Imaging Train am Newton

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KopyM

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Hallo!

Da ich nur gelegetlich fotografiere und eher bescheidene Erfahrungen damit habe, wolle ich euch mal fragen, wie der Imaging Train bei euch aufgebaut ist.
Vor allem interessiert mich, ob man bei der Reihenfolge etwas falsch machen, bzw optimieren kann oder ob es egal ist.

Ich habe folgende Reihenfolge:
OAZ -> Komakorrektor -> Gewindeadapter M48 auf T2-> OAG -> Filterrad -> Abstandshalter (um auf den korrekten Abstand zum Komakorrektor zu kommen) -> Tilter -> Kamera

Wo in diesem Imaging Train würdet ihr da noch eventuell eine Barlow einsetzen?

Danke im Voraus für euer Feedback!

CS,
Martin
 
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Mit Komakorrektor eine Barlow?
Wird nicht funktionieren, wegen dem Abstand und Fokus.

Ohne sollte das funktionieren Gibt ja z.b von APM eine Komakorrigierende Barlow Linse.

Die Barlow vergrößert ja nur den Bildausschnitt bei kleineren Sensoren sollte da kein komakorrektor nicht mehr notwendig sein?

Gruß
Vincent
 
Hallo Martin,

ich habe für meinen Skywatcher 200PDS OAZ mir im 3D Druck einen komplett verschraubten "Imaging-Train" konstruiert. Dadurch rutscht der Baader Komakorrektor noch etwas weiter in Richtung Fangspiegel. Das führt dann dazu, dass im Fokus das OAZ-Rohr so weit wie irgend möglich aus dem eigentlichen Newton Tubus (her) ausgefahren ist. Zusätzlich wird der ganze Adapter mit den roten Schrauben außen am OAZ Rohr zusätzlich gegen verdrehen gesichert und zusätzlich stabilisiert.

20220731_105130.jpg

Die Reihenfolge ist bei mir ähnlich. Allerdings habe ich keinen OAG, ich guide nicht sondern verwende einen Pegasus Falcon Rotator dessen "De-Rotations" Funktion ich nutze um die AltAz Montierungs bedingte Bildfelddrehung auszugleichen. Da ich EAA mäßig arbeite setze ich nur ungekühlte Kameras ein und komme sehr gut mit einer händischen Filterschublade aus.

Für den Reducer-Komakorrektor der im Skywatcher Quattro 150P zum Einsatz kommt, habe ich für den eigentlich nicht verschraubbaren Skywatcher Reducer-Komakkorektor eine verschraubte Variante konstruiert. Auch wieder tiefergelegt um das OAZ Rohr möglichst wenig im Tubus-Inneren zu haben und mit Rändelschraben zusätzlich gesichert und stabilisert.

quattrina_3D-Adapter_Skywatcher_Reducer-KK-01.jpg

Ich verwende auch eine 1,5x APM Barlow mit Komakorrektor. Die eigentlich auch nicht verschraubbare Barlow habe ich ebenfalls mit einer 3D-Konstruktion verschraubbar gemacht. Da bin ich aber "Evoulotions-mäßig" noch auf händischen Rotator mit integrierten Filtergewinde. Diese Barlow Kombination habe ich früher oft an meinen 650mm Skywatcher 130PDS eingesetzt um damit auf 975 mm Brennweite zukommen.

APM-Barlow-Adapter-3D-01.jpg

Da hat sich dann schon ein richtiges Ofenrohr auf Grund des nötigen langen Abstands zwischen der Barlow und Kamera ergeben.

APM-Barlow-Adapter-3D-02.jpg

Inzwischen habe ich auch eine Komakorrigierende Gerd Düring Barlow mit 2,7x für Planeten im Einsatz. Auch für diese habe ich eine verschraubbare 3D Konstruktion. Da hatte ich zuerst Probleme herauszufinden wie überhaupt und vor allem wie rum man diese Barlow einsetzt. Aber Dank Unterstützung durch den Barlow Konstrukteur @Gerd_Duering der hier auch Forums Mitglied ist, konnten meine Probleme mit Hilfe eines Theads hier im Forum schnell geklärt werden. Danke an dieser Stelle noch Mal an Gerd! Da habe ich aber erst immer noch einen reinen 3D-Druck Prototypen am Start.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo!

Vielen herzlichen Dank für eure Rückmeldungen und vor allem ein großes DANKE an Ewald für die sehr ausfühliche Beschreibung zur Umsetzung Deines Setups. Ich finde es großartig und äußerst interessant, dass Du Dir die Teile individuell für Dich selbst gedruckt und so das System praktisch auf das Maximum optimiert hast. :y:

CS,
Martin
 
Hallo Martin,

Dein Image-Train passt ja erstmal soweit. Interessant wäre nun das Instrument und die Kamera bzw. das damit erzielte Sampling. Was willst Du mit der Barlow erreichen?
Der limitierende Faktor auf Erden ist unser lokales Seeing. Es "vermatscht" sozusagen unsere Details. Eine Barlow wird Dir den "Matsch" dann nur vergrößern, aber es kommen keine weiteren Details zu Tage. Das war bildlich, konkret schiebt Dir die Barlow das Sampling weiter Richtung Oversampling.
Ein Crop des Bildes kann hier deutlich zielführender sein.

Daniel Nimmervoll hat mal ein schönes Video zum Vergleich der Lacerta GPU zur APM komakorrigierenden Barlow und der erreichbaren Detailgüte gemacht.

Kleines Gedankenspiel am Rande:
Wenn müsste die Barlow eine 2" im OAZ stecken und der Komakorrektor in dieser. Nun nehmen wir mal ein F5 Instrument an und eine 2x Barlow, landest Du bei F10. Da ist von Koma nicht mehr sooo viel zu sehen, sodass man es ohne Korrektor versuchen könnte. Versuch macht klug.

CS, Ralf
 
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Hallo Martin,

die wichtigste Info für uns hast du vergessen. Welche Kamera ( DSLR/ Mono/..., welche Optik hängt davor und wie ist das Öffnungsverhältnis.
Komakorrektor brauchst du am Newton. Die Komakorregierende Barlow verlängert dir deine Brennweite um ca. das dreifache. Damit wir deine Optik entsprechend lichtschwach und du muss länger belichten. Das dann bei der dreifachen Brennweite sauber nachzuführen ist dann eine Herausforderung.
Die Düring-Barlow benötigt einen intrafokalen Abstand von 105mm. Ansonsten im einfachsten Falle:
Filter( z.B. Idas) + Komakorrektor + Adaption zur Kamera ( passender Abstand Korrektor / Sensorebene)

Du hattest das bei dir auch schon richtig beschrieben. Allerdings passt gelegentlich fotografieren, Filterrad, OAG... nicht so richtig zusammen.
Mono Aufnahmen zu erstellen und zu bearbeiten ist deutlich aufwendiger im Vergleich zur DSLR oder Farbastrokamera. Da ist der Weg zum guten Foto deutlich steiniger und länger.

Gruß Thomas
 
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