Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebes Astrovolk,
gestern Abend hatte ich wieder so einen offiziellen Mond-guck-Abend mit Kindern. Wenn die noch alle unter Zehn sind, kann man all seine pädagogischen Vorbereitungen für eine Himmelsführung vergessen und zusehen, dass man so ein Zwischending zwischen Märchenerzählerin und Sterndl-Tante wird, die ein Boah-Dingsda im Garten stehen hat.
Im Laufe der Performance mutierte ich dann zu etwas, was sich mir selbst entfremdete....normalerweise hebt man an einem STerndlabend ja ab, aber in diesem Fall wurden wir alle geerdet.
Bei stockschwüler Luft, die sich von tagsüber 36 Grad Dank eines frühabendlichen Gewitters mit Schauer auf 22 Grad abkühlte und dabei aber den Taupunkt auf gleicher Höhe küsste, vergaß der Wind seinen Atem und der 9 Tage alte, zunehmende Mond, der ja die Hauptattraktion an diesem Abend sein sollte kämpfte sich mühsam über einen abziehenden Cumulonimbos im Südosten empor.
Man hätte die Luft geräuchert in dünnen Scheiben schneiden können, der Schweiß troff uns allen von der Stirn und der Mond schimmerte mystisch, romantisch durch den bedrückenden Äther, als ich ihn sogleich gegen 21:30h noch vor seiner Kulmination im 10ner Dob einfing und den Kids präsentierte, die dann aber nicht so wirklich den Mond sahen, sondern ein mächtig leuchtendes Ei!!!!!!!!! Krater? He? Das ist ein Ei, nein ein Ei....boahhhhhh wie das leuchtet....ich auch mal, weg da ich bin jetzt drann.......ich seh nix........oh, ein LIcht, es leuchtet, Maaaaaaaaaaaaaaammmmiiiiiiiiii es leuchtet da drinne.....ja, ein Ei, das ist ein Ei...wie ein Ei....
Ich lasse die nun sehr neugierig gewordene Mutter nach Überredung der ubermütigen Gören auch mal ans Teleskop und sie konnte bestätigen, dass es doch der Mond war, mit größter Euphorie. Im Mondführer zeigte ich ihr dann das absolute Schmuckstück des Mondes, den Kopernikus und erklärte so manche geologischen Daten dazu, die Kids wurden nervös, unruhig, schmissen mit der Schaukel die Sitzbank um, quängelten, die Mücken stachen und wurden mächtig brutal...
Saturn winselte durch die Suppe und um die Kids vorm Explodieren zu retten, steuerte ich auf Saturn.....mit dem sie nicht wirklich was anfangen konnten: ich seh nix....da ist was kleines......jaja, da ist was drumrum.....ich auch, ich auch....ich seh nix....ein kleines Ei...da, ein kleines Ei....die Mutter darf endlich auch: oh, ich dachte das könne man immer nur auf Photos sehen, man kann den ja wirklich sehen.....oh....was ein toller Abend.
Dann die Frage, vor der ich mich am meisten fürchte: Wo ist der Polaaaaaaaarstern?
Ich muss die Schaar vorher aber aufklären, nix mit Hollywoodzauberglitzer-strahlewow-effekt-Stern....ganz unscheinbar und eben deshalb finden die Schäfer mit ihren Schäfchen Nachts ja auch den Weg, damit sich kein Lämmchen verirrt (in den Schlachthof hehe...lecker...) ...
Auf die Frage nach der Milchstrasse, die ja genau über uns stand und so gar nicht auch nur ansatzweise sichtbar war, erzählte ich ihnen wie schön sie auf dem Großglockner zu sehen sei und was Lichtverschmutzung ist und warum Astronomen den zunehmenden Mond und die weissen Nächte nicht wirklich so schätzen..(und so kleine Mini-Kids auch nicht)......Maaaaaaaamie, ich bin müüüüüde, wir wolln heim......
