Kein Saft mehr

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Haueha

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Hallo,

seit kurzem habe ich eine kleine Kreissäge am Start. Es handelt sich um das mehrfach diskutierte "Bucht" Celestron SLT60, Alt-Az motorisiert. Nach einem ersten Einsatz gleich mehrere Fragen hierzu, wahrscheinlich eher an die Besitzer von ähnlichen Celestron Produkten:

Für die Stromversorgung müssen 8x AA Batterien eingelegt werden. Ich habe es gleich mal mit Akkus versucht (2700 mA, 1,2 V). 2x ausgerichtet per Sky-Algin (dazu werden 3 beliebige Sterne ausgesucht und bestätigt) und ab geht die wilde Fahrt (GoTo/Nachführen etc.). Leider nicht bei ca. -3 Grad. Da war der Spaß schlagartig vorbei, kein Saft mehr. Ok, war zu erwarten und wieder was dazugelernt, der Leistungsabfall scheint dramatisch zu sein. Selbst das Dislpay der Handsteuerung war nicht mehr lesbar.

1). Mit Stromadapter dürfte das besser funktionieren. Aber wie mache ich das später auf der Wiese. Gibt es günstige Powerpacks ala Autobatterie?

2). Kann ich das Display/die Handsteuerung irgendwie warmhalten, macht das Sinn? Wie bleibt die Schrift lesbar? Oder war das ein Effekt der mangelnden Stromversorgung? Irgendwann zeigte das Display sowas wie "no communication", wahrscheinlich mit der Montierung/Goto.

3). Die mitgelieferten Okulare sind natürlich nicht so dolle. Ich habe also ED Okulare verwendet, die ca. 2-3x soviel wiegen. Die sind aber zu schwer, wenn die Motorisierung abgeschaltet ist und die Servos "freigängig" sind. Kann man die Achsen strammer stellen, speziell im "Alt" (hochrunter)?

4). Im abgeschalteten Zustand kann man das Teleskop wie gehabt benutzen, also im azimutal-Dobson Style. Aber im Azimut ist die Achse dermaßen stramm, ich habe mich nicht getraut, da Gewalt anzuwenden. Hat das Problem noch jemand?

5). Nur noch ein kleiner Nachtrag: Das Tripod/Stativ sah "auf dem Bild" angemessen aus, ist aber doch ganz schön verwindungsfreundlich. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob das wirklich ein Schnäppchen war ... ?)

Na dann gute Nacht :augenrubbel:

CS
Andreas
 
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Hallo Andreas,

ich betreibe mein Nexstar 8i meinst mit einem PowerTank aus dem Autozubehörhandel. Es handelt sich dabei eigentlich um ein Starthilfeaggregat mit eingebauter Autosatterie 12 Ah. Beim Kauf würde ich nicht den allerletzen Schrott wählen (ab ca. 30 Euro), da nach meiner Erfahrung bei diesen Geräten das Gehäuse bruchempfindlicher ist als bei den etwas höherwertigen - gerade bei tiefen Temperaturen wichtig! Mein PowerTank hat ca. 50 Euro gekostet (Marke Titan) und hat mehrere eingebaute Steckdosen (und zusätzlich zwei dicke Kabel zur Starthilfe, klasse fürs Motorrad...).

Mein Display verabschiedet sich bei tieferen Temperaturen übrigens nicht komplett, es bleibt immer lesbar. Vielleicht war bei Dir ja nur die Spannung zu niedrig?

Grüße Klaus
 
Hallo Klaus,

danke für deine Info.

Als ich heute morgen noch mal getestet habe (Raumtemperatur im Wohnzimmer mit den selben Akku's von gestern abend), war alles einwandfrei betriebsbereit. Die Akkus waren nicht leer und die Handsteuerung hat wunderbar funktioniert. Mir hat also nur die Kälte zu schaffen gemacht und die Akku's komplett lahmgelegt.

Ein Powertank muß her. Zumal auch noch das Laptop versorgt werden muß (Im Garten geht das noch mit der Kabeltrommel).

Hast du mal Rahmendaten, welche Kapazität (Ah) sollte es mind. sein. Sind idR. alle für den Einsatz bei Kälte geeignet (mal abgesehen von "bruchfest")?

CS
Andreas
 
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Hi Andreas,

ich halte schon für Goto-Anwendungen die üblichen Power-Tanks für zu klein, dabei auch im Hinterkopf, einen Blei-Akku (egal ob Gel oder nicht) nur mit 30% der Nennkapazität zu entladen, damit das Ding lang hält. Da bleiben beim 12Ah nur effektiv 4 nutzbare Ah übrig, und die schlürft das Goto sich zügig rein, für den Laptop bleibt da keine Reserve, außer eben auf Verschleiss zu gehen.
Eine 36Ah Autobatterie hingegen liefert die 12Ah, die man wirklich haben möchte. Dann kann die Montierung bei durchschnittlich 500mA 8 Stunden laufen und der Laptop mit 1A (energiesparend eingestellt mit z.B. einer Webcam) nochmal 8 Stunden nuckeln. So hält der Akku dann auch seine 5 Jahre Lebensdauer aus. Danach gibt man den Akku per Pfand zurück und kauft nen neuen. Das Ladegerät kauft man nur einmal und man kann sich auch leicht erweitern, wenn man überrascht feststellt, dass man gerne noch eine Taukappenheizung betreiben möchte.
Die Power-Tanks sind in meinen Augen das typische Wegwerfprodukt, was auf lange Sicht einfach nur teuer ist und problematischen Sondermüll produziert. Schließlich geht die gebrauchte Autobatterie direkt ins Recycling, während der Powertank erstmal via Elektroschrott die Stationen abwandert.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

ich rate auch zum Selbstbau. Bei Pollin.de gibt es
z.B. Bleigel Akkus mit 28Ah, die noch bezahlbar sind.
Wichtig ist es, den Akku gegen Auskühlung zu schützen,
also nicht direkt aufs Eis stellen, sondern am besten
in eine Kiste mit Styropor zur Isolierung packen.
Wichtig ist auch eine Sicherung vorzusehen, damit nicht
bei versehentlichen Kurzschlüssen der ganze Kram abbrennt.
10A träge ist da ein netter Wert, denn mehr Strom braucht
man nicht, jedenfalls nicht lange. Auch ein Griff zum
Tragen ist in der Praxis sehr wertvoll. Wenn man das alles
zusammengebröselt hat, dann macht das auch Spaß und man hat
eine Sorge weniger.
Zum Akkuladen kann ich nur sehr empfehlen mit konstanten
13,8V zu laden. Dann gibt es kein Gasen und auch kein
Unglück, wenn man mal vergißt den Akku vom Ladegerät zu
nehmen. ( Das passiert mit nämlich immer, aber mit 13,8V
kann man den Akku auf Dauer puffern ) Hierzu lohnt die
Investition in ein stabilisiertes Netzteil mit 13,8V oder
gleich ein kleines Labornetzgerät, das man von 0 - 30V und
0 - 2,5A oder so ähnlich beliebig einstellen kann. Das
tuts dann auch als stationäres Netzteil für das Equipment
zu Hause, wenn man nicht mehr als 2,5A braucht. Gibts aber
auch größer.

 
Hallo Sven, hallo Antonius

danke für eure Tipps.

Das hört sich alles sehr vernünftig an und ich würde mich gern daran halten.

Aber:

Die hab ich nicht gefunden ...


Bin leider kein Elektriker, was heißt denn das? Ist das so, wie Sven schon geschildert hat: Sich nur eines Drittels der Nennkapazität zu bedienen? Oder beziehst du dich auf die Sicherung? ?)

Habt ihr eine Bauanleitug oder ähnliches, damit ich das gleich richtig umsetzen kann. Sonst geht das bestimmt in die Hose.


Ich habe in der Spezifikation zum Teleskop nachgesehen:

Input Voltage : 12 V DC Nominal
Batteries Required : 8 AA Alkaline
Power Supply Requirements: 12 VDC-750 mA (Tip Positiv)

Was heißt denn das Letzte? :mauer:

CS
Andreas
 
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Hallo Andreas,

na Tip Positiv wird wohl heißen, dass die Spitze des Steckers der Pluspol ist. Da gibbet ja auch so Symbole zu, so in etwa -(o+ womit eben gemeint ist, dass außen rum - ist und innen drin +.
Ja, von Strom hast Du wirklich wenig Ahnung. Also die 10A Sicherung bedeutet, dass sie durchbrennt, wenn ein Strom von 10 Ampere durch die Sicherung fließt. Träge bedeutet, dass die Sicherung aber die 10A noch so für eine hundertstel Sekunde erträgt, falls mal eine Lastspitze z.B. beim Anfahren von Elektromotoren kommt.
750mA bedeutet, dass Dein Teleskop hofft mit 0,75 Ampere strom auszukommen, also würden 10 Teleskope 7,5 Ampere ziehen und alle an der gleichen 10A Sicherung diese nicht durchbrennen lassen.
12V ist die Spannung, die der Autoakku liefert, naja 8 Batterien a 1,5 Volt hintereinander ergeben eben auch 12V.

