Kombination Lack/Teflon für Höhenlager?

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Stephan

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Moin Gemeinde,

ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, daß jemand seine mit Parkettlack gestrichenen Höhenräder direkt auf Teflon laufen ließ.

Hat jemand Erfahrung mit dieser Materialkombination oder kennt jemand das dazugehörige Teleskop?
 
HI!

ich habe zwra ncihts von dieser idee gehört aber glaube ein paar Probleme zu erkennen.

Das Material muss lauffähig sein (auf dem Teflon) und darf nciht zu sehr haften ...

bei zu rauhen materialienkann es sein, das sich muster in das teflon drücken und dann ist es schwer das Teleskop zu bewegen.. weil in beiden Materialien ein Profil drin ist. bei zu glatten sachen (lack) denke ich ist die Gefahr gegeben, dass die Kontaktfläche zu groß ist und das die Teile sich schwer lösen lassen (also schwer in die bewegung bringen lassen) deswegen denke ich ist dieses ebony star oder halt eben irgendein anderer Küchenarbeitsflächenbelag die absolut beste Alternative. ISt nciht allzu grob um Löcher zu fabrizieren und nciht zu glatt, dass es schmwatzen haftet.

mfG Michael
 
Hallo Stephan,

bei meinem 6'' Reisedobson (Link) ist das aktuell der Fall - Ich hatte die Höhenräder mit Ebony-Star belegt, aber da ich die Räder gesägt und geschliffen habe (ich habe keine Oberfräse) war die Oberfläche nicht exakt genug - das Ebony Star klebte nicht an allen Stellen, weswegen es keine Verbesserung darstellte...
Momentan läft das Höhenlager mit Teflon auf Parkettlack, ist ganz akzeptabel, aber langfristig werde ich dei Höhenräder wohl nochmal durch gefräste ersetzen. Dann bekommt das Ebony-Star nochmal eine Chance.

Ich habe allerdings keine Ahnung, wie sich das bei schwereren Tuben auswirkt - Der Parkettlack macht eine sehr schöne Oberfläche, ist ziemlich hart und klebt nicht. Er muss allerdings wesentlich länger aushärten, als auf der Packung steht - 24h sind ein guter Wert.

Gruß & CS, Axel
 
Hallo!

>bei meinem 6'' Reisedobson (Link) ist das aktuell der Fall
>- Ich hatte die Höhenräder mit Ebony-Star belegt, aber da
>ich die Räder gesägt und geschliffen habe (ich habe keine
>Oberfräse) war die Oberfläche nicht exakt genug -

Selbst mit Oberfräse wird das evtl. nicht glatt genug.
Ich hatte sogar einen Schreiner beauftragt, da mir durch
eine Panne der Fräser abgebrochen war. Der bekam es
auch nicht viel besser hin. Ich musste deshalb die zwei
Hälften mit Schraubzwingen aufeinanderdrücken und
nachschleifen. Das wird aber im Buch von Kriege generell
empfohlen.

>das Ebony Star klebte nicht an allen Stellen, weswegen es
>keine Verbesserung darstellte...

Ebony Star hat meiner Meinung nach scheinbar eine spürbar
grössere Haftreibung als das Formica Stardust Laminat.
Im Vergleich läuft Ebony Star bei mir fast, als sei Sand zwischen Laminat und Teflon. Wenn man Formica Stardust
noch hauchdünn mit Silikon-Autowachs einreibt und mit
Armor All nachreibt, läuft es extrem leichtgängig.

Mich wundert insofern, wieso Kriege in seinem Buch
Ebony Star empfiehlt, wenn das typisch für Ebony Star ist.

>Momentan läft das Höhenlager mit Teflon auf Parkettlack,
>ist ganz akzeptabel, aber langfristig werde ich dei
>Höhenräder wohl nochmal durch gefräste ersetzen. Dann
>bekommt das Ebony-Star nochmal eine Chance.

Du solltest Dir im Holzhandel mal das Formica Stardust
Laminat besorgen, wenn das andere Laminat Probleme macht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Amateurastronom,

Selbst mit Oberfräse wird das evtl. nicht glatt genug. Ich hatte sogar einen Schreiner beauftragt, da mir durch eine Panne der Fräser abgebrochen war. Der bekam es auch nicht viel besser hin. Ich musste deshalb die zwei Hälften mit Schraubzwingen aufeinanderdrücken und nachschleifen. Das wird aber im Buch von Kriege generell empfohlen.
Hmmm... ich hatte gehofft, dass das besser wird, wenn wenigstend sie Laufflächen über die volle Länge einen 90°-Winkel mit den Rädern bilden... Ich hatte das Ganze ebenfalls mit Zwingen fixiert, um sie gemeinsam bearbeiten zu können - dabei hab ich aber dann leider einen kleinen 'Zentralberg' reingeschliffen. Sah gar nicht so schlimm aus, aber die Wirkung ist enorm... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Mich wundert insofern, wieso Kriege in seinem Buch Ebony Star empfiehlt, wenn das typisch für Ebony Star ist.
...ich denke immer noch, dass das an meinen unrunden Rädern liegt... Das Ebony-Star hatte nicht wirklich keine Chance, seine Wirkung zu entfalten, da es nicht auf der gesamten Fläche auflag - da hat dann auch noch der Kleber Probleme gemacht. Das Anzimut-Lager läuft absolut butterweich - das ist der Zustand, den ich auch noch bei den Rädern erreichen möchte.

Was den Parkettlack anbelangt: Von dem bin ich ziemlich angetan, den konnte man (20% verdünnt) sogar mit einem Ballen auftragen (man stopfe einen dicken Watteballen in ein fusselfreies Tuch und binde das mit einer Schnur zu - dann tauche man den Ballen in den Lack und trage ihn aufs Holz auf) - und das gab wirklich schöne Flächen. Das einzige, was mir aufgefallen ist, war die längere Trockenzeit. Auf der Packung steht, dass man das Zeug nach vier Stunden schleifen kann. Das kann ich nicht bestätigen, ich habe immer mindestens einen Tag gewartet, da mir das nach den 4h noch wesentlich zu feucht vor kam...

Wie gesagt, der Dobs ist mein Erstlingswerk, und sicher noch verbesserungswürdig, aber abgesehen von den Rädern bin ich ziemlich zufrieden... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> Jetzt fehlt nur mal ein bisschen klarer Himmel, zum spechteln... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Gruß & CS, Axel
 
'ne Oberfräse ist DAS Mittel der Wahl für Höhenräder. Immer schön im Gegenlauf fräsen, dann bekommst Du eine Oberfläche, die vergleichbar ist mit einer, die Du mit 120er Schleifpapier bearbeitet hast. Voraussetzung: scharfer Fräser.

Was die Kombi aus Lack und Teflon angeht: Ich habe jetzt meine Höhenräder mit zwei Schichten Parkettlack versehen und lasse sie so direkt auf Teflon laufen. Ich weiß nicht, wie sich andere Materialkombinationen verhalten, aber ich finde die Kombination GENIAL!
 
Hallo!

AxelW schrieb:
>Hmmm... ich hatte gehofft, dass das besser wird, wenn
>wenigstend sie Laufflächen über die volle Länge einen
>90°-Winkel mit den Rädern bilden... Ich hatte das Ganze
>ebenfalls mit Zwingen fixiert, um sie gemeinsam bearbeiten
>zu können - dabei hab ich aber dann leider einen kleinen
>'Zentralberg' reingeschliffen. Sah gar nicht so schlimm
>aus, aber die Wirkung ist enorm...

