Leichter Reiseakku mit LifePo4 Zellen

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conehead

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Guten Morgen Zusammen,

da ich mir einen Skywatcher Star Adventurer gekauft habe und mir ein Reisesetup zusammen stelle, hat jetzt noch ein Akku gefehlt. Mein aktueller ist etwas groß und auch deutlich zu schwer. Ich möchte ein Setup welches ich komplett in einem Rucksack verstauen kann.
Da ich von einem Tauchlampenprojekt noch 4 32650 LifePo4 Zellen übrig hatte, hab ich mir daraus jetzt einen "Reiseakku" gebaut.

Als erstes Stand das Design des Gehäuses an, dies hab ich mit Tinkercad gemacht. Das ist eine einfach zu bedienende 3D Software die komplett im Browser läuft:

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-1he-1414.jpg

Gedruckt habe ich mit meinem Anet A8. Der wohl günstigste Drucker den es zur Zeit gibt. Das Ding lief bei mir auf Anhieb einwandfrei. Die Drucke sind gut, manchmal gibt es Haftungsprobleme was aber nicht am Drucker liegt. Gedruckt habe ich mit PETG, da es hitzebeständiger als

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-1hf-c21b.jpg

Da die Zellen gegen Über- und Unterladung geschützt werden müssen muß da noch ein Batteriemanagement eingebaut werden. Zusätzlich kam noch ein Arduino und ein Oled Display rein. Im Moment zeigt es nur die Spannung der einzelnen Zellen sowie die Gesammtspannung an. Ich möchte noch einen Stromsensor einbauen und mitloggen wieviel Kapazität ich bereits entnommen habe. Die LifePo4 Zellen haben einen sehr flachen Spannungsverlauf beim Entladen, hierdurch ist es nur sehr schlecht möglich anhand der Zellenspannung auf die Restkapazität zu schließen.

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-1hh-04a6.jpg

Die Box wiegt knapp 800 Gramm, hat zwei Cinch-Buchsen für den direkten 12 Volt Ausgang und zwei USB-Ausgänge. Der Schalter sitzt versenkt im Gehäuse so das er gegen versehentliches Einschalten geschützt ist.

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-1hg-3aca.jpg

Zum Abschluß hab ich noch eine Kapazitätsmessung gemacht. Die Akkus erfüllen ihre Spezifikationen gut und ich komme gut auf die 5Ah bei 2A entnahme. Mein Setup mit gekühlter Kamera braucht etwa 1.2 Ampere. Damit reicht der Akku dann 4 Stunden:

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-1hi-f73e.jpg

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

klasse Projekt und sicher viel günstiger als der LiFe Akku von Celestron :-), der allerdings mit 84Wh noch ein bißchen mehr Reserven hat.

Viel Spaß mit dem Teil
Ralf
 
servus,
wie wird das ganze geladen?
cs
klaus
 
Hi,

Es wird ein Ladegerät mit 14.4 Volt an einem Ausgang angeschlossen. Der Rest erledigt das Batteriemanagement.

Der Celestron Akku ist gar nicht mal so teuer wenn man die Preise zusammen rechnet. klar ist mein Akkupack günstiger. Aber da steckt auch einiges an Zeit drin. Kabel hab ich inzwischen auch richtig verlegt und alles gegen ablösen gesichert.

Gruß Markus
 
Hallo Ralf,

LiFe Akku von Celestron, der allerdings mit 84Wh noch ein bißchen mehr Reserven hat

die Kapazität von 84 Wh (Watt-Stunden) reicht bei einer Spannung von 12 V (Volt) zu einer Stromentnahme von 7 Ah (Ampere-Stunden). Umwandlungsverluste habe ich vernachlässigt. Das ist nicht besonders viel. Wenn ich dann noch den Preis von 175 € anschaue, dann graust es mir. Einen 12 V Blei-Vlies-Akku mit 7,2 Ah bekomme ich für 17,45 €. Das ist nicht ganz ein Zehntel des Preises des LiFe-Akkus.

Siehe hier: https://www.reichelt.de/Blei-Vlies-...&GROUPID=4232&artnr=WP+7,2-12A+4,8&SEARCH=%2A
Viele Grüße

Kurt
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

ein sehr schönes Projekt hast Du da vorgestellt. Was mit gefällt ist der Arduino mit Anzeige, über die Du diese recht teueren Akkus überwachen kannst. Und dessen Programm Du noch erweitern kannst wenn Dir noch etwas einfällt.
Ich würde auch sofort lostbasteln hätte ich nicht schon einen Celestron Tank. Dieser hat übrigens noch eine Taschenlampenfunktion was ich persönlich sehr praktisch finde.

Gruss und cs,
Bernd
 
Hallo Kurt,

Ich denke Du hast das Thema nicht so recht verstanden. Es geht hier um Gewicht und Effizienz. Das ein Bleiakku ein deutlich besseres Preis/Leistungsverhältniss hat ist doch jedem Bewusst. Der Bleiakku ist aber 3 mal so schwer wie mein Akku. Und für den Sky Adventurer und meine gekühlte dslr reicht das für eine gute Nacht. Das war das Ziel

Gruß Markus
 
Außerdem kannst Du dem Bleiakku genau 1x die komplette Kapazität entnehmen. Danach ist er hinüber, im Gegensatz zum LIFePo, der auch keine Selbstentladung hat, im Gegensatz zu Blei.
Es gibt einiges, was gegen Blei spricht.
 
Hi,

auch der Celestron-Akku hat seine Daseinsberechtigung. Nicht jeder kann man eben so ein Gehäuse designen und drucken. Ebenso den Rest zusammen bauen. So einfach ist das nicht. Und da stecken auch von meiner Seite einige Stunden arbeit drin.

@Kurt
Ralf hat ja nur geschrieben das der Celestron etwas mehr Kapazität hat als meiner. Da liegt er vollkommen richtig. Ebenso das mein Akku nur bei ca. 40% vom Preis liegt. Auch da liegt er richtig.
Wie gesagt es ging um leicht und haltbar. Beides trifft voll auf die LifePo4 Zellen zu. Über den Preis können wir gerne reden, aber der lag hier nicht imer Vordergrund.

Ich habe vor mit dem Reisesetup auch mal einen Berg hoch zu wandern und dabei kommt es auf jedes Gramm an.

Gruß Markus
 
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