Konjunktion Venus - Merkur

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UwePilz

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Liebe Beobachter,

seit etwa einer Stunde beobachte ich die Konjunktion der beiden inneren Planeten. Venus fand ich von der Sonne aus, mit der Differenzkoordinatenmethode an meinen (einigermaßen) parallaktisch aufgestellten 15cm-Mak. Venus ist knapp 2° südlich und 1h40m östlich der Sonne.

Die zu 90% beleuchtete Venusscheibe steht 4 Bogenminuten neben dem punktförmigen Merkur. Mittlere Vergößerungen um 50-70x sind am besten. Bei hohen Vergrößerungen wird Venus deutlicher, aber Merkur verschwindet. Er wird auch unsichtbar, wenn ein paar Zirren durchziehen.

Schauts euch an!
 
Hallo Uwe,

natürlich hab ich's mir angeschaut. In regelmäßigen Abständen beobachtete ich seit 13:05 MESZ die beiden planetaren Glutöfen. Auch bei mir störten die Zirren gewaltig. Als blauen Himmel konnte man das heute wirklich nicht bezeichnen.

Auf einem blauen Himmelshintergrund hätte sich Merkur bestimmt besser abgehoben. Auf dem Display der Canon erschien er gar nicht und so konnte ich nur anhand der hellen Venus fokussieren. Und selbst diese Ergebnisse sind bescheiden, aber dennoch werde ich sie zu gegebener Zeit ins Bilder-Board stellen.

Aus dem Dreigestirn in der Dämmerung wird wohl nichts werden. Die Wolken mehren sich und große Haufenwolken haben sich gebildet. Ich hätte gerne mal mit bloßen Augen die beiden Planeten eng beieinander stehen gesehen.

CS
Gruß - Nico
 
Auch ich habe gerade die Konstellation beobachtet. Um ca. 22:00 Uhr konnte ich Venus mit bloßen Auge über den Tannen sehen. Mit dem Fernrohr waren dann beide Planeten deutlich zu erkennen. Doch schon eine knappe halbe Stunde später verschwanden sie wieder hinter Nachbarhaus.
Auch am vergangenen Freitag hatte ich beobachtet, etwa zur gleichen Zeit. Da waren die Planeten noch deutlich weiter voneinander entfernt, waren aber noch bei 18fach gleichzeitig im Sichtfeld zu sehen. Auch Saturn konnte ich zwischen den Tannenzeigen entdecken, heute gelang mir das nicht.
Am Freitag war auch Jupiter noch erwähnenswert, den ich zwischenzeitlich eingestellt hatte: Alle vier großen Monde befanden sich aus einer Seite des Planeten, wie an einer Perlenschnur, ein interessantes Bild.

Jürgen
 
Weder Venus noch Merkur zu sehen in Jena- wegen hartnäckiger Bewölkung Richtung Westen, habe aber erst vor ca. einer Stunde geschaut- dafür:
Hunderte von Glühwürmchen im Wald!
Sehen fast genauso schön aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

(Kann man die eigentlich auch photographieren? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

 
Hallo Astronomiegemeinde ,
@ blue scape: was hast Du für tolle Arbeitszeiten, dass Du schon ab 13.05 MESZ beobachten kannst? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Ich komm grade vom Turmberg zurück(Karlsruher kennen den mit Sicherheit)und habe diese tolle Konstellation im 20*60 in der Dämmerung beobachtet.Leider konnte ich nur Venus und Merkur (den ich zum ersten Mal sah).Saturn war aufgrund der tiefstehenden Wolken nicht mehr zu sehen. Mein Kommentar:sehr sehenswert, besonders in der roten Dämmerung, leider zogen zunehmend von Westen her Wolken auf, so dass ich abbrechen musste .Ich hoffe, ich habe noch morgen Gelegenheit zum erneuten Beobachtungsversuch.Grüsse aus Karlsruhe und CS
Detlef
 
Hallo,

ich bin's nochmal. Ich wurde nämlich mal wieder eines besseren belehrt. Die Wolkenberge hatten sich zurückgezogen und nach Sonnenuntergang zeigten sich gen Westen ein paar dunkelblaue Wolken. So düste ich um 10 vor 10 zur nächsten Tanke (124,9 wollen die schon haben) und suchte danach wieder den Feldweg nahe der Autobahn auf.

