Jupiter - RRGB vom 21.12.2011

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ChristophP

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Hallo alle,

ich habe am 21.12.2011 gegen 20.12 MEZ mein "erstes" RGB Bild vom Jupiter überhaupt aufgenommen. Immerhin ist irgendwas dabei herausgekommen.

Die verwendete Optik ist ein Refraktor 150/2250mm (f/15) an der Sternwarte Kiel Kronshagen. Kamera: DMK21AU04.AS mit LRGB Astronomik Filtersatz, mit UV/IR Sperrfilter aber ohne Barlow/Okularprojektion. Bearbeitung mit Registax v6.0 (Registrierung und Stack), ImagesPlus 4.25 (R-RGB und Waveletschärfung) und CorelPSP XI für "kleine Maßnahmen".

Link zur Grafik: http://www.df9cy.de/astronomy/image_astro_2011/2011-12-21/2011-12-21_1912UT_R-RGB_Jupiter.jpg
R-RGB Darstellung

Die Verwendungsrate war 40% von 1000 Bildern. Mit Drizzling auf 200% vergrößert und am Schluß auf 150% verkleinert.

Das obere Bild zeigt die Farben so, wie sie nach dem Zusammensetzen aus den RGB Komponenten entstehen. Im unteren Bild habe ich die Farben um Violett gegen gelb und braun getauscht, was ja eigentlich nicht Sinn der Sache ist.

Verstehe ich das richtig, dass "dieses Violett" durch den Farblängsfehler des Refraktors (Achromat) entsteht ? Wie kann ich den Farbraum "verdrehen", um das besser hin zu bekommen ? Es wäre schön, wenn mir jemand von den Spezialisten hier was dazu sagen könnte.

Ansonsten wünsche ich allen einen Guten Rutsch nach 2012 und viele tolle Astrobilder !!!

LG Christoph
 
Hallo Christoph,

Jupiter in Farbe ist ohnehin keine ganz einfahe Angelegenheit und schon gar nicht mit einem Refraktor, wenn es nicht ein echter "APO" ist. Soviel kann ich aus einigen Jahren Praxis mit meinem 6" f/20 Refraktor im Vergleich zu meinem jetzigen 10" Spiegel jedenfalls sagen. Auf meiner Website findest Du eine Reihe von Vergleichsmöglichkeiten aus beiden Instrumenten.

Der Farblängsfehler des Achromaten spielt dabei sicher eine entscheidende Rolle. Mit Filtern und nachträglichen "Farbverdrehungen" kann man gewiss etwas "hinbiegen", aber wirklich zufriedenstellend wird das am Ende nicht.

Euer Refraktor ist ja ein imposantes Instrument! Steckt da eine Lichtenknecker-Optik drin, und handelt es sich ggf. um ein HA-Doublet?

Für Planeten in Farbe würde ich wohl - auch schon wegen der besseren Auflösung - eher Euren 12" ACF einsetzen.

Gruß, Jan
 
Hallo Christoph,

ehe ich Dir nen Tipp zur Farbgebung gebe, hab ich vorneweg noch Verständnisfragen:

- hattest Du die Astronomikfilter in einem (geschlossenen) Filterschieber oder Filterrad?
- hast Du den UV/IR Sperrfilter vor die Astronomikfilter gesetzt? Falls ja, warum?
- hast Du für jeden Farbkanal extra scharfgestellt?
- hast Du die einzelnen Farbkanäle mit identischen Einstellungen für Gain und Belichtungszeit gemacht?

Ich arbeite ja auch mit den s/w DMK´s und Astronomik Filtern. Allerdings an nem Newton.

Das sollte aber eigentlich keinen Unterschied machen. Denn durch den Einsatz von den CCD-Farbfiltern macht sich der Farbfehler eines Refraktors ja nicht bemerkbar. Du mußt nur jeden Kanal für sich scharfstellen, was bei mir mit dem Spiegel nicht notwendig ist...

Meine Bilder nehme ich mit identischen Einstellungen bei Gain und Belichtungszeit auf, das schaut dann ohne Korrektur per Kontrast in Giotto so aus, wenn ich die einzelnen Farbkanäle deckungsgleich zum RGB zusammengesetzt hab:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/412f04-1325312169.png

Jetzt schiebe ich in jeder Registerkarte (Rot, Grün, Blau) den unteren der beiden markierten Regler so weit nach rechts, daß der Hubbel am linken Anschlag des Histogrammbildes weg ist. Und dann den oberen Regler so weit nach links, bis der gewünschte Farbton da ist.

