ich war in den Bergen....

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Anette_Aslan

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LIebe Astrogemeinde,

dass solch ein armes 4,6mag Würstchen wie ich es bin in diesem Jahr nochmal in den Genuss eines Hochgebirgshimmels kommen würde, hätte ich mir nicht träumen lassen....jaja....jeder hier kennt ja meine schlechten Bedingungen und letzten Samstag, den 18.8 gings spontan in die Hohen Tauern....nebst Familie mit Kind und Kegel passte gerade noch so mein Skywatcher 102/500 rein, das Stativ mußte von der Tochter auf dem Rücksitz zwischen die Beine genommen werden, anders konnte man es nicht mehr verstauen, es gab Protest....doch es mußte (!) sein.
Die entscheidende Frage, was nehme ich mit auf die einsame Insel, wenn es nur eine Sache sein darf? - quälte mich bei meinen Okularen und dem extrem wenigen Platz im Auto....ja, was nimmt man da mit als Okular? Welches ist das Beste, das Liebste, eines dass alles in den Wind stellt?
Ich entschied ich für das 26iger in 2" mit dem UHC Filter dazu und dem 7-21mm Zoom.....hehe, und und.....mehr aber wirklich nicht...

als wir Samstagsmittags bei Mittersill ankamen war der Himmel vielversprechend klar, ich konnte es kaum abwarten, bis es Abend wurde, denn die Milchstrasse habe ich schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen....und dann das neue UHC Filter! Cirrusnebel ich komme....NOrdamerika....juhu.....das wird was werden......nach ausgiebigen Wanderungen in irgendwelche Klamms hinein und hinaus wandte sich die Familie erschöpft den Betten zu und ich holte mein Teleskop raus auf eine stockdunkle Wiese vor dem Bauernhof...mein Herz....Leute ich war sowas von aufgeregt....ich sah die Milchstrasse mit ihrer Gabelung....meine vertrauten Freunde am Himmel zeigten mir sofort die Himmelsrichtungen an, ich hatte totale Rundumsicht es funkelte und schimmerte nur so vom Firmament herab...endlich konnte ich alle mir bekannten Sternbilder einmal in ihrer vollen Pracht, in ihrem ganzen Ausmaß bewundern und war stolz zu wissen, was es nun da oben noch für Leckerbissen gibt....
als erstes das 26iger mit UHC rein und auf Cirrusnebel im Schwan gehalten......ah....ich erwartete ganz klar das, was andere hier so beschreiben und mit meinem kurzen Refri sollte das bei einem solchen HImmel doch wohl drinn sein....

....trilliarden von Sterne schauten zurück durchs Oku, mich haute es um! Doch dann kam die große Enttäuschung! Cirrus zeigte sich recht klein und nur hauchfein angedeutet.....!!!!!!!!!!Großer Gott was mache ich falsch?????
OK, lass ich das erstmal....ich ging rauf auf Deneb zum Nordamerikanebel.....ja, das soll einer sehen lernen!!!! Da war wohl ne Dunkelwolke.....wie denn nun? Was seh ich da? NIchts da wie aufm Foto! Wo liegt der Golf von Mexiko, wo Panama? Wie was, ich verstand die Welt nicht mehr...ich verstand nicht zu sehen!!!!! Ich habe einfach nicht verstanden richtig zu sehen und bin schier abgesoffen im Sternengewirr.....
dann rüber zu M13....superklar aber winzig klein, wie auch sonst in einem 4 Zöller? Auch mit dem 7-21mm Zoom konnte ich den kaum auflösen, M13 blieb ein diesmal nicht verwaschener, sondern ein brillianter Fleck.....
M57 als diffuses STernlein erkannt........o Gott, ich vermisse meinen Dobson....das wäre die reinste Offenbarung gewesen!!!!!!!!!!
Jupiter war schon hinterm Berg, kein MOnd da, nichts was für diesen kleinen REfraktor zu knacken wäre......ja, ok Doppelsterne....mir kamen alle Sterne unter diesem Superhimmel der wohl einiges über 6mag war eh wie Doppelsterne vor!!!!!
Leute, ich hab mich einerseits sowas von gefreut, diesen Hochgebirgshimmel sehen zu dürfen....andererseits aber auch geärgert, dass ich so ein leistungsschwaches Teleskop dabei hatte......ich ziehlte dann noch auf den Hantelnebel, auf M5 und Wirlpool, alles gefunden.....doch winzig, mickerig....wüst ich nicht, wie das alles im Dobson aussieht, ich hätte es nicht verstanden.....

