In zwei Stunden sechs Objekte (Saturn, u.a.)

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aths

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Ort: Stadtrand von Wismar.

Datum: 4.10.2003, ca. 22:50 - 0:50 Uhr.

Optik: Vixen ED-Refraktor, 102 mm Öffnung, 920 mm Brennweite. Okulare: LV-Okulare 25 mm, 9 mm, 7 mm. Vixen Standard-Zenitprisma 1,25". Fernglas Eschenbach 10x40.

Bedingungen: Anfangs tiefer Mond (ca. 60% voll), Bodennebel bzw. -dunst, nicht so heftig blinkende Sterne, im Großen und Ganzen ziemlich freier Himmel jedoch mit einigen Wolken, Licht von den Fenstern eines nahen Wohnheims und von Laternen in der Nähe.

Besonderheiten: Beobachtung in einer größeren Gruppe. So viele Objekte in einer Nacht, wie noch nie. Das erste mal Saturn mit dem ED gesehen. Mars so gut wie noch nie. Vorzeitiger Abbruch der Beobachtungnacht, weil den Teilnehmern zu kalt wurde (dabei hatte ich vorher gewarnt...)


Viele Leute, viele Objekte, es gibt viel zu erzählen, also nicht viel der Vorrede: Ich fragte drei Leute aus meinem Matrikel ob sie Lust hätten, zwei sagten zu und brachten jeweils noch zwei weitere mit, so dass wir insgesamt sieben waren. Die meisten hatten noch nie durch ein Fernrohr geschaut... Rechtzeitig sammelte ich das Zubehör zusammen, stellte schon mal die Tubustasche auf den Balkon damit das Fernrohr Arbeitstemperatur erreicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> und freute mich auf die kommenden Beobachtungen. Übrigens ist das die erste Nacht gewesen, wo beide Klappstühle unten waren (sonst immer nur einer.)

Aufbau des Fernrohrs, und ein Versuch, einzunorden. Hierfür stellte ich vorher zuhause extra noch die Polhöhe nach. Letztlich genügte mir eine grobe Ausrichtung. (Mit der Polsucher-Beleuchtung sah man btw keine Sterne mehr...) Jetzt musste noch die vergessene Taukappe geholt werden, dabei nahm ich auch den ebenfalls vergessenen Karkoschka und die drehbare Sternkarte mit. Diese Literatur würde ich allerdings kaum brauchen, denn was auf dem Programm stand war ja auf den drei Karten verzeichnet, die mir "Cartes du Ciel" druckte. (Die Karten zeigten jeweils den kompletten Himmel, jedoch für unterschiedliche Uhrzeiten.)

Das Rohr aufgesetzt, das Zubehör adaptiert, mit dem Fernglas Richtung Mars geschaut: Das sollte das erste Objekt des Abends sein. Vorher meinte ich noch, es gäbe heute Nacht so viel zu sehen, das sei gar nicht alles zu schaffen. Das brachte mir mutige Bemerkungen ein, das Durchhaltevermögen nachts im Freien betreffend. Jemand beobachtete inzwischen eine Sternschnuppe, die mir leider entging. Ist überhaupt Sternschnuppenzeit? Naja, sowas kann ja praktisch zu jeder Jahreszeit vorkommen...

Die Sucherjustage kam noch einigermaßen genau hin. Rohrpeilung, Sucher, LV25, mit diesem 3-Schritte-Programm fährt man ganz gut. Der Kriegsgott zeigte sich aufgrund seines niedrigen Standes wenig detailreich. Dunkelgebiete waren zu erkennen, aber keine Polkappe, die atmosphärische Refraktion verschluckte offenbar eine Menge Details. Die Gruppe schaute den Mars an, und war mäßig begeistert. Nicht jeder erkannte auf Anhieb die Dunkelgebiete, die mir förmlich ins Auge sprangen.

Es wurde gefragt, was der Nebelfleck da im Himmel sei. Das fragte ich mich auch, schaute durchs Fernglas und erkannte das Siebengestirn natürlich sofort. Im gleichen Zuge war ich einmal mehr von den Plejaden überwältigt: Da stehen sechs, sieben helle Sterne zusammen. Das Fernglas wurde herum gereicht und ich achtete darauf, dass sich das jeder mal durchs Glas ansieht. Einige guckten auch auf den Mond damit und erkannten bereits Krater. Ab jetzt werde ich immer auch das Fernglas mitnehmen.

Um die Stimmung weiter zu heben, peilte ich nun mit dem Teleskop den Mond an.