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/ee3dc4-1325312783.png

Das Verhältnis der Helligkeit der einzelnen Farbkanäle ist von Abend zu Abend fast identisch, weil ja die Filter selber sich net ändern. Blos bei deutlich feuchterer Luft, Staub oder Pollen und bei Vollmond in der Nähe des Planeten muß ich wieder etwas an den Reglern schieben. An sonsten kann ich die Schieberegler so lassen und hab annähernd die gleichen Farben, auch wenn die Bilder an unterschiedlichen Tagen aufgenommen wurden...

Das Endergebnis schaut dann so aus:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/775083-1325313008.png

Allerletzte Nuancen kann man dann noch über Tonwertkorrektur machen...

 
Moin Jan und Fee,

danke für eure tollen Antworten !!!

... ich mache das mit den Planetenaufnahmen auch nicht zu erstenmal, aber manche Dinge wollen eben nicht so; auch weil ich vielleicht das Eine oder Andere noch nicht ganz verstanden habe...

---> Jan

Hubert Paulus' Refraktor in der Kronshagener Sternwarte ist schon ein tolles Ding. Was da jetzt für ein Objektiv drin ist, kann ich nicht sagen; da muss ich ihn erst noch fragen.

Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man durch Verschieben des Farbraumes (ich nenne es mal so) eine Korrektur durchführen kann; ich kann mich aber täuschen, und irgendetwas anderes war gemeint.

Deine Internetseiten sind eine wahre Fundgrube und eine unbedingte Empfehlung !

---> Fee

prima ! hier ein paar Antworten:

- hattest Du die Astronomikfilter in einem (geschlossenen) Filterschieber oder Filterrad?
# Filterschieber

- hast Du den UV/IR Sperrfilter vor die Astronomikfilter gesetzt? Falls ja, warum?
# UV/IR im Strahlengang hinter die Interferenzfilter. Das Rotfilter geht ja bis weit ins IR. Außerdem als Staubschutz für den Chip. So oft kann man die Flocken gar nicht entfernen auf dem Chip, wie die wieder da sind.

- hast Du für jeden Farbkanal extra scharfgestellt?
# Ja - ist ja ein Muss wegen Farblängsfehler des Achromaten

- hast Du die einzelnen Farbkanäle mit identischen Einstellungen für Gain und Belichtungszeit gemacht?
# Ja - Beim L Kanal (der im Bild oben aber nicht relevant ist) habe ich die Belichtungszeit weiter verkürzt.

Ich verwende zwar nicht Giotto, sondern ImagesPlus, aber ich habe die einzelnen Farbkanäle genau so eingestellt.

-+-+-+-+

Ich habe am 21.12. auch Aufnahmen mit meiner 2" Barlow gemacht (soll ED Glass sein, zweifle ich aber dran). Die kann ich gar nicht verwenden, weil ich sie überhaupt nicht scharf bekommen habe.

Wenn ihr (oder auch andere geneigte Leser Lust) habt, könnt ihr euch mal durch meine Astroseiten wühlen. Manchmal ist etwas gelungen - manchmal aber auch nicht....

Guckst Du hier : http://www.df9cy.de/astronomy/astro.htm

LG von der Ostsee und einen Guten Rutsch nach 2012

Christoph
 
Zitat von Sternenfee123:
Meine Bilder nehme ich mit identischen Einstellungen bei Gain und Belichtungszeit auf, ...
Hallo Fee,

das mache ich - unter Verwendung von FireCapture - genauso wie Du, lasse die Videos dann aber von AutoStakkert verarbeiten. Dort wird die von Dir beschriebene Handkorrektur der Helligkeitswerte offenbar schon automatisch eingearbeitet. Jedenfalls kommen die aus den Summenbildern in Fitswork zusammengesetzten Jupiter-RGBs bei mir schon weitestgehend frei von Farbstichen heraus.

Gruß, Jan
 
Zitat von ChristophP:
Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man durch Verschieben des Farbraumes (ich nenne es mal so) eine Korrektur durchführen kann; ich kann mich aber täuschen, und irgendetwas anderes war gemeint.
Hallo Christoph,

man kann da gewiss einiges an Farbkorrekturen veranstalten. Das Auge reagiert aber sehr "feinfühlig" auf Farbdifferenzen, und die lassen sich durch eine "globale" Farbverschiebung vermutlich nur in sehr begrenztem Umfang beeinflussen. Bei Jupiteraufnahmen bekommt man gelegentlich schon lokale Fehlfarben-Artefakte hinein - insbesondere Rosa und Türkis - allein durch die "unvorsichtige" Anwendung von Schärfungsmaßnahmen an den Farblayern VOR dem Zusammenfügen des RGB. Vielleicht machen sich auch derartige Effekte bei Deiner Bildbearbeitung bemerkbar.

