei mir "gebookmarked" :P

Jetzt habe ich wirklich TOP Meinungen und Aussagen von Euch bekommen, eine Nacht drüber geschlafen und bin quasi wieder ganz am Anfang. Am Anfang bin ich auf Astro Backyard auf YT aufmerksam geworden und dort wird "der APO" benutzt, gehyped, whatever. Dann kam die Erkenntnis über die Preisklasse, weil groß ist ja immer am Besten (Kennt ihr bestimmt zuhauf diesen klassischen Anfängerfehler).

Das man diese Dinger in klein (70/80mm) und wenig Brennweite aber besser gebrauchen kann (für DS - Mein primäres Vorhaben) ist mir eigentlich erst mit dem Hinweis von Dietrich bewusst geworden. Unter 70mm, 3xx Brennweite und preislich inkl. Korrektur unter 1000€! Das habe ich so bisher nicht wahrgenommen.

Ich habe mir jetzt erst einmal ein 60mm Leitrohr von Orion (TS, etc., ist ja alles nicht zeitnah lieferbar momentan) ausgesucht und hadere noch mit der Kamera. Autoguiding ist vielleicht für den Mak90 nicht unbedingt sinnvoll, aber es geht mir auch ein wenig um den Lerneffekt dabei.

Danach (vor Juli/August auf jeden Fall) kommt dann ein 65-80mm ED oder APO.

Wenn ich mit dem umgehen kann und es immer noch Spaß macht werde ich auch gewillt sein tief in Tasche zu greifen und auch eine gescheite Monti, CCD, etc. anszuchaffen.

Deshalb halte ich auch an der EXOS 2 fest, da sie für mich genau den Mittelweg darstellt den ich im Moment gehen möchte. Nicht zu gut und teuer, aber auch nicht völlig am unteren Limit der Brauchbarkeit.

 
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Hallo Dennis,

dann laß' die Argumente nochmals gründlich sacken, bevor du Geld in die Hand nimmst und geh' nicht gleich los irgendetwas einzukaufen.

Jetzt kommen sowieso erst einmal die helleren Nächte, in denen Astrofotografie erst spät am Abend oder gar in der späten Nacht sinnvoll wird.

Als "Leitrohr" benötigst du auch für einen 8-Zöller mit bis zu 1000mm Brennweite nur einen geeigneten 50mm Sucher in Verbindung mit einer Guiding-Kamera. Den kann man noch leicht und stabil mit der Aufnahmeoptik verbinden. Größere Leitrohre könnten schon von der Verbindung mit der Aufnahmeoptik Schwierigkeiten bringen.

Mir scheint es so, als wenn du vorhast, auch mit deinem 90mm Maksutov als Aufnahmeoptik arbeiten zu wollen.
Hier sehe ich die Schwierigkeit einer viel zu langen Brennweite bei zu kleiner Öffnung.
Das wird ohne Guiding, wenn überhaupt, nichts werden.
Zumal auf der EXOS.

Dann besorge dir besser erst einmal eine wirklich ganz kurze Brennweite für deine Pentax und starte damit in die Astrofotografie.

Vielleicht hast du schon ein 50mm Festbrennweitenobjektiv oder ein günstiges festbrennweitiges Teleobjektiv bis 135mm.

Damit wäre es noch mit der EXOS und ohne Guiding möglich anzufangen und auch schonmal die Bildbearbeitung zu erlernen.

Das Maksutov-Rohr sehe ich erst einmal als visuelles Einsteigergerät, mit dem mit etwas Übung und den geeigneten Aufnahmekameras (eher nicht mit der Pentax!) auch Mond- und Sonnenbilder gelingen können.
In Verbindung mit deiner Pentax sehe ich aber damit auch keine gute Ausgangsbasis für z.B. DeepSky-Aufnahmen.

Und wenn du jetzt einen Fudus von 2000€ schon zusammen hast, lege dir eine Zusatzspardose an, in der du ab jetzt jeden Monat noch 20 oder 50 € reintust. Oder sammele das Wechselgeld von den Supermarkt-Besuchen. Da kommt auch eine schöne Summe bei zusammen, die dir sicher helfen wird, weitere Dinge einzukaufen, wenn du sie brauchst.

