Kegelrollenlager? welches nehmen?

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Clark

Aktives Mitglied
Hi,
es gibt bei gleichem Innendurchmesser welche mit kleinem Aussendurchmesser und steigender Breite(bzw. Höhe)
oder mit größerem Aussendurchmesser bei gleicher breite?
um ein Refraktor mit f 20 zu tragen-welche baugröße wäre vorteilhafter?
beispiel:
D100 d 45 H 27,25 od. D 100 d 45 H 38,25
D85 d 45 H24,75 od. D 85 d 45 H 20,75
 
Im Zweifelsfalle rechnen....

Hi!

Das kann man so nicht sagen.
Kegelrollenlager dienen ja dazu, auch Axialkräfte aufzunehmen.
Breitere Lager können demnach, da die Kegelrollen länger sind, auch größere Axialkräfte aufnehmen.
Das ist auch der Fall, wenn die Kegelrollen einen größeren Umfang haben (also das Lager bei gleicher Wellenbohrung einen größeren Durchmesser hat)

Wenn Du ´nen f20-Refraktor mit 10mm Öffnung hast, kommst Du natürlich mit dem kleinsten der Lager hin. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Bei 400mm Öffnung wäre ich da vorsichtiger...

Hast Du keine DIN- oder ISO-Angaben zu den Lagern?

Ein Kegelrollenlager wäre zum Beispiel:

T 3 D B 045

T = Kegelrollenlager
3 = Druckwinkelbereich
D = Verhältnis Außen- zum Bohrungsdurchmesser (Zahl)
B = Verhältnis Lagerbreite zur Querschnittehöhe (Zahl)
045 = Lagerbohrung in mm


Wenn die Kosten keine Rolle spielen, würde ich das größte Lager nehmen.
Sollten die Kosten eine große Rolle spielen, bleibt Dir nichts anderes übrig, als zu rechnen und die Lagerdimensionen zu überprüfen.

Grüße
Thomas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Hi,Thomas
dank für die schnelle Antwort
zur Sache: Lager stammen von SKF
33215/Q d 75,0- D 130 H 41,0 150 €
32315 J2 d 75,0 D 160 H 58,0 262 €
32215 J2/Q d 75,0 D 130 H 33,25 100 €
bei vier Lager würd ich 40 % rabatt bekommen
bei D 160 würd ich montierung nach typ Saegmüller bauen-bei D 130 noch geschlossen
drauf soll mal 2 x 8" f 20( Bino) od. 1x 10-11" f 15-18
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Pardon , es sollte heißen 150/262/100 Euro
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Habe mal auf www.skf.de nachgeschaut, die haben ´ne Datenbank.

Ich würde die Version 32315 J2 d 75,0 D 160 H 58,0 nehmen.
Da sind die Kegelrollen am breitesten, und Du kannst bei langsamen bis gar keinen Drehzahlen Druckstellen an den Laufflächen vermeiden.
Diese Lager haben normalerweise eine Mindestdrehzahl, die Du aber nicht liefern kannst, weil Du fast statisch belastest.

Nimm als die breiteste Version.

Grüße
Thomas
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Hi,Thomas
Danke für den wertvollen Ratschlag-die sache mit den druckstellen ist mir ehrlich garnicht erst in den sinn gekommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> ,aber einleuchtend <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
wollt ja auch nicht am falschen ende sparen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
werd nochmal durchrechnen,wieviel Masse da zusammenkommt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Hi!

Das mit den Druckstellen weiß ich auch nur aus der Vorlesung, man findet es nämlich kaum in Büchern.
Habe mir Deine Webseite angeschaut, und die Fotos der alten Refraktoren sind echt toll, so richtig toll!

Wenn ich demnächst meinen Dobson habe, werde ich mal die Möglichkeit ausloten, eine equatoriale Montierung mit Hilfe von Wasserhydraulik zu bauen, aber die betreffenden Hersteller der Teile melden sich nicht.
Wahrscheinlich halten die das für einen Witz.

