Jupiter im 8" vom 4.12.2013

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tommy_nawratil

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hallo,

gestern hatte ich hatte trotz grosser Faulheit - oder wegen grosser Faulheit - den 8" rausgestellt, nach dem Motto "schaun mer mal".
Als er dann ausgekühlt war und ich schaute, siehe da - überraschenderweise ein Seeing das man selten sieht.
Also ran mit der Kamera und den Jupiter aufs Korn genommen:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/87975652/Jup_20131204_8N_f20_AlCCD5Lc.jpg

Durchmesser 77mm oder 45" am Himmel - 1mm ist also 0,58" - Durchmesser des Beugungsscheibchens 1,4"
da sind wir ja schon Richtung Superresolution unterwegs, oder?

AlCCD5L-IIc mit 4x Barlow am 8" Skywatcher, 2000 Frames von 3000 genommen mit Registax gestackt.
Habe schon lang keinen Planeten mehr fotografiert, aber da muss jeder Fotograf alles stehen lassen
und tun. Die Jupitermonde standen als scharfe Punkte ohne viel Geflicker rundherum, und im Bino
war schon sehr viel von den Strukturen hier im Bild zu sehen. Hätt ich nur den 10" genommen,
oder gar den 14". Hinterher ist man öfters mal schlauer.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,
dieser Jupiter ist schon recht gut bei Schaärfe und Details. Bei dem Rand sind die Farben nicht so gut, zu viel Blauanteil. Insgesamt finde ich dieses Bild schon ein gutes Ergebnis, besser geht es immer.
 
Zitat von tommy_nawratil:
Durchmesser 77mm oder 45" am Himmel - 1mm ist also 0,58" - Durchmesser des Beugungsscheibchens 1,4"
da sind wir ja schon Richtung Superresolution unterwegs, oder?
Hallo Tommy,

was man unter dem Begriff "Superresolution" verstehen soll, ist mir bis heute nicht ganz klar. Der Durchmesser des Beugungsscheibchens besagt doch nicht, dass man nicht deutlich kleinere Strukturen nachweisen kann. Die mit dem Begriff "Auflösungsvermögen" bezeichnete Größe sagt doch nur, dass zwei Punkte nicht als getrennte Objekte abgebildet werden, wenn sich die Beugungsscheibchen so weit überlappen, dass eine Trennungslinie zwischen den Objekten nicht mehr wahrnehmbar ist. Einzelne Punkte und feine Linien können aber auch dann sichtbar gemacht, d.h. aber nicht wirklich "abgebildet" werden, wenn ihr Durchmesser bzw. ihre Breite deutlich geringer ist als der Durchmesser des Beugungsscheibchens. Der Beugungspeak ist ja an seiner Spitze viel feiner als an seiner Basis. Ich sehe da gar keine Widersprüche und dementsprechend auch keine Notwendigkeit, von "Superresolution" zu sprechen.

Bezüglich der erzielten Detailauflösung würde ich Deine hier gezeigte Aufnahme im Vergleich mit anderen aktuellen 8"-Aufnahmen des Planeten gar nicht mal als überdurchschnittlich bezeichnen. Die anderswo erkennbaren feinen Bilddetails erscheinen hier eher ein wenig "verwaschen". Kannst Du uns bitte gelegentlich noch die Belichtungs- und Aufnahmezeiten mitteilen?

Dank und Gruß, Jan
 
hallo Jan,

damit meine ich ja nicht meine Aufnahme alleine, sondern natürlich alle die entsprechende Auflösung zeigen. Die statistische Überlagerung so vieler Beugungsscheibchen macht den drizzle Effekt. Meine hier ist, wie du sagst, gar nichts Herausragendes, man sieht schon ein paar Schärfungsartefakte. Wohl etwas aus der Übung... Allerdings mag ich auchs nicht wenn die Aufnahmen zu überzeichnet sind. Sieht dann aus wie Airbrush oder gleich eine Zeichnung, da ist mir ein bissl Rauschen lieber.

Belichtet wurden die Einzelbilder bei ca 15ms, und es war wohl ca. 0h30.

Habe noch ein bisserl nachkorrigiert und ausgetauscht, die Randverdunklung bei Jupiter hat aber schon einen dezidiert stärkeren Blauanteil.

lg Tommy

 
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