Zum Abschluss noch schnell eine Geschichte unterm Walnußbaum:
Dana Sobel, eine Wissenschaftsjournalistin aus New York hatte vor Jahrzehnten eine liebe Freundin, die bekam von ihrem Verehrer, der wohl bei der NASA arbeitete während eines Aufenthaltes im Labor doch tatsächlich als Liebesgabe echten Mondstaub geschenkt(heimlich, das durfte um Gottes Willen niemand wissen.........damals jedenfalls nicht....).
Dana Sobel erwartete eigentlich, dass sie von ihrer besten Freundin von diesem außergewöhnlichen Staub wohl auch etwas ab bekäme, gleich wie die Kirchen früher ja über ganz Europa verteilt die Finger und Vorhäute von Jesu in Monstranzen aufbewahrten, wollte sie diesem Mondstaub ehrfürchtig einen besonderen Platz im Hause einräumen...
Doch nein, was tat die Freundin? Sie schluckte den Mondstaub hinunter! Nein ganz ehrlich, ihr sicherer Instinkt sagte ihr ganz klar, wo der sicherste Ort sei....die Verinnerlichung....bis die ganze Sache durch diverse Verdauungstrakte dann ja bekanntlich ganz wo anders landete als in der Seele............
Wenn das die NASA wüsste....aber macht nix....wir wissen auch nicht alles was die NASA weis.....und den Kids habe ich erzählt, dass die Frau dann für immer jung blieb und zu leuchten anfing und dass man im Naturkundlichen Museum in Wien unter Panzerglas so einen Mondstein bewundern kann und dass der Mond mal ein Ring war, wie der Saturnring und sich dann zu einen Ei verdichtete..............und ich brauchte dann so ca. zwei Liter Wasser und eiere wegen einer schlaflosen Nacht mit ebensolchen Ringsystemen im Gesicht unter den Augen umher.....bähhhhhhhhh...Sommernächte....fuzzi-pupsi-Kiddies...
LIebe Grüsse von Anette
gestern Abend hatte ich wieder so einen offiziellen Mond-guck-Abend mit Kindern. Wenn die noch alle unter Zehn sind, kann man all seine pädagogischen Vorbereitungen für eine Himmelsführung vergessen und zusehen, dass man so ein Zwischending zwischen Märchenerzählerin und Sterndl-Tante wird, die ein Boah-Dingsda im Garten stehen hat.
Im Laufe der Performance mutierte ich dann zu etwas, was sich mir selbst entfremdete....normalerweise hebt man an einem STerndlabend ja ab, aber in diesem Fall wurden wir alle geerdet.
Bei stockschwüler Luft, die sich von tagsüber 36 Grad Dank eines frühabendlichen Gewitters mit Schauer auf 22 Grad abkühlte und dabei aber den Taupunkt auf gleicher Höhe küsste, vergaß der Wind seinen Atem und der 9 Tage alte, zunehmende Mond, der ja die Hauptattraktion an diesem Abend sein sollte kämpfte sich mühsam über einen abziehenden Cumulonimbos im Südosten empor.
Man hätte die Luft geräuchert in dünnen Scheiben schneiden können, der Schweiß troff uns allen von der Stirn und der Mond schimmerte mystisch, romantisch durch den bedrückenden Äther, als ich ihn sogleich gegen 21:30h noch vor seiner Kulmination im 10ner Dob einfing und den Kids präsentierte, die dann aber nicht so wirklich den Mond sahen, sondern ein mächtig leuchtendes Ei!!!!!!!!! Krater? He? Das ist ein Ei, nein ein Ei....boahhhhhh wie das leuchtet....ich auch mal, weg da ich bin jetzt drann.......ich seh nix........oh, ein LIcht, es leuchtet, Maaaaaaaaaaaaaaammmmiiiiiiiiii es leuchtet da drinne.....ja, ein Ei, das ist ein Ei...wie ein Ei....
Ich lasse die nun sehr neugierig gewordene Mutter nach Überredung der ubermütigen Gören auch mal ans Teleskop und sie konnte bestätigen, dass es doch der Mond war, mit größter Euphorie. Im Mondführer zeigte ich ihr dann das absolute Schmuckstück des Mondes, den Kopernikus und erklärte so manche geologischen Daten dazu, die Kids wurden nervös, unruhig, schmissen mit der Schaukel die Sitzbank um, quängelten, die Mücken stachen und wurden mächtig brutal...
Saturn winselte durch die Suppe und um die Kids vorm Explodieren zu retten, steuerte ich auf Saturn.....mit dem sie nicht wirklich was anfangen konnten: ich seh nix....da ist was kleines......jaja, da ist was drumrum.....ich auch, ich auch....ich seh nix....ein kleines Ei...da, ein kleines Ei....die Mutter darf endlich auch: oh, ich dachte das könne man immer nur auf Photos sehen, man kann den ja wirklich sehen.....oh....was ein toller Abend.
Dann die Frage, vor der ich mich am meisten fürchte: Wo ist der Polaaaaaaaarstern?
Ich muss die Schaar vorher aber aufklären, nix mit Hollywoodzauberglitzer-strahlewow-effekt-Stern....ganz unscheinbar und eben deshalb finden die Schäfer mit ihren Schäfchen Nachts ja auch den Weg, damit sich kein Lämmchen verirrt (in den Schlachthof hehe...lecker...) ...
Auf die Frage nach der Milchstrasse, die ja genau über uns stand und so gar nicht auch nur ansatzweise sichtbar war, erzählte ich ihnen wie schön sie auf dem Großglockner zu sehen sei und was Lichtverschmutzung ist und warum Astronomen den zunehmenden Mond und die weissen Nächte nicht wirklich so schätzen..(und so kleine Mini-Kids auch nicht)......Maaaaaaaamie, ich bin müüüüüde, wir wolln heim......
Zum Abschluss noch schnell eine Geschichte unterm Walnußbaum:
Dana Sobel, eine Wissenschaftsjournalistin aus New York hatte vor Jahrzehnten eine liebe Freundin, die bekam von ihrem Verehrer, der wohl bei der NASA arbeitete während eines Aufenthaltes im Labor doch tatsächlich als Liebesgabe echten Mondstaub geschenkt(heimlich, das durfte um Gottes Willen niemand wissen.........damals jedenfalls nicht....).
Dana Sobel erwartete eigentlich, dass sie von ihrer besten Freundin von diesem außergewöhnlichen Staub wohl auch etwas ab bekäme, gleich wie die Kirchen früher ja über ganz Europa verteilt die Finger und Vorhäute von Jesu in Monstranzen aufbewahrten, wollte sie diesem Mondstaub ehrfürchtig einen besonderen Platz im Hause einräumen...
Doch nein, was tat die Freundin? Sie schluckte den Mondstaub hinunter! Nein ganz ehrlich, ihr sicherer Instinkt sagte ihr ganz klar, wo der sicherste Ort sei....die Verinnerlichung....bis die ganze Sache durch diverse Verdauungstrakte dann ja bekanntlich ganz wo anders landete als in der Seele............
Wenn das die NASA wüsste....aber macht nix....wir wissen auch nicht alles was die NASA weis.....und den Kids habe ich erzählt, dass die Frau dann für immer jung blieb und zu leuchten anfing und dass man im Naturkundlichen Museum in Wien unter Panzerglas so einen Mondstein bewundern kann und dass der Mond mal ein Ring war, wie der Saturnring und sich dann zu einen Ei verdichtete..............und ich brauchte dann so ca. zwei Liter Wasser und eiere wegen einer schlaflosen Nacht mit ebensolchen Ringsystemen im Gesicht unter den Augen umher.....bähhhhhhhhh...Sommernächte....fuzzi-pupsi-Kiddies...
LIebe Grüsse von Anette