Sag mir mal bescheid, wenn Du mehr über Deinen Entwurf weißt, Masse und Maße und so. Würde mich mal interessieren.

Kennst Du das technische Taschenbuch von INA?
Gibt es kostenlos unter

INA Wälzlager Schaeffler oHG
Industriestr. 1 - 3
D-91074 Herzogenaurach

Das Buch MUSS man haben, es gibt kaum was, was da nicht drinsteht.

Viele Grüße
Thomas
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Hi, Stefan
Wasserhydraulik für ne Montierung-du machts mich neugierig-schwimmen deine Achsen im Wasser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Taschenbuch laß ich mir schicken-Preisliste hab ich schon.
zur Masse des Teleskopes(Tubus +Optik) 8" f 20 :21,6 kg (x2 =43 kg) bzw.
11" f 20 : 48,43 kg- Dec.Block ~ 45 kg -gegengewichte ~43-48 kg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Re: Im Zweifelsfalle fragen....

Moin!

Meine Guete, ihr baut mir ja schoene Sachen hier <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Thomas, das mit der Hydraulik wuerde mich jetzt auch mal interessieren ... Es gibt da eine Zeichnung bei Riekher,
da ist die Stundenachse recht gross und hohl ausgefuehrt und "schwimmt" zwecks Entlastung in einem Wasserbad.
Ea gab/gibt wohl auch Lager, in denen statt Wasser Quecksilber verwendet wird. Sowas in der Art?
Danke fuer den Tip mit dem Technischen Taschenbuch, wirklich eine ziemliche Fundgrube, auch wenn man sich erstmal
ein bischen 'reinlesen muss <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Entgegen der Abbildung auf dem Titel steht allerdings nix ueber Zahnraeder drin ...

Clark, werden die "Riesendinger" wieder Refraktoren? 11" f20 heisst ja ueber 5.5m Brennweite <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Wie willst Du den aufstellen?

Dixon <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
 
Re: Im Zweifelsfalle fragen....

Hi,
Alles erst mal Entwurfphase und Kostenkalkulation.
Antwort auf deine frage:In eine Kuppel von 6-8 m Durchmesser ( je nachdem 2 x 8 zoll od. 1x 11zoll bei f 18-20)mittels Hebebühne und zwei Helfer in die Montierung hieven. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Re: Im Zweifelsfalle fragen....

Waaaaahnnssiiiinnnnnnnn <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Frohes Schaffen!

Dixon
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Ciao,

interessantes Projekt bei Dir. Ich bin auch gerade in der Kegelrollenlager-Aussuch-Phase - bei ähnlichen Dimensionen für die Montierung und Lager.

Ein paar Fragen an alle Beteiligten:

1. Wie sieht das ominöse Saegmüller Design aus (Link ?) ?

2. Haben die radial dickeren Lager eigentlich (D-d grösser) auch grössere Anstellwinkel der Kegelrollenachsen gegen die Lagerachse (schrägere Rollen) ? Das drückt sich doch in diesem Y-Faktor aus, oder ? Damit wird dann festgelegt wie sich Radialkräfte in Axialkräfte übersetzen bei Belastung. Kann das jemand mal kurz kommentieren ?

3. Sieht jemand ein Problem, wenn man auf einer Achse die Lager-Dimensionen mischt ? - d.h. am Vorderende der Alpha-Achse (oben, der Dek.Achse zugewandt) ein grösseres Lager (auch Innendurchm. ist grösser, Achse wird mit Büchse vergrössert), am Hinterende ein kleineres. Ich möchte das machen, aus 2 Gründen: (a) die Radialbelastung im Lager ist oben/vorne grösser (Kippmoment). (b) Ich brauche eine Anschlussbüchse Alpha-Achse -> Dek.Achsgehäuse, also kann ich die Büchse auch gleich mit in das Lager integrieren, das sollte steifer sein ! (Ich hoffe Ihr könnt Euch das vorstellen ...?)

