mevo
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Hallo Leute,
gestern war ich mit dem Rennrad eine RTF über 150km mitgefahren und abends entsprechend müde. Es kam natürlich wie es kommen mußte: ab 21:00h verschwanden plötzlich alle Wolken und der Himmel wurde richtig schön klar.
Zum Rausfahren war ich einfach zu müde, aber das von einem Sternfreund am Samstag gerade erst erworbene 2" TS WA 32mm Okular sollte zumindest noch sein First Light erhalten.
Also den 10" Dobson auf den Balkon gewuchtet, ab ca. 21:30h ist Jupiter in der hellen Abbenddämmerung mit dem Fernglas auszumachen, dann auch noch etwas mühsam mit bloßem Auge.
Ich stecke das neue 2" Okular in den Auszug und peile im Sucher Jupiter an. Da steht er auch schon im Okular, die beiden Streifen sind gerade so zu erkennen (kaum zu glauben, daß manche das mit bloßem Auge schaffen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Nachfolgend ist zunächst ein Mond zu erkennen.
Ich schiebe Jupiter ganz an den Rand des Gesichtsfeldes, da wird er dann schon aweng unscharf. Bei f/5 nicht anders zu erwarten. Ich vergleiche mit meinem schon vorhandenen 2"-Okular, einem Wild 30mm. Da ist die Unschärfe zum Rand hin deutlich stärker ausgeprägt.
Da ich Jupiter nun schon am Wickel habe, ziehe ich auch das 7mm und das 5.2mm Pentax-Okular hinzu. Trotz des nicht gerade berauschenden Seeings erkenne ich im westlichen Teil der Äquatorzone einen kleinen, runden Schatten - der muß von dem knapp östlich von Jupiter stehenden Mond stammen.
Ich eile an den Computer und finde den Schattenwurf bestätigt. Der Mond knapp östlich von Jupiter ist Ganymed, weiter außen folgen Europa und Callisto. Außerdem stelle ich fest, daß am Westrand nun gleich Io auftauchen müßte.
Ich gehe zurück zum Teleskop und muß Jupiter erstmal neu aufsuchen. Die Monde Europa und Callisto sind mittlerweile auch deutlich zu erkennen. Und tatsächlich macht sich am Westrand ein kleines Pickelchen bemerkbar, das zunehmend hinter der Jupiterscheibe hervortritt. Io hat sich von der Bedeckung durch die Planetenscheibe befreit!
Jupiter ist mittlerweile mit bloßem Auge hell und auffallend, aber das Seeing wird mit der zunehmenden Annäherung an den Horizont immer schlechter. Obwohl ich von Ganymeds Schatten auf Jupiter weiß, kann ich ihn nur noch schwach erahnen.
Nun nochmal zurück zu den 2"-Okularen. Im TS 32mm bleibt Ganymed knapp rechts von Jupiter sichtbar, auch wenn ich Jupiter ganz an den linken Rand des Gesichtsfeldes schiebe, ja sogar, als Jupiter selbst schon aus dem Blickfeld gewandert ist. Im Wild gelingt mir das nicht, da werden Jupiter und seine Monde am Gesichtsfeldrand zu stark verschmiert. Außerdem ist das TS um gut 300 Gramm leichter als das Wild, so daß ich nicht mehr solche Probleme mit der Balance beim Okularwechsel bekomme. Zu guter letzt hatte ich mit dem Einblickverhalten des Wild immer etwas Probleme, da es in der konkaven, weit außen liegenden Augenlinse bei fehlender Augenmuschel immer zu unerwünschten Reflexen kam. Beim TS hingegen ist die Augenlinse deutlich tiefer versenkt und außerdem hat das Okular eine Augenmuschel. Wegen der noch relativ hellen Umgebung kann ich das aber noch nicht sicher beurteilen, auch läßt sich das wahre Gesichtsfeld noch nicht vergleichen, da noch kaum Sterne zu sehen sind. Beim scheinbaren Gesichtsfeld hat zumindest das Wild etwas die Nase vorn.
Alles in allem denke ich, daß das neue Okular sicher kein Fehlgriff war, besonders angesichts des günstigen Preises. Weitere Tests sollen folgen, wenn ich mal wieder Gelegenheit habe bei dunklem Himmel zu spechteln. Für gestern haben mir die ersten Eindrücke gereicht, ich habe nochmal ein bißchen Jupiter gucken dürfen, bevor er sich endgültig vom Abendhimmel verabschiedet und bin gegen 22:30h müde aber zufrieden ins Bett gefallen.
gestern war ich mit dem Rennrad eine RTF über 150km mitgefahren und abends entsprechend müde. Es kam natürlich wie es kommen mußte: ab 21:00h verschwanden plötzlich alle Wolken und der Himmel wurde richtig schön klar.