"Da braucht man ja 'ne Sonnenbrille" meinte ich bei 37x, was mir sofort abgekauft wurde, da unser Trabant im Okular offenbar einen sichtbaren Lichtfleck auf dem Auge erzeugte. Der Mond war etwa zu 60% voll. Wie erwartet, faszinierten die Krater am Terminator jeden. (Ebenso klagte jeder über "den hellen Fleck" auf dem Auge, nachdem er guckte. Die Dunkeladaption war wirklich erst mal hin.) Ich erhöhte die Vergrößerung nun auf 102x. Wäre ich alleine, wären erst mal in aller Ruhe die Kraterlandschaften betrachtet worden. Nun aber guckte eben jeder mal durch und staunte noch mal. Wegen der hohen Vergrößerung und der folglichen schnellen Wanderung am Himmel musste ich hin und wieder das Objekt neu einstellen. Dabei reichte es dank der groben Einnordung, im Prinzip mit einer Welle auszukommen...

Übrigens war das etwas fummelig, wenn der Tubus gedreht wurde, waren die Nachführ-Wellen, bzw. Stangen- und Knöpfe auf der falschen Seite. (Nachdem sich die biegsame Welle löste verzichtete ich auf neuerliches Befestigen und nahm die Stange. Deklination führte ich halt per Knopf nach.) Mehrfach musste ich den Tubus auch radial drehen. An dieser Stelle die Bemerkung, dass ich vorher eine Art "Fernrohr-Einweisung" druckte und jedem zum Lesen gab und dort u.a. über den Augenabstand der LV-Okulare aufklärte. Die mechanische Bedienung übernahm ich jedoch komplett.

Wie sollte es mit der Astro-Tour nun weitergehen? Ich guckte durch das Fernglas zu Mizar und beschloss: "Keine Experimente" und stellte den mittleren Deichselstern des Großen Wagens im Fernrohr ein. Der Doppestern-Renner in jeder Nacht... Jeder guckte und sah über Mizar auch Alkor, das Reiterlein... Mizar selbst ist ja auch noch mal ein Doppelstern, was einige auf Anhieb erkannten. Das Teleskop richtete ich dann auf die Plejaden. Natürlich reicht ein Feld von 1,3° für den Überblick nicht aus, man sah aber trotzdem "viele helle Sterne", was zumindest mich begeisterte. Ich fuhr das Feld ab. Vom Reflektionsnebel natürlich keine Spur. Trotzdem beeindruckend, immer aufs neue. (Egal ob im 8x30 meines Vaters, im "Revue" 60/700, jetzt im 10x40 oder im Teleskop.)

Was nun? Also doch mal in den Karkoschka und auf die Cartes-du-Ciel-Karten geguckt. Und überlegt. M57? Der untergehende Mond verzog sich hinter Wolken, gut. Wo müsste man jetzt suchen? Etwas gewartet und auf bessere Dunkeladaption gehofft. Dann Leier anhand des hellen Hauptsterns und dem charakteristischem "Kasten" gefunden. Aber die Leier stand über dem Wohnheim, der Himmel war dort besonders hell. Hat das dann überhaupt einen Zweck? Ich rührte etwas im Himmel herum, bis die beiden unteren Kastensterne im Sucher waren, zentrierte die Halbierende und sah bei 37x nach: Dort ist er ja, der Rauchkringel. Schwach, indirekt aber deutlich. Hmmm, lohnt eine stärkere Vergrößerung? Reicht der Kontrast? Probieren geht über studieren... Tatsache!! Durch die kleinere AP war ja auch der Himmel dunkler, der Kontrast reichte für schwache Erkennbarkeit bei direktem, und deutliche Wahrnehmung bei indirektem Sehen.

Natürlich war der Ringnebel für einige problematisch, letztlich sah aber jeder was. Das generelle Problem in der Gruppe war, dass jeder sofort was sehen wollte. Beim Ringnebel muss man aber schon die Ruhe mitbringen, und entspannt "vorbei gucken". Wie das geht, versuchte ich zwar zu erklären, aber letztlich muss die Technik jeder selbst für sich lernen. Für mich war's die dritte Sichtung des Ringnebels, trotzdem beeindruckte der Rauchkringel aufs neue. Jemand verabschiedete sich inzwischen, nachdem ich ihn noch als ersten M57-Beobachter (nach mir, natürlich) "einteilte". Übrigens musste man mit der Hand das Licht vom Wohnheim abblenden, sonst gab es ein Reflektion auf dem Okular, irgendwann werde ich wohl doch mal ein schwarzes Tuch kaufen. (Und am besten auch das örtliche Kraftwerk sabotieren...)

Welches Objekt jetzt? Ich hatte Lust auf Deep Sky. h+x Perseus? Im Karkoschka war der Doppelsternhaufen schnell gefunden, aber am Himmel suchte ich ihn ja schon mal vergeblich. Das sollte heute nicht riskiert werden, ich wollte was zum Zeigen anbieten können. M13? Der stand ebenfalls ungünstig über dem Wohnheim, aber wenn der Ringnebel schon so gut funktionierte... nun müsste man nur noch den Herkules finden. Das war schwieriger als gedacht. Nur die rechte Hälfte war vernünftig zu sehen. Leider war der Kugelsternhaufen nicht zu finden. Sehr viel Geduld brachte ich dafür aber auch nicht auf. Wenigstens war der Mond inzwischen weg.

Nur die Ruhe! Ich sah mich um. Da gabs einen ruhig strahlenden Punkt. Schon Saturn? Die Himmelsrichtung könnte stimmen... also das Rohr geschwenkt! Schon bei 37x den Ring gesehen. Saturn. Endlich! Hochvergrößert, leider habe ich im Moment nur Okulare für bis zu 131x. Das war angesichts des niedrigen Standes aber schon zuviel, also mit 102x gearbeitet. Zunächst guckte ich selbst. Minutenlang. Das Seeing war fürchterlich, kein Wunder. Von der Ringteilung keine Spur. Die "Bauchbinde" schien aber sichtbar. Kann das sein, oder war das eine optische Täuschung? Na nun sollten auch mal die anderen gucken...

Selbstverständlich gabs in der Gruppe entsprechendes Hallo. Trotz des Luftzitterns. Allerdings hatte einer Probleme, er sah nur "was Längliches" ("ein Bakterium") und "zwei schwarze Punkte". Die meisten erkannten den Ring jedoch als solchen.

Nun verabschiedete sich die Freundin meines Freundes, ebenso die Freundin der Freundin. Dass die Frauen jetzt weg waren, änderte nichts an der Weichlichkeit in der Gruppe: Bei den übrig gebliebenen mehrten sich ebenfalls die Stimmen, die auf ein absehbares Ende drängten. Ehrlich, das enttäuschte mich. Gut, trotz zwei Hosen übereinander, trotz zwei Pullover (plus Jacke) war auch mir relativ kalt, aber ohne Opfer kein Lohn. Astronomie ist nunmal kein Fernsehen (oder eigentlich ja schon, sogar im wahrsten Sinne des Wortes.) Ich zeigte auf den einen Stern (der wegen des niedrigen Standes heftig blinkte) und fragte, ob der rötliche Stern gesehen würde. "Das ist ein Stern!" wurde jetzt akzeptiert, offenbar gab es vorher eine Diskussion, was das sein soll. Ich sagte, dass das Beteigeuze sei, welcher zum Orion gehöre, und dass bald seine Gürtelsterne aufgehen würden, und man darunter den großen Orion-Nebel fände. Das konnte leider keinen so recht begeistern.

Eigentlich hatte ich Lust auf Deep Sky. Doch noch h+x? Naja, das Himmel-W steht so zenitnah, da müsste man das Stativ jetzt ausziehen und die Montierung neu in die Waagerechte bringen, dazu hatte ich dann auch keine Lust.

Uranus müsste in Marsnähe stehen. Ich peilte nochmal auf den Mars und guckte links und rechts davon nach dem Uranus. Vielleicht sah ich ihn, dann aber nur zufällig. Der Mars stand jetzt höher, und 131x offenbarte bislang ungeahnte Details. Leider war das 7 mm LV beschlagen. Das führte zu einem großen Reflex auf der Augenlinse. Ich guckte einfach da durch und staunte. Die Kreisfläche waberte kaum noch. Der Planet offenbarte seine Dunkelgebiete nicht mehr nur als verschwommene Flecken, sondern schärfer abgegrenzt. Jetzt wäre da viel mehr noch drin als nur 131x, ich schätzte die sinnvolle Vergrößerung auf 170x oder höher. Immerhin war "unten", etwas rechts, noch der Polkappenrest auszumachen. Die Farbgebung insgesamt erinnerte mich an Marsfotos. Das verschlug mir den Atem. Und diese Details... Blickweise hatte ich einen tollen Mars. Ja ich sah den Mars und nicht nur diffuse Flecken im Waber-Waber. Die beste Zeit während der Opposition verpasste ich ja leider, weil der Händler es da verdusselte, mir die eingeschickten verkanteten Reduzierringe rechtzeitig zurückzusenden. Wieviele Millionen Kilometer ist der Mars eigentlich schon wieder weg? Eins ist mal fakt, die nächte Opposition wird kommen, und dann werden keine Kosten gescheut, dem Mars mit 200x zuleibe zu rücken.