Gruß, Jan
 
Jan,

ich werde mal ein RGB zusammenfügen, wo ich noch keine oder nur sehr wenig an der Schärfe gestellt habe.
Ich habe alle Kanäle gleich behandelt. ImagesPlus bietet so eine Möglichkeit. Vielleicht ist gerade das aber nicht gut.
Ich hatte diese lila/violett Problematik vor einigen Jahren schon einmal, als ich durch einen kleineren Refraktor den Jupiter aufgenommen habe. Ganz unten auf dieser Seite: http://www.df9cy.de/astronomy/astro_wc20030223.htm

Gruß Christoph
 
Zitat von ChristophP:
Mit der Kamera montiert und den Verlängerungen musste ich doch ziemlich sehr nah an der Wand operieren.
Eigentlich schade, dass größere Refraktoren trotz ihrer unbestrittenen Vorzüge hinsichtlich der visuellen Abbildungsqualität allein aufgrund ihrer Ausmaße und der damit verbundenen "unbequemen" Handhabung etwas in die Welt der historischen Instrumente verdrängt worden sind. Dabei ist es doch gar nicht so schwer, Refraktoren vergleichbarer Leistung auch in handlicherer Form zu bauen, siehe z.B. hier , indem man - wie bei Spiegelteleskopen selbstverständlich - den Strahlengang faltet.

Gruß, Jan
 
Hi Christoph


ist der lichtdicht, oder kommt seitlich irgendwo trotzdem Licht rein?

# UV/IR im Strahlengang hinter die Interferenzfilter. Das Rotfilter geht ja bis weit ins IR. Außerdem als Staubschutz für den Chip. So oft kann man die Flocken gar nicht entfernen auf dem Chip, wie die wieder da sind.

hmmm, hast Du visuelle Filter im Einsatz? Die CCD-Filter Typ 2c sind im IR alle dicht!

Ich hab da keinen zusätzlichen Filter mehr vor der Kamera. Aber ich nehm die Kamera auch net aus dem Filterrad. Ich laß das immer zusammengeschraubt. Und an teleskopseitigen Ende vom Filterrad sitzt bei Nichtgebrauch eine Staubschutzkappe auf dem Rohr. So hab ich immer nen sauberen Chip...

Wie lange brauchst Du denn, bis alle Kanäle aufgenommen sind? Bei Jupiter ist das ein sehr wichtiger Punkt. Wenn ich die net in 2 Minuten im Kasten hab, sind die Details auf den Bildern gegeneinander verschoben, weil Jupiter ja sehr schnell rotiert...

Ich habe am 21.12. auch Aufnahmen mit meiner 2" Barlow gemacht (soll ED Glass sein, zweifle ich aber dran). Die kann ich gar nicht verwenden, weil ich sie überhaupt nicht scharf bekommen habe.

Kann es sein, daß an dem Abend einfach grottiges Seeing war?

Ich hab auch Abende, an denen ich net scharf stellen kann. Und ohne daß ich was am Geraffel geändert hab (Kamera steckte über Nacht im Teleskop) konnte ich dann am nächsten Tag saugut scharfstellen...

 
Hi Jan,

Jedenfalls kommen die aus den Summenbildern in Fitswork zusammengesetzten Jupiter-RGBs bei mir schon weitestgehend frei von Farbstichen heraus.

Guch dir mal die wellenlängenabhängige Empfindlichkeitskurven von Deiner Kamera (für die hab ich leider keine Graphik, eventuell kannst Du ja eine liefern?) und meiner 21er DMK mit dem Sony ICX098BL

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/6b26fe-1325367996.png

und der 31er DMK mit dem ICX204AL an.

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/1953da-1325368105.png

Der Buckel mit der höchsten Empfindlichkeit liegt bei meinen im Grünen. Also muß ich ohne nachträgliche Korrektur auch nen Grünstich haben. Das ist so schon ok, das muß ich blos bei der Bildbearbeitung berücksichtigen. :)

Ich hab auch schon andere Programme ausprobiert. Alle, die undokumentiert/automatisch an der Helligkeit und am Kontrast schrauben, fallen bei mir durchs Raster. :D

Ich will selber bestimmen, was ich wie hell mach...


Außerdem kommt es darauf an, welche Filter Du verwendest.

