Lohnt sich ein teures Plöselokular?

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ndescher

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Hallo
Freue mich hier im Forum dabei sein zu können.
Astronomie und Astrophysik sind seit jahren mein Hobby, aber bislang nur in Buchform.

Habe mir vor ein paar Jahren einen billigen Refraktor gekauft und erste Erfahrungen gesammelt.
Jetzt habe ich auf einen kleinen 6" Reflektor umgesattelt.

Das man da keine Wunder erwarten kann ist mir klar und auch der Zusammenhang zwischen Vergrößerung und der zu erwartenden Schärfe ist mir bewusst.
Bei dem 6"er ist ein 25mm Plösel und ein 6,5mm Plösel dabei. Für das kleine Gerät ist der 6,5mm natürlich viel zu klein (viel zu hohe Vergrößerung) alles wird unscharf und dunkel, das macht keinen Sinn.

Bei einem Kaufpreis von 199,- haben diese Plösel aber wohl nur eine handvoll Euro gekopstet. Qualität kann man da nicht erwarten.
Würde es meinen 6" aufwerten wenn ich mir ein gutes Plösel zu 25mm und 18mm und vielleicht noch ein 12mm Plösel zulege? Nochmehr Vergrößerung ist bei nem 6" sinnlos(richtig?). Mit "Gut" meine ich so 50€ plus x für einen Plösel. Das wäre dann schon echte Topqualität,oder? Würde das viel bringen? Das Geld wäre doch in die Plösel gut investiert, da ich diese bei einem Wechsel auf einen teureren 10"er behalten kann.
Was meint ihr?
Grüße und danke für eure Antworten.
 
Hallo, willkommen im Forum!

Alles wird angenehmer, wenn du einen Namen angibst, unter dem du angeredet werden willst.

Am besten erzählst du erst mal etwas genauer, was du für ein Gerät hast. Brennweite? Denn so ins Blaue hinein kann man zu den Okularen nichts sagen.

Hier eine Einsteigerseite:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
Da gibt es etwas unter "Wissenswertes über Okulare" für dich.

Ein Sechs-Zöller sollte aber eine Vergrösserung von 200-fach locker schaffen. Manchmal gut für Mondbeobachtung, Planetenbeobachtung, evtl. für einige spezielle DeepSky-Objekte. Wenn es schlecht klappt, dann liegt es wohl eher am schlechten Seeing oder an der Justierung und nicht am Okular.

Topqualität? Dann schau mal auf Svens Seite:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare.html
oder hier:
http://www.deepsky-brothers.de
(--> Seitenübersicht --> Armins Okulare)

Aber sag erst mal was zu deinem Newton. Dem Preis nach zu urteilen schwächelt er eher bei seiner Montierung.

Mit Grüssen,
Joachim
 
Hallo,

nein würde ich bei einem mutmasslichen f/5 Newton nicht machen, da wirst du mit einem grösseren Gerät erst recht nicht glücklich mit, zumal die Plössl egal ob teuer oder billig nur ein kleines Gesichtsfeld bieten. Wenn es sich wie ich vermute um ein 150/750 Newton handelt erreichst du mit dem 6,5mm gerade mal 115x was weit unter den Möglichkeiten eines 6"ers bleibt.

Möglichkeit 1: Das Gerät ist nicht justiert, da wäre es sinnvoll sich mal mit Gleichgesinnten zu treffen die dir das mal live zeigen

Möglichkeit 2: Es handelt sich um einen Katadiopter á la Seben Big Boss oder TS Weissderteufel... dann wird das leider nichts helfen denn die sind für ihre miese Abbildungsleistung und die sehr schwierige Justage bekannt.

Viele Grüße Benny
 
Hi
Danke für die Antwort.

Bin auch in einem anderen Forum fündig geworden und habe da bereits einen ordenltichen Dämpfer erhalten.
Also es handelt sich um ein Seben Big Boss 1400/150. Dies scheint eine Korrekturlinse im Okularauszug zu besitzen, die bereits Schärfe und Lichtmenge begrenzt. Mit kurzen Worten: das Ding ist wohl Schrott, aber um etwas zu üben und sich am Himmel sicher orientieren zu lernen dürfte es wohl reichen.