..mal ne Frage, das mit dem Nordamerikanebel, darf das passieren?
Am nächsten Tag regnete es in STrömen und dann sind wir eh wieder heim.......mir dreht sich alles im Kopf, ich weis gar nicht wie ´mir war..........komisch, das alles...ganz ääährlich....
Grüssle von Anette
 
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Hallo Anette,
ja, mal wieder ohne Öffnung zu beobachten kann ganz schön ernüchternd sein. Tut mir leid um Deine Vorfreude, doch ich kann gut mit Die mitfühlen. Für mich war der Sprung vom 6" zum 8x50 bei meiner Reise in die USA auch irgendwie wie durch ein Taschentuch gekuckt. Was ist denn Die nun lieber 4m.5 mit 8", oder 6m.x mit 4" ?
Grüße
Holger
 
Hallo Holger,
das war eine wirklich gute Frage! In diesem Fall bleibe ich zu Hause und geh mit meinem Dobsi aufm Westbalkon bei 4,6 mag...wenngleich ich sagen muss, dass der kurze Refri ja ein wirklich gutes Übersichtsgerät ist. Das Ding ist sein eigener Sucher....ich konnte mit dem Richfielder sofort alles finden, manchmal mache ich das so, dass ich zuerst mit dem Kleinen alles abgrase, diesen zur Hilfe nehme, wenn ich mich dabei ertappe wie ein Anfänger wieder rumzurühren, dann ziele ich aufs Objekt und jage mit dem Dobsi sauber hinterher...das hat mir vor allem bei Kometen schon geholfen. Übrigens ist mein Dobsi ein 10ner....ha, mit dem im GEbirge und ich hätte sowas wie ne Sternwarte dabei.....nun ist ja gerade wieder klar draussen...ich geh heute Nacht wieder auf Sternenjagd....Grüßle von Anette
 
Hallo:Anette

Der Nord A.... Nebel im Schwan ist nicht mal im
12,5" Dob ganz zu sehen, da der Nord A.... Nebel ein zu
Großer Nebel ist.
Selbst in mein 40mm Okular past der komplette Nord A....
Nebel nicht in das Gesichtfeldes.
Naja 4" ist halt wie am Anfang aber damit kann man die
Pleaden,Orion,Andromeda,h+x,Mixar im Großem Bär,und
viele ander auch beobachten.

Aber das Beste ist Du hast dich gefreut so einen Himmel
so viele Sterne zu sehen.

Mit Freundlichen Gruß: Manfred
 
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Hallo Manfred,
ich habe dann im Karkoschka nachgelesen, das der Nordamerikanebel überhaupt ein schwieriges Objekt ist. Eigentlich kann man ihn mit bloßem Auge sehen, aber man muß verstehen richtig zu sehen. Genug Zeit, um das auszubrobieren hatte ich da leider nicht, doch was hätt ich unter diesem Wahnsinnshimmel nicht alles ausprobieren können? So schnell vergeß ich dieses Bild nicht......und das stimmt, den Orionnebel schau ich auch gern mit dem Kleinen an, auch die Plejaden...Sag mal, mit sonem 12 Zöller ist man da aber auch schon wieder eine Treppe höher oder?
Grüßle von Anette
 
Hallo:Anette :huhu: :huhu:

Also mit 12" Dob ist man schon etwas weiter als mit einem
4" oder 10" Dob, aber Ich muß auch betonnen von 10" bis 12"
ist kein zu Großer Unterschied Ich Lese auch oft über
Auflösungs verhältnise von Teleskope f4 oder f4,5 bis f5
und so weiter,aufjeden fall mein Dob hat einen
Pirex Spiegel mit f4,5 soll echt gut sein, was Ich auch
beim beobachten merke.
Was Ich in Ungewieser Zeit evtl möchte :gutefrage: :gutefrage: ?)
CCD Astrofotofotografie,Gut Montie
oder 16" Gitterrohr Dob, aber ert mal viel € Sparen

