Jupiterdröhnung mit Io im 6"-Semiapo

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Lotz

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Hallo Planetenfreunde,

bei sehr gutem Seeing konnte ich Jupiter - diesmal mit Io's Schatten - im
6" f/8-Semiapo fotografieren.

Mit verschiedenen Frameraten habe ich diesmal nicht mehr experimentiert, vielmehr beließ ich es bei 20fps,
wohingegen ich die Aufnahmedauer auf 120 Sekunden begrentzt habe. Das Ergebnis der Versuche liegt hier:

Jupiter mit Io im 6"-Refraktor

Das seeing war derart gut, daß 75% Verwendungsrate gegenüber 35% eine signifikante Qualitätssteigerung ergaben.
Begonnen habe ich diesmal mit 2400mm Äquivalentbrennweite, da 6,6m doch arg krass sind.

Hier ein erstes Resultat gegen 22:00 MESZ:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/d3360200.jpg

Kurz darauf, ich hatte die Kamera in N-S-Richtung neu ausgerichtet, dieser Schnappschuß:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/d3460200.jpg

Und dann kam noch Io's Schatten um die Ecke, hier mit 2400mm Brennweite:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/d3560200.jpg

Und hier dann doch nochmal mit 6600mm Brennweite, resize auf 75%:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/d37e0680.jpg

Die Detailfülle ist für 6" und eine Bayermatrixkamera denk ich schon ziemlich am Limit angelangt, grade auch,
weil die Kameraempfindlichkeit hier mehr als voll ausgereizt ist.


Das 100% Bild sowie weitere Beispiele etc. sowie
die genauen Aufnahmedetails und die Beschreibung der Bildbearbeitungsparameter mit weiteren Bildern gibt
es hier:

Jupiter mit Io im 6"-Refraktor.

Kommentare und Anregungen sind natürlich wie immer äußerst hilfreich und willkommen!


Viele Grüße,


Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
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Re: Jupiterdröhnung mit Io im 6"-Semiapo

Hallo Markus,

die Farbwiedergabe Deines mit Chromacorr II kompensierten f/8-Refraktors ist wirklich höchst erstaunlich, wie diese sehr gelungene Jupiter-Serie in beeindruckender Weise zeigt.

Möglicherweise könnte man durch Eingrenzung des Videomaterials auf jeweils maximal eine Minute die laterale Ortsauflösung noch ein wenig steigern. Im Hinblick auf die Umfangsgeschwindigkeit der Jupiteroberfläche sind bei dem Auflösungsvermögen Deines Systems m.E. auch zwei Minuten Belichtungszeit noch zuviel.

Vielleicht lohnt sich ja ein weiterer Versuch mit dem vorhandenen Material: Einfach das Video in zwei Teile teilen, diese dann separat bearbeiten und die resultierenden Summenbilder am Ende aufeinanderpassen.

Jedenfalls fällt mir auf, dass insbesondere die aktuellen Fotos von Torsten - aber z.T. auch meine eigenen - eine Anzahl von in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Strukturen erkennen lassen, während solche Strukturen in Deinen Bildern von den Ost-West-Streifen - für mein Empfinden - etwas zu sehr in den Hintergrund gedrängt werden.

Meinen kritischen Kommentar möchte ich gerne los werden, weil ich aufgrund der Qualität Deiner Daten davon überzeugt bin, dass da noch mehr herauszuholen ist.

Am meisten beeindruckt mich nach wie vor die Funktionstüchtigkeit der Farbkompensation eines so kurzbrennweitigen 6"-Refraktors.

Weiterhin viel Erfolg mit diesem schönen System!

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Jupiterdröhnung mit Io im 6"-Semiapo

Nachträge:

1. Habe nochmal in meiner Dokumentation gekramt und festgestellt, dass die Videoclips bei Planetenaufnahmen nur maximal 40 Sekunden lang sind.

2. Wenn ich mit den neuesten Fotos von Torsten und mit dem NASA-Foto vergleiche, erscheint mir die Farbsättigung in Deinen Fotos doch ein wenig hoch.

3. Über die Funktionsweise des Chromacorr II habe ich bislang keine ausführlichere Beschreibung gefunden. Weißt Du da näheres? Funktioniert der vielleich ähnlich wie die okularseitige Linsengruppe in den "Neoachromaten" von Vixen? Um wieviel wird die Brennweite des Teleskops verändert und wie hoch sind die Anforderungen an die Justiergenauigkeit?

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

danke für Dein sehr detailliertes feedback.
Ich werde mich erstmal da durch arbeiten und bin momentan dabei, rasuzufinden, wie ich ein AVI am einfachsten teilen kann :-)

Gruß

Markus


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