Oreoluna
Aktives Mitglied
Winterthur 24.05.2007 / 03.42h Ortszeit.
Während meiner Nachtschicht ging ich auf die Terrasse um ein Lungenbrot zu geniessen. Dabei betrachtete ich den Arcturus im Bootes. Plötzlich leuchtete für eine kurze Sequenz, etwas unter diesem auf. Kurze Zeit später wieder weiter östlich erneut ein aufleuchten: Helligkeit c.a. 5 Grössenklasse 5.
Darauf geschah eine Weile gar nichts. Dann strahlte plötzlich wieder ein, diesmal sehr heller Punk auf, kurze Zeit später erneut ein helles aufleuchten und wieder eine Weile darauf nochmals ein Aufleuchten in gleicher Leuchtintensität c.a –2 In Vergleich der Grösse wie visuell Venus. Dann dauerte es wieder eine Weile und es folgten dreimal wie zu Beginn des ganzen schwache Leuchtpunkte, wiederum mit einiger Zeitverschiebung. Das ganze spielte sich innerhalb etwa 20-30 Sek. ab. Die Zeitdauer des Leuchtens war bei sämtlichen Erscheinungen gleich lang c.a. 1-2 Sek.
Zum das ganze zu veranschaulichen versuchte ich dies mittels einer Animation darzustellen, da ich es nicht besser in Worte fassen kann! Die Zeiträume sind in der Animation nicht identisch mit der Beobachtung, aber dies ist ja oben beschrieben!
http://www.astronomie.info/forum/download.php?id=1084
Da das ganze willkürlich am Himmel erschien, also keine fliessende Linie zu sehen war, zeigt dieses Einzelbild mit sämtlichen Punkten.
http://www.astronomie.info/forum/download.php?id=1085
Mittlerweile wurde ich wie folgt aufgeklärt:
Taumelnde Iridium-Satelliten
Die Berechnung von Iridium-Flares, dem kurzzeitigen hellen Aufleuchten von Satelliten, ist nur für kontrollierbare Satelliten möglich. Es gibt aber mehrere Iridium-Satelliten, die ausser Kontrolle geraten sind, und für die keine genaue Zeiten für das Aufleuchten angegeben werden kann. Da diese Satelliten aber ins Taumeln geraten, kann es zufälligerweise geschehen, dass die Antennen Sonnenstrahlen auf den Beobachter werfen und dieser im Laufe eines Überflugs mehrmals, teilweise in regelmässigem Muster, aufblitzen. Das Zeitintervall der Blitze ist von der Rotationsdauer des Satelliten abhängig; es gibt welche, deren Blitzperiode nur 1 Sekunde beträgt, bei anderen aber 40 Sekunden.
Somit hatte ich mächtiges Glück gehabt, zur richtigen Zeit in richtige Richtung zu schauen. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis für sich.
Hat jemand von Euch auch so ein „seltsames“ Iridium-Flare mal beobachtet?
Während meiner Nachtschicht ging ich auf die Terrasse um ein Lungenbrot zu geniessen. Dabei betrachtete ich den Arcturus im Bootes. Plötzlich leuchtete für eine kurze Sequenz, etwas unter diesem auf. Kurze Zeit später wieder weiter östlich erneut ein aufleuchten: Helligkeit c.a. 5 Grössenklasse 5.
Darauf geschah eine Weile gar nichts. Dann strahlte plötzlich wieder ein, diesmal sehr heller Punk auf, kurze Zeit später erneut ein helles aufleuchten und wieder eine Weile darauf nochmals ein Aufleuchten in gleicher Leuchtintensität c.a –2 In Vergleich der Grösse wie visuell Venus. Dann dauerte es wieder eine Weile und es folgten dreimal wie zu Beginn des ganzen schwache Leuchtpunkte, wiederum mit einiger Zeitverschiebung. Das ganze spielte sich innerhalb etwa 20-30 Sek. ab. Die Zeitdauer des Leuchtens war bei sämtlichen Erscheinungen gleich lang c.a. 1-2 Sek.
Zum das ganze zu veranschaulichen versuchte ich dies mittels einer Animation darzustellen, da ich es nicht besser in Worte fassen kann! Die Zeiträume sind in der Animation nicht identisch mit der Beobachtung, aber dies ist ja oben beschrieben!
http://www.astronomie.info/forum/download.php?id=1084
Da das ganze willkürlich am Himmel erschien, also keine fliessende Linie zu sehen war, zeigt dieses Einzelbild mit sämtlichen Punkten.
http://www.astronomie.info/forum/download.php?id=1085
Mittlerweile wurde ich wie folgt aufgeklärt:
Taumelnde Iridium-Satelliten
Die Berechnung von Iridium-Flares, dem kurzzeitigen hellen Aufleuchten von Satelliten, ist nur für kontrollierbare Satelliten möglich. Es gibt aber mehrere Iridium-Satelliten, die ausser Kontrolle geraten sind, und für die keine genaue Zeiten für das Aufleuchten angegeben werden kann. Da diese Satelliten aber ins Taumeln geraten, kann es zufälligerweise geschehen, dass die Antennen Sonnenstrahlen auf den Beobachter werfen und dieser im Laufe eines Überflugs mehrmals, teilweise in regelmässigem Muster, aufblitzen. Das Zeitintervall der Blitze ist von der Rotationsdauer des Satelliten abhängig; es gibt welche, deren Blitzperiode nur 1 Sekunde beträgt, bei anderen aber 40 Sekunden.
Somit hatte ich mächtiges Glück gehabt, zur richtigen Zeit in richtige Richtung zu schauen. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis für sich.
Hat jemand von Euch auch so ein „seltsames“ Iridium-Flare mal beobachtet?