4. Ist es sinnvoll Hochgenauigkeits-(Kegelrollen-)lager zu verwenden, oder nicht ? Ich denke ein Rundlauf von 0.01mm sollte man höchstens haben, wegen der sonst wechselnden Luft zwischen Schneckenrad/Schnecke...? Oder ? Nehmt an man will Goto machen, dann befindet sich die Schnecke schon an sehr unterschiedlichen Stellen des Schneckenrades und die Luft variiert dann bei Nicht-Rundlauf...

5. Wie schwer ist Dein Teleskop (Bino) ? Bzw.: Wieviel trägt eine deutsche 75mm-Achsen-Montierung schätzungsweise photographisch (für Gitter-Newton). Sind 75kg Teleskop zuviel ? Die Alt AD-7 trägt diese Grössenordnung.

6. Wo bekommt man genaue Antriebe oder Einzel-Schnecken/Schneckenräder. Ich weiss von OTE http://www.ote.de/index.html
und bei Herrn Gierlinger http://members.aon.at/astronomie/GTM.htm. Hat jemand Erfahrungen mit einem von beiden ?

Schöne Grüsse,
Peter


 
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Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Hi,Peter
Zum Saegmüller-Design:Siehe http://www.refraktor-holz.de 2.Inhaltseite
zu 2)kann ich nicht viel beitragen ,außer vermutungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
zu 3)bei der Rekt.achse am anderen Ende(wo meist das Schneckenrad sitzt)könnte man ne nummer kleiner nehmen -die axialkräfte sind hier ja kleiner,also ein K-Lager mit geringerer Bauhöhe; bei der dekl.Achse kann der durchmesser 5-10 mm kleiner sein ,aber gleiche Lagergröße wegen gegengewichten!
mit deiner Büchsenphilosophie steigt ich nicht ganz durch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> ,würde eher die welle entsprechend abdrehen
zu 4 ) siehe 2)
5)Das 8" f20 Bino existiert noch nur auf Papier ,Gewicht ~43 kg-
Wam Kohler hat in seiner WAM 850 110er Achsen mit Präzisions-Rillenkugellager, und gibt max.Teleskopmasse 75 kg an (photographisch?)-Belasbarkeit: Kopf(Rekt.?!) 800 kg-Gegenwelle(Dekl.?!) 400 kg
Mal bei Ote -EQ-System nachgeschaut?!
Was Alt für Kegelrollenlager verwendet ,weiß ich nicht ,zumindest erscheinen seine Gehäuse dafür recht klein
zu 6)Wetzlar-Kremp bietet in Einzelanfertigung D 250 Modul 0,7 ~265 € + Schnecke ?
Was packte denn drauf ,auf deine Montierung?(weil du ja ein 20" spiegel suchstest vor dem BigBang!? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Hallo Peter

> Das drückt sich doch in diesem Y-Faktor aus, oder ? Damit
> wird dann festgelegt wie sich Radialkräfte in Axialkräfte #
> übersetzen bei Belastung. Kann das jemand mal kurz
> kommentieren ?

Der Y-Faktor ist zB. zur Betrachtung der axialen Kräfte wichtig. Bei radialer Belastung des Kegelrollenlagers treten durch die Schrägstellung der Lagerlaufbahnen auch axiale Kräfte auf die im Grenzfall eine Rolle spielen.
Beim Bau einer Montierung spielt das alles kaum eine Rolle,
man müsste schon ein 250kg Teleskop auf d=30mm Lager setzen um selbst so ein kleines Lager an seine Grenzen zu bringen.

> 3. Sieht jemand ein Problem, wenn man auf einer Achse die
> Lager-Dimensionen mischt ?

Das ist nicht nur kein Problem sondern in vielen Bereichen sogar durchaus üblich. :-)

> 4. Ist es sinnvoll Hochgenauigkeits-(Kegelrollen-)lager zu > verwenden, oder nicht ?

