Korrekte Ebenentechnik für Starnet++ Anwendungen

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Altair
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Altair

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

beim Herausarbeiten von dunklen Nebeldetails hat mich immer gestört, dass die Sterne durch das starke Stretchen sehr aufgebläht und Bild dominierend werden. Am Rosettennebel habe ich daher ein paar Experimente mit Starnet++ gestartet. Die Sternextraktion funktioniert auch ganz gut, obwohl ich OSC schieße und keine Schmalbanddaten verarbeite.

Starless:

1646590085861.png


Das sternenlose Nebelbild habe ich dann ganz normal weiterverarbeitet, ordentlich gestretcht, etc. Die Sterne möchte ich dann später wieder in das Bild hereinbringen, eben nicht so stark gestretcht wie das Nebel-Bild.
Dazu habe ich zunächst das Starless vom Ausgangsbild abgezogen:

1646590360769.png


In der Rekombination der Ebenen stellt sich mir hier ein Problem. Welche Ebenenmethode sollte man hier sinnvollerweise verwenden? Ich nutze das alte kostenfreie Photoshop CS2.
Habe verschiedene ausprobiert. Ohne zu wissen was genau die tun konnte ich mit einer Komibation aus "Linear abwedeln" bzw. "umgekehrt multiplizieren" bzw. "Überlagern" folgendes Ergebnis erzielen:

NGC2237.jpg


Ich bin ganz zufrieden, frage mich jedoch ob dieses Vorgehen grundsätzlich korrekt ist? Wie macht ihr das?
Danke vielmals :)
 
hallo Victor,

also ich zumindest nutze mittlerweile auch nur noch "linear abwedeln (hinzufügen). Es geht zwar auch "wenn heller", aber da muss man oft noch am Histogramm der Sternenebene drehen und oft wirken die Sterne dann irgendwie zu scharf abgegrenzt - was bedingt, dass man dann nochmal per Maske die Sterne etwas weichzeichnen muss.

viele Grüße - Ronald
 
Hallo Victor,

die Herangehensweise wird bei jedem etwas anders sein. Bei mir ist es so, dass ich durch Bortle 6 auf Schmalband Daten angewiesen bin, da im RGB etwas zu wenig kommt. Dennoch trenne ich die Sterne aus dem RGB, damit ich sie separat bearbeiten kann und sie vor allem nicht unnötig aufgebläht werden.
Bei den Schmalband Daten extrahiere ich mittels Siril Ha und OIII getrennt als SW Fotos. Diese werden dann in Affinity Photo mit korrekten Werten umgefärbt.

Letztendlich setze ich die Ebenen Sterne, RGB, Ha und OIII zusammen. In Affinity Photo heißt dies negativ multiplizieren.
 

Anhänge

  • NGC2244-5.jpg
    NGC2244-5.jpg
    431,1 KB · Aufrufe: 111
Spannend, eine Anfänger Frage von mir: wie kann ich in PhotoShop das Starless Bild vom Original Bild abziehen? ebenen subtrahieren? Damit ich so ein Sternenbild bekomme? VG Mario
 
Hallo,

danke für eure Wortmeldungen. Dann scheint meine Ebenentechnik ja gar nicht so abwegig zu sein.

@maorimaori
Genau, ich glaube die Operation heißt im alten CS2 "Differenz" wenn ich mich nicht irre.
 
Hallo Victor,

Ich mache das ähnlich, nur in Gimp anstatt PS. Ich arbeite mit Addition und Subtraktion.

StarnetV2 arbeitet umso besser, je stärker das Bild vorgestreckt wurde. Wenn das Bild aber sehr stark vorgestreckt wurde, hat man wieder das Problem mit den dicken Sternen. Bei kleineren Galaxien versuche ich daher die Sterne entweder zusätzlich zu reduzieren, oder ich mache zwei Starnet-Versionen, eine stärker gestreckte für den Hintergrund und eine schwächer gestreckte für die Sterne. Bei einem so großen Feld wie beim Rosettennebel hat man eigentlich schon von vorneherein unaufdringliche Sterne, sodass ich das Starnet-Bild einfach vom Original abziehe und am Ende den Sternlayer wieder addiere.

Grüße
Joachim
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben