Leica Trinovid 10x50 BA vs. Zeiss 10x50MC?

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Zitat von stereoskop:
.......... In diesem Moment ist man wieder Kind......(wenn man den Kaffee mal außer Acht läßt..)...........
Viele Grüße Wolfgang

Hallo Teen,

schöner Schnuller, nicht wahr ? ;)
GLÜCKWUNSCH !!!! und allzeit viel Freude damit, es wird dich nicht enttäuschen. Wichtig ist, es macht Spaß, ein wichtiger Faktor im Hobby. Glücksgefühle wirken heilsam.

Lass mich/uns auf jeden Fall deinen Himmelseindruck mit dem Bino wissen!

Kleiner Tip: Das Polyu..., besser die Armierung, sie ist m.W. nicht so UV beständig, bei alten Gläsern sieht man das in Form von ausgeblichenen Kunststoff, so weiß aufgehellt. Lass es also nicht auf Dauer und über lange Zeiträume dem starken Sonnenlicht ausgesetzt. Kein rohes Ei, aber ein wenig Hinterkopfdenken schadet nicht für den Werterhalt.
 
Moin, moin.

@Dominique: Danke für den Tipp, in diesem Punkt braucht man sich bei mir nicht zu sorgen, das Glas wird in 30 Jahren exakt noch so aussehen wie jetzt.....(im Gegensatz zu mir....;o)


So, dann woll`n wir mal:
Hab gestern noch eine Nachtschicht eingelegt und bin gegen Mitternacht nochmals zu der Stelle gefahren, wo ich tagsüber schon war. Der Himmel war klar, in Richtung der Stadt war er deutlich heller, in die Gegenrichtung dafür sehr viel dunkler.
Jetzt wurde es schon wesentlich schwieriger, von ganz markanten Unterschieden zu sprechen, das "Tagesverhältnis" der beiden Gläser zueinander kann hier nicht so einfach 1:1 übertragen werden.
Fangen wir mit dem Sehfeld an: Hier wird das etwas größere Panorama des Dekarem deutlich, aber nur ein ganz klein wenig, das Leica ist ihm extrem dicht auf den Fersen. Dennoch ein kleiner Pluspunkt fürs Dekarem.
Das Leica gleicht dies durch bessere Randschärfe aus, auch wenn es beim Dekarem nicht störend wirkt.
Bei beiden ist der Durchblick gleichmäßig, ruhig und klar.
Leica: Traumhafter Kontrast, schwarzer Himmel, silberne und gelbe Sterne als gestochen scharfe Punkte. Schleier und Nebel deutlich erkennbar (bei den Sternen, nicht in der Optik.....;o). Wunderbarer Gesamteindruck.
Dann das Dekarem: Auch eine absolut faszinierende und beeindruckende Bildwiedergabe! Hatte ich nach dem ersten Leica-Durchblick eigentlich gar nicht mehr erwartet, aber denkste!
Was die Schärfe angeht, so mußte ich mich erst "eingewöhnen" bevor klar wurde, dass das Leica auch hier etwas detailreicher abbildet und durch seine bessere Transmission Dinge "ans Licht bringt", die dem Dekarem verborgen bleiben.
Dennoch hat man beim Dekarem nie den Eindruck, dass etwas "nicht richtig" sei oder dass etwas fehlt, es stellte sich als hartnäckiger Konkurrent heraus.
Der Unterschied in der Abbildung und im Detailreichtum ist im Verhältnis wesentlich näher beieinander als beim Tagesvergleich, so zumindest mein subjektiver Eindruck.
Mich würde mal interessieren, wie ein anderer erprobter Sternengucker (der ich nicht bin), diese beiden Gläser zueinander beurteilen würde.
Ein deutlicher Nachteil des Leica bei der Sternenbeobachtung: Sein Gewicht!
Obwohl ebenfalls etwas über 1kg, ist das Dekarem lange nicht so ermüdend wie das ca. 250g schwerere Leica.
Wenn man freihändig beobachtet, den Kopf im Nacken, sind Nackenschmerzen und eine unruhige Hand relativ schnell vorprogrammiert.
......aber beim Dekarem passiert das auch, es dauert nur ein Weilchen länger.....
Zusammenfassend könnte ich zum ersten Nachteindruck sagen:
Immer noch das Leica ein Traumglas, wenn auch diesmal mit weniger Vorsprung zum Dekarem als bei der Tagesbeobachtung.

Mein relativ laienhaftes Fazit zur Nachtbeobachtung:
Wer sich mit viel Geld Luxus pur kaufen will, der muß zum Leica greifen, er bekommt adäquaten Gegenwert dafür!
Wer aber sparsam oder gar ein "schlauer Fuchs" ist, der besorgt sich für ca. 200 Euro ein topperhaltenes Dekarem und ist genauso "im Club".
......und wenn sie dann alle des Nachts einsam beieinander stehen mit ihren Zeissis, Leicis und Swarovskis, dann wird grantiert der ein oder andere zaghaft fragen: "Darf ich mal durch dein Dekarem gucken?"....;o))

Viele Grüße
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang -

da hast du ja nun dein Traum-Astro-Glas bekommen und bist (fast) ganz zufrieden. Es stimmt: gerade der Kontrast begeistert mich auch, wenn auch 'nur' im 42er Trino ( = Trinovid-Bino). Wie schon geschrieben, kommt da auch das Fuji nicht ganz mit. Allerdings ist das Fujinon deutlich randschärfer, vielleicht ist das SGF des Leica 10x50 etwas kleiner als das des 10x42 Trino.
Das Fuji ist das FMTSX-2 7x50, welches für sich richtig klasse ist, jedoch mittlerweile für meinen Himmel eine zu große AP hat, so dass das Himmelshintergrundgrau manches Objekt regelrecht verschluckt - dies ist jedoch originär nicht dem Glas geschuldet. 4,2mm passt einfach besser oder auch 5mm (auch grössere Lichtsammelfläche) - vielleicht hätte man doch noch vor der 30%-Erhöhung ein 10x50er Fuji kaufen sollen. Jetzt kann man schon mit dem Gedanken spielen, ein gebrauchtes 'richtiges' Fernglas von LeiZeiSwarikon zu kaufen - der Preisunterschied ist nicht mehr groß.

Das einzige, was dich noch stört ist das Gewicht. Ich sach mal: wer so ein 'Luxusglas' sich gönnt und von traumhaften Beobachtungen spricht, der hat auch noch ein bissel übrig für den perfekten Sehgenuss:
http://www.intercon-spacetec.de/produkte/kategorie/produktkategorie/azimutal/produkt/uml/

Und wenn's vom Weihnachtgeld ist...


stabile Grüße
manne
 
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