Mit Gruß: Manfred
 
Hallo Anette, ich kann deine Enttäuschung schon ein wenig verstehen. Was jedoch ganz klar hätte sein müssen, ist, dass du die Objekte mit einem viel höherem Kontrast sehen konntest als bei 4m6. Zudem läd eine solche Gelegenheit gut dazu ein das ein oder andere Objekt mal mit blossem Auge zu suchen. Man glaubt kaum was man da alles "sehen" kann. Objekte die man nie für möglich gehalten hätte kann man, wenn natürlich nur sehr klein und ohne grosse Strukturen, ohne Hilfsmittel sehen. Alleine die Milchstrasse im Sommer ist doch schon sehr beeindruckend, wenn der Himmel stimmt. Die Spiegelmaterialiengeschichte halte ich auch für Quatsch. Ich sage mal so, mit meinem Standard GSO 12" kann ich sicher genausogut, wenn nicht besser sehen, als ein Lomo, wenn dieser nämlich nicht richtig justiert ist, ist das Material nebensache.
 
Hallo und einen guten Morgen.

Was auch noch erwähnt werden muss.

man(n)/frau kann nicht farbig sehen wie auf Fotos, egal wie klar und dunkel der Himmel auch sein mag, denn wir können mit unserem Auge die "ankommenden Photonen" nicht speichern und aufaddieren wie ein Kamerachip. Leichte blau/grün-Ansätze kann man schon erkennen wenn alles stimmt aber halt nicht wie auf Fotos.

Was noch wichtiger ist, ist die Tatsache welche schon W.Herschel erkannte: Erwarten Sie nicht, beim Schauen schon zu sehen, Sehen ist eine Kunst, die erlernt werden muss.
Wenn man in etwa weiss was man sehen kann, was einen erwartet so wird man es auch sehen aber sonst kann schnell etwas übersehen werden.

Soll jetzt aber nicht heissen dass Anette nicht beobachten kann! Du hast wohl zu hohe Erwartungen in das kleinere Teleskop gesteckt.

Wer schon mal die Sommermilchstrasse in den Alpen gesehen hat weiss was ich meine...

Gruss Peter
 
Danke für Euren teuren Trost. Jedenfalls konnte ich mal richtig abschätzen, wie und wo die Milchstrasse in unseren Breiten da oben ihren Lauf nimmt, das habe ich noch niemals erlebt, selbst nicht als Kind in der Kleinstadt, in der ich damals wohnte, denn das Haus, wenn auch mit prima Flachdach, war umgeben von Strassenlaternen, aber damals wußte ich bei Gott nichts von Lichtverschmutzung, ich dachte, der Himmel sei Ok wie er war....damals kannte ich noch nichteinmal die Milchstrasse, halt nur ausm Urlaub. Ich kenne Leute, die glauben, dass es in Deutschland eh keine Milchstrasse gibt und der Himmel anders sei....soweit sind wir schon.....ist auch irgendwie sowas wie Artensterben!!!!!!!!!!!! Eigentlich ein Verbrechen.......ich vermisse schon jetzt schmerzlich diesen Himmel der Berge und träume von einem Reisedobson .... aber sehr ernsthaft kann ich nur sagen....Grüssle von Anette
 
Hi Anette,
sollte das Filter eigentlich vor das Okular geschraubt werden oder vor den Zenithspiegel um einen besseren Kontrast zu erhalten??
 
Hallo Anette -
schöner Bericht! (Die Milchstraße kann man übrigens auch ganz gut bei uns im Bayerischen Wald sehen ;) ) Hast du kein Fernglas?? Das hätte ich auf jeden Fall mitgenommen und damit vielleicht einen Großteil der Zeit verbracht...

Thomas
 
Hallo Ulf,
ich schraube den Filter immer vors Oku, aber in der Tat kann man es in den 2" Zenitspiegel schrauben, der hat bei mir z.B. ein Schraubgewinde, hatte das schonmal ausprobiert und fand dies sehr praktisch, da muss man dies nicht ständig wechseln....ich bemerkte keinen Unterschied in der Bildqualität. Kann aber doch sein, dass es wirklich Unterschiede gibt. Ich kenne aus einem amerikanischen Link die Idee, das Filter freihändig vors Oku zu halten, das mach ich immer wieder mal, um ganz schnell zu verstehen wozu ein Filter gut ist. Mein UHC z.B. von Lumicon zeigt ein wenig mehr Kontrast, der Himmel wirkt schwärzer, das Objekt hervorgehobener, doch ich hätte ehrlich gesagt mehr erwartet, das wird dann wohl doch der O-III sein, denke ich mal.
Grüssle von Anette