Um das Nachschleifen kommt man vermutlich nur schwer herum.
Ich hätte im 2. Versuch, wenn ich den Schreiner nicht damit
beschäftigt hätte, erst einen Kreis aus einer grösseren
Platte ausgeschnitten und diesen dann in zwei Hälften
zerfräst. Dann könnte es evtl. klappen, zwei gleiche
Teile zu bekommen. Problem ist nur, dass alle
Stellen, wo der Fräser angesetzt wurde, eine Vertiefung
zeigen. Diese Stellen müsste man an den Rand setzen.

>...ich denke immer noch, dass das an meinen unrunden Rädern
>liegt... Das Ebony-Star hatte nicht wirklich keine Chance,
>seine Wirkung zu entfalten, da es nicht auf der gesamten
>Fläche auflag - da hat dann auch noch der Kleber Probleme
>gemacht. Das Anzimut-Lager läuft absolut butterweich - das
>ist der Zustand, den ich auch noch bei den Rädern erreichen
>möchte.

Mag sein, dass es bei kleineren und leichteren Teleskopen
verwendbar ist. Trotzdem fand ich erstaunlich, dass das
Formica Laminat merklich leichter läuft.

>Was den Parkettlack anbelangt: Von dem bin ich ziemlich
>angetan, den konnte man (20% verdünnt) sogar mit einem
>Ballen auftragen (man stopfe einen dicken Watteballen in
>ein fusselfreies Tuch und binde das mit einer Schnur zu -
>dann tauche man den Ballen in den Lack und trage ihn aufs
>Holz auf) - und das gab wirklich schöne Flächen. Das
>einzige, was mir aufgefallen ist, war die längere
>Trockenzeit. Auf der Packung steht, dass man das Zeug nach
>vier Stunden schleifen kann. Das kann ich nicht bestätigen,
>ich habe immer mindestens einen Tag gewartet, da mir das
>nach den 4h noch wesentlich zu feucht vor kam...

Damit kenne ich mich nicht aus. Wenn es klappt, würde ich
das einfach so lassen.
 
Hallo nochmal,

Problem ist nur, dass alle Stellen, wo der Fräser angesetzt wurde, eine Vertiefung zeigen. Diese Stellen müsste man an den Rand setzen
Ich hatte mir die folgende Konstruktion überlegt: in die Mitte der Multiplex-Platte wird ein Führungsloch gebohrt. Dann wollte ich die Oberfräse im entsprechenden Abstand fix montieren, und das Brett um einen Fürungsdorn herum an der Fräse vorbei rotieren. Den entstehenden Kreis wollte ich anschliessend in der Mitte zersägen, so dass zwei identische Höhenräder dabei herauskommen... Wie bei allen spanenden Tätigkeiten sollte das möglichst gleichmäßig erfolgen (wg. der von Dir ebenfalls bemängelten Ansatzstellen). Wahrscheinlich muss man sogar zwei Griffe an die zu fräsende Platte anbringen, damit man das ganze ordentlich führen kann...

Wie gesagt, da ich immer noch keine Oberfräse habe (und mir so schnell auch keine kaufen werde - sonst beisst mich meine Frau <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> ) sind das bislang noch Überlegungen theoretischer Art...

Die hier im Forum schon öfter gezeigten Zirkelfräseinrichtungen fand ich komplizierter und wackeliger - je weniger die Fräse sich bewegt, desto besser.
(Wobei ich zugeben muss, dass ich es noch nicht probiert habe.)

Der Knackpunkt an der Geschichte ist wohl, dass die Oberfräse venünftig montiert werden muss - und dass der Dorn in der Mitte möglichst spielfrei in die Führungsbohrung passt.