Völlig unnötig, die Standartlager laufen mit einem Rundlauf von besser als 4ym (auch wenn die Tabellen für den maximalen Belastungsfall mehr angeben), das ist völlig ausreichend. Viel wichtiger sind präziese gefertigte Lagerpassungen, debnn.. wenn die nicht stimmen, nutzen auch Genauigkeitslager garnichts.

> 6. Wo bekommt man genaue Antriebe oder Einzel-
> Schnecken/Schneckenräder. Ich weiss von OTE
> http://www.ote.de/index.html...

Wenn Du mal in unserer Gegend bist, dann schau doch einfach mal bei uns rein und lasse Dir ganz unverbindlich so einen Antrieb zeigen und erleutern.

Gruss
Jörg
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Ciao Jörg,

danke für Deinen Kommentar. Gibt es denn vielleicht 'Referenzen' für OTE Antriebe? Vielleicht irgendwo im Web photographische Ergebnisse, die mit Euren Antrieben erzielt worden sind. Die Aufname-Brennweiten, die mich interessieren, sind um die 2500mm.

Ausserdem habe ich heute meinen Kugellagerhändler kontaktiert. Er gibt mir folgende Radialschlag-Werte an für die SKF Lager:
d D Kennzeichen Radialschlag
75 115 32015X 20 my
110 160 T4CB 110 30 my

Also 2-3 Hunderstel Millimeter...?!!! Das erscheint mir viel im Vergleich zu den Angaben die Alt für den Rundlauf seiner AD-7 Achsen macht (10 ... 5 my).

Schöne Grüsse,
Peter

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Im Zweifelsfalle fragen....

Hi Dixon!

Sorry, habe Deinen Beitrag nur durch Zufall gefunden.
Das mit der schwimmenden Stundenachse habe ich nicht verstanden, gibt es da ´ne Zeichnung von?

Was die Hydraulik angeht, so hatte ich die völlig blödsinnige Idee, die Bewegungen des Teleskopes hydraulisch zu bewerkstelligen.
Ob das von der Genauigkeit her möglich ist, weiß ich noch nicht, ich weiß aber, dass es hochgenaue hydraulische Drehantriebe gibt, anstatt teure Schneckenantriebe mit Schneckenfehlern etc.
Und ich würde auch keine Ölhydraulik nehmen (wegen der unterschiedlichen Viskosität bei verschiedenen Temperaturen), sondern eine Wasserhydraulik.
Die Firma, die ich angeschrieben habe, konnte aber noch nicht antworten, wegen der Ferienzeit.
Diese Woche sollte es aber soweit sein, mal sehen, ob ich irgendwann eine hydraulische Montierung verwirklichen kann.

Bis dann!

Grüße
Thomas
 
Re: mal was Neues diesen Winter ...

Moin!


> Das mit der schwimmenden Stundenachse habe ich nicht verstanden, gibt es da ´ne Zeichnung von?

...hm, mal schauen. Notfalls selber zeichnen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


> Was die Hydraulik angeht, so hatte ich die völlig blödsinnige Idee, die Bewegungen des Teleskopes
> hydraulisch zu bewerkstelligen.
> Ob das von der Genauigkeit her möglich ist, weiß ich noch nicht, ich weiß aber, dass es hochgenaue
> hydraulische Drehantriebe gibt, anstatt teure Schneckenantriebe mit Schneckenfehlern etc.

Das waere mal was neues <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Hab' noch nie von sowas gehoert, jedenfalls nicht fuer Feinbewegungen.
Das man Werkzeuge (z.B. Bohrer) auch pneumatisch betreiben kann kenne ich ja.


> Und ich würde auch keine Ölhydraulik nehmen (wegen der unterschiedlichen Viskosität bei
> verschiedenen Temperaturen), sondern eine Wasserhydraulik.

Ich glaube, Wasser hat auch ein "Viskositaetsproblem", so unter Null Grad oder so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Oder braucht ein Feinantrieb soviel Druck?

Dixon
 
Re: mal was Neues diesen Winter ...

Hi!