Das 9 mm LV war noch nicht beschlagen, aber beim Mars brauchts Vergrößerung! Ich muss mir was gegen das Beschlagen der Okulare einfallen lassen...

Nun sollte noch mal zum Abschluss — es wurde schon gedrängelt — der Saturn rein, der inzwischen etwas geklettert war. Das Bild war erwartungsgemäß besser, und der früher die größten Probleme hatte, lobte jetzt am meisten die Klarheit. Aber ich war enttäuscht, da es die Cassini-Teilung nicht mal blickweise gab. Das Bild waberte noch immer. Der Ringschatten (der Ring ist im Moment wohl recht weit geöffnet?) war drin, die Bauchbinde bildete ich mir zumindest ein, ebenso ein dunkleres Polgebiet.

Mit dem bloßen Auge guckte ich nun nochmal nach oben. Dann mit dem Fernglas in die Milchstraße. Ich war hingerissen, die Begeisterung der meisten anderen wurde offensichtlich von der Kälte überlagert und sie nervten mich mit Bemerkungen. Also Abbau. Die Taukappe war recht fest, mit etwas Drehen ging es dann aber. Ich sammelte die Kappen für die Okulare von der Stativ-Abstellplatte, und packte alles zusammen. Zuletzt wurde noch mal mit der Taschenlampe rundum über den Rasen geleuchtet, um zu gucken, ob irgendwas übersehen worden wäre.

Wieder oben schrieb ich das Gerüst dieses Beobachtungsberichtes, einiges wurde wegen meiner plötzlich sehr starken Müdigkeit aber nur stichpunkthaft notiert. Imo sollte man seine Eindrücke sofort aufzeichnen, da man sonst wohlmöglich wichtige Details vergisst. Nach der (wohlverdienten) Nacht und dem Brunch formulierte ich den Text dann aus.

Fazit: Immerhin sechs Objekte in zwei Stunden gesehen. Leider keines besonders ausführlich, und nichts, was ich nicht vorher schon mal durch ein Fernrohr gesehen hätte. Die Gruppe war dafür einfach zu groß. Für solche Gelegenheiten wäre eine Goto-Montierung natürlich ideal, dann könnte man noch viel mehr Objekte in der Zeit zeigen. Ich für mein Teil möchte mir den Himmel allerdings erarbeiten, und die Objekte selbst finden. Alles in allem trotzdem ein Erfolg: Einige, die noch nie durch ein Fernrohr schauten, sahen nicht nur den Dauerbrenner "Mond", sondern auch zwei Planeten, einen Doppelstern, einen PN, und einen offenen Sternhaufen.

Meine persönlichen Ambitionen gehen natürlich in Richtung Planeten, aber endlich mal unter guten Bedingungen, außerdem möchte ich bislang ungesehene Deep-Sky-Objekte finden. Das wird schon noch werden.
 
Hallo Aths,
Schöner Bericht! Jaja, die Quengelei der ungeduldigen und kälteempfindlichen Mitbeobachter kenne ich leider auch nur allzugut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Dein Bericht macht mir ja richtig den Mund wässrig-seit fünf Tagen sitze ich unter Wolken fest und muss zusehen, wie mir der Mars ungenutzt davonrast <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> .
Gruß und cs, Gardalon
 
Hallo aths!

Toller Bericht!
Mich wundert aber, dass du den Doppelhaufen nicht erwischt hast. Der ist ja nämlich schon im Sucher gut zu sehen, im Teleskop bei ca. 60x einfach nur schön <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Ein weiterer schöner Doppelstern ist auch Albireo im Schwan. Besonders der Farbunterschied gelb-blau macht ihn besonders sehenswert!
 
