literatur in originalsprache?

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Florian_Andritsch

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hallo!

mich interessiert, ob ihr es bevorzugt, literatur (ich meine jetzt "fachliteratur" physik/astronoie/astrophysik/mathematik in der originalsprache lest, in der sie geschrieben wurden (solang das englisch ist ;-)) oder ihr die deutsche version wählt!

mir sind auch die beweggründe für das eine oder andere wichtig...
cs
nEwEr
 
Hallo nEwEr, (was immer das auch heißt)
ich bevorzuge schon deutsche Texte, wobei ich inzwischen sehr viel an amerikanischer Beobachtungsliteratur besitze. Aber, das Problem aller Fachsprachen ist ja, dass einzelne Begriffe etwas anderes bedeuten als in der Allgemeinsprache. Und da kann es schnell passieren, dass ein Wörterbuch einen auf die falsche Fährte bringt.
 
hi Newer -

ich wähle immer Originalsprache. Das gilt sowohl für Fachliteratur als auch für Literatur im Allgemeinen.

Da ich selbst übersetze (Deutsch ist nicht meine Muttersprache) weiss ich, wie schwierig es manchmal ist (auch Fachtexte) getreu zu übersetzen.

Übersetzungen sind eben nur Übersetzungen und geben niemals 100% wieder was im Original steht. Ich habe schon so einige Bücher hier doppelt rumstehen...

Ist klar, dass Fachbegriffe nicht in normalen Wörterbücher stehen, dafür gibt es aber zum einen Internetlexika und zum anderen elektronische Wörterbücher die man erweitern kann mit Fachbegriffen.

Ich halte persönlich nicht viel von übersetzte Fachbegriffe,
denn sie sind nur in der jeweilige Sprache gültig. Bei Fachdiskussionen reichen aber meist die internationale Varianten. Als einfaches Beispiel nenne ich da die Sternbildern... ich müsste die mir in allen Sprachen merken, wenn ich Originalbegriffe wie z.B. "Capricornus" verwende, weiss jeder Astronom auf der ganzen Welt was ich meine - ohne Übersetzung.

In der normalen Literatur sind die Unterschiede manchmal ganz kras, so habe ich zwei Übersetzungen von Dicken's Weihnachtsgeschichten. Ich habe beide so unterschiedlich interpretiert, dass ich dann schließlich verärgert die Originalausgabe gekauft habe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mad.gif" alt="" />

Ähnlich ist es mir mit einer Ausgabe von Carl Sagan gegangen (um jetzt mal ein Astro-Beispiel zu nennen) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS, fred
 
Hi,

also ich bevorzuge die englischen Original-Ausgaben, auch bei
Videos.

Grund: Deutsch kann ich gut genug, es ist meine Muttersprache,
Englisch muß ich verbessern. Also ran an den Speck. Ich habe
mit 15 Jahren "Sky & Telescope" abonniert, und meine liebe
Mühe gehabt beim Entziffern! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
Anfänglich hatte ich ein Heft noch nicht durch, als bereits
das Nächste ins Haus flatterte. Aber mit jedem Heft wurde es
besser und es motivierte mich für den Englischunterricht.
Da Du ja Schüler bist, versuche es auch einmal. Du hast es
heutzutage viel leichter wie ich damals, dank DVD-Videos
mit umschaltbarer Sprache und mehrsprachigen Untertiteln.
Nutze die Gunst der Zeit.

Hinzu kommt, daß es an unserer Fachhochschule mittlerweile
dermaßen viele ausländische Studenten gibt, daß man in den
Gängen überwiegend englische Konversation hört! Die Leute
kommen aus aller Welt, Indien, China, Rußland, USA, Afrika,
etc. Und das gilt wohl inzwischen für die meisten Unis und
FH's.

Die Studenten können sich nur deshalb miteinander verständigen,
weil sie eine gemeinschaftliche Basis haben - Englisch. Solltest
Du studieren wollen, gewöhne Dich rechtzeitig daran, daß Deutsch
nicht die Weltsprache geworden ist. Manche mögen das bedauern,
aber für mich ist eine Sprache nur ein Tool, äh, Werkzeug. Wird
es stumpf, schleife es nach oder benutze ein neues. Das 'Nach-
schleifen' bei Sprachen (Stichwort 'Denglisch') ist mE. ein
grauenvolles Verfahren! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" />
Dann lieber ein neues Tool. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />


Gruß Coyote
 
Hi,

seit ich einige sehr schauderhafte Übersetzungen englischer IT-Fachliteratur in den Fingern hatte, gehe ich das Risiko nicht mehr ein, für ein schlecht übersetztes Buch Geld zum Fenster rauszuwerfen.

Während meines Studiums ist mir aufgefallen, dass englische und amerikanische Autoren oft deutlich klarer schreiben und schneller die Sache auf den Punkt bringen. Deutsches Buch über Fluidmechanik gelesen, Thema nicht verstanden. Amerikanisches Buch gelesen und kapiert.

Vor dem (zu) späten Abend finde ich für Hobby-Literatur oder Weiterbildung fast nie Zeit. Dann liest sich Deutsch leichter, aber wenn's Englisch ist, tut's mir auch nicht weh. Je besser man Englisch kann, desto mehr interessante Quellen sind verfügbar.

Mein erstes zu Schulzeiten selbst gekauftes englisches Buch war übrigens der "Burnham". Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als ich die drei dicken Bände gespannt bei der Buchhandlung abholte und zu lesen begann. "Na also, es geht doch!" war nach wenigen Seiten meine Einschätzung. Trau' Dich, zur Not gibt's ja http://dict.leo.org

Happy reading,
Tom
 
Hi,

eine pauschale Aussagen, ob Literatur in Originalsprache zu bevorzugen ist oder nicht, würde ich nicht treffen. Es gibt ebenso gelungene wie lausige Übersetzungen. Das wäre von Fall zu Fall und von seinen eigenen Interessen und Kenntnissen abhängig abzuwägen. Wenn z.B. die Materie etwas komplizierter wird, kann es schon sinnvoll sein, auf die Sprachbarriere zu verzichten.

Dennoch sollte man sich mit englischsprachiger Literatur unbedingt auseinandersetzen. Sobald es etwas spezieller wird, wird man feststellen, daß gute deutschsprachige Literatur doch dünn gesät ist.

Gruß

Talby
 
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