Jupiter vom 7.11.2012 mit Video

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Zyklop

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Trotz mäßigem Seeing wollte ich doch mal wieder ein paar Aufnahmen machen - man ist ja derzeit froh wenn überhaupt mal was zu sehen ist...
Visuell war Jupiter schon sehr schön bis 5mm Hyperion bei 320X zu beobachten. Viele Bänder sichtbar, Monde ausgefranzt aber nicht zu unruhig, Kontrast im Grunde gut. Aber anscheinend kompensiert das Auge/Hirn doch Vieles, denn auf dem Video sieht man schon das mäßige Seeing. Wenn man nur mit max 30fps aufnehmen kann, hat man es ebenfalls schwer, wenn die Sicht mittelmäßig ist.

Nebenbei habe ich noch paar Versuche mit Okularprojektion durchgeführt und werde wohl öfters mal ein Oku einsetzen statt einer Barlow und das Ganze mehr testen.

Schlussendlich hat Avistack diesmal die besten Ergebnisse erzielt.

Ganz zu Anfang hab ich ohne Brennweitenverlängerung mit der Chameleon-Cam und voller Auflösung gearbeitet.

Link zur Grafik: http://www.astrobin.com/uploads/abd4aacd-7b8d-4fcd-ae64-4881ab258062.jpg

HD-Video.

Hier mit 20mm Plössl (too much) und 75% verkleinert.
Link zur Grafik: http://www.astrobin.com/uploads/b13bd98e-e863-4102-92f7-cfcb776d3182.jpg

Video:

Danach habe ich mit der DBK31 und einer 2x Barlow (wenn ich mich recht entsinne) aufgenommen.

Link zur Grafik: http://www.astrobin.com/uploads/645d3929-86b7-44da-aee4-0accf174fb90.jpg

Video

Die Sicht wurde mit der Zeit schlechter, obwohl Jupiter immer höher stieg - schade. Gegen 0.30Uhr war Jupiter dann kaum noch zu erkennen durch den Nebel.
Aber er steht ja noch länger so hoch - da werde ich noch öfters bessere Chancen haben und testen können, ich mit einem Oku doch bessere Ergebnisse erhalten wie mit meinen Barlows.

 
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Hallo Peter,

vielen Dank für die Darstellung Deiner super Ergebnisse.
Du benutzt also einen 8" F/8 Newton. Mit einer 2x Barlow landest Du dann bei F/16. Du verwendest eine Point Grey Mono CCD Kameras mit ICX445AL, also 3.75μm x 3.75μm. Damit ist dein Setup vergleichsweise ähnlich zum einem 8" F/6 bei F/24 und einer Mono CCD mit 618er Chip.
Kann man das so sehen?

Dann hast Du dich in der Okularprojektion versucht und das Ergebnis sieht vielversprechend aus. Kannst Du uns noch sagen, wie groß der Abstand zwischen dem 25 mm Plössl und dem CCD-Chip war?

Danke Dir und Gruss,
Gerrit
 
Hi Gerrit,

danke aber ehrlich gesagt finde ich die nur mittelmäßig - für das Seeing war es schlussendlich ok und mit dem Setup war nicht mehr drin denke ich.
Also vom Okular bis zum Chip sind es ganz grob 7-8cm wenn ich das 20mm Kellner genommen hab. Ich hab nochmal die Videos angeschaut und muss mich korrigieren. Bei obigem Video hab ich sehr wahrscheinlich meine neue 2x-Barlow verwendet.
Ein Film später hab ich das Kellner genommen...kann es oben nicht mehr ändern, da exakt jetzt die 1h rum ist.
Ich habe einige Kombinationen probiert und nicht mehr exakt die Reihenfolge im Kopf - deshalb nicht festnageln. Sollte aber jetzt stimmen hoffe ich. Mit Okularprojektion hab ich nur ein 20mm Kellner und ein 26mm Plössl verwendet.
Aber ich werde noch andere Okus testen (bei besserem Seeing) und dann mal genau aufschreiben bei welcher Aufnahme ich was verwendet habe und das dann jeweils noch mit meiner 3x-TV-Barlow vergleichen. Oder ich mache mal wieder so Tests mit Siemenssternen wie letztes Jahr.
Mit meinem Adapter kann ich aber nicht näher an den Chip, weshalb Brennweiten unter 15mm vermutlich zu kurz sind.
Bzgl. deinem 618er Setup könnte das hinhauen, der Chip ist ja vergleichsweise genauso empfindlich. Allerdings kann meine Cam max. 22fps oder 30fps glaube ich - je nach Auflösung und Bit-Tiefe.



 
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Hallo Peter,

naja, etwas Tiefstapelei darfst Du Dir wohl unterstellen lassen. Mittelmaß ist das nicht.

Vielleicht lohnt sich für Dich ein Blick auf das Baader T2 System. Folgende Adapter fallen mir da ein:
Okularhalter mit T2 Aufsatz: 240 8190
Dann je nach Höhe des Okulars:
T2_i_a, 40 mm Verlängerungshülse

Dann entsprechend die Adapter bis zu Zielmarke F/24 (bezgl. der Point Grey Chameleon-Auflösung).