Hallo aths,

sehr nachvollziehbar, Dein Bericht: da will man 'was zeigen, aber es steht noch nicht hoch genug oder befindet sich gerade hinter einem Haus oder einer Wolke <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Leider keines besonders ausführlich, und nichts, was ich nicht vorher schon mal durch ein Fernrohr gesehen hätte
Das ist auch gut so; das Einstellen der Objekte darf nicht lange dauern, sonst wird's den Leuten schnell langweilig.
Schöne Objekte "für's Volk" sind auch noch M27 (einfacher als der Ringnebel) und M31: die Galaxie ist immer der Knaller - und wenn man dann noch 'was von Millionen Lichtjahren und hunderten Milliarden Sternen faselt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
dann könnte man noch viel mehr Objekte in der Zeit zeigen
Das ist imho gar nicht notwendig, da die meisten Leute schon nach ein paar Objekten den Überblick verlieren; auch sind 2 Stunden in der "Kälte" für einen "zivilisationsgeschädigen" Menschen schon eine Menge Holz.
Ich finde es besser, einige wenige Objekte (z.B. eines aus jeder Objektklasse) zu zeigen, aber dafür die Leute auf Details hinzuweisen und zum genauer hinschauen zu animieren.

Gruß
Stefan
 
Hi Aths,

na, nun hat es ja endlich geklappt mit Saturn. So langsam wird es ja! Ich würde Dir aber noch ein sehr schönes und meiner Meinung nach ganz ausgezeichnetes Buch für die nächtlichen Exkursionen gerade mit kleinerer Öffnung ans Herz legen: den schon oft zitierten

Deep Sky Reiseführer von Stoyan;

zusammen mit dem Karkoschka kann man da fast keine Objekte mehr verfehlen! Neben guten Beschreibungen gibt es dort auch gute Aufsuchrouten!

CS und ruhige Spechtelabende

Wolfgang
 
Jaja, die Quengelei der ungeduldigen und kälteempfindlichen Mitbeobachter kenne ich leider auch nur allzugut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Nachträglich ist zu sagen, dass wohl doch alle recht beeindruckt waren. Allerdings könnten sich wohl die wenigsten vorstellen, dass es Freude machen kann, erst mal per Starhopping Objekte zu suchen und sich auch beim Nichtfinden nicht generell entmutigen zu lassen.

Mich wundert aber, dass du den Doppelhaufen nicht erwischt hast. Der ist ja nämlich schon im Sucher gut zu sehen, im Teleskop bei ca. 60x einfach nur schön <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Ich suchte damals an der falschen Stelle. Wenn das Wetter mitspielt, klapper ist erst mal eine Liste heller DS-Objekte ab, die ich noch nicht gesehen habe, um mein Repertoire zu vergrößern. Albireo z.B. hatte ich schon mal gesucht, vergeblich allerdings. Das heißt ein Doppelstern stand unter "Beta-Cygni-Verdacht" aber die Zeit drängte beim First Light <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> das ja auch in einer Gruppe stattfand.

 
Das ist auch gut so; das Einstellen der Objekte darf nicht lange dauern, sonst wird's den Leuten schnell langweilig.
Eben, eben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Mein Gerede über die Beschaffenheit / Entfernung der Objekte versuchte ich eigentlich in Grenzen zu halten, die Bilder sollten wirken. Für die nächste Session in einer Gruppe rechne ich aber wohl mal einige Entfernungen um in die Zeit die man mit einem Auto bräuchte was 200 km/h fährt...

Das ist imho gar nicht notwendig, da die meisten Leute schon nach ein paar Objekten den Überblick verlieren; auch sind 2 Stunden in der "Kälte" für einen "zivilisationsgeschädigen" Menschen schon eine Menge Holz.
Noch habe ich lange nicht das Gefühl, mein Fernrohr ausgenutzt, also optisch ausgereizt zu haben. Da ist bestimmt mehr drin als zwei helle Planeten und M57.


Hallo starwolf,

ja der Saturn war drin, und trotz des miesen Seeings detailreicher (und farbiger, also gelber) als noch im Revue 60/700, aber er war nicht so "ausgestanzt" wie erhofft, und wie gesagt von der Ringteilung keine Spur. So kommt mir der Saturn natürlich nicht davon.
 
Hallo aths,
Noch habe ich lange nicht das Gefühl, mein Fernrohr ausgenutzt, also optisch ausgereizt zu haben. Da ist bestimmt mehr drin als zwei helle Planeten und M57.
Aaaaarrrrgh! Da haben wir uns falsch verstanden: ich meinte, daß es wenig Sinn macht, den Gästen (die vielleicht das erste Mal durch ein Teleskop gucken) mehr als eine Handvoll Objekte zu zeigen.

Mit 100mm Öffnung sind zumindestenst alle Objekte aus dem Karkoschka- und dem Deep Sky Reiseführer sichtbar. Selbst Messier hatte maximal ein 100mm Teleskop zur Verfügung und das war sicher kein ED!

Gruß
Stefan
 
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