hsedlatschek
Aktives Mitglied
Hallo,
am 09.04.2010 um 23.04 MESZ war es so weit. Ich konnte meinem 500.Kleinplaneten beobachten.
Die Ehre wurde dem KP486 Cremona zu teil. Mit 13,0 mag war er kein Problem für meinen 14“ Dobson. Der Kleinplanet war zu diesem Zeitpunkt 154 Mill. km von der Erde entfernt, hat einen Durchmesser von 24,5km und eine Albedo von 0.11 (Daten aus GUIDE8.0)
Vor fast genau 25 Jahren am 21.04.1985 war die Vesta mein 1. KP, gesehen mit einem Vixen Refraktor 60/420.
In den ersten Jahren war die Beobachtung der Kleinplaneten bis auf die wenigen hellen Objekte, deren Daten in den Jahresbüchern standen, nicht ganz einfach.
In Ahnerts „Kalender für Sternfreunde“ wurden die Konjunktionen der Kleinplaneten mit hellen Sternen aufgeführt und so wurde dann das Aufsuchen der Objekte möglich.
Erst als Computer und gute Sternprogramme, wie GUIDE zur Verfügung standen, wurde die Sache einfacher. Mit Guide8.0 macht das Aufsuchen sehr viel Spaß, denn die Genauigkeit des Programms ist beachtlich.
Erst mit den Projekt von Lothar Singer (Lots) siehe hier: http://lotharsinger.npage.de/beobachtungsprojekte_61223259.html
alle KP’s mit den Nummern 1-100 zu beobachten, steigerte sich die Zahl der beobachten KP’s mit manchmal über 100 pro Jahr.
Das lässt jetzt wieder deutlich nach, denn die Hellsten hab ich durch, jetzt bewegen sich die Helligkeiten immer so um die 13,0-13,5 mag.
Mein schwächstes Objekt war der KP157, Dejanira am 20.03.2009 mit 14.0 mag. Mein hellster der KP4, Vesta mit 5,4 mag, beobachtet am 07.07.1989.
Auch die Schnellläufer KP 2002 NY 40 am 18.08.2002 und KP 2007 TU 24 am 28.01.2008 waren bemerkenswert. Sie zu beobachten, wie sie in kurzer Zeit über den Himmel zogen, die Bewegungen konnten am Teleskop life verfolgt werden, waren schon Leckerbissen.
Was noch aussteht, ist eine Sternbedeckung durch einen Kleinplaneten, da halte ich aber ein wachsames Auge darauf.
Insgesamt wurden 594 Beobachtungen an Kleinplaneten durchgeführt.
Welcher fehlender KP nun gerade günstig zu beobachten ist, frage ich mit dem Programm „SAW“ ab. Hier habe ich in einer Favoritenliste alle ausstehenden KP bis zur Nr 1100 eingegeben, mit höheren Nummern sind meist schwächer als 14 mag, die werden dann mit GUIDE8.0 überwacht.
Das Programm SAW zeigt mir dann in einer Liste alle Daten an, die gerade zur Beobachtung wichtig sind. Das ist ein vorzügliches Werkzeug, das ich nicht mehr missen möchte.
Dank hierfür an Andre Wulff der dieses Programm, dass noch wesentlich mehr kann, kostenlos im Netz zur Verfügung stellt http://www.andrewulff.de/saw/
Jetzt wird mancher sagen, och wie langweilig, nur so ein Pünktchen am Himmel anzuschauen.
Aber wenn man sich vorstellt (das gilt auch für alle anderen Objekte am Himmel) was man da sieht, einen Steinbrocken von paar km bis einige 100 km Größe, manche mit minimalen Albedos, hunderte von Mill. km entfernt und die unter Millionen von Sternen zu finden und zu sehen, finde ich ist es wert, danach Ausschau zu halten, zu Mal sich ihre Position am Himmel und ihre Helligkeit laufend ändert.
Die hellsten KP’s können schon mit Ferngläsern beobachtet werden und die Positionsveränderungen ist schon nach Stunden oder Tagen zu sehen. Ein Blick darauf lohnt sich immer, besonders auch für Anfänger.