Also, man darf pneumatisch nicht mit hydraulisch verwechseln.
Bei beiden geht es um Fluide. Aber die Pneumatik umfaßt die Gase, und die Hydraulik umfaßt die Flüssigkeiten.

Pneumatik würde ich für Feinbewegungen nicht nehmen, weil Gase eben stark kompressibel sind. Es gibt hochgenaue Pneumatikanlagen, bei denen aber Kostenfaktor der Regeltechnik den der eigentlichen Aktoren (Zylinder, Schwenkflügelmotoren etc) bei weitem übersteigt.

Hydraulik ist da besser.
Flüssigkeiten sind zar auch kompressibel, aber eben bei weitem nicht so stark, und schon gar nicht bei den Drücken, bei denen die Anlage später arbeiten soll. Das erhöht die Genauigkeit. (auch die Schläuche sind Quellen von ungenauigkeit, weil sie sich dehnen, ihr Volumen vergrößern und damit Volumen aufnehmen, was eigentlich für den Aktor bestimmt ist.)

Den Druck müßte man ausrechnen, den der ist ja einzig und alleine von der Belastung abhängig, da Pumpen ja keinen Druck erzeugen, sondern lediglich einen Volumenstrom liefern.
Ich denke, dass man mit kleinen Modellbaupumpen (schau mal unter www-leimbach-modellbau.de oder so nach, da sieht man kleine Hydraulikbauteile in Aktion), die gegen einen Druck von 30bar noch ankommen, arbeiten kann.
Das sollte reichen, die laufen mit 12V.

Dem "Viskositätsproblem" von Wasser (DIE Bezeichnung habe ich noch nie gehört. :-) ) beabsichtige ich mit normalem Frostschutzmittel beizukommen.
Nur was die Genauigkeit der Bauteile angeht, gibt es noch Klärungsbedarf.
Problematisch ist halt: Bei weitem nicht jede Hydraulikanlage läßt sich auf Wasserbetrieb umstellen, aber das muß man klären.

Bis dann!

Grüße
Thomas
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Hallo Peter...

> Gibt es denn vielleicht 'Referenzen' für OTE Antriebe?

Es wurden bereits einige der neuen Antriebe ausgeliefert. Von Bildern im Web weiss ich allerdings noch nichts.
Hier einige unsrer Kunden in Deiner Nähe:
In den nächsten Tagen liefern wir eine mit unseren Antrieben umgerüstete AOK Montierung WAM400 an einen Kunden in Heidelberg, also ganz in Deiner Nähe. Er macht viel CCD Fotografie damit. Ich werde Ihn erst fragen ob es ihm recht ist und Dir dann mal seine E-Mail Adresse schicken, dann kannst Du ihn mal besuchen.
Aufnahmen mit über 2m Brennweite wird es auch bald geben. Etwa 40km von Dir entfernt (also auch nicht zu weit) etwas hinter Karlsruhe, instalieren wir bei einem anderen Kunden gerade eine OTE1200 die eine 300mm Schmidtkamera und einen grossen Newton trägt. Dort werden mit Sicherheit Bilder mit sehr grossen Brennweiten entstehen. Gerade dieser Kunde (wohl einer der Top-Astrofotografen in Deutschland) macht übrigens einige der besten Astroaufnahmen die ich je gesehen habe ! Der vorgesehene 45cm Newton ist allerdings noch nicht da.
Zu guter Letzt instalieren wir gerade eine grössere Montierung an der Sternwarte Bad-Kreutznach, etwa 60km von Heidelberg.

> 75 115 32015X 20 my
> 110 160 T4CB 110 30 my
> Also 2-3 Hunderstel Millimeter...?!!!