Soweit mein Rat für jetzt und hier.

Grüße

*entfernt*


 
Zuletzt bearbeitet:
Die Brennweite vom Mak ist ganz klar ungeeignet. Ich habs alles zusammen günstig erstanden und erste Erfahrungen gesammelt.

Die GOTO Funktion von der EXOS2 funktionierte bei mir bisher tadellos. Grob eingenordet mit Polsucher, 3-Sterne Ausrichtung, dann GOTO auf Jupiter und der wurde über lange Zeit nahezu mittig gehalten. Fotos vom Mond konnte ich auch schon knipsen. Klar ist die Pentax nicht das beste Gerät für DS, alleine schon ohne LiveView den Fokus zu treffen... Aber irgendwo muss ich ja jetzt mal ansetzen und ein bischen Geld ausgeben und auch einsparen.

Ich hab ab Montag erst einmal 14 Tage Urlaub und wollte in der Tat mal die Objektive der Kamera testen. 3 Stück sind dabei, aber ich kenne die Werte nicht auswendig.
Deswegen meinte ich auch das die Anschaffung von einem APO erst später kommt, allerdings gerne vor den wichtigen Terminen im Juli+August.

50mm "Leitrohr" ? Siehst, Größe ist wieder alles und ich hab auf 60mm geschaut.
 
Hallo Dennis,

zum Nachführen "per Hand" nahm man früher in der Tat ein "Leitfernrohr". So habe ich auch angefangen, das war vor über 40 Jahren...
Hier wurden natürlich auch größere Geräte verwendet, aber auch wesentlich stabilere Montierungen.

Heutzutage wird aber die Nachführung mit einer Kamera gesteuert und die ist empfindlich genug um selbst mit kurzen Brennweiten und nur 50mm Öffnung auch 1000mm Aufnahme-Optik noch ganz genau zu steuern. In den allermeisten Fällen reicht dafür eine normale Guiding-Kamera. Aber es gibt Fälle, in denen kein ausreichend heller Stern für die Nachführung zur Verfügung steht. Deshalb mein Rat, gleich eine Lodestar Kamera zur Nachführung anzuschaffen, den mit diesen Kameras findest du immer einen Leitstern, mit dem das Guiding gesteuert wird.

Wenn diese Kamera nur für das Guiding eingesetzt wird, reicht auf jeden Fall die sw-Version.
Die Dinger kosten neu schon rund über 500€, aber ab und zu (wenn auch selten, weil wer eine hat und weiter damit arbeiten möchte, hat keinen Grund sie abzustoßen) kann man eine auch gebraucht erstehen.

Für den Anfang genügt vielleicht auch eine billigere Kamera für rund 200€. Wenn die großen Planeten günstiger stehen würden, würde ich hier in der Tat auch zu einer Farb-Kamera raten, denn damit könnte man auch mit längerer Brennweite, wie sie vielleich einmal mit einem Spiegel-Teleskop erreichbar wird, Planetenbilder aufnehmen.

Da uns die großen Planeten aber für die nächsten Jahre nicht so günstig gestellt sind, rate ich dazu lieber erst einmal in der DeepSky-Technik einzusteigen und dafür gleich die beste erreichbare Guiding Kamera anzuschaffen.

Dazu dann ein Quadruplet oder eine andere Apo-Optik.
Aber beachte, daß für die meisten Apo's noch Reducer und/oder Flattener notwendig werden und sehr genaue Einhaltung von Abständen zwischen Reducer/Flattener und Aufnahmesensor zu erarbeiten sind.

Aber lerne erst einmal deine Kamera kennen. Und beginne ohne weitere Geldausgabe mit der Kamera auf der Montierung.
Das kann dir schonmal erste Erkenntnisse bringen.