Im Prinzip machst Du folgendes: Du gehst in so einen Elektro-Elektronik-Krimskrams-Laden und kaufst dort dicken Draht, zwei-adrig, z.B. Boxenkabel. Es muss nicht dick wie ein Schiffstau sein, aber es soll schon 5 Ampere aushalten. Kannst Du ja dem Verkäufer sagen. Dann noch 2 Batterieklemmen, eine rot, eine schwarz, getreu dem Motto "rot ist schwarz und plus ist Minus", will sagen der Pluspol ist rot.
Nun wird schonmal Draht A and Klemme A gelötet und Draht B an Klemme B. Jetzt wird in einen der beiden Drähte eine Sicherungshalterung eingebaut, es gibt da so selbst ins Kabel einschneidende Sicherungshalter für Kfz-Sicherungen. Da schneidet man den Draht ein Stück hinter der Klemme (welche ist beliebig) durch und legt die beiden Enden in diese Sicherungshalterung hinein. Dann drückt man das Ding zu, es rastet ein und zwei Kontaktbleche haben sich durch die Isolation des Drahtes in das Kupfer gedrückt. Jetzt nur noch eine 10A Kfz-Sicherung da einstecken, und die Sache ist schonmal gegen plötzliche Leuchterscheinungen mit Wärmeentwicklung und Säurebad abgesichert.
Nun muss noch ein zum Teleskop passender Stecker an das andere Ende des Kabels angelötet werden. Hier geht es dann wieder um rot ist schwarz und plus ist minus, denn beim Stecker muss ja Plus an der Spitze ankommen. Um das zu prüfen lohnt die Investition in ein 5 Euro billig Messgerät, was beim selben Krauter bestimmt vorrätig ist. Das Messgerät hat auch wieder rot ist schwarz und plus ist Minus. Wenn man den roten Messkontakt da andrückt, wo plus sein soll und denn schwarzen da wo Minus sein soll, dann müsste auf dem Messgerät +13,x Volt stehen (wenn es auf Gleichstrommessung eingestellt ist und die Batterieklemmen angeschlossen sind).
Dann wäre nur noch dafür zu sorgen, dass die Batterieklemmen nicht offen in der Gegend herumlungern. Sollte sich nämlich z.B. ein Schraubenzieher auf beide Klemmen gleichzeitig verirren, gibt es trotz Sicherung (bzw. an der Sicherung vorbei) die besagte Leuchterscheinung!

Allerdings, zugegeben, ich würde Kontakt zu jemandem Suchen, der sowas schonmal gemacht hat.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Andreas,

meine Monti zieht laut Hersteller 750 mA. Wenn ich in bitterkalter Nach nur noch ein Drittel der Batteriekapazität habe, dann reicht das bei einer Nennkapazität von 12 Ah immer noch für über 5 Stunden - so lange schaue ich nie am Stück (vor allem nicht in bitterkalter Nacht :krank: ...).

Überleg Dir, wie lange Du wirklich draußen bist, und was Du alles dranhängen willst, dann kannst Du einfach ausrechen, welche Akkuleistung erforderlich ist.

Grüße Klaus
 
Hallo Andreas,


Also ich besitze(noch aber nicht mehr lange)das Celestron NexStar 114 GT.

Das Problem mit der "Elektrik" hatte ich auch mal. Dann hab ich mir die "Energizer" 1,5V Batterien geholt, seither klappts auch mit der "Elektrik".Ich nutze 8 Stück, allerdings hänge ich nichts zusätzlich mehr dran u. länger als 2 Stunden bin ich auch nie draußen.


Die Energizer sollen laut Hersteller bei - 20C immer noch ihren Dienst vollbringen!!!

LG
Patricia
 
Hallo Patricia

...nur 2 Std ? :augenrubbel:

die brauch ich ja schon zum aufbauen :biggrin:

CS Rüdiger
 
Hallo Rüdiger,

guter Vorschlag für Dich: am besten Du startest mit der Nachführung erst wenn du aufgebaut hast :biggrin: .

Gruß Klaus

PS: Wer mit einem GoTo zwei Stunden zum Aufbauen braucht sollte sich mal die Bedienungsanleitung durchlesen. Ich brauche incl. Align 10 Minuten.
 
Hallo "schneller" Klaus


:hochachtung:

... du bist der schnellst !