Das sind die bekannten Werte aus den Datenbüchern der Hersteller. Diese Fehler sind als "worst case" Werte zu sehen. Ich konnte leider nie herausfinden unter welchen Bedingungen diese Fehler eigentlich gemessen werden (bei max. Belastung, Max. Drehzahl ?) aber wir konnten diese Fehler nie reproduzieren. Wenn die Lagerpassungen ordentlich gemacht sind und die Lager fachgerecht eingebaut wurden, messen wir weit kleinere Fehler und die von ALT angegebenen Wert scheinen durchaus realistisch.
Übrigens... Genauigkeitslager währen auch kaum zu bezahlen, sie kosten für gewöhnlich ein Mehrfaches des normalen Preises.

beste Grüsse
Jörg
 
Re: Im Zweifelsfalle rechnen....

Ciao Jörg,

die Adresse oder Email Eurer Kunden hier in der Gegend zu bekommen, wäre sehr hilfreich. Im Zweifelsfall steht meine Email auch in meinem Profil !
Danke auch für die Bemerkungen zum Rundlauf der Kegelrollenlager.

Schöne Grüsse,
Peter
 
Re: mal was Neues diesen Winter ...

Hallo Thomas, die Hydraulikidee hatte ich auch schon einmal. Und habe das sogar weiterverfolgt. Über Wasser mit Frostschutz würde ich nicht weiter nachdenken da bei einer Hydraulikanlage immer irgendwelche Rückschlagventile benötigt werden meistens sind dann im System rostende Teile verbaut. Es gibt Öle in sehr dünnflüssiger Form z.B. normales ATF Öl. Ich vertreibe selber Hydraulische Ruderanlagen fur Boote. Hierbei wird als Pumpe eine sogenannte Plunger -Pumpe verwendet. Hierbei drücken sechs oder mehr Kolben auf eine Kreisbahn die wie eine schiefe Ebene gelagert ist. Das ganze kann man umkehren und als Abtriebelement verwenden. Da hier nur sechs Kolben arbeiten ergiebt sich ein sehr großer periodischer Fehler!! Um diesen zu eliminieren müßten hier schon wesentlich mehr Kolben arbeiten so 250 etwa. So eine Pumpe gibt es aber nicht. Es gibt Kreissegmentzylinder diese müssen aber auch wieder mit irgendeiner Pumpe angetrieben werden. Die Lösung wäre: Kreisegmentzylinder plus einen geraden Hydraulikzylinder als Antrieb mit Referenzgewicht und Bypassventil. Nach einer gewissen Zeit je nach Volumen des Antribszylinders müßte diese wieder wie eine Luftpumpe aufgezogen werden. Go-To ist damit nicht genau genug realisierbar. Ausserdem hat die Hydraulische Anlage das Problem das der abeitende Zylinder weniger Reibung hat wie der stehende. Das heißt: will man den Ruhenden Zylinder in Bewegung versetzen muß erst die Anlaufreibung überwunden werden. Ich bin später zu der Mechanik zurückgekehrt und bei den Harmonc- Drives gelandet. Hier werden Kreuzrollenlager verwendet dieses sind im 180°Winkel zueinander versetzte Zylinderrollen diese habe ich allerdings noch bei keinem Anbieter gefunden ausser bei Harmonic- Drive. Hier ersetzt ein Lager zwei. Dieses Lager kann die kompletten Kräfte spielfrei aufnehmen. Der Dietmar Böcker hat dies mit seiner Atlas- Montierung eindrucksvoll bewiesen. Meine große Godzilla- Montierung kann man hier ansehen: Godzillas Homepage Hierüber wurde schon einmal unter "Kuppel" diskutiert
Gruß
Andreas

 
Re: Im Zweifelsfalle - Wasserspiele (mit Bild)

Moin!


> Das mit der schwimmenden Stundenachse habe ich nicht verstanden, gibt es da ´ne Zeichnung von?

Naja, ich hab' mal eine gemacht. Ueberhaupt nicht masstaeblich usw. aber das Prinzip ist erkennbar.

Link zur Grafik: http://www.astrotreff.de/members/Dixon/Wasserlager.jpg

Aber nochmal 'ne grundsaetzliche Frage: Soll Deine hydraulische Feinbewegung eine in Rotation sein
(kontinuerlich) oder soll das tangential erfolgen, also nicht kontinuierlich, aehnlich den einfachen
Nachfuehrungen die man beim Fotographieren nimmt ("Barn-Door-Drive")?

