Quasaro
Aktives Mitglied
Hallo in die Runde,
gestern abend klarte es passender Weise auf, so dass ich mein Vorhaben, den aktuellen Gast aus unserem Sonnensystem auf den Chip meiner Canon EOS 700 D, astromodifiziert, zu bannen, durchziehen konnte. Schon im Fernglas (15 x 7 Celestron) zeigte sich C/2025 A 6 recht hell mit einem deutlich erkennbaren Schweif. Ich belichtete ca. 70 Lights zu jeweils 35 Sekunden und war froh, dass ich die Session doch ziemlich pannenfrei durchziehen konnte trotz einiger zwischendurch aufgetauchter Wolkenfetzen. So problemlos wie die Aufnahmereihe durchgeführt werden konnte, so schwierig gestaltete sich aus individueller Sicht die nachfolgende Bildbearbeitung; ist doch Lemmon recht schnell am Himmel unterwegs, so dass das Stacking im Bearbeitungsprozess nur die Wahl ließ zwischen Strichspuren bei den Sternen und scharfem Kometen oder umgkehrt. Auch das gleichzeitige Stacken sowohl auf den Kometenkern als auch auf die Sterne in DSS versagte angesichts der Umstände natürlich. Letztlich war ich doch froh, ein einigermaßen vorzeigbares Ergebnis zu erlangen trotz der noch sichbaren Bildartefakte und den aufgeblähten (hellen) Sternen, deren Reduzierung mir leider nicht gelang. Die aufgeblähten Sterne sind offenbar die direkte Folge der Starnet++-Anwendung in Siril bei der Entsternung der Kometenaufnahme mit Erzeugung der Sternmaske). Sternmaske und separates Kometenbild überlagerte ich in PS via Ebenen und fügte diese mit Überblendmodus "negativ multiplizieren" zusammen. Es folgten noch einige kosmetische Korrekturen und Anpassungen in PS, bis sich das nachfolgende Ergebnis herausschälte:
Daten: Canon EOS 700 Da mit CLS-Clipfilter und Tamron-Telezoomobjektiv AF 70-300mm bei Blende 5.0 und einer eingestellten Brennweite von ca. 170 mm, ISO 1600, 70 Lights, 35 Flats, keine Darks, Reisemontierung SkyGuider Pro (iOptron). Bildbearbeitung mit Siril, Fitswork und Photoshop.
Letztlich war ich froh, den Kometen fotografisch erwischt zu haben, mal sehen, wie es weitergeht. Der Vorgängerkomet C/2023 A 3 Tsuchinshan-ATLAS letztes Jahr war doch einfacher zu handeln, da er eine wesentlich geringere Eigenbewegung am Himmel zeigte als Lemmon, was auch die Bildbearbeitung erleichterte.
CS
Stefan
gestern abend klarte es passender Weise auf, so dass ich mein Vorhaben, den aktuellen Gast aus unserem Sonnensystem auf den Chip meiner Canon EOS 700 D, astromodifiziert, zu bannen, durchziehen konnte. Schon im Fernglas (15 x 7 Celestron) zeigte sich C/2025 A 6 recht hell mit einem deutlich erkennbaren Schweif. Ich belichtete ca. 70 Lights zu jeweils 35 Sekunden und war froh, dass ich die Session doch ziemlich pannenfrei durchziehen konnte trotz einiger zwischendurch aufgetauchter Wolkenfetzen. So problemlos wie die Aufnahmereihe durchgeführt werden konnte, so schwierig gestaltete sich aus individueller Sicht die nachfolgende Bildbearbeitung; ist doch Lemmon recht schnell am Himmel unterwegs, so dass das Stacking im Bearbeitungsprozess nur die Wahl ließ zwischen Strichspuren bei den Sternen und scharfem Kometen oder umgkehrt. Auch das gleichzeitige Stacken sowohl auf den Kometenkern als auch auf die Sterne in DSS versagte angesichts der Umstände natürlich. Letztlich war ich doch froh, ein einigermaßen vorzeigbares Ergebnis zu erlangen trotz der noch sichbaren Bildartefakte und den aufgeblähten (hellen) Sternen, deren Reduzierung mir leider nicht gelang. Die aufgeblähten Sterne sind offenbar die direkte Folge der Starnet++-Anwendung in Siril bei der Entsternung der Kometenaufnahme mit Erzeugung der Sternmaske). Sternmaske und separates Kometenbild überlagerte ich in PS via Ebenen und fügte diese mit Überblendmodus "negativ multiplizieren" zusammen. Es folgten noch einige kosmetische Korrekturen und Anpassungen in PS, bis sich das nachfolgende Ergebnis herausschälte:
Daten: Canon EOS 700 Da mit CLS-Clipfilter und Tamron-Telezoomobjektiv AF 70-300mm bei Blende 5.0 und einer eingestellten Brennweite von ca. 170 mm, ISO 1600, 70 Lights, 35 Flats, keine Darks, Reisemontierung SkyGuider Pro (iOptron). Bildbearbeitung mit Siril, Fitswork und Photoshop.
Letztlich war ich froh, den Kometen fotografisch erwischt zu haben, mal sehen, wie es weitergeht. Der Vorgängerkomet C/2023 A 3 Tsuchinshan-ATLAS letztes Jahr war doch einfacher zu handeln, da er eine wesentlich geringere Eigenbewegung am Himmel zeigte als Lemmon, was auch die Bildbearbeitung erleichterte.
CS
Stefan
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