Hi Thomas,
ich glaub Dir das gern, manchmal fahre ich über Passau nach Wien, dann sehe ich nachts in diesem dünn besiedeltem Gebiet was man dort erwarten könnte in Richtung Bayerischer Wald....nur kann ich da nirgends einen Stopp machen, leider....ja, mein 9-36x60 Bresser hatte ich auch dabei, aber dummer Weise nicht mit auf die Wiede geschleppt, da es spät war wollte ich die Bauersleut, die mit dem Hahn aufstehen nicht verärgern....aber mit dem Ding wäre ich gern auf der Wiese gelegen und hätte das Ganze nochmals so abgegrast..........ich hoffe dass ich beim Nächstenmal klüger bin.....Grüssle von Anette
 
Hi Anette,
danke für Deine schnelle Antwort. Ich schraube meinen Astronomik UHC immer in den ZS. Aber das Filter freihändig vors Okular zu halten ist mir neu... Werde ich mal ausprobieren :)
 
Liebe Anette,

es ist am besten, den Nordamerikanebel als erstes mit dem Fernglas aufzusuchen. Da dieses Objekt sehr groß ist, verliert man sich im Fernrohr schnell. Ein 10x50-Fernglas zeigt jedoch auf jeden Fall den Golf von Mexiko und Lateinamerika sehr deutlich. Wenn man das einmal erkannt hat, fällt es auch im Fernrohr leichter. Ein einigermaßen vernünftiger Himmel ist freilich Voraussetzung.

Der Zirrus-Nebel gewinnt sehr durch den Einsatz von Nebelfiltern (UHC für kleine Instrumente und O-III für größeres). Auch NGC7000 wird durch das O-III deutlicher.
 
Hallo Anette,

tja....was hast Du falsch gemacht?
Eigentlich gar nichts bis auf wohl etwas zu hohe Erwartungen und doch, da geht auch mehr.
Zum Einen denke ich, dass Du etwas zu schnell bist. Man muss sich schon recht viel Zeit nehmen, um sich in Objekte wie Cirrus und Nordamerika "einzulesen", auch mit Filter.
Ich habe ja nun auch den 102/500er als Richfieelder auf dem 8-Zöller sitzen und ich kann mich unter gutem Himmel sehr begeistern, was das kleine Farbwerferchen zu zeigen in der Lage ist.
Die Diskussion um "Deinen" Filter ist ja noch taufrisch und ja, es ist ein guter Filter, aber unter gutem Himmel kommt der harte Baader O III mit dem kleinen Gerät und großer AP nun mal besser.
Trotzdem sind auch im UHC sehr viele Details da und auf jeden Fall muss man sich längere Zeit mit den Objekten beschäftigen, wirklich hinsehen, auch ein wenig "fieldsweeping" (wackeln) betreiben um die Details auch zu erfassen.
Dann sind eben Cirrus komplett in einem Feld mit den hellsten Komponenten des Mittelteils oder Nordamerika und Pelikan in einem Feld mit den 102/500er drin, wie ich auf dem diesjährigen ATB bei 6 Mag Himmel wieder einmal eindrucksvoll erleben und auch mehreren kritischen Mitbeobaschtern zeigen konnte.
Nicht aufgeben Anette, "learning by doing" ist das beste und nie endende Konzept aller Hobbyastronomen.

CS
*entfernt*

 
Hallo Uwe und Günther, auch Euch sei Dank! Ach mir fehlen nun die Berge bzw. deren Himmel (die aber auch) noch mehr....einmal im Jahr vielleicht....ja, also mein Kleiner ist schon O.K. die AZ-3 stößt aber so an ihre Grenzen wenn´s nach oben geht, das ärgert schon arg.....wie hast Du lieber Günther den denn aufm Dobsi geschnallt? Kommst Du da noch rum ohne gleich oben drauf zu sitzen? Oder hast Du ne geignete Monti für beide? Ich habe nun erfahren, dass ich wohl einen Breitbandfilter habe, der soll wohl für kleinere Vergrößerungen ganz gut sein, habe ich dann irgendwo mal gelesen, also nicht ganz so schlimm fürs ERste.....aber ich bin Dobsiverseucht.