Die Astronomik CCD-Filter Typ 2C

Link zur Grafik: http://www.teleskop-express.de/shop/BILDER/shop/Astronomik/Nebelfilter/Astronomik_RGB_Kurve.gif

decken das visuelle Spektrum sehr gut und vor allem gleichmäßig ab. Mit denen hat man ein Farbbild mit allen Farbinformationen. Und kann die Farben sehr feinfühlig justieren. :super:

Die viel günstigeren Astrodonfilter

Link zur Grafik: http://www.astrodon.com/custom/_2e2a/content/images/AstrodonLRGB_EYellow.jpg

und erst recht die Astroluminafilter

Link zur Grafik: http://www.teleskop-express.de/shop/Bilder/shop/Astrolumina/ALLRGB/Spektralkurve.jpg

haben eine große Lücke zwischen Grün und Rot. Da werden rund 70 nm "weggeworfen". Ausgerechnet in dem Bereich, wo Linsenteleskope am besten korrigiert sind und bei Planeten viele Details drinn stecken. Und dann ist der Rotfilter zu breit. Der geht in den IR Bereich rein, ehe er zackig abfällt. Dieser Filtersatz produziert genau so einen Farbstich, wie auf Christophs Bildern. :krank:

Will man dagegen mit dem neuen 618er Chip

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/241e2c-1325368204.png

IR-Aufnahmen machen, ist der Rotfilter von Astrolumina suuper. Der paßt sehr gut zur wellenlängenabhängigen Empfindlichkeitskurve vom Chip. :super:

@ Christoph:
Guck Dir mal Deine Filter genau an. Sind die wirklich von Astronomik? Oder von Astrodon bzw. Astrolumina? Was steht auf den Filterfassungen?



 
Hallo "Fee",

decken das visuelle Spektrum sehr gut und vor allem gleichmäßig ab. Mit denen hat man ein Farbbild mit allen Farbinformationen. Und kann die Farben sehr feinfühlig justieren. super

... und damit hast Du auch wunderbar den Großstadt-Lichtsiff bei 580 nm mit drauf und Deine schöne gleichmäßige Farb-Ausleuchtung ist dahin.
Nicht ohne Grund lassen andere Hersteller da extra Lücken.



ähm... nach meiner Info kostet der Satz Astrodons mal locker das Doppelte...

Um einigermaßen korrekte Farbinformationen zu erhalten, benötigt man möglichst steile Filterkurven, die sich idealerweise wenig überdecken.
Schau Dir da mal die Baaders, Astrodons und Astroluminas gegenüber den Astronomiks an.

Was hat die gute visuelle Korrektur eines Refraktors mit einer CCD zu tun und wieso stecken da ausgerechnet in diesem Teil viele Details drin?
Details kommen doch aus der Luminanz und diese ersteckt sich wahlweise übers gesamte sichtbare Spektrum und/oder im IR-Bereich.
Bei einem Refraktor, egal ob FH oder APO muss sowieso jede Farbe für sich fokussiert werden.

Also liebe "Fee", das Ganze ist für mich ein wenig unschlüssig...


Grüße
Rolf
 
Hallo Rolf,

Zitat von Rolf_Geissinger:
ähm... nach meiner Info kostet der Satz Astrodons mal locker das Doppelte...
Ja, so ist es. Wunderte mich auch, wohl eine Verwechslung.

Zitat von Rolf_Geissinger:
Details kommen doch aus der Luminanz und diese ersteckt sich wahlweise übers gesamte sichtbare Spektrum und/oder im IR-Bereich.
Nein, am Planeten bringt eine reine Luminanzaufnahme über das sichtbare Spektum eigentlich nie etwas. Das Seeing verschmiert die verschiedenen Wellenlängenbereiche gegeneinander viel zu stark, um ein scharfes Resultat zu bekommen. Daher werden ja gerne die Farbfilter als Bandpass eingesetzt und R oder G als Luminanz verwendet. Der Nachteil ist dann je nach Objekt eine nicht harmonische Farbbalance. IR als Luminnaz ist auch nur ein Kompromiss, der schon sehr zu Lasten der Auflösung geht und unschöne Farbbalancen bringt. Bei gutem Seeing ist reines RGB zu bevorzugen.

Viele Grüße & CS,
Oliver
 
Hallo,

ich möchte dem was Oliver geschrieben hat noch hinzufügen,
dass man mit Luminanzfilter ganz besonders von der Refraktion betroffen ist.
Mit RGB-Filtern wird sie in kleinere "Häppchen" aufgetweilt.
Alleine deshalb würde ich ab einer gewissen Auflösung und
je nach Objekthöhe keine LRGBs bei Planeten machen.

Viele Grüße,

Mario

PS: Der Natriumdampf-Streuuntergrund ist bei Planeten recht wurscht.