Zum Rausfahren war ich einfach zu müde, aber das von einem Sternfreund am Samstag gerade erst erworbene 2" TS WA 32mm Okular sollte zumindest noch sein First Light erhalten.
Also den 10" Dobson auf den Balkon gewuchtet, ab ca. 21:30h ist Jupiter in der hellen Abbenddämmerung mit dem Fernglas auszumachen, dann auch noch etwas mühsam mit bloßem Auge.
Ich stecke das neue 2" Okular in den Auszug und peile im Sucher Jupiter an. Da steht er auch schon im Okular, die beiden Streifen sind gerade so zu erkennen (kaum zu glauben, daß manche das mit bloßem Auge schaffen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Nachfolgend ist zunächst ein Mond zu erkennen.
Ich schiebe Jupiter ganz an den Rand des Gesichtsfeldes, da wird er dann schon aweng unscharf. Bei f/5 nicht anders zu erwarten. Ich vergleiche mit meinem schon vorhandenen 2"-Okular, einem Wild 30mm. Da ist die Unschärfe zum Rand hin deutlich stärker ausgeprägt.
Da ich Jupiter nun schon am Wickel habe, ziehe ich auch das 7mm und das 5.2mm Pentax-Okular hinzu. Trotz des nicht gerade berauschenden Seeings erkenne ich im westlichen Teil der Äquatorzone einen kleinen, runden Schatten - der muß von dem knapp östlich von Jupiter stehenden Mond stammen.
Ich eile an den Computer und finde den Schattenwurf bestätigt. Der Mond knapp östlich von Jupiter ist Ganymed, weiter außen folgen Europa und Callisto. Außerdem stelle ich fest, daß am Westrand nun gleich Io auftauchen müßte.
Ich gehe zurück zum Teleskop und muß Jupiter erstmal neu aufsuchen. Die Monde Europa und Callisto sind mittlerweile auch deutlich zu erkennen. Und tatsächlich macht sich am Westrand ein kleines Pickelchen bemerkbar, das zunehmend hinter der Jupiterscheibe hervortritt. Io hat sich von der Bedeckung durch die Planetenscheibe befreit!
Jupiter ist mittlerweile mit bloßem Auge hell und auffallend, aber das Seeing wird mit der zunehmenden Annäherung an den Horizont immer schlechter. Obwohl ich von Ganymeds Schatten auf Jupiter weiß, kann ich ihn nur noch schwach erahnen.
Nun nochmal zurück zu den 2"-Okularen. Im TS 32mm bleibt Ganymed knapp rechts von Jupiter sichtbar, auch wenn ich Jupiter ganz an den linken Rand des Gesichtsfeldes schiebe, ja sogar, als Jupiter selbst schon aus dem Blickfeld gewandert ist. Im Wild gelingt mir das nicht, da werden Jupiter und seine Monde am Gesichtsfeldrand zu stark verschmiert. Außerdem ist das TS um gut 300 Gramm leichter als das Wild, so daß ich nicht mehr solche Probleme mit der Balance beim Okularwechsel bekomme. Zu guter letzt hatte ich mit dem Einblickverhalten des Wild immer etwas Probleme, da es in der konkaven, weit außen liegenden Augenlinse bei fehlender Augenmuschel immer zu unerwünschten Reflexen kam. Beim TS hingegen ist die Augenlinse deutlich tiefer versenkt und außerdem hat das Okular eine Augenmuschel. Wegen der noch relativ hellen Umgebung kann ich das aber noch nicht sicher beurteilen, auch läßt sich das wahre Gesichtsfeld noch nicht vergleichen, da noch kaum Sterne zu sehen sind. Beim scheinbaren Gesichtsfeld hat zumindest das Wild etwas die Nase vorn.
Alles in allem denke ich, daß das neue Okular sicher kein Fehlgriff war, besonders angesichts des günstigen Preises. Weitere Tests sollen folgen, wenn ich mal wieder Gelegenheit habe bei dunklem Himmel zu spechteln. Für gestern haben mir die ersten Eindrücke gereicht, ich habe nochmal ein bißchen Jupiter gucken dürfen, bevor er sich endgültig vom Abendhimmel verabschiedet und bin gegen 22:30h müde aber zufrieden ins Bett gefallen.