CS Rüdiger
 
Hallo Rüdiger,

klar bin icht der schnellste...

Aber Dein Atavar ist trotzdem super!

Gruß Klaus
 
Hallo,

Vielen Dank für eure Tipps. Das Thema Strom sollte jetzt kein Problem mehr sein. :)

P.S. Eigentlich stehe ich auf spontane Leuchterscheinungen, aber in diesem Fall werde ich nochmal vom ungewollten Lichtbogenschweissen mit Schrauberzieher absehen. Sollte mir dennoch irgendwann die Power ausgehen, habe ich eine Anleitung, wie aus "keine Saft mehr" -> "mehr Saft" wird.

Danke und CS
Andreas
 
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Hi,

abschliessend:

ich habe mir eine Power Station (Marke Unitec 17Ah) geholt.
Bei 30% der Nennkapazität dürfte das immer noch für 3-4 Std. reichen, wenn Teleskop und Laptop dranhängen.

Nochmals danke für eure Tipps.

CS
Andreas
 
Hallo Leute,

wie schaut´s denn aus, wenn die Montierung für 12 V ausgelegt ist. Geht Ihr dann direkt mit den mit 13,8 V der Autobatterie ´dran oder muss da ein Spannungsstabilisator für 12 V ´rein?
Immerhin liegt die Autobatteriespannung ja 1,8 Volt über der Betriebsspannung der Montierung.

Gruß
Andreas
 
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Hi Andreas,

Meinen NexStar SLT 130 betreibe ich mit 10 Zellen NiCd Akkus. Die haben zusammen eine Nennspannung von 12V, so wie auch eine Autobatterie. Ähnlich wie eine Autobatterie haben sie aber auch eine erhöhte Spannung, direkt nachdem sie vom Ladegerät genommen wurden. Liegt in meinem Falle etwas über 14V. Verträgt die Celestron-Elektr(on)ik ohne Probleme.
 
Hi Zusammen,

12V wird ja immer gewählt, damit man eben das Teil auch am Zigarettenanzünder betreiben kann. Normalerweise bekommt die Elektronik sowieso 5V über einen internen Stabilisator, und so ein typischer 7805 hält eben noch deutlich mehr als 14V aus. Einige Steuerungen geben die Spannung aber ohne weitere Regelung auf die Schrittmotoren, was deren Drehmoment normalerweise verbessert. Montierungshersteller legen die Motoren todsicher auch so aus, dass die Dinger am Autoakku funzen. Und Servomotoren für Goto-Krempel haben entweder eine eigene Stabilisierung oder sie müssen es auch aushalten.

Ein Astro-Hersteller, der ein 12V Teil so auslegt, dass es nicht an der Autobatterie funzt, sollte selbst mal mit der Zunge an 13,8V kurzgeschlossen werden.

Clear Skies
Sven
 
Hi Andreas,

erstmal- eine Autobatterie hat 12V.

Zum Laden wird sie an eine höhere Spannung gehängt, im Auto selbst können das durchaus über 14V sein.

Bleigelakkus oder auch kleinere normale Autobatterien sollte man möglichst mit 13,8V konstanter Spannung laden, das schütz besonders bei den Bleigelakkus vor Überladung bzw. zu hohem Ladestrom.

Nimmst du Batterie oder den Akku vom Ladegerät und misst dann die Spannung so zeigt dein Messgerät annähernd die Ladespannung an. Das ist aber nur der Fall solang dein Akku unbelastet ist.

Hängst du nun eine Last dran- Lampe, Motor, Steuerung oder was auch immer so geht die Leerlaufspannung auf die Sollspannung zurück.
Größer 12V wird sie nur dann bleiben wenn du einen sehr starken Akku bzw. Batterie hast, z.B. 45Ah und hängst nur eine sehr kleine Last dran.

Gute Bleigelakkus dürfen übrigens auch in ihrer vollen Kapazität entladen werden, nur eine Tiefentladung sollte man vermeiden, dabei fällt die Spannung des Akkus dann auch stark ab. Bei normaler Entladung kann man aus einem 7,2Ah Akku durchaus auch annähernd die 7,2Ah entnehmen. Eine Anzeige der Spannung bzw. Warnanzeige wenn die Spannung unter 10V fällt wäre hilfreich.

Richtiges Laden hilft die Lebensdauer hoch zu halten- und natürlich sollte man nicht die "Billigteile" wählen, die taugen nix. Da stammen wohl auch die GEschichten her das man höchstens 30% Kapazität nutzen dürfe :D

Gruß
Stefan
 
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