 
Hallo zusammen,

hallo Mario, wie meinst du das mit dem keine LRGBs
bei Planeten machen? Bezieht sich das jetzt auf das L,
also eben nur RRGBs oder IRRGBs?
Ich habe auch die Astrodonfilter als extrem teuer in Erinnerung, wahrscheinlich meinte Fee was anderes.
Übrigens kann ich bei mir mit Grün überhaupt nix anfangen in Punkto Schärfe. Ob das auch noch an der Optik selber liegen kann? An Mond und Planeten funktioniert Rot und Gelb am besten, bei Sonne ist es hellblau, jedenfalls deutlich besser als Solarcontinuum.
Gruß Manfred
 
Hallo Manfred,
Zitat von W_Manfred:
Übrigens kann ich bei mir mit Grün überhaupt nix anfangen in Punkto Schärfe. Ob das auch noch an der Optik selber liegen kann? An Mond und Planeten funktioniert Rot und Gelb am besten, bei Sonne ist es hellblau, jedenfalls deutlich besser als Solarcontinuum.

An den Planeten ist bei mir leider auch der Rotkanal meist der schärfste, Grün und Blau fallen durch den stärkeren Seeingeinfluss zu kürzeren Wellenlängen hin entspr. ab. Nur selten reicht das Seeing für einen Grünkanal, die mit Rot mithalten kann. Für die bessere Auflösung der kürzeren Wellenlängen reicht das Seeing meist nicht.
Der eine oder andere erzielt mit einem #15 Orangefilter für eine Luminanzaufnahme an dunkleren Planeten wie Saturn bei schlechterem Seeing gute Ergebnisse. Im Gegensatz zu den echten RGB Bandpassfiltern mir IR-Sperrung ist dies ein in's Infrarote offener Longpass, der in Summe mehr Licht durchlässt. Die kürzeren möglichen Belichtungszeiten wirken sich bei entspr. Bedingungen positiv aus. Ein #12 Gelbfilter mag noch ähnlich funktionieren. Das ein hellblauer Filter ohne IR-Sperrung an der Sonne besser funktioniert als ein Solarkontinuum (der auch IR *nicht* blockt) ist schon bemerkenswert. Welche Optik verwendest Du hierzu?

Viele Grüße,
Oliver
 
Hallo,

natürlich habt ihr im Detail recht. Eine Luminanz über das gesamte Spektrum ist am seeinganfälligen Planeten wenig sinnvoll.
Mir ist nur die Aussage von "Fee" nicht klar, warum sich ausgerechnet in dem abgeschnittenen Teil des Spektrums Details verstecken sollen.
Daher meine generell gemeinte Aussage, dass die Luminanz vom gesamten Spektrum her kommen kann. Das man diese am Planeten nicht komplett vorteilhaft nutzen kann, war mir bekannt.

Wenn man die RGB-Filter zusätzlich auch an Deep-Sky Objekten einsetzen will, ist es dann schon von Vorteil, wenn die Farben keine Lichtverschmutzung abbekommen.
Ich bin mit meinem Filtersatz da sehr froh drum.

Grüße
Rolf

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Ihr und Frohes Neues Jahr. Ich hoffe, ihr seid gut hineingekommen.

Meine Filter sind Astronomik Filter. Es ist aber nicht der neuere Typ IIc sondern der alte Filtersatz, der bei 92% für blau, 85% für grün und 90% für Transmission im Roten liegt. Außerdem kommt das Blaufilter bei ca 680nm noch mal bis 20% hoch. Das könnte das Violett erklären, muss es aber nicht.

Link zur Grafik: http://www.df9cy.de/astronomy/image_astro_2011/2011-12-21/astronomik_standard_rgb.gif

Es gibt im Netz hervorragende Aufnahmen, die mit diesen Filtern gemacht wurden. Sobald ich den Link finde, stelle ich den mal hier ein.

Ich habe mir hier jetzt einen Testaufbau im Zimmer gemacht und probiere mal LRGB und RRGB mit ein paar Farbfototestcharts aus.

Gruß Christoph
 
Zitat von Sternenfee123:
Guch dir mal die wellenlängenabhängige Empfindlichkeitskurven von Deiner Kamera (für die hab ich leider keine Graphik, eventuell kannst Du ja eine liefern?)
Hallo Fee,

meine Antwort kommt etwas spät, da wir noch Neujahrs-Besuch hatten. Bei der Gelegenheit auch gute Wünsche für 2012 an Euch alle, freue mich schon auf anregende Diskussionen hier im Forum ...

Auf der Website von Point Grey fand ich diese Gegenüberstellung von Empfindlichkeitskurven verschiedener Kamera-Sensoren. Aus der dortigen Figur 7 ist ersichtlich, dass die Kurve des Sensors ICX445 meiner Chameleon-Kamera weitgehend deckungsgleich ist mit der des ICX618.