Würde da ein teures Okular zwischen 25 und 12 mm was bringen oder ist es mit diesem Billigteleskop eh hoffnungslos?
Grüße
ndescher
 
Hallo :-{)>

Welche Brennweite hat der 6Zöller?
Was willst du beobachten? (Planeten oder Galaxien/Nebel)

Brauchbare Plösslokulare sind schon recht preisgünstig zu haben.

Faustregel für die größte sinnvolle Vergrößerung ist
zweimal die Teleskopöffnung in mm.
In deinem Fall (6"=150mm)2x150mm=300mm => Vergrößerung:300x
(Aber nur bei sehr guter Sicht.)

OT:
Bist du wirklich Mitglied bei der Band "Sheik Yerbouti?"
Wenn ja, welcher von denen bist du?

Gruß
Pit

PS: Oha, soeben lese ich, daß du ein S###n Big Boss hast.
Ich glaube für das Gerät lohnt sich kein teures Plössl.
Wohl aber für den 10-Zöller den du zu kaufen gedenkst.

Über den Big Boss wird sich vielleicht der Schlagzeuger
freuen, wenn du die Optik ausbaust und ihn mit einem
Trommelfell bespannst :O)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo ndescher,

wenn du bei dem Hobby bleiben willst,
kaufst du früher oder später bessere Okulare.
Die Teleskope wechseln häufiger. Das ganze ist
natürlich eine Geldfrage. Die alten Hasen werden
dir raten gleich Nagler oder mindestens LVW zu kaufen.
Aber es gibt auch für 50 bis 100 Euro schöne
Weitwinkelokulare, schau auch mal auf dem
Gebrauchtmarkt. Auf den oben genannten Seiten
findest du eine Menge nützliche Informationen.

Gruß Dirk
 
Hallo ndescher,

falls du einen Vornamen hast unterschreib damit, das schafft
ein angenehmeres Klima und führt mutmaßlich zu mehr Antworten.

Was dein Teleskop betrifft:
Meine erste Antwort hatte sich mit deiner Antwort überschnitten,
also habe ich die gelöscht, denn nun ist ja klar daß es sich
bei deinem Teleskop um einen katadioptischen Newton handelt.
Eines der meistabgeratensten Teleskope...

Frage;
1) Woher hast du den und warum hast du den gekauft?
2) Wie lange hast du ihn schon?
3) Hast du ihn in einem Laden gekauft, oder per Internet?

MfG,Karsten
 
Hallo ndescher,

neine es ist nicht hoffnungslos.

Diese Katatiopter werden deswegen kritisiert, weil sie (für Anfänger) schwierig zu justieren sind und in der Qualität schwanken. Das heisst aber nicht, dass bei Deinem Gerät nix geht.

Ich denke, Du solltest als erstes die Justage angehen. Bekommst Du denn mit dem 25er ein klares Bild? das wäre ja schon was.

Was die Okulare angeht: auch bei Deinem Gerät würden hochwertige Okulare mit enstsprechendem Kontrast sehr wahrscheinlich einen Gewinn bringen. Die Frage ist halt ob sichs wirklich lohnt. Wenn Du bei Deinem Hobby bleibst besteht schon gute Wahrscheinlichkeit, dass Du das Gerät mal wechselst. Dann wäre eine hohe Investition unter Umständen umsonst.

Ich würde an Deiner Stelle folgendes machen:

besorg Dir gebraucht einige Superplössl-Okus oder auch Gold/Blaukantenokulare mit passenden Brennweiten.
Bei 1400mm Brennweite kannst Du vermutlich sogar bei den Superplössl bleiben: als minimale Okularebrennweite würde ich mal 8-9mm ansteuern. Damit kriegst Du immerhin schon 150-fache Vergrößerung. Bis 9mm haben die Superplössl auch noch relativ angenehmes Einblickverhalten. Das 6.5mm-Okular würde aus Deinem Gerät schon das Maximum an Leistung holen, was allein von den Umweltbedingungen her schon selten abrufbar ist. Dann würde ich mal was um die 40mm anstreben: das würde in Deinem Fall maximale Bildhelligkeit geben und wäre zum Aufsuchen besser als das 25er geeignet. Dann noch ein Oku um die 15mm und Du hast ne brauchbare Brennweitenstaffelung.