Grüße

*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Dennis
Zitat von *entfernt*:
Aber lerne erst einmal deine Kamera kennen. Und beginne ohne weitere Geldausgabe mit der Kamera auf der Montierung.
Das kann dir schonmal erste Erkenntnisse bringen.
dem schließe ich mich zwar an, gebe aber zu bedenken, dass die k10d kein Lifeview hat.
Meine k100ds war für eine Unmodifizierte erstaunlich h-alpha empfindlich, die k10d leider nicht. Beide haben aber einen gemeinsamen Nachteil: kein Lifeview, geschweige denn Tethern. Über den Sucher zu fokussieren, das mit etlichen Testaufnahmen etwas besser hinzubekommen und mit dem gleichen Prozess das abzubildenden Feld einzurichten ist langwierig und Spassfrei. Gebrauchte DSLR mit Lifeview finden sich oft schon für unter 150€.
Was den 90er Mak angeht: Für Sonnenaufnahmen nutze ich ihn sehr gern, auch Mondaufnahmen sind ok, trotz leichtem Farbsaum. Planetenvideos gehen ebenfalls, aber dank der geringen Öffnung und dem derzeit sehr ungünstigen Stand der Planeten geht es da eher ums Erkennen, welcher Planet das ist als um Details.
Den für DS zu nutzen hab ich bisher nicht gewagt - gute Nächte sind rar und ich bräuchte sowohl sehr lange Einzelbelichtungen mit 20 Minuten und mehr als auch sehr viele davon.

cs
Jürgen
 
Ja,
was Jürgen da ausdrücken wollte, kann ich gut und gern bestätigen.
Die Pentax mag zwar für "normale" Bilder eine gute Kamera sein, als DSLR für Astro-Aufnahmen gibt es aber sehr viel geeignetere Kameras. (Dafür empfehle ich die Canon Kameras.)

Aber für die ersten Schritte in die Astro-Fotografie geht natürlich auch die Pentax.

Erst einmal dürfte für dich das Scharfstellen und Nachführen der Kamera wichtig sein. Beides lernst du am Besten mit einer schon vorhandenen Kamera.
Und das sollte die erste Erfahrung in der Astrofotografie sein.

Deshalb, bevor du etwas Zusätzliches kaufst, mach' mit der Pentax Bilder, besser nicht direkt von H-alpha-Gebieten sondern von Objekten, die hauptsächlich im kontinuierlichem Licht strahlen, und mit vorhandenen Optiken. Das bringt dir schon die Probleme der Astro-Fotografie nahe. Und läßt dich nach Lösungswegen suchen.
Wir helfen dir gern dabei.

Grüße

*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
Zitat von *entfernt*:
Deshalb, bevor du etwas Zusätzliches kaufst, mach' mit der Pentax Bilder, besser nicht direkt von H-alpha-Gebieten sondern von Objekten, die hauptsächlich im kontinuierlichem Licht strahlen, und mit vorhandenen Optiken. Das bringt dir schon die Probleme der Astro-Fotografie nahe. Und läßt dich nach Lösungswegen suchen.
Wir helfen dir gern dabei.
als erste Hilfestellung:
Solche Objekte sind z.B. Sterne.
Einzeln sind die recht langweilig (abgesehen von unserem Stern und Spezialitäten wie Sternbedeckungen, (trennbare) Mehrfachsysteme und noch speziellere Angelegenheiten wie Photometrie und Inferometrie).
In Gruppen aber interessant.
Die einfachste "Gruppe" sind die Sternbilder. Da passen kurze Brennweiten von Kameraobjektiven sehr gut und einige der Fehlerquellen und Techniken der Bildverarbeitungen lernt man auch damit kennen. Ab ~50mm kann man auch erste Kugelsternhäufen und Galaxien erkennen. Letztere haben grad eh Saison.
Ks verlangen dummerweise Brennweite. Viel Brennweite. Gx zwar auch, aber da gibt es Gruppen und Haufen, die man auch mit Kameraobjektiven ablichten kann. Mit Stellarium kann man das recht gut simulieren, also das abgebildete Feld.

cs
Jürgen
 
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