Um 22:05 MESZ angekommen, fand ich 5 Minuten später auch schon die helle Venus in der Dämmerung. Links unten parkte der schwächere Merkur, wie ich mit dem 10x50 Meade sehen konnte. Wo sich Saturn aufhalten sollte, wusste ich nicht, aber ich fand ihn eh nicht. Müsste er nicht sogar südlich vom engen Planetenpaar gestanden haben? Er blieb einfach unentdeckt. Zwischenzeitlich richtete ich das Fernglas noch auf Jupiter. Dort befand sich rechts von ihm ein "Stern", den ich für einen Mond halten würde. Das schlage ich dann noch genauer nach.

Und wieder zurück zu den beiden inneren Planeten. Ich versuchte natürlich Merkur und Venus visuell aufzulösen, aber irgendwie gelang mir das nicht. Minutenlang starrte ich auf den optischen und zugleich planetaren Doppelstern. Optisch steht hier natürlich für den nicht physischen Charakter des Paares. 40 Minuten harrte ich der Dinge und fand keinen Merkur. Sollten die beiden tatsächlich noch so dicht beieinander stehen? Die engste Begegnung lag immerhin 4,5 Stunden zurück.

Somit gibt es keine visuelle Bestätigung für Merkur und auch Saturn versteckte sich im Abendrot. Trotzdem war es den Abstecher wert. Wenn ich nicht Planeten beobachtete, hielt ich den Meade auf eine helle Leuchtkugel (die sich als Flugzeug entpuppte), einen dunklen Flieger (ohne Kondensstreifen) und eine der üblichen Maschinen mit roten Kondensstreifen. Einen Greifvogel, der über die Felder jagte, zoomte ich mir auch heran. Ein stimmungsvolles Bild.

Und so legte sich auch dieser Tag schlafen. Auf der Heimfahrt konnte ich sogar ein wenig fernes Feuerwerk bewundern. Links vom Petersberg durchzogen einige Leuchtspuren den dunklen Himmel und exlodierten.

Das war's von mir für diesen Moment. Nun die Frage an euch. Hat jemand von euch auch versucht, Merkur und Venus mit bloßem Auge aufzulösen und scheiterte? Standen sie doch noch zu dicht beieinander?

CS
Gruß - Nico
 
Hi,
auch ich konnten aus Südbayern(Dachau), die Venus und den Merkur mit meinem R90/910 und einem Fernglas 15x80 wunderbar sehen, Saturn blieb in den Schleierwolken verborgen.
Mit den Teilkreisen meiner alten Polarismontierung fand ich Venus von der Sonne ausgehend um 19 MESZ, der Merkur wurde erst kurz vor 21h sichtbar.

Gruß Helmut
 
Hallo alle!

Nachdem es den ganzen Monat ausschliesslich schönes Wetter hier hatte,
kam natürlich die einzige Wolkenbank des Monats ausgerechnet gestern. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Gegen 18:00 war es wieder klar, dennoch gelang es mir nicht,
die Venus am Taghimmel mit dem Canon 10x30 IS zu erspähen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Vermutlich war der dunstige Himmel doch zu hell und/oder ich zu blöd. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

Also hoffte ich auf die Dämmerung, und die Wolken kamen massiv zurück. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />
Um 22:00... Himmel komplett bedeckt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Trotzdem bin ich mal aufs Dach hoch, und siehe da,
ausgerechnet im Westen, knapp über den Bergen, ein Lichtstreif. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />

Ich wartete ein paar Minuten... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
... und es tauchte die Venus auf! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Im Fernglas waren Venus und Merkur schön zu sehen,
mit blossem Auge konnte ich Merkur aber auch nicht erkennen.
Ob es an dem engen Abstand oder an der Bewölkung lag, kann ich nicht sagen.

Nach etwa 10 Minuten verschwand Venus wieder hinter der Wolkendecke,
und die Beobachtung war zu Ende.
Saturn war zu keinem Zeitpunkt zu sehen, wegen der allgegenwärtigen Bewölkung.