Nichtsdestotrotz: Dein Gerät ist nicht als Hochleistungsgerät bekannt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass aus dem Gerät nicht viel herauszuholen ist. Deswegen würde ich den Aufwand erst mal begrenzen.

CS

Klaus
 
Hi

Ja ich bin der Bassist der Band Sheik Yerbouti.

Also ich habe auf jeden Fall vor mir auch mal für irgendwas unter 1000 Euro einen brauchbaren 10" eventuell einen Dobson zu kaufen. Ich dachte halt nur, erst mal klein anfangen und üben und nicht gleich viel Geld ausgeben, wenn man noch von nix ne Ahnung hat.

Wenn ich jetzt einen oder mehrere gute Plössl oder Superplössl kaufe, könnte ich die doch bei einem späteren Teleskope weiterverwenden oder?
Grüße
Andi
 
Hallo Andi,

ich glaube nicht, dass du lange Plösslokulare verwenden werden willst, weder am kommenden und schon gar nicht an einem folgenden, bis dahin wirst du sicher mal durch andere Okulartypen geschaut haben und dich bereits auf den Aufstieg vorbereiten, oder aber du bleibst auf dem "stillen Balkon" ohne Anschluss, das geht auch, geht zwar viel Spass flöten und auch kann man nicht von den Erfahrungen anderer profitieren aber ohne Vergleich kannst du die Plössl benutzen wie es dir beliebt ;) Du weisst ja dann nicht wie es aussehen könnte.

Off-Topic: Geniale Musik :super:

Grüße Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andi,

zuerst würde ich mir an Deiner Stelle Mal das Rohr vornehmen.
Du kannst die Justierung prüfen und (in Grenzen) auch ohne weitere Hilfsmittel justieren, wenn es dann besser wird, kann man über den Rest nachdenken.

Das 6,5er Okular ist an dem Gerät mit über 200facher Vergrößerung sehr grenzwertig, aber für die Überprüfung der Justierung gut geeignet.
Du suchst Dir einen mittelhellen Stern, am besten Polaris, weil der so schön stille nahe des Himmelspols stehen bleibt.
Dann nimmst Du das 6,5er Okular, stellst den Stern in die Mitte und defokussierst ganz leicht.
Im Idealfall entwickelt sich aus dem Stern ein kleines helles Scheibchen mit einem schwarzen Loch in der Mitte (das wird vom Fangspiegel verursacht). Auch die Fangspiegelstreben kann man sichtbar machen, sie unterteilen dann das Sternscheibchen im Idealfall in gleich große Segmente.
Ich schätze der Idealfall wird nicht eintreten und dann musst Du eben über die Justierschrauben hinter dem Hauptspiegel (an der Hauptspiegelfassung) versuchen, den Idealfall so gut es geht, herzustellen.
Wenn Du an den Schrauben drehst wandert der Stern aus der Mitte raus und Du musst ihn immer wieder über die Montierung in die Mitte holen, um das Ergebnis der Bemühungen zu überprüfen.
Fang mit kleinen Schritten an, also nicht zu viel an den Schrauben drehen und wenn es in die falsche Richtung geht halt in die andere Richtung drehen. Es sind drei Schrauben, nicht nur an einer Schraube drehen, immer schön reihum und die Drehrichtung merken.
Lass zunächst die Finger von den Justierschrauben am Fangspiegel, denn um dort zu justieren brauchst Du zwingend Hilfsmittel und das ist bei den Kathadioptern auch nicht so einfach (ich weiß wovon icht rede, hatte selbst Mal so ein Teil). Wenn Du da zu viel verstellst kriegst Du es hinterher nicht mehr auf die Reihe.

Wenn Du durch diese (Hauptspiegel)Justierung am Stern eine Verbesserung erzielen kannst lohnt es sich eventuell doch, noch ein wenig mit dem Rohr zu beobachten und über besseres Zubehör nachzudenken. Das kann ja dann schon mit der Zielrichtung auf das eventuell folgende größere Rohr besprochen werden.

