Leica Duovid 10-15x50

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Hendrik

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Habe das Glas gestern von einem Freund bei der Jagd testen können und war wirklich enttäuscht. Als Brillenträger war es mir nicht möglich einen komplett scharf abgesetzten Blickfeldrand zu bekommen. Weiterhin traten leichte Reflexe bei seitlichem Tageslichteinfall auf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Das alles kann ein Dialyt 7x42 (das Glas der Gläser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )um längen besser. Ich finde für 1900eur kann man mehr erwarten!
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen?
 
Hallo Hendrik,

der Abstand der Austrittspupille (AP) liegt bei den Duovids bei 14,5 mm. Für viele Brillenträger reicht das sicher, für andere ist es je nach Brillenmodell und evtl. Gesichtsanatomie zu knapp und so wird dann ggf. das Bildfeld beschnitten. Nun ist sicher nicht unbedingt das Fernglas das beste, welches den größten Abstand der AP hat. Wenn der Abstand zu groß ist, kommt es z.B. sehr leicht zu Blackouteffekten. Es kommt vielmehr auch bei den hochwertigen Modellen darauf an, dass Glas und Benutzer zueinander passen. Das scheint hier wohl nicht der Fall zu sein, lässt aber keine Rückschlüsse auf die Qualität des Fernglases allgemein zu. Auch für mich ist der Abstand/AP-Lage der Duovids übrigens zu klein.
In Sachen Reflexe ist mir beim 10+15x50 bisher nichts besonderes aufgefallen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass ihre Sichtbarkeit auch bei Qualitätsgläsern je nach Einfallswinkel des Lichts und den allgemeinen Beleuchtungsverhältnissen unterschiedlich ist. Ich kenne kein Glas, dem sich, wenn die Bedingungen stimmen, keine Reflexe entlocken lassen.

Steve
 
Hallo Hendrik,

mag sein, daß der Abstand der Austrittspupillen des Duovid für manche Brillenträger zu knapp bemessen ist, aber so subjektiv wichtig für einige Benutzer dieses Kriterium ist, so ist es dennoch kein Qualitätsmerkmal. Auch bei Ferngläsern der Spitzenklasse ist es nicht möglich, sie in allen optisch-technischen Merkmalen gleichermassen zu optimieren, es werden immer Kompromisse notwendig, die je nach Hersteller-Philosophie oder Fernglastyp unterschiedlich ausbalanciert sind. Ein Glas wie das 10/15*50 Duovid benötigt mit Sicherheit eine völlig andere Austarierung der Kompromisse wie ein 7*42, und möglicherweise ist gerade der kleinere Abstand der AP eine Folge davon.

Bezüglich Deiner Kritik am Reflex-Verhalten bei bestimmten Seitenlicht-Situationen kann ich nur sagen, daß mir dabei das Duovid nie speziell negativ oder grundsätzlich schlechter als andere gute Gläser aufgefallen ist. Ich kann bei nahezu jedem Fernglas in bestimmten Lichtsituationen einen Haltewinkel zur Lichtquelle finden, bei dem irgendwelche Reflexe generiert werden.

Das Zeiss 7*42 und das Leica Duovid 10/15*50 sind derartig unterschiedliche Gläser mit jeweils einer völlig anderen Spezialisierung, daß ein Vergleich für mich nicht sehr hilfreich wäre, es sei denn, Du willst für Dich gerade herausfinden, was für einen Typ Fernglas Du brauchst.
Wenn ich ein grosses Gesichtsfeld oder ein sehr leichtes Glas will, scheidet das Duovid komplett aus, wenn ich hohe Vergösserung haben will, ziehe ich das 7er Glas gar nicht erst in Erwägung. Bei einer abendlichen Beobachtungsrunde am See oder im Moor finde ich das Duovid kombiniert mit leichtem Einbeinstativ ausserordentlich praktisch und wegen der Helligkeit manchmal besser als ein Spektiv, da ich die noch höhere Vergrösserung des Spektivs dann oft schon nicht mehr nutzen kann.

Schönen Gruss,
Michael
 
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