Knicksäule? und wie einscheinern?

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Rodenberger

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Hallo Astrogemeinde,

ich möchte mir für die Gemini41 eine Säule bauen.
Eigentlich tendiere ich hier zu einer Knicksäule, um zu verhindern das der Newton an der Säule anschlagen kann. Zumindestens möchte ich den Bereich minimieren.
Wenn ich das ganze als ein Teil bauen, wie kann ich dann richtig einnorden? Die Polhöhe kann man ja nach wie vor am Polblock einstellen. Aber irgend wie müste ich dann ja auch die Säule drehen können. Riskiere ich hier an Stabilität zu verlieren? Im Moment sehe ich jedenfalls keine richtige Lösung. ?)
Hat da jemand ein paar Tipps für mich?
 
Hallöchen

Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du eine normale Montierung (Gemini 41), die also selber in Azimut und Polhöhe verstellbar ist, auf eine Knicksäule draufsatteln.

Auch wenn die Säule nicht ganz stimmt (was ja eh nicht möglich ist) hast du mit dem Einscheinern trotzdem kein Problem.
Das funktioniert genauso wie mit schiefstehenden Stativen. Auch auf einem vollkommen schiefen Stativ lässt sich nämlich perfekt einscheinern (lediglich der Polsucher funktioniert dann nicht mehr so gut).

Die Grundüberlegung ist ganz einfach: Mit der Azimut und Polhöheneinstellung hast du 2 unabhängige Freiheitsgrade - und mit denen kannst du (ganz gleich wie der Unterbau dazu aussieht) jeden Punkt ansteuern.

Gruß
Andy
 
Hallo Andy.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du eine normale Montierung (Gemini 41), die also selber in Azimut und Polhöhe verstellbar ist, auf eine Knicksäule draufsatteln.

Ja, aber nur damit ich keine Probleme mit dem Tubus und der Säule bekomme.

Das funktioniert genauso wie mit schiefstehenden Stativen.

Vom Prinzip hast Du recht.
Das einscheinern stelle ich mir nur etwas komplizierter vor, da ich bei Korrektur der einen Achse auch die andere (Richtung) verändern würde.
 
Hallo Mario,

Du kannst das Problem minimieren, indem Du für die Säule keine runden Löcher zur Befestigung am Boden bohrst, sondern sie im Kreissegment des Durchmessers der Bohrungen längs ausfräst. Dann kannst Du die gesamte Säule auf dem Bodensockel drehbar machen.
- Verzeihe, ich bin kein Ingenieur oder Techniker und drücke mich ggf. etwas dumm aus. Aber im Prinzip funktioniert das genauso wie bei der Polhöhenwiede von Meade, die ist in sich ja auch verstellbar.

Hoffe, Du kannst es in etwa nachvollziehen, was ich meine.

Grüße
Winfried
 
Hallo Winfried,

hätte das ein Ingeneur geschrieben, wäre der Beitrag etwas länger :/. .
Ich denke so werde ich es machen. Die grobe Richtung habe ich ja noch von meiner anderen Montierung, so das ich den verstellbaren Bereich nicht so groß gestalten muss.
Eventuell mache ich unter die Grundplatte noch eine Platte, da mein Beton nicht so gerade ist.

Was mir aber auch noch komisch ist, die Gemini 41 hat in dem Polblock unten ein M10 Gewinde zur Befestigung, so müste ich ja den Polblock von unten anschrauben, was aber machbar wäre.
Auf Bildern jedoch sehe ich eine Schraube von oben, sollte das dann nur eine M8 sein, die durch das M10 Gewinde geht ?)?
 
Hallo Mario,

ich habe dir dazu eine kleine Handskizze per e-mail gesendet!

Gruß Günter
 
Hallo Mario,

mit der Knicksäule kenne ich mich ein wenig aus, Deine Montierung allerdings kenne ich nur vom Hörensagen, kann dazu also nicht Stellung nehmen.

Übrigens überlege ich mir auch schon länger, meine Säule als Knicksäule umbauen zu lassen. Ich habe ein Meade 12" SC auf der großen Polhöhenwirge darauf und diese Wiege ist, noch dazu zu einem erschreckend hohen Preis, ziemlich schlampig gegossen. Wir mussten sie erstmal unten planen lassen, damit sie überhaupt gerade war.

Mal zur Befestugung meiner Säule: sie sitzt auf einem 5-Tonnen Stahlbetonfundament, das in den gewachsenen Boden eingelassen ist. Beim Betonieren haben wir 3 Gewindestangen, einen Meter lang, M-10, gleich mit einbetoniert. Die Grundplatte der Säule bekam genau diese Löcher, so wie ich es Dir beschrieben habe, kreissegmentartig. Damit kann ich die Säule auch komplett etwas drehen. Sie sitzt übrigens nicht auf dem Beton auf, sondern auf sehr dicken Muttern, die gekontert sind. Damit kann ich die Säule auch nivellieren, denn selbst gewachsener Boden verändert sich im Lauf der Zeit. Diesen Schritt halte ich für absolut wichtig!

Nun denn, dann mal "gut Bau"

allseits klaren Himmel wünscht
Winfried

 
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