Genug geloechert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Dixon
 
Re: mal was Neues diesen Winter ...

Hi Andreas!

Als Hydraulikflüssigkeit kämen HFA-Flüssigkeiten in Frage, die haben einen Konzentratanteil von 1 - 5% (gegen Korrosion und als Frostschutz), der Rest ist Wasser. Diese Art von Flüssigkeiten dürften geeignet sein.

Ich habe "Hydraulik" im Studium gehört, aber eine "Plunger-Pumpe" kenne ich nicht.
Ein Plunger ist ja ein Kolben, der nur aus der Kolbenstange besteht und ausschließlich lineare Bewegungen durchführt.

Aus Deiner Beschreibung würde ich auf auf die Familie der Axial-Kolben-Maschinen schließen.
Meinst Du eine Taumelscheiben-, eine Schrägscheiben oder eine Schrägachsenmaschine?

Die haben aufgrund des Kolbenverdrängerprinzips und der geringen Anzahl der Kolben (ich kenne Pumpen mit max. 9 Kolben) eine mäßige Pulsation und kämen auch schon aus rein preislichen Gründen und Gründen der Größe nicht in Frage.

Was mir vorschwebt, ist eine kleine Zahnradpumpe, da ich ja nur einen sehr geringen Volumenstrom brauche.

Ich wollte eine normale, kleine Pumpe (die Servolenkungspumpe aus der A-Klasse wäre ideal, das ist eine 12V-Flügelzellenpumpe mit wenig Pulsation, besser noch wäre eine Schraubenpumpe, die hat gar keine Pulsation. *lechz* <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )
nehmen, die ganz normale Druckflüssigkeit aus einem kleinen Tank ansaugt und zu einem normalen Schwenkflügelmotor pumpt.
Volumendifferenzen, die bei Schwenkflügelmotoren aber sehr klein sind, werden, wie in der Hydraulik üblich, auch durch diesen Tank ausgeglichen, durch den ich das System gefiltert befüllen kann.
Ein Druckbegrenzungventil mit Abfluss zum Tank sorgt für Sicherheit, geschaltet werden sollen die Bewegungen mit 4/3-Wege-Ventilen.

Kennst Du die Hydraulikzylinder, die bei Flusimulatoren verwendet werden?
Die haben um den Kolben herum eine gewollte und kontrollierte Leckage, damit sie ohne Stick-Slip-Effekt anlaufen. Die Positioniergenauigkeit ist ungeheuer hoch.
DAS müßte man haben! Man müßte bei den Schwenkflügelmotoren schwimmende Flügel haben. Mal sehen, bald bekomme ich bescheid, was die Genauigkeit der Schwenkflügelmotoren und deren Eignung bezüglich Wasserhydraulik angeht.

Bis dann!

Grüße
Thomas
 
Re: Im Zweifelsfalle - Wasserspiele (mit Bild)

HI!

Das ist ´ne gute Zeichnung!

Am besten gefällt mir aber die Ente, muß ich sagen. Ich schätze, ohne die funktioniert die Montierung auch gar nicht, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Über die Zeichnung muß ich erst nachdenken...
Wenn ich das richtig verstehe, sorgt der Hohlkörper für Auftrieb und reduziert somit die Reibung auf die Lager, die dafür sorgen, dass der Krempel nicht weg rutscht, stimmt´s? Oder rede ich Stuss? (sag ruhig "ja" , stimmt immer! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

Aber was die Hydraulik angeht:
Ich möchte gerne Schwenkflügelmotoren verwendet, also das nötige Drehmoment direkt über die Achse einleiten.
Denn Du hast vollkommen recht: Wenn man das über einen Zylinder machen würde, wäre die Geschwindigkeit von der Form her ähnlich einer Sinuskurve, und die kann ich nicht gebrauchen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Bis bald!