Bei Farbaufnahmen verwende ich den RGB-Filtersatz "Typ II" von Astronomik. Allerdings vermute ich, dass die Farben bei mir weniger wegen der Qualität der Filter, sondern - wie bereits angedeutet - allein schon deshalb einigermaßen "harmonisch" herauskommen, weil ich bei der Generierung der Summenbilder in AutoStakkert! die Option "Normalize Brightness" aktiviert halte. Diese sorgt dafür, dass alle Summenbilder auf ein und dieselbe Maximal-Helligkeit von 70% normiert werden. Das ist also eine Maßnahme, wie Du sie von Hand durchführst und uns oben beschrieben hast.


Zitat von Sternenfee123:
... haben eine große Lücke zwischen Grün und Rot. Da werden rund 70 nm "weggeworfen".
Da war auch meine spontane Vermutung, dass diese Lücke absichtlich eingebaut wird, um die Natriumlinie des Stadtlichts zu dämpfen. Diese Lücke findest Du nämlich auch in speziell zu diesem Zweck hergestellten Filtern, wie insbesondere bei den Typen "Neodymium" und "UHC-S" von Baader. Solche Filter sind aber weniger für Planetenaufnahmen gedacht, als vielmehr zur Abdunkelung des Himmelshintergrunds bei Deep-Sky-Aufnahmen.

Gruß, Jan
 
Hallo Rolf,

und damit hast Du auch wunderbar den Großstadt-Lichtsiff bei 580 nm mit drauf und Deine schöne gleichmäßige Farb-Ausleuchtung ist dahin.

da hast Du recht, diese Linie ist mit drinn. Aber im Gegensatz zu Deepsky-Aufnahmen spielt das bei Planeten nicht so eine große Rolle, weil bei Belichtungszeiten um 1/30 - 1/300 Sekunde diese Linie nicht besonders hell abgebildet wird im Gegensatz zum wirklich hellen Planeten. :)

Für Deepsky mit echter Farbkalibrierung an G2 Sternen und den viel längeren Belichtungszeiten schaut das völlig anderst aus.


ähm... nach meiner Info kostet der Satz Astrodons mal locker das Doppelte...

Ups, ich hab da was falsches geschrieben. Ich hatte nur die Preise für die Astroluminafilter im Kopf und für die Astrodoms die selbe Preisklasse angenommen. Mea Culpa. :blush:

Was hat die gute visuelle Korrektur eines Refraktors mit einer CCD zu tun und wieso stecken da ausgerechnet in diesem Teil viele Details drin?

je besser der Refraktor korrigiert ist, desto weniger muß man zwischen Rot und Grün nachfokussieren, das spart Zeit. Und Zeit ist bei Planeten im Gegensatz zu Deepsky gaaanz wichtig. Besonders bei Jupiter, weil der so schnell rotiert.

In Rot

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/6d5d17-1325451075.png

und in Grün

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/d1a0d3-1325451136.png

hast die meisten Informationen. Blau

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/eaaeba-1325451182.png

liefert da net viel. Guck Dir mal das Äquatorband in Blau an. Da ist net viel zu sehen...

Je nach Seeing kann man ein IR-, Rot- oder manchmal sogar besser das Grünbild noch als Luminanz mit reinmischen...

Details kommen doch aus der Luminanz und diese ersteckt sich wahlweise übers gesamte sichtbare Spektrum und/oder im IR-Bereich.

bei Deepsky ja, bei Planeten nicht. Ob man bei Planeten überhaupt ein L-RGB macht, hängt massiv vom Seeing ab. Bei wirklich ruhigem Seeing verzichte ich z.B. darauf auch noch ein IR-Bild zu machen und auch völlig auf ein extra Luminanzlayer...

 
Hallo Oliver,

ich verwende einen SC mit 11 Zoll von Celestron.
Mir ist auch schon aufgefallen, dass ich mit der Kombination von Gelb und Grün bessere Ergebnisse erziele, als mit dem Solar-Continuum, obwohl ich mir letzteren eigentlich genau aus dem Grund zulegte, dass dieser besser als die Kombi zweier sein soll.
Aber der Hellblau-Filter ist an der Sonne absolut krass, er liefert ein knackscharfes detailreiches Bild, vor allem die Granulation kommt hammermäßig, also visuell, vielleicht auch der Genuss des binokularen sehens.
Manches werde ich wohl nie ganz verstehen. Aber egal, letztens gehe ich den Weg, der besser ist, und wenns ein veralteter oder unlogischer ist. Bei jemand anders mag das ganz anders sein.
Übrigens, Fee, ich meine, im Rotkanal wesentlich mehr Details zu sehn, als bei Grün. Bei mir wird das Bild mit Grünfilter viel dunkeler und sehr unruhig. Aber abgesehn von allem, machst du beneidenswerte Jupiters !!

Gruß Manfred
 
Hallo Rolf,

Mir ist nur die Aussage von "Fee" nicht klar, warum sich ausgerechnet in dem abgeschnittenen Teil des Spektrums Details verstecken sollen.

Ich hatte bislang nur 1x die Gelegenheit, einen Planeten mit nem Astroluminafiltersatz aufzunehmen. Und da hatte ich eben diesen Farbstich. Daher meine Vermutung, daß Christoph eben keinen Astronomik Typ 2C Filtersatz verwendet hat.

Nachdem Christoph jetzt die Filterkurven seines Filtersatzes gepostet hat (die war mir bislang nicht bekannt), denke ich, daß der Violetstich vom IR-Leck des Blaufilters kommt...

Zu meinen "weggeworfenen" Informationen:

Bei Gasplaneten "schaut" man mit unterschiedlichen Filtern in unterschiedliche Wolkenschichten rein. Es gilt, jede Wellenlänge wird an einer anderen Schicht reflektiert. Die Strukturen, die zwischen 575 und 625 nm abgebildet werden könnten, fehlen halt in den Bildern mit dem Astroluminafilter komplett und sind in Aufnahmen mit Astrodon nur sehr schwach sichtbar.

Daher macht es für bestimmte Details in unterschiedlichen Höhen sogar Sinn, mit sehr exotischen Filtern zu arbeiten. Aus finanziellen Gründen habe ich nicht alle Filtersätze, sondern hab mir nur den Astronomik zugelegt. Speziell für Planeten.

Von UV ( Schülerfilter, macht Sinn bei Venus und Jupiter) über R

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/033275-1325459990.png

G

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/16467d-1325460063.png

B

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/31c6a4-1325460120.png

daraus das RGB

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/e73626-1325458873.png

zu Near IR

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/0249da-1325457287.png

und auch Schmalbandfilter wie O-III

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/33d655-1325458298.png

H-Alpha

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/a7cfd2-1325458409.png

und S-II

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/12ffc3-1325458556.png

können zu einer Falschfarbenaufnahme (B= O-III, G= H-alpha, R= SII) zusammengesetzt werden:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/b9c038-1325459159.png

etwas weiter im IR bei 840 nm

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/31445c-1325457561.png

und Methanbandfilter (macht nur bei Jupiter Sinn) haben da ebenfalls ihre Berechtigung... Damit wird ein Höhenprofil innerhalb der Atmosphäre der Gasriesen von rund 50-60 km abgedeckt...

Wenn man die RGB-Filter zusätzlich auch an Deep-Sky Objekten einsetzen will, ist es dann schon von Vorteil, wenn die Farben keine Lichtverschmutzung abbekommen.
Ich bin mit meinem Filtersatz da sehr froh drum.

da geb ich Dir recht. Bei Filtern gilt halt auch, jeder Filtersatz ist für einen bestimmten Anwendungszweck optimal. :)
 
Hallo Christoph,

ich habe seit ein paar Monaten die "neue" DMK 21 und konnte bislang einige Aufnahmereihen von Jupiter mit dem Carl-Zeiss-Refraktor der Aachener Sternwarte (AS 200 mm / f/15) machen. Verwendet habe ich einen RGB-Interferenzfiltersatz von Baader.
Das Equipment ist somit (halbwegs) mit Deinem vergleichbar.

Meine ersten Jupiterreihen sahen ganz genau so aus, wie Dein oberes Bild - die äquatorialen Bänder waren rot bis purpur. Ich hatte deswegen im Nachbarforum vor einiger Zeit mal eine Diskussion gestartet.
Wie oben schon beschrieben, kann man die Farben mit Bildbearbeitung etwas hinbiegen - so richtig "natürlich", d.h., wie beim Blick durchs Olular, werden sie nicht mehr.

M.E. liegt das nicht an den Filtern (wurde oben ja auch schon beschrieben), sondern an der Empfindlichkeit der Kamera in den jeweiligen Frequenzbereichen. Die Kamara ist sehr rotempfindlich und baut in Richtung blau merkbar ab.