Noch besser wäre natürlich, Du suchst Anschluss zu erfahrenen Hobbyastronomen und die sehen sich das Rohr Mal an.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo ndescher,

wenn bei dem 25mm Plössl ein scharfes Bild entsteht, so ist die Justierung brauchbar - mehr kann ich nicht sagen.
Mit dem 150/1400 hast du dabei eine Vergrößerung von 56x. Das ist für DeepSky (Sternenhaufen, Nebel, Galaxien) als Einsteiger schon recht viel, um die Objekte aufzusuchen.
Daher empfehle ich ein Okular mit noch längerer Brennweite, also z.B. ein SuperPlössl 32mm (43x) oder gar 40mm (35x) - vermutlich hast du 1.25". Der Unterschied zwischen 32mm und 25mm ist allerdings nicht sehr groß. Das 40mm ist zum Aufsuchen besser, hat aber einen Tunnelblick, sagt man.
Die langbrennweitigen SP wirst du aber zu einem weiteren Teleskop mitnehmen, sollte ein solches kommen.

Bei einer kurzen Brennweite, z.B. 15mm (= 93x) würde ich zu einem Weitwinkel raten - z.B. die Blaukante (TS SWM15). Das Gesichtsfeld ist größer und viel schöner - diesen Vergleich habe ich gemacht und das Plössl der gleichen Brennweite nicht mehr angerührt. Mit dieser Vergrößerung kannst du einiges im Bereich DeepSky und natürlich Mond/Planeten anschauen. Beim Mond wird aber bald der Wunsch nach einem Graufilter aufkommen, denke ich, doch der ist mit 20 - 25€ erschwinglich.

Mehr brauchst du anfangs nicht - sammle deine eigene Erfahrungen und justiere erst dann (meine ganz perönlich Meinung), wenn du dich ein wenig mit dem Gerät vertraut gemacht hast.

Grüße,
Doppelstern

 
Hallo
@ Benny
Was meinst du mit "...wie es aussehen könnte..."

Ich glaube mein Hauptproblem ist, dass ich die Okulartypen nicht kenne.
Ich dachte alle diese Dinger die man in den Okularauszug setzt heißen Plössl.
Da geht die Verwirrung schon los.

Welche Okulartypen wären den Sinnvoller als Plössl?
Grüße Andi
 
Hi Andi,

also zunächst Mal stimme ich allen Vorrednern zu die den Hauptknackpunkt erstmal bei deinem Teleskop sehen, das ist so, vieleicht geht da noch ein bisschen was zu optimieren, wahrscheinlicher aber nicht. Von daher wäre der Kontakt mit anderen Sternfreunden das Wichtigste, da diese a.) nach deinem Gerät schauen können und b.) du die Mögklichkeit hast, andere Geräte und auch Okulare kennenzulernen.

Und das meinte ich mit "wie es aussehen könnte". Solange du keinen Vergleich hast, wird dir das Plössl genügen, wenn du aber siehst wie das Bild mit höherwertigen Okularen aussehen kann die dann mehr Schärfe, ein helleres Bild (bessere Transmission) und vor allem auch ein grösseres Gesichtsfeld bieten dann werden sie dir mit einiger Sicherheit nicht als "zukunftsfähig" vorkommen.

Genug der Verwirrung ;) Es gibt viele Okulartypen die mehr leisten und natürlich auch teurer sind, aber da es erstmal am Gerät und der Erfahrung krankt sollte man auch da beginnen.

Viele Grüße Benny
 
Hi ndescher,

du schreibst zwar nichts auf meine Frage, aber falls du das Teleskop
noch keine 14 Tage hast kannst du eventuell das Fernabsatzgesetz
ausnutzen um es schadensarm wieder loszuwerden.

Falls das nicht mehr möglich ist:
Ja, ein Plössl kannst du problemlos daran nutzen.

CS,Karsten
 
Hi Andi
Plössl ist eine Bauart, der Oberbegriff ist Okular.
Keine Ahnung heißt das abstellen. Eine einfache Übrsicht habe ich auf der HP unter Okularraster.. zum reinschnuppern.

