M13, M31, Mars, Mond, Albireo

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gardalon

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M13, M31, Mars, Mond, Albireo

Eine schöne gute Nacht zusammen,
Gerade komme ich vom Rhein zurück und gebe hier nun ein paar der Eindrücke der heutigen Sternennacht wieder. Sofort am Rhein wurde ich von der Klarheit der Luft und der für Vorstadtbedingungen unglaublichen Sternfülle geradezu erschlagen. Also richtete ich nach kurzer Auskühlzeit den 4,5-Zöller auf den Herkules, und trotz Stadtbedingungen, Mond und Kampf mit der EQ1 konnte M13 relativ unproblematisch eingestellt werden. Zwar konnte er diesmal nicht aufgelöst werden, dennoch leuchtete er bei 45x sehr schön und unübersehbar mit einer deutlichen Helligkeitssteigerung zur Mitte hin. Nach dieser geglückten Beobachtung musste natürlich auch der einladend strahlende Mars begutachtet werden. Im 10mm-Plössl machen sich die fast 20 Bogensekunden mittlerweile deutlich bemerkbar. Mare Erythraeum, Bosporos Gemmatus und Mare Serpentis wanden sich knackscharf und deutlich abgegrenzt um den roten Planeten, und die leuchtend weiße Polkappe wurde bei indirektem Sehen auch schön vom Polsaum umrandet. Als nächstes Entspannungsobjekt stand der abnehmende Fast-Halbmond auf dem Programm. Einfach mit dem Teleskop über die Mondoberfläche gleiten und die Landschaften genießen, ist eine wunderbare Sache. Endlich habe ich mir heute anschließend auch den Wunsch erfüllt, einmal Albireo anzusehen. In großer Distanz strahlte die blaue Komponente in einem im wahrsten Sinne des Wortes überirdischen Blau-ein wirklich wunderschöner Doppelstern. Und eine weitere Premiere gab es heute für mich: Nach Blick auf die Sternkarte habe ich erstmals die Andromeda-Galaxie gesehen und konnte klar den hellen, rundlichen Galaxienkern, eingebettet in die nebelartigen Randregionen, bewundern-das vermutlich faszinierendste Objekt, das ich je gesehen habe. Ein wundervoller Abend, der Lust auf mehr solche Sommernächte macht.
Gruß, Gardalon
 
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