ISS beobachten

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo,

nachdem ich über die ISS in letzter zeit näher recherchierte, da ich einen vortrag in der schule über dieses thema halten werde, kam mir die idee eine eigene beobachtung mit dem teleskop vorzunehmen: nun suche ich eine möglichkeit die ISS zu beobachten und wenn möglich auch nachzuführen. da sie allerdings sehr schnell ist stelle ich es mir sehr schwer vor sie nachzuführen. also meine frage: weiß jemand, wie es möglich ist sie nachzuführen und kann mir ratschläge für die beobachtung geben.

MfG Dominik
 
Hallo Dominik,

nachführen auf die ISS ist mit einiger Übung gar nicht so schwer. Und üben kann man einfach in der Dämmerung an Flugzeugen, die kommen viel öfter vorbei ;).

Am einfachsten dürfte es mit einem Dobson gehen, da ist man in der Bewegung recht frei. Oder mit einem kleinen Refraktor. Beweglichkeit ist weit wichtiger als Öffnung, die ISS ist überraschend groß.

Bei meinem Newton 200/1000 auf ADM stelle ich einfach die Polachse nicht auf den Himmelspol, sondern quer zur Flugbahn, damit ich nicht zu sehr behindert bin. Einstellen mit Leuchtpunktsucher ist kein Problem, dann halte ich das Rohr vorne und hinten und führe völlig frei nach (wie bei einem Dobson) bei fast offener Klemmung. Zumindest 70% der Bilder mit der Spiegelreflexkamera zeigen die ISS, aber die Technik ist nicht optimal. Vor allem wackelt die Montierung beim Nachführen zu stark. Zum Beobachten gehe ich bis etwa 120 fach, da wird es aber schon anstrengend.

Achtung: Das Okular (oder die Kamera) muß vorher scharfgestellt und geklemmt sein (am Mond oder Stern), sonst wird es nichts. Und die Helligkeit der ISS ist enorm, bei den ersten Beobachtungen hab ich immer sofort wegen der Überstahlung versucht neu scharfzustellen, das wars dann. Ein Mondfilter ist sicher keine schlechte Idee.

Herzliche Grüße und CS
Arnold

 
Hallo Dominik,

ich hab das mal vor Jahren als die ISS noch nicht so ausgebaut war, wie sie jetzt ist, mit einem 12"f/6 Dobson und einem 35mm Panoptic Okular beobachtet. Die ISS im Gesichtsfeld zu halten ist machbar, allerdings ist es nicht ganz einfach dabei auch noch konzentrierte Beobachtungen anzustellen. Immerhin konnte ich 2 sehr helle langestreckte Sonnensegel sehen welche an ihrer Schmallseite durch ein kurze Lücke getrennt waren. Wenn man das regelmäßig üben würde(z.B. an Flugzeugen) ginge vielleicht auch mehr.

CS Mike
 
Hallo,

danke für den link, die seite heavens-above.com ist auch optimal um die genaue position herauszufinden.

das mit den flugzeugen ist ein guter tipp, das werde ich gleich bei meiner nächsten beobachtung mal probieren, vor allem, da bei mir reger flugverkehr herrscht.
ich habe einen kleinen reflektor, werde einfach die schrauben der äquatorialen monti. alle leicht lösen und es von hand nachführen.
wie soll ich ein flugzeug aber anpeilen? soll ich mich an einem anderen objekt orientieren und dann springen und durch den sucher schauen. an vergrößerung probier ichs erst mal mit meinem 25mm Okular.
mondfilter werde ich vorher reinmachen und am mond scharfstellen, einen sonnenfolie habe ich leider noch nicht, brauch man aber nicht oder?

mitlerweile haben die sonnensegel der ISS eine spannweite von 107m also bei einer so nahen entfernung von nur 350km sollte es selbst mit meinem teleskop mit der beobachtung funktionieren. also dann vielen danke an alle, ich üb dann mal an flugzeugen.

cs, MfG Dominik
 
Hallo Dominik,

bei mir funktioniert der Leuchtpunktsucher auch am Tag: Skywatcher hat da Leistung pur hineingepackt. In der Nacht ist dann die Adaption dahin, wenn man das Poti zu weit aufdreht :erschreck:.

Vom Peilsucher zum Hauptrohr funktioniert es ganz gut, sollte mit dem Übersichtsokular überhaupt kein Problem sein. Bei mir hat es auch mit dem 13mm Okular ganz gut geklappt, darunter ist es Glückssache. Einen normalen Sucher halte ich für kontraproduktiv, das Umdenken in der Orientierung ist zu langsam am Newton. Wenn kein Peilsucher zur Verfügung steht, würde ich so etwas wie Kimme und Korn auf den Newton schnallen, aber der Peilsucher ist einfacher und bequemer.

Mondfilter passt, oder eventuell in der Dämmerung beobachten, da ist das Auge noch nicht so empfindlich. Und feine Nuancen wie am Planeten sehe ich an der ISS eh nicht, die bietet eher große Kontraste.

Bilder bei einem Mond- oder Sonnendurchgang der ISS vermitteln ein Gefühl für die Größe, da reicht ein Übersichtsokular für den ersten Eindruck. Mehr gibt die Wackelei erst mit viel Übung her, bei Bildern hilft die kurze Belichtungszeit (bei mir zB. 1/1000 sec im Primärfokus). Meine ersten Bilder waren nur überbelichtet und auch verwackelt.

CS und herzliche Grüße
Arnold



Eine gute

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben