Quanten
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Hallo zusammen
Komme gerade von der Jupiterbeobachtung, dabei habe ich schon um ca. 18:00 Uhr, kurz nach Sonnenuntergang bei Dämmerung angefangen zu beobachten.
Die High Lights waren der GRF und die beiden Schattendurchläufe von Io und Ganymed, sowie die Monde selbst.
Erfreut war ich über das gute Seeing welches ja häufig bei Dämmerung anzutreffen ist, hinzu kommt das Jupiter z.Z. bei Dämmerung schon sehr hoch am Himmel steht, was beides quasi zu einem positiven Synergieeffekt führt, nämlich dass man hoch vergrößern kann.
Bei 320x Jupiter stand quasi still im Okulargesichtsfeld, bei 384x war leichtes und langsames Seeinggewabere zu sehen, bei 460x war das Bild deutlich unruhiger mit gewabere aber immer noch brauchbar, dass Bild wirkte nicht mehr so scharf und Knackig wie bei 320x, dafür aber eine riesige Jupiterscheibe im Gesichtsfeld.
Io zeigte ein sichtbar kleineres Scheibchen als Ganymed, Ganymed wirkte eher bräunlich und Io eher gelblich.
Irgendwie finde ich das auch immer etwas magisch, wenn man die Monde als richtige Scheibchen sieht.
Die Schatten wie ausgestanzte schwarze Scheiben.
Ganymeds Schatten kam tatsächlich oval auf die Jupiterscheibe und wurde dann immer rundlicher.
Der GRF zeigte unterschiedliche hell/dunkel orange Töne und eine durchgängige weiße Umrandung.
Das SEB immer noch farblich zweigeteilt.
In den weißlichen Verwirbelungen hinter dem GRF war immer wieder Struktur zu erkennen.
IM EZ und in den Polregionen wahren ebenfalls immer wieder Strukturen zu erkennen.
Dann wurde es mit der Zeit immer dunkler und man konnte mit einsetzen der Nacht schnell und deutlich beobachten wie das Seeing immer schlechter wurde.
Am Ende war ich dann wieder bei 198x Vergrößerung, man konnte zwar noch Ganymeds Schatten sehen, doch die scharfe Scheiben- bzw. Kreiskontur war selbst bei 198x fast nicht mehr zu erkennen.
Daher mein Tipp für alle Leser, geht etwas früher raus und probiert es mal kurz nach Sonnenuntergang, da sind die Luftmassen meist noch stabil und das Seeing deutlich besser.
Allerdings sollte auch hier der Spiegel schon auf Umgebungstemperatur gebracht worden sein, sonst beobachtet man durch die warme Luft (Grenzschicht) seines Hauptspiegels, was den gleichen Effekt hat wie schlechtes atmosphärisches Seeing.
LG
Komme gerade von der Jupiterbeobachtung, dabei habe ich schon um ca. 18:00 Uhr, kurz nach Sonnenuntergang bei Dämmerung angefangen zu beobachten.
Die High Lights waren der GRF und die beiden Schattendurchläufe von Io und Ganymed, sowie die Monde selbst.
Erfreut war ich über das gute Seeing welches ja häufig bei Dämmerung anzutreffen ist, hinzu kommt das Jupiter z.Z. bei Dämmerung schon sehr hoch am Himmel steht, was beides quasi zu einem positiven Synergieeffekt führt, nämlich dass man hoch vergrößern kann.
Bei 320x Jupiter stand quasi still im Okulargesichtsfeld, bei 384x war leichtes und langsames Seeinggewabere zu sehen, bei 460x war das Bild deutlich unruhiger mit gewabere aber immer noch brauchbar, dass Bild wirkte nicht mehr so scharf und Knackig wie bei 320x, dafür aber eine riesige Jupiterscheibe im Gesichtsfeld.
Io zeigte ein sichtbar kleineres Scheibchen als Ganymed, Ganymed wirkte eher bräunlich und Io eher gelblich.
Irgendwie finde ich das auch immer etwas magisch, wenn man die Monde als richtige Scheibchen sieht.
Die Schatten wie ausgestanzte schwarze Scheiben.
Ganymeds Schatten kam tatsächlich oval auf die Jupiterscheibe und wurde dann immer rundlicher.
Der GRF zeigte unterschiedliche hell/dunkel orange Töne und eine durchgängige weiße Umrandung.
Das SEB immer noch farblich zweigeteilt.
In den weißlichen Verwirbelungen hinter dem GRF war immer wieder Struktur zu erkennen.
IM EZ und in den Polregionen wahren ebenfalls immer wieder Strukturen zu erkennen.
Dann wurde es mit der Zeit immer dunkler und man konnte mit einsetzen der Nacht schnell und deutlich beobachten wie das Seeing immer schlechter wurde.
Am Ende war ich dann wieder bei 198x Vergrößerung, man konnte zwar noch Ganymeds Schatten sehen, doch die scharfe Scheiben- bzw. Kreiskontur war selbst bei 198x fast nicht mehr zu erkennen.
Daher mein Tipp für alle Leser, geht etwas früher raus und probiert es mal kurz nach Sonnenuntergang, da sind die Luftmassen meist noch stabil und das Seeing deutlich besser.
Allerdings sollte auch hier der Spiegel schon auf Umgebungstemperatur gebracht worden sein, sonst beobachtet man durch die warme Luft (Grenzschicht) seines Hauptspiegels, was den gleichen Effekt hat wie schlechtes atmosphärisches Seeing.
LG