Gruß Helmut
am 09.04.2010 um 23.04 MESZ war es so weit. Ich konnte meinem 500.Kleinplaneten beobachten.
Die Ehre wurde dem KP486 Cremona zu teil. Mit 13,0 mag war er kein Problem für meinen 14“ Dobson. Der Kleinplanet war zu diesem Zeitpunkt 154 Mill. km von der Erde entfernt, hat einen Durchmesser von 24,5km und eine Albedo von 0.11 (Daten aus GUIDE8.0)
Vor fast genau 25 Jahren am 21.04.1985 war die Vesta mein 1. KP, gesehen mit einem Vixen Refraktor 60/420.
In den ersten Jahren war die Beobachtung der Kleinplaneten bis auf die wenigen hellen Objekte, deren Daten in den Jahresbüchern standen, nicht ganz einfach.
In Ahnerts „Kalender für Sternfreunde“ wurden die Konjunktionen der Kleinplaneten mit hellen Sternen aufgeführt und so wurde dann das Aufsuchen der Objekte möglich.
Erst als Computer und gute Sternprogramme, wie GUIDE zur Verfügung standen, wurde die Sache einfacher. Mit Guide8.0 macht das Aufsuchen sehr viel Spaß, denn die Genauigkeit des Programms ist beachtlich.
Erst mit den Projekt von Lothar Singer (Lots) siehe hier: http://lotharsinger.npage.de/beobachtungsprojekte_61223259.html
alle KP’s mit den Nummern 1-100 zu beobachten, steigerte sich die Zahl der beobachten KP’s mit manchmal über 100 pro Jahr.
Das lässt jetzt wieder deutlich nach, denn die Hellsten hab ich durch, jetzt bewegen sich die Helligkeiten immer so um die 13,0-13,5 mag.
Mein schwächstes Objekt war der KP157, Dejanira am 20.03.2009 mit 14.0 mag. Mein hellster der KP4, Vesta mit 5,4 mag, beobachtet am 07.07.1989.
Auch die Schnellläufer KP 2002 NY 40 am 18.08.2002 und KP 2007 TU 24 am 28.01.2008 waren bemerkenswert. Sie zu beobachten, wie sie in kurzer Zeit über den Himmel zogen, die Bewegungen konnten am Teleskop life verfolgt werden, waren schon Leckerbissen.
Was noch aussteht, ist eine Sternbedeckung durch einen Kleinplaneten, da halte ich aber ein wachsames Auge darauf.
Insgesamt wurden 594 Beobachtungen an Kleinplaneten durchgeführt.
Welcher fehlender KP nun gerade günstig zu beobachten ist, frage ich mit dem Programm „SAW“ ab. Hier habe ich in einer Favoritenliste alle ausstehenden KP bis zur Nr 1100 eingegeben, mit höheren Nummern sind meist schwächer als 14 mag, die werden dann mit GUIDE8.0 überwacht.
Das Programm SAW zeigt mir dann in einer Liste alle Daten an, die gerade zur Beobachtung wichtig sind. Das ist ein vorzügliches Werkzeug, das ich nicht mehr missen möchte.
Dank hierfür an Andre Wulff der dieses Programm, dass noch wesentlich mehr kann, kostenlos im Netz zur Verfügung stellt http://www.andrewulff.de/saw/
Jetzt wird mancher sagen, och wie langweilig, nur so ein Pünktchen am Himmel anzuschauen.
Aber wenn man sich vorstellt (das gilt auch für alle anderen Objekte am Himmel) was man da sieht, einen Steinbrocken von paar km bis einige 100 km Größe, manche mit minimalen Albedos, hunderte von Mill. km entfernt und die unter Millionen von Sternen zu finden und zu sehen, finde ich ist es wert, danach Ausschau zu halten, zu Mal sich ihre Position am Himmel und ihre Helligkeit laufend ändert.
Die hellsten KP’s können schon mit Ferngläsern beobachtet werden und die Positionsveränderungen ist schon nach Stunden oder Tagen zu sehen. Ein Blick darauf lohnt sich immer, besonders auch für Anfänger.
Gruß Helmut