Jupiter - doppeltes Mondereignis 8.3.16

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komposer

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Hallo,

Gestern Nacht konnte man wieder ein mehrfaches Mondereignis erleben. Leider wurden die Bedingungen immer schlechter, so dass bei mir nicht mehr möglich war. Aber dennoch möchte ich die Ergebnisse hier präsentieren, da die Monde & Schatten gut zu erkennen sind. Und wenn man sich schon die halbe Nacht im Garten rumtreibt möchte ich die Aufnahmen hier auch zeigen:
Link zur Grafik: http://abload.de/img/jupiter-08-3-16-ueberjysq2.jpg

Aufgenommen mit Asi120mc mit Baader Q-Turret BArlow am 8'' F6 Dobson.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

immerhin konntest Du das Ereignis verfolgen und für die derzeitigen Bedingungen finde ich die Bilder gut gelungen.

Ich konnte nicht mal mein Newton zum Auskühlen rausstellen, weil es leicht geschneit hat :-(.

Grüße
Volker
 
Ich finde ebenfalls, dass du es gut festgehalten hast. Zumindest das was du festhalten konntest. Schön das du diese Aufnahmen gemacht und gepostet hast.
Ich hab es im Ansatz gestern auch beobachtet, aber bei ledigtlich 180facher Vergrößerung, war es zu fuzzlich um gut zu erkennen wo die Schatten sind. Mit Bezug auf die 00:22 Aufnahme, erahnte ich ledigtlich heute morgen, dass sich der Schatten Europas dort befindet. So hab ich jetzt mein Bestehtigung. :super:
 
Hallo Holger,

Du hast mit Deinen trotz schlechter Bedingungen doch noch recht gut heraus gekommenen Aufnahmen das Ereignis besonders schön dokumentiert, und es ist Dir mit Deiner Ausarbeitung gelungen, den Anblick der Monde mit ihren Schatten ganz natürlich und "entspannt" wirken zu lassen. Merkwüdig aber auch bei Dir, dass Europa im Verlauf des Transits verloren gegangen zu sein scheint. ;)

Gruß, Jan
 
Hallo Holger,
vielen Dank für die schöne Doku. Ich hatte mich so auf dieses Ereignis gefreut, doch leider zieht hier seit einer Woche jeden Abend ab 22Uhr Nebel auf...
Ich bin echt total beindruckt.. Mit nem 8er Dob so was regelmässig in dieser Qualität abzuliefern. Oberspitze
Ich komme gerade rein und hab den ersten Check der Aufnahmen von heute Nacht gemacht. Bei gutem Seeing sind meine Aufnahmen mit der Mono DMK und 12" Öfffnung mit f20 auch nicht besser aufgelöst wie mit deiner ASI Farbkamera.
Müssen wir jetzt unsere Monochromkameras wegschmeissen? Ist mir Rätselhaft..
Mach mal weiter so.
Würde mich mal interessieren was pabei rauskäme wenn du mit einem größeren Gerät arbeiten könntest.
Gruß Andreas
 
Hallo Jan,

ja, Europa ist wirklich nur recht schwach zu erkennen. Ist für mich erstaunlich, dass der bei den Aufnahmen von Willi (Rohmen) so viel besser zu sehen ist.

Gruß,
Holger
 
Hallo Andreas,

ich war gestern Nacht auch wieder aktiv, das Seeing war leider nicht so gut. Und das ist wohl auch der Hauptgrund warum da mehr Öffnung gar nicht mehr soviel bringt.

Der Sprung von 114mm auf 200mm war bei mir deutlich sichtbar, und das auch bei mäßigem Seeing.
Darüber hinaus wird ein weiterer Auflösungsgewinn wahrscheinlich häufig durch die schlechten Bedingungen verhindert.

Würde mich aber interessieren ob das hier jemand bestätigen kann, der den Unterschied von 8'' zu z.B. 12'' kennt und berichten kann ob und wie häufig man die größere Öffnung gewinnbringend einsetzen kann.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

ich habe das Ereignis live am C8 mit Binoviewer bei ca. 250x verfolgt. Das Seeing am Beobachtungsstandort Stuttgart war teils gut, die Transparenz jedoch bei gefühlt hoher Luftfeuchtigkeit schlecht. Die Okulare sind regelmäßig beschlagen.

Die auf den Aufnahmen erkennbaren Details waren mit z.T. höherer Schärfe auch im Teleskop erkennbar. Genau wie auf den Aufnahmen "verschwand" Europa im mittleren Drittel der Planetenscheibe. Die D-BARs unter dem NEB waren mit ihren Festoons sehr auffällig mit hohem Konktrast.

Vielen Dank für das Posten dieser Aufnahmen; gerade als visueller Beobachter kann man seine Detailerkennung im Nachhinein verifizieren.

SteVe

 
Zitat von komposer:
ob und wie häufig man die größere Öffnung gewinnbringend einsetzen kann.
Hallo Holger,

bei mir hat der Sprung von 6" auf 10" einen erheblichen Gewinn gebracht, allerdings kam der 10-Zöller seit seinem Firstlight im September 2010 bei den hiesigen Sichtbedingungen nur wenige Male an seine Auflösungsgrenze, ich würde sagen, durchschnittlich einmal pro Jahr. Andere mögen mit ihrem Standort mehr Glück haben, und ich bin auch gewiss nicht bei jeder guten Gelegenheit am Instrument. Ehe ich aber auf 12" oder mehr aufrüste, würde ich in eine Reise zu den Kanaren investieren, um die dortigen guten Sichtbedingungen zu nutzen und auch die höheren Plantenstellungen.

Gruß, Jan
 
Hallo in die Runde,

erst einmal Glückwunsch zu den gelungenen Jupiteraufnahmen. Da bin ich jedesmal erstaunt, was mit modernen Kameras heute geht.
Aber zum Thema. Ich habe einige Jahre mit einem Astrokollegen von dessen Grundstück aus Planeten beobachtet. Er mit einem 12" f/6 Pegasus Spiegel und ich mit einem 10" f/6 Lomo Spiegel.
Der 12 Zöller konnte nur in ganz wenigen Ausnahmen mehr Details zeigen als der 10 Zöller. Das Bild im Großen ist natürlich heller, war aber meist irgendwie nicht so knackig scharf wie im 10 Zöller.
Ich weiß natürlich nicht, wie es um die Qualität des 12 Zöller stand. Für den Lomo hatte ich ein Protokoll was mir einen sehr guten Spiegel attestierte.
Klar da ist das etwas wie Äpfel und Birnen vergleichen. Wenn ich mich aber an den unhandlichen und wesentlich schwereren 12 Zöller erinnere, muss ich sagen, für was das ganze gebuckel?
Kurzum, 8-10 Zoll mit etwas entspannterem Öffnungsverhältnis und ausgewiesener Spitzenoptik wären für mich der optimale Kompromiss aus nutzbarer Öffnung und Handhabbarkeit.

Gruß
Thomas

 
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