Kaufe erst mal nichts. Schau dass DU das Gerät entweder zurückgeben kannst oder schau das Du es justiert kriegst
und fang mal an zu beobachten.

Dann greifen wir das Okuthema nochmal auf. Vllt kannst DU uns dann auch ein paar Deteils liefern was sie können sollten, was angenehm ist etc..
Okulare haben viele Faktoren die man berücksichtigen muß, wei t mehr als nur Brennweite und Preis.

Cs
 
Hallo Andi,

Das folgende geht etwas am Thema vorbei und bezieht eher auf das Teleskop.

Ich hatte mir vor ein paar Jahren auch das Seben Big Boss gekauft. Ich habe eine dem Preis entsprechende Qualität erwartet und mir war klar, das ich das Gerät bald zerlegen werde:

- Eine Justierung habe ich nach Augenmaß bereits 10 Minuten nach Aufbau durchgeführt
- Für eine bessere Justierung habe ich mir dann einen Justierlaser geliehen. Dann war wenigstens mit dem 25mm ein akzeptables Bild da, mit 6mm war es nicht berauschend (mitgelieferte Okulare).
- Als nächstes habe ich den Hauptspiegel ausgebaut und die Schaumstoffauflage durch drei kleine O-Ringe (5mm) unter den drei Klemmen getauscht. Das hat die Durchbiegung des Spiegels (3-fach-Astigmatismus) stark reduziert und das Bild wurde deutlich verbessert (nach erneuter Justage natürlich)
siehe auch: http://www.kurt-hopf.de/astro/seb.htm

Ich habe mir dann irgendwann noch ein 10mm und ein 40mm Plössl dazugekauft (je 15EUR, auch von Seben; nicht der Hit, aber für das Teleskop brauchbar): das 40mm ist für die Öffnung zu lang (eingeschränktes Gesichtsfeld), das 10mm benutze ich gerne neben dem 25mm. Im 6mm sind mir die Fehler der Optik zu deutlich.

Die Optik meines Geräts ist nicht gut, aber die Entspannung des Hauptspiegels und die Justage waren sehr wichtig, damit das Teleskop überhaupt brauchbar wurde. Immerhin muss ich nicht lange Auskühlen, weil das Bild nicht viel besser wird ;-)
Teste mal, einen Karton mit einem 5cm Loch vors Teleskop zu halten. Wenn dabei die Auflösung steigt(!), ist der Hauptspiegel stark verspannt (war bei mir der Fall!).

Jetzt nach 3 Jahren steige ich auf eine ordentliche Montierung (EQ6) und eine hoffentlich brauchbare Optik (Intes MK66) um. Das Seben betrachte ich mit gemischten Gefühlen: Es hat mir als Gelegenheitsbetrachter einige schöne Abende gebracht, die Cassiniteilung konnte ich leider nur zweimal schwach erkennen. Hätte ich wieder die Wahl, würde ich einen gebrauchten Newton besorgen. Im Nachhinein denkt man immer anders.
Allerdings habe ich durch das Zerlegen und Optimieren des Seben einiges über Teleskope gelernt, vor einem teureren Gerät hätte ich evtl. als Anfänger zu viel Respekt vor der Demontage gehabt.

Mein Fazit:
- Mit einem optimierten Seben kann man auch Spass am Spechteln haben: aber erstmal Hauptspiegel antspannen und justieren
- Es gibt immer(!) ein besseres Teleskop (meist in einer höheren Preisklasse)
- Wenn wie bei mir ein 6mm und ein 25mm dabei waren, empfehle ich noch ein günstiges (evtl. gebrauchtes) Okular zwischen 9 und 13mm.
- Falls Du nicht am Basteln interessiert bist und das Teleskop noch zurückgeben kannst, würde ich dies empfehlen.

Viele Grüße,

Stefan


 
hallo Andi,

warm welcome im Astro Musiker Club!
Den gibts natürlich nicht, aber unter Musikern gibts wirklich einige Astrofans. Wie bei der Musik fängt man irgendwie an, so bei der ersten Note, und dann gehts immer nur weiter, lernt man immer Neues dazu.
Hier biste gut aufgehoben, auch ich habe hier im Forum eine Menge gelernt!

lg und clear skies, Tommy
 
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