Grüssle von Anette
 
Hallo Anette,

schau Mal da

http://freizeitorientiert.de/Astro/Gallery/Starparties/ATB2007/atb2007_IMG12624.htm

bei "Schickos" schönen Bildern vom ATB. :applaus:

Grob gesagt habe ich eine klemmbare Höhenlagerung. Die Skywatcher (hochtrabend)"Friktionsgriffe" habe ich modifiziert, der regulierbare Andruck wird auf eine größere Fläche (Höhenräder) verteilt und gleicht das Ungleichgewicht von gut 2 kg aus. Das Ganze läuft mit Teflon/Ebonny. Die wenn Du genau hinschaust sichtbaren Vorspanngummis (Fahrradgepäckbänder) heben sich in Normalstellung in der Wirkung gegenseitig auf und helfen nur bei extremer Zenit- oder Horizontbeobachtung etwas mit.

Das Ganze sieht recht übel aus, wird aber demnächst mit einer auch optisch zur EQ-Plattform passenden Rockerbox gesellschaftsfähig gemacht. Dabei hoffe ich auch, die Bänder "einsparen" zu können.

CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,
ich kann nur staunen, Respekt, diese Bilder haben mir viel Spaß bereitet...durch diese Rumbastelei kommt die Menschheit weiter, viele Ideen verbessern ständig unser technisches Leben....super...........Danke für den Link und Grüssle von Anette
 
Hi Anette,

ich denk, es sind weniger die 4" als die fehlende Vergrößerung! 26mm macht ja bei f=500 nur 19-fache Vergrößerung, da bleibt viele klein. Und 70x bei 7mm ist sooo viel auch noch nicht.
Mir gehts mit meinem 102/500 da ganz ähnlich, drum hab ich immer ne 2xBarlow mit dabei.

Gruß

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

[Farbe:orange]DANUBIA[/Farbe] - [Farbe:1070FF]OBSERVATORIUM[/Farbe]

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de

 
Hallo Markus,
meine Erwartungen waren in der Tat sehr hoch, weil ich mir einbildete, dass mir ein brillianter Himmel auch in einem Kleinen Rohr mehr Details zeigt....die Dinge erscheinen ja nicht grösser sondern eben schärfer.....die Barlow wäre da ein Zugewinn gewesen, warum hatte ich eigentlich nich mit dabei............wenn man mal Öffnungsverseucht ist, kann sich mit fast nichts mehr zufrieden geben, was kleiner ist, es sei denn man hat beide nebeneinander und nutzt den direkten Vergleich.......mir geht es leider so...welche Erfahrungen hast Du so mit diesem Gerät Markus?
Grüssle von Anette
 
Hallo Anette,

ich benutz den 102/500 entweder zum Fotografieren oder aber hin und wieder für Richfieldgeschichten. Oder eben als Reiseteleskop: ist kürzer wie der Optimus und hat deutlich mehr Öffnung.

Meist hab ich als übersichtsokular mein 14,5mm Erfle benutzt, und ein 10mm als deep-sky-Okular, welches ich bei bedarf noch gebarlowed habe auf quasi dann 5mm.

Nun ja, damals hatte ich mein 7,5mm Speers Waler nicht.

Aber ich finde, es ist gar nicht das Lichtsammelvermögen, vielmehr muß man sich an die niedrigen Vergrößerungen mit 500mm Brennweite immer erst ein wenig gewöhnen, wenn man normalerweise in der 1 bis 1,2-Meter-Klasse erwegs ist. Drum hab ich auch das 10er und das 10er + Barlow im Urlaub oft im Einsatz, weil viele Obejtke brauchen 100x für den nötign Kontrast. Bei 20x muß der Himmel schon verdammt gut sein, daß der Okularhintergrund schwarz bleibt und net dunkelgrau wird. Ab 35x bis 40x wird das aus meiner Erfahrung raus schon deutlich besser.

Mir war mein 26er fast schon zu "langbrennweitig", so daß ich es im Urlaub kaum benutzt habe.