Naja, und den ersten Ansatz muss man auch noch irgendwie zaubern... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Gruß & CS, Axel
 
vielleicht als alternative ebony/teflon:

nachdem die höhenräder bei meinem gso nicht wirklich gut liefen, und meine spechtelkollegen meinten, ich sollte dringend was drann machen bin ich zum obi gefahren, und hab ein bisschen gesucht:

gefunden hab ich kantumleimer "granit hell", hersteller unbekannt, und "fix-o-moll allround easy-glider". das läuft aufeinander wie net recht gescheit. die gleitpads sind selbstklebend, gibts aber auch zum schrauben. die pads gibts von 15mm durchmesser bis zu quadratischen pads mit ich glaub 70x100mm größe. hab bei meinem dob selbstklebepads mit 17mm durchmesser gewählt. hab auch das teflon unter meiner box dagegen ausgetauscht, jetzt sind auch nachführungen jenseits von 450fach kein problem mehr, vorher war dei 120x schluss! woraus die gleitscheibchen sind? keine ahnung, auf der packung steht nur "... mit der in der weltraumtechnik entwickelten supergleitoberfläche...."

rutschige grüße! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Julian,

nach der Diskussion heute hab ich mir heute Abend die Höhenräder (bzw. deren Lager) nochmal vorgenommen...

Zuerst habe ich die Teflonpads so weit wie möglich nach aussen gesetzt (auf Kante sozusagen - die waren vorher asymetrisch angeordnet, auf der einen Seite direkt am Rand, auf der anderen Seite etwas mehr zur Mitte hin). Dadurch wurde das Gleitverhalten schon besser, aber das eigentliche Ärgernis war das Wackeln, wenn ich den Tubus in der Elevation bewegen wollte: dann musste man das ganze weiter anheben, als eigentlich nötig, und der Tubus ist dann wieder ein Stück zurückgesackt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Nach einer Weile Gefummel (manchmal muss man sich einfach davorsetzten, und solange damit spielen, bis man kapiert, wo das Problem ist... ) hab ich dann bei zwei Teflonpads (diagonal gegenüberliegend) zwei dünne Holzkeile von aussen untergeschoben... Und siehe da: Das Gewackel ist weg, und das Lager läuft sauber und lässt sich wunderschön einstellen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Also, damit ist die Neufräsaktion erstmal gestorben, und ich schliesse mich meinem Vorredner an: Teflon auf Parkettlack läuft ausgezeichnet (zumindest bei meinem 6er).

Sooo, jetzt gehe ich Sterne gucken... *missmutig auf eine geschlossenen Wolkendecke starrt* <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Gruß & CS, Axel
 
Hallo!

AxelW schrieb:
>Ich hatte mir die folgende Konstruktion überlegt: in die
>Mitte der Multiplex-Platte wird ein Führungsloch gebohrt.
>Dann wollte ich die Oberfräse im entsprechenden Abstand fix
>montieren, und das Brett um einen Fürungsdorn herum an der
>Fräse vorbei rotieren. Den entstehenden Kreis wollte ich
>anschliessend in der Mitte zersägen, so dass zwei
>identische Höhenräder dabei herauskommen... Wie bei allen
>spanenden Tätigkeiten sollte das möglichst gleichmäßig
>erfolgen (wg. der von Dir ebenfalls bemängelten
>Ansatzstellen). Wahrscheinlich muss man sogar zwei Griffe
>an die zu fräsende Platte anbringen, damit man das ganze
>ordentlich führen kann...

Ich würde umgekehrt die Fräse bewegen, denn das ist einfacher. Wichtig ist nur, dass das Brett so gross
ist, dass die Oberfräse nicht kippen kann, wie es
bei mir im 1. Versuch leider passiert war.

Das Ausfräsen der Gegenstücke nach der Anleitung von
Kriege ist hingegen relativ einfach.

>Die hier im Forum schon öfter gezeigten
>Zirkelfräseinrichtungen fand ich komplizierter und
>wackeliger - je weniger die Fräse sich bewegt, desto
>besser.

Solche Vorrichtungen bis ca. 40 cm Durchmesser werden
heutzutage oft mit den Oberfräsen mitgeliefert.
 
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