Trotzdem: Glück gehabt! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Die Wolkenlücke kam genau zum richtigen Zeitpunkt,
und der Anblick im Fernglas war lohnenswert.

Sonnige <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten

Nachtrag: Im Bilderforum gibts von "Leo" eine sehr schöne Aufnahme!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Uwe!

Ich habe mich ab 21:30 visuell auf die Lauer gelegt, exakt um 21:55 konnte man die Venus erkennen. Sie blieb auch der einzige mit bloßen Auge sichtbare Planet dieser Dreierkonstellation.

Im 20x100 Fernglas war Merkur sofort leicht und sehr nah zu sehen, wirlich eine schöne Begegnung. Die Beobachtung von Merkur mit freiem Auge wurde vermutlich von der Nähe zur Venus vereitelt. Saturn wurde erst gegen 22:15 mit dem Fernglas schwach im Abendrot erkennbar, dann aber gleich mit Ringandeutung und durch einen im Vordergrund stehenden Baukran flitzend.

Viele Grüße
Andreas


 
Hallo Uwe,

da ich den westlichen Horizont von meiner "Beobachtungsterrasse" aus, wo meine Montierung quasistationär aufgebaut ist, nicht einsehen kann, habe ich es gegen 11h30 MESZ am Taghimmel versucht. Ich konnte Venus glücklicherweise direkt mit Goto anfahren.

Bei 47 x im 140mm-Refraktor sprang Venus sofort ins Auge und man konnte auch eine etwas abgeplattete Scheibe erkennen. Merkur war erst auf dem 2. Blick nach leichtem Bewegen des Fernrohres erkenntlich, war aber dann einwandfrei zu halten. 78x konnte noch nutzbringend angewandt werden, 140x war bei der heißen Luft aber eindeutig zu viel.

Mit Orangefilter waren beide Planeten deutlicher zu erkennen, ein Rotfilter verschluckte aber Merkur fast.

Ich habe dann noch versucht Saturn zu beobachten, der ja nicht weit weg stand, und habe ihn der Einfachheit halber mit Goto angefahren. Ich habe aber mit bestem Willen den Ringplaneten nicht entdecken können, weder mit noch ohne Filter, oder hin und herbewegen des Fernrohres. Die Transparenz war wohl doch nicht gut genug.

Ursprünglich wollte ich Venus und Merkur per Webcam aufnehmen. Mir war das Gewabber aber zu stark, sodaß ich es gar nicht erst versucht habe.

Gruß
Helmut

Homepage: Helmuts Astro-Seite
 
Hallo zusammen,

Gestern so kurz nach 22 Uhr mit dem 8x50 Sucher die Venus anvisiert und siehe da, sie hatte einen kleinen Begleiter. War sie ein Doppelstern? Nein das war Merkur in nur wenigen Bogenminuten Abstand zu ihr. Wunderschöner Anblick an dem ich mich noch einige Minuten satt sah. Saturn konnte ich aufgrund von Wolken leider nicht ausfindig machen.

Gruß

Lots
 
Hi Claudi,
so "sieht" man sich wieder...
natürlich kann man Glühwürmchen fotographieren. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Das tolle daran ist, das sie auch "Sternspuren" hinterlassen. Probiere es doch mal.

Was die Venus und den Merkur angeht, hatten wir bis 22:30 Uhr etwas Glück. Ab und zu konnte man durch die Wolken am NW Horizont die beiden ganz gut sehen. Ein paar Aufnahmen mit der Webcam sind mir auch gelungen und werden demnächst auf meiner Hp erscheinen.
Aber ab 22:30 war es vorbei mit den beiden.

Wir wanden uns Jupiter zu. Hier wanderten die beiden Monde Io und Europa vor dem Planeten entlang. Am tollsten fand ich die Konstellation bis zum "Eintritt" in die Planetenscheibe. Man hatte echt zu tun die beiden Monde noch zu trennen.

Den Schattenwurf könnten wir leider nicht beobachten, da wir früh wieder bei Zeiten auf der Matte stehe mußten.
Aber laut "Jupos" war dies auch genial. Zwei Monde warfen ein Schatten!

cs
Ingo
 
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