Gruß

Markus


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Markus A. R. Langlotz
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Ciao,

na selbst wenn das Teleskop zu klein war, die Begeisterung war's jedenfalls nicht :-)

Eine 4" Kiste ist eben kein Megagerät für Deepsky. Da darf man nur Übersichten erwarten - und entsprechend muss man es eben auch einsetzen ! Klar auch, dass der Cirrus klein bleibt, die Grösse hängt ja direkt an der Brennweite. Halbe Brennweite, halbe Grösse. f/5 bei Deinem Skywatcher ist ja eigentlich nicht so schlecht. Technisch gesehen ist ein OIII für Nord.am.nebel auch besser.

Ausserdem Du warst halt doch im Tal (Alpen hin oder her). Die Berichte aus den Alpen stammen aber von Leuten die sich auf 2-3000m hochschwingen (DAS ist *Hoch*-gebirgshimmel, nicht im Tal !). Da ist alles natürlich nochmal besser - und sie haben typischerweise grosse Tüten in 12-20" dabei. Da sieht man natürlich mehr.

Meiner Erfahrung nach bekommt man wirklich foto-artiges (aber nicht in Farbe !) Aussehen erst in den ganz grossen Tüten (16-20") (kommt natürlich auf's Objekt an). OK bei erstklassigem Hochgebirgshimmel auch schon ab 10"-12" vielleicht. Für das was Du sehen möchtest, und wie deine Erwartungen liegen, brauchst Du einen guten Himmel UND mindestens einen 8" f/4...f/5 oder sowas (Newton, Dob) + OIII. Dann wirst Du wahrscheinlich recht zufrieden sein...

Vielleicht noch was - ich weiss nicht ob das Dich relevant ist, aber könnte ja sein: Zeit lassen ! Man sieht erst nach längerem Hinsehen alle Details. Es geht ja geradezu darum, auszuloten, was man - mit dem was man hat ! - maximal sehen kann.

Ausserdem: Du wohnst doch irgnedwie bei Stuttgart oder so: Häng Dich doch mal an die Jungs+Mädels hier:
http://www.space-agents.de/
...und verabrede Dich mal zum gemeinsamen Beobachten im Nordschwarzwald (ein Stück westlich von Pforzheim, gibt es sehr guten Himmel). Dann brauchst Du keine Alpen erstmal...

Schöne Grüsse + noch viel Spass,
Peter





 
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Jo, also das kann ich nur bestätigen. Ich selber wohne seit etwas über einem Jahr in der Schweiz. In den Tälern kannste es fast schon vergessen. Viel zuviel Dunst. Meistens fahren wir auf 1'400-1'600m hoch, wenns es Sommer ist gerne auch auf 2'000-2'200m (Sustenpass, Gurnigel oder Simplon). Da hat man dann natürlich nen Hammer Himmel. Vorallem ist die Lichtverschmutzung noch kaum ausgebreitet. Der Susten gehört mit zu den dunkelsten Gebieten in der Schweiz. Unter 6m0 fangen wir da nicht an. :-) Wenn ich daran denke, vorher habe ich in NRW bei Bielefeld gewohnt. Der reinste Kulurschock. :-)
 
Hallo Dennis und Peter,
ja, das mit dem Talseeing stimmt bestimmt, für mich armes Würstel war das fürs Erstemal schon zuviel, was wäre nur passiert, wenn ich oben am Weissensee beobachtet hätte, es hätte einer ne Baare hinter mir aufstellen müssen! Ich hätte sooo gern mehr Zeit gehabt, doch war ich auch zu kaputt von dem Herumwandern........wenn ich je allein entscheiden kann URlaub zu machen, dann penne ich tagsüber und mach NAchts mei Sach!!!

Für den Link tausend Dank. Nur ich habe doch kein Auto! Sitz fest wien Baum, hin und wann fahren mich aber Familienmitglieder zum Superschnellspechteln in die Pampa um die Ecke.
Grüssle von Anette
 
Hallo,

also bei uns gibts die Milchstraße zum Glück noch, habe die erst vor einigen Tagen bei mir über`m Schrebergarten (Dorf in Anhalt) in ganzer Schönheit gesehen ....

Aber ich denke, die wird bald auch woaanders wieder öfters zu sehen sein, da die Strompreise immer mehr anziehen und Licht verplempern zu teuer wird.

Gruß.
 
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