Lowspec 3.0 oder Star’Ex HR

MaciejW

Mitglied
Hallo,

ich interessiere mich für Spektroskopie und möchte mein erstes Spektroskop drucken. Es gibt zwei Konstruktionen zur Auswahl:

LowSpec 3.0 und Star'Ex HR.

Kann mir jemand bitte die praktischen Unterschiede erklären? Ich habe Grundkenntnisse und während meines Chemiestudiums ein bisschen Erfahrung mit Spektroskopie gesammelt.
Ich sehe, dass das Star'Ex HR eine höhere Auflösung erreichen kann und dass ich die optischen Teile in der EU kaufen kann. Für 200 € mehr könnte ich auch das Solar'Ex erhalten. Aber die Konstruktion sieht etwas filigraner aus.
LowSpec ist kompakter und daher vielleicht stabiler?

Ich bin besonders daran interessiert, mit langen Belichtungszeiten auch schwache Objekte aufzunehmen, und es wäre großartig, wenn ich dabei auch ein bisschen UV- und IR-Spektrum erfassen könnte: 350–1000 nm.

Herzlichen Dank für eure Ratschläge!
 
Hallo!

Schade, dass sich hier noch niemand gemeldet hat. Vor einiger Zeit habe mit mir das Sol'ex gebaut, quasi die Grundlage des Star'ex. Damit zu arbeiten ist schon sehr interessant, weil man nun Bewegungen auf der Sonne nicht nur beobachten (obwohl das mit z.B. einem Quark besser geht) sondern auch quantifizieren kann.

Was mich dabei umtreibt ist eine möglichst hohe spektrale Auflösung und dabei hat wohl das Star'ex die Nase vorn. Wobei es auch hier natürlich auf die Konfiguration ankommt. Ich bin kurz davor mit der Star'ex Erweiterung loszulegen. Lediglich das Optik Kit zur Erweiterung fehlt noch. Vor kurzem habe ich mir erst noch den längeren 7µ bzw. 10µ Spalt gegönnt, der noch an der Sonne zum Einsatz kommt. Die Stabilität war, sowohl bei der selbst gedruckten als auch erst recht bei der später gekauften 2.0 Variante sehr gut ein kein Problem, wenn man einen stabilen OAZ hat. Bei einfachen Crayford's könnte es schwieriger werden.

Mit dem 2400l/mm Gitter kommt man recht weit, für Infrarot >700nm ist aber wohl ein 1800l/mm Gitter besser. Du kannst Dir das SimSpec Spreadsheet herunterladen und Deine Möglichkeiten mal durchrechnen. Damit bekommst Du schon mal eine Idee von der möglichen Auflösung und den notwendigen Belichtungszeiten. Was mit dem Star'ex möglich ist, sieht man z.B. hier, wo im Spektrum von T CrB plötzlich in der H-Beta Linie zwei Spitzen auftauchen die (soweit ich das Verstanden habe) die Rot- und Blauverschiebung der rotierenden Akkretionsscheibe interpretiert werden. Ich finde das, in Anbetracht der eingesetzten Mittel, ausgesprochen beachtlich.

Viele Grüße
Michael
 
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