Also ich habe den T2 Aufsatz mit 1,25" Aufnahme da und kann sagen, daß man diese Teil für die Okularprojektion gut gebrauchen kann.
Da Du ohnehin viel am Planeten arbeitest, wäre das eine sinnvolle Investition.
Mit den Extendern stehe ich ein bißchen auf Kriegsfuß, da sie doch leicht verkippen oder die Zentrierung für die Tonne ist.

Viel Spaß bei den Tests. Ich hoffe Du teilst Deine Ergebnisse dann wieder.
Ich für mich werde mit den 12er Ortho von Universtity Optics und besagten Adaptern mal mein Glück versuchen.

Beste Grüße,
Gerrit
 
Hi Gerrit, lustigerweise habe ich diesen Adapter sogar.
Der war auf meinem Gryz-kolli drauf.
Aber ich muss mal gucken wo ich da wie was dran oder drunterschraube.
Du hast recht, mein jetziger Adapter ist so lang, da kann man sicher von einer Verkippung ausgehen.
 
So ich hab mal bisschen rumgekramt und tatsächlich alles gefunden...anbei ein Foto.
Link zur Grafik: http://img856.imageshack.us/img856/7481/img70472.jpg
Jetzt muss ich mal gucken welches Okular ich damit vernünftig nutzen kann und was ich noch brauche um in den Fokus zu kommen. Ansonsten muss ich halt eine kürzere Hülse besorgen. Gesamtgewicht ohne Cam und Okular: 230gr.
Eine Mikrofokussierung sitzt an der Cam.
Da das Okular sehr nah bei der 2" Aufnahme sitzt, sollten auch schwere Okus nicht so schnell zum Verkippen führen.
Optional hab ich noch eine 1,25"-Aufnahme unten dran geschraubt, falls ich doch mal zwischendurch schnell spechteln will.
 
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Anbei ein paar Fotos:
 

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Hallo Peter,

die Mikrofokussierung kann leicht verkippen oder sich während der Aufnahme drehen, wenn man nicht aufpasst.

Siehst ansonsten gut aus.
Grüße,
Gerrit
 
Hi Peter

Bin zwar (noch) kein Planetenfotograf, aber Deine Ergebnisse gefallen mir sehr gut und zeigen auch schön die Leistungsfähigkeit einer 8"-Optik.

Auch die Videos sind super, dass man diese mal sieht. So kann man schön beurteilen, was möglich ist!!!

Mit welcher Software bearbeitest Du Deine Videos??

lg aus Tirol
tom
 
Hi Tom,
ich suche das beste Video und lasse es durch alle drei Progs. (registax6, avistack, autostakkert2) laufen mit diversen Einstellungen. Warum auch immer gibt es imho nicht das beste Prog. für alle Umstände.
Die Ergebnisse werden in Photoshop korrigiert und geschärft und bei Bedarf etwas geglättet in PS oder Fitswork und bei rgb rücke ich noch mit Giotto oder Fitswork die Kanäle zurecht.

Es geht viel mehr mit 8"!! aber der Erfolg hängt am Seeing - das ist das einzige was ich nicht kontrollieren kann.
Herbert Heimel macht meiner Meinung nach die besten Aufnahmen derzeit mit 8" - das ist schon ziemlich an der Grenze des derzeit machbaren denke ich.
 
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Hallo Peter,

Deine ganze Bilderserie hier mit Videos und Dokumentation finde ich sehr eindrucksvoll und instruktiv. Kannst Du bitte noch ein paar Daten zu den Aufnahmen verraten, mich interessieren u.a. Belichtungszeiten, Aufnahmedauer je Farbe sowie insgesamt, und insbesondere die von Dir beobachteten Unterschiede - abgesehen von der Handhabung - zwischen den Kameras Chameleon und ALccd5.

Dank und Gruß, Jan
 
Hi Jan,
die dbk31 ist ja eine Farbkamera.
Derzeit plane ich keinen Einsatz von Farbfiltern.
Die dkb31 laeuft bei 4,8m Brennweite mit ca.1/30s.
Also rel. grenzwertig umm auf 30fps zukommen.
Die chameleon braucht viel weniger, aber wieviel ms genau habe ich nicht im Kopf. Man solltr sich aber nicht zu hohem Gain verleiten lassen, da dadurch viele Details verloren gehen. Die Dkb betreibe ich meist mit originalprogramm. firecapture macht so ein grobes bild.
die dbk ist sehr schwer im vegleich.
die chameleon als farbcam waere sicher eine tolle sache.
was bei beiden fehlt sind die hohen fps...
 
Hi Peter,
wie immer , tolles Ergebniss.
Gefaellt mir super gut, hoffe dass ich auch mal dahin komme :-))
LG und einen schoenen Sonntag.

Claude

PS: und natuerlich CS :-))
 
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