Grüße
Thomas
 
Re: Im Zweifelsfalle - Wasserspiele (mit Bild)

Hallo Thomas,
ich dachte an den Zylinder mit Gewicht als Antrieb und den Schwenkflügelmotor als Abtrieb dann ist die Bewegung linear. Meine Plungerpumpen haben einen Aussendurchmesser von 120mm es sind 9 Linearzylinder die von einer Taumelscheibe angetrieben werden. So eine Pumpe kostet 350€ und hat den Vorteil das jede noch so kleine eingangsdrehung auch sofort in Druck umgewandelt wird. Die Rollenzellen oder Zahnradpumpen kannst Du alle vergessen weil erst ab einer bestimmten Drehzahl der Druck ansteigt oder anders ausgedrückt die Rollenzellen oder Zahnräder haben keine Abdichtungslippen bei Verwendung ohne Rückschlagventile würde Dein Scheibenkolben nicht in der Position gehalten da das Medium an den Zellen vorbeiströmen kann. Die nötigen Rückschlagventiele Feder auf Kugel haben immer Spiel und diese Lösung scheidet aus. Die Plungerpumpen sind spielfrei und haben Abdichtungen. Ich hebe leider keine Innenansicht aber die Dimensionen meiner Ruderanlagen kannst Du hier ansehen: Plungerpumpe Diese Pumpe ist ausserdem für langsame Eingangsdrehung gebaut da hier ein Lenkrad anmontiert wirdDie Zeichnung mit der Wasserlagerung ist fast perfekt ich habe mal von einer Algenart gehört die Frostschutzkarakter besitzt die könnte man bestimmt ansiedelen wenn mann Salzwasser verwendet.
Gruß Andreas
 
Re: Im Zweifelsfalle - Wasserspiele (mit Bild)

Moin!


> Über die Zeichnung muß ich erst nachdenken...
> Wenn ich das richtig verstehe, sorgt der Hohlkörper für Auftrieb und reduziert somit die Reibung auf die
> Lager, die dafür sorgen, dass der Krempel nicht weg rutscht, stimmt´s? Oder rede ich Stuss? (sag ruhig
> "ja" , stimmt immer! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

Genau so ist das wohl gedacht. Leider steht der "Riekher" ("Fernrohre und ihre Meister") in einer etwas
entfernten Bibliothek, kann da also nicht schnell mal nachgucken.
Sowas gibt's auch mechanisch, das hat ein Herr Meyer bei Zeiss sich mal ausgedacht. Das Gewicht wird von
massiven, aber ungenauen Lagern getragen, bessere Lager (Gleitlager) sorgen dann fuer die Praezision, die
sind sehr viel weniger belastet und halten darum laenger.
Das Prinzip habe ich schon verstanden, die praktische Ausfuehrung noch nicht... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />


> Aber was die Hydraulik angeht:
> Ich möchte gerne Schwenkflügelmotoren verwendet, also das nötige Drehmoment direkt über die Achse
> einleiten.Denn Du hast vollkommen recht: Wenn man das über einen Zylinder machen würde, wäre die
> Geschwindigkeit von der Form her ähnlich einer Sinuskurve, und die kann ich nicht gebrauchen.

So, jetzt bin ich mal wieder mit "Stuss" dran <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Wat zum Kuckuck is 'n "Schwenkflügelmotor"? Bei Schwenkfluegeln denke ich an Hubschrauber ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Das mit den Plungern und Schraegscheibenpumpen hab' ich verstanden, da gibt's auch eine Abbildung im
Technischen Taschenbuch. Wie schon gesagt, mein Problem ist die Vorstellung einer rotativen Feinbewegung
mit Hydraulik, darum die Idee mit dem tangentialen Antrieb. Sowas gibt's bereits mit Schrauben.
Vielleicht laesst sich ja die Tangenskurve hydraulisch besser wegregeln als (elektro-)mechanisch.

Dixon

 
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