Justierbare Refraktorobjektive??

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nachtvogel

Aktives Mitglied
Ich stelle mal eine simple Frage in das Schönwettervakuum dieses Forums:

Ab welcher Öffnung sollte ein Refraktorobjektiv justierbar ausgelegt sein?

Grüße,
Andreas
 
bin zwar garnicht "der Experte"

Hallo Andreas.

Ich denke, dass es bei der "Grenze" um eine sinnvolle Justierbarkeit nicht primär auf die Öffnung ankommt,
sondern (ähnlich wie beim Newt) auf das Öffnungsverhältnis.

Aber beim Refraktor wohl umgekehrt:
je länger die Brennweite, desto mehr macht sich ein Winkelfehler der Linsen bemerkbar...
Oder nicht? (ich stehe halt eher auf Spiegel... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />)


*hihi*, "Schönwettervakuum"... Das hat was! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Grüsse aus dem Schwyyzerländli,
Silvio
 
Re: bin zwar garnicht "der Experte"

Gut dann formuliere ich meine Frage um: ;-)

Ab welchem Öffnungsverhältnis sollte ein Refraktorobjektiv justierbar sein ...

Andreas
 
Re: bin zwar garnicht "der Experte"

> Ab welcher Öffnung sollte ein Refraktorobjektiv justierbar ausgelegt sein?
> Ab welchem Öffnungsverhältnis sollte ein Refraktorobjektiv justierbar sein ...

Keine Ahnung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Ich vermute mal, daß das neben optischen Daten auch von der Fertigung (Genauigkeit, Aufbau und Justagestabilität von Fassung und Tubus) abhängt. Wenn die Fertigungstoleranzen auch bei kleinen Durchmessern eine Justagemöglichkeit sinnvoll erscheinen lassen, dann muß man sie halt vorsehen. Schaut man sich beispielsweise alte Teleskope aus Jena an, dann findet man bei den früher gängigen Amateurteleskopen keine justierbare Fassung. Ein Telementor (63/840), ein 80/1200 oder 100/1000 waren so solide und passgenau gefertigt, daß auch nach 15 Jahren nichts justiert werden mußte (normaler Gebrauch mal vorausgesetzt). Dafür waren die Geräte ja auch nicht ganz billig. Bei der heute beliebten Massenproduktion (z.B. in China) ist eine justierbare Fassung bestimmt deutlich billiger wie eine aufwändige Fertigung und Qualitätskontrolle. Im Zweifelsfall muß halt der Händler vor Auslieferung justieren und der Kunde kann es später jederzeit wiederholen. Am Ende würde ich die Frage nach einer justierbaren Fassung nicht an die optischen Daten knüpfen sondern mir anschauen, ob so eine Fassung an einem bestimmten Teleskop sinnvoll ist oder nicht. Bei Synta ist es bestimmt nicht verkehrt, so eine Fassung zu haben. Würde Takahashi seine kleineren Objektive fest im Tubus einbauen, wäre das auch kein Problem. Die Möglichkeiten zu einer entsprechend präzisen Fertigung hat man da sicher, warum man es nicht macht, weiß ich allerdings auch nicht. Tele Vue hat auch keine justierbare Fassung an Pronto oder TV76 (zumindest keine für Kunden zugängliche). Wozu auch? Bei Öffnungen von 150mm und mehr sieht das möglicherweise schon wieder anders aus.

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andreas,
ich habe folgende Erfahrung gemacht:
Je kleiner das Öffnungsverhältnis ist, um so unempfindlicher ist das Teleskop gegenüber Justierfehlern. Bei meinem Refraktor mit einem Öffungsverhältnis von 1:6 machen sich kleinste Justierfehler sofort bemerkbar, während bei meinem Refraktor mit 1:15 kleine Justierfehler kaum auffallen. Ab 1:10 sollte ein Refraktorobjektiv in jedem Fall justierbar sein.
Viele Grüße
Hubert
Privatsternwarrte Boker Heide
http://www.privatsternwarete.net
 
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