Für die Aufnahmen nehme ich IC Capture 2.2. Wenn ich die Werte für die Verstärkung bei allen Filtern gleich hoch einstelle, sehen die (mit Autostakkert) gestackten Bilder so aus, dass die Aufnahme im Roten ziemlich hell ist, grün wird dunkler und blau ist ganz duster. Wenn ich die Aufnahmen in Fitswork zum RGB übereinander lege, ist das Ergebnis stark rotstichig. Durch Einstellen der Kontrastwerte in Giotto (wie oben beschrieben) oder mit PS ist da auch nicht viel zu machen, das Bild bleibt farbstichig oder die Farben werden unnatürlich - wenn man die äquatorialen Bänder richtig eingefärbt hat, ist der Rest des Planeten total daneben.

Ich mache das jetzt so, dass ich die Verstärkung bei der Aufnahme in IC Capture für jeden Farbkanal so einstelle, dass das Histogramm ausgefüllt ist, d.h. die Balken fast bis rechts an den Rand kommen.
Bei 1/60 s Belichtung sind die Werte für den Rotfilter 472, für Grün 515 und für Blau 615. Wenn ich die Bilder in Fitswork zusammenfüge, sieht das Ergebnis natürlicher aus.

Die Option in Autstakkert, "Normalize Brightness" einzustellen, kannte ich noch nicht. Das werde ich mal ausprobieren und vergleichen.

Die allermeisten Superaufnahmen, die man hier zu sehen bekommt, wurden mit großen Spiegeln gemacht. Die Refraktoren scheinen hinsichtlich der Farben und des Kontrastes wirklich eine andere Charakteristik zu besitzen.


PS: Ich bin neu hier im Forum - obwohl ich schon seit Jahren die Beiträge lese. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen am Jupiter wollte ich jetzt einfach mal meinen Senf dazu geben ;-)

Schöne Grüße,
Kurt



 
Zitat von KurtS:
Die Refraktoren scheinen hinsichtlich der Farben und des Kontrastes wirklich eine andere Charakteristik zu besitzen.
Hallo Kurt,

herzlich willkommen im Forum! - Schön, dass Du Dich hier zum Thema meldest mit Deiner Erfahrung am 200er Zeiss-Refaktor der Aachener Sternwarte. Deine oben zitierte Feststellung kann ich aufgrund meiner Erfahrung mit einem 150er Refraktor gleicher Brennweite und jetzt mit einem 250er Spiegel nur bestätigen.

Die Farben werden beim Refraktor offensichtlich aufgrund der farbabhängigen Fokuslage anders überlagert bzw. "gemischt" als beim Spiegel, und das führt zwangsläufig zu Farbstichen, die man mit Filtern und Bildbearbeitungstechniken nur in begrenztem Maße entschärfen kann. Bei der visuellen Nutzung von Refraktoren ist das wohl weniger ein Problem als bei der Fotografie, es sei denn, man begnügt sich mit monochromen Aufnahmen. Viele Farben und somit auch die Farbstiche werden ja unmittelbar am Okular aufgrund der schwachen Beleuchtung viel weniger ausgeprägt wahrgenommen als auf ausentwickelten Fotos.

Der Blick durch einen AS200 muss schon recht beeindruckend sein, und auch der Anblick des Refraktors selbst mit der ganzen Umbauung. Sehr erfreulich, dass ein solches Instrument bei Euch in einem gebrauchsfähigen Zustand unterhalten und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird!

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

vielen Dank! Ja der Refraktor aus dem Jahre 1935 ist schon ein beeindruckendes Instrument. Er wird fleißig von den Mitgliedern des Arbeitskreises der Sternwarte genutzt und eröffnet jährlich vielen Besuchern einen Blick in den Weltraum - letztes Jahr waren es 4400.


Schöne Grüße,
Kurt
 
Moin Kurt,

herzlich willkommen hier ! und danke für deine Information. Ich war ein paar Tage unterwegs und kann erst jetzt drauf antworten.

Ich werde mal versuchen, die einzelnen Farbkanäle nach Histogramm einzustellen. Ich glaube aber nicht, dass ich so ganz falsch daneben gelegen habe.

Wie schon weiter oben gesagt, werde ich mal mit Farbtafeln experimentieren. Ich habe mir mal vor einiger Zeit so Kodak Tafeln besorgt. An einem einigemaßen schönen tag werde ich mal eine Teststrecke im Garten aufbauen. Irgendein interessantes Ergebnis wird dabei ja wohl herauskommen.

Gruß Christoph
 
Hallo Christoph,

dann bin ich wirklich mal auf Deine Ergebnisse gespannt! Ich experimentiere seit einiger Zeit mit den Farben bei Jupiter und habe alle möglichen Aufnahmeeinstellungen probiert.

Schöne Grüße,
Kurt
 
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