M31 114/500 newton reflektor - was ist hier falsch

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yashi

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Hi,

ich bin zwar dabei mir ein neues gerät anzuschaffen

will/kann aber nicht so recht verstehen warum ich praktisch nicht in der lage bin m31 vernünftig mit meinem jetzigen scope zusehen. ich hatte diese diskussion sschonmal in einem anderen thread. dort waren meine erinnerungen an das gesehene allerdings etwas eingerostet.

dank gutem seeing bin ich gerade schnell raus und hab das ganze nochmal unter die lupe genommen.

mit blossem auge ist hier nichts zu sehen. mein weg war von
Mirach -> µ And -> M31
laut stellarium hat "µ And" weniger helligkeit als m31. ich kann ihn aber mit blossem auge sehen

m31 hingegen keine chance


mit teleskop:
114/500 20mm okular
-> mir wurde bereits gesagt, dass das teleskop suboptimal konstruiert ist, aber wirklich SO schlecht?

ein konturloser kaum sichtbarer fleck. man kann ihn direkt erkennen. indirektes sehen macht aber mehr sinn.

wohne in der nähe von münster/NRW guck bedingungen sollen hier wohl durchschnittlich sein. milchstraße sieht man eher selten

gruß


edit: hmm milchstraße geht doch ganz gut, kann ich zurzeit easy sehen.

ist jetzt evtl. etwas ETWAS dämlich, aber mein hauptspiegel beschlägt ganz gut wie ich eben bemerkt habe ^_^
ich VERMUTE das hängt gewissermaßen zusammen ioi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo yashi,

hat M31 bei dir eine Aufhellung in Richtung Zentrum und Ansätze von dunklen Bereichen? Der Starhopping-Pfad ist korrekt.

Die von dir verwendete 25-fache Vergrößerung ist schon am Limit dessen, was mit diesem Teleskop sinnvoll, oder besser gesagt, machbar ist. Der Kugelspiegel schluckt da viel Schärfe und Auflösung. Mehr kannst du also im Prinzip nicht erwarten. Abgesehen davon sind bei kleineren Öffnungen die meisten Galaxien konturlose Flecken.

Die Austrittspupille von 4,5mm ist für Galaxien und einen mäßig lichtverschmutzten Himmel grundssätzlich gut geeignet.

CS und VG Christian

Edit: Ein beschlagener Hauptspiegel führt natürlich auch dazu, dass weniger zu erkennen ist, Sterne werden dann z.B. diffus.
 
Zuletzt bearbeitet:
danke für die antwort

>Die von dir verwendete 25-fache Vergrößerung ist schon am Limit >dessen

stimmt vermutlich, das objekt war schon ziemlich groß.

>hat M31 bei dir eine Aufhellung in Richtung Zentrum und Ansätze >von dunklen Bereichen

aufhellung zur mitte klar. dunkle ansätze eher weniger. einfach nur ein nebelartiges objekt

ich werde es morgen nochmal probieren und berichten jetzt stört leider der mond z.z

gibt es irgendetwas das man gegen kondensation auf die schnelle tun kann? wie wird das problem bei refraktoren gelöst? mein sucher war nämlich besonders schnell beschlagen


gruß
 
Hallo nochmal,

mit "am Limit" meinte ich eigentlich, dass die Qualität des Hauptspiegels keine höheren Vergrößerungen zulässt.

Bei Refraktoren und katadioptrischen Teleskopen bringt man oft eine Heizung im Bereich des Frontelements an. Beim Sucher habe ich sowas noch nie gehört, dass es gemacht wird.

Ansonsten habe ich mit Tauschutz bei Newtons keine Erfahrung, was man dagegen tun kann. Normalerweise wirkt da der Tubus wie eine überdimensionierte Taukappe, normalerweise beschlägt da nichts so schnell. Dein Tubus ist sehr kurz, daran kann der Beschlag auch liegen.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Namenloser,

ich kenne die Qualität deiner Optik nicht. Wenn sie i.O. ist kann man damit bei weitem höher als 25x nutzbar vergrößern. Verwendung von Höchtvergrößerungen macht bei M31 allerdings z.B. nur Sinn, wenn man die schwachen Kugelsternhaufen darin von den Sternen unterscheiden möchte (geht aber mit 4-5 Zoll ohnehin nicht).

Ansonsten ist die schlechte Erkennbarkeit in deiner Beschreibung ganz offensichtlich ein Mix von Faktoren: Nicht genügend dunkler Himmel, schlechte Transparenz, aktuell störendes Mondlicht, evtl. beschlagene Optik...kein Wunder also wenn man da nicht viel von M31 sieht.

Gruß
Werner
 
Hallo Christian,

in Bezug auf einen Parabolspiegel. Ein sphärischer Spiegel bei diesem Öffnungsverhältnis zeigt natürlich verstärkt Fehler. Der wäre erst bei ca. F8 auch ohne Parabel noch ausreichend gut genug.

Gruß
Werner
 
Moin Namenloser!

> einfach nur ein nebelartiges objekt

Ja, mehr wirst Du bei den jetzigen Bedinungen im November auch nicht sehen! 1. Zu viel Dunst in der Luft --> Galaxie "säuft ab" wg. Streulicht - 2. dazu kommt noch der aufgehende Mond (gegen 19:00 MEZ).

> gibt es irgendetwas das man gegen kondensation auf die schnelle tun kann?

Tubus waagerecht stellen und hoffen, daß der Spiegel wieder freigeht. Wenn nicht, bleibt nur eins: Einpacken!

@Christian:
> Bei letzterem wäre bei ca. 20-facher Vergrößerung "Schluss".

So dramatisch ist das nicht. Ich hab' im Laufe der Jahre schon 4 Stück von diesen sphärischen 114er Newtons bessesen. Die sind zwar schrecklich, aber daß man damit überhaupt nichts jenseits von 25x erkennt, ist Unsinn. So eine Optik zeigt durchaus sogar die C-Teilung am Saturnring, wenn sie richtig justiert ist. Also bitte nicht allzu schwarzmalen: Für die And-Galaxis reicht so ein Teil allemal. Dazu müssen aber auch die Bedingungen stimmen, was hier nicht der Fall ist.
 
Hallo,

@ Werner:
Wenn du dich auf den Parabolspiegel bzw. einen f/8-Kugelspiegel bedi 114mm bezogen hast, kann ich dir vorbehaltlos zustimmen.

@ winnie: Bei meiner Aussage bezog ich mich auf persönliche Erfahrungen mit den Geräten und diverse Erfahrungsberichte.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass bei diesen Ödffnungsverhältnissen auch sehr kleine Dejustagen das Bild "matschig" werden lassen. Für einen Einsteiger sind diese Geräte nur sehr schwer zu justieren.

CS und VG Christian
 
Hallo yashi,

ich beobachte ca. 20 km westl. von Münster. In der Regel ist die Milchstraße ab 20° Höhe nach ausreichender Dunkeladaption grob strukturiert erkennbar.
M31 ist mit bloßem Auge nach kurzem Aufenthalt im Dunkeln gut als verschwommener, länglicher Fleck unmittelbar nordwestlich von ny Andromedae sichtbar.

Zum Aufsuchen und Beobachten:
Suche die Galaxie zunächst mit dem Auge auf, so dass du sie sicher siehst. Dann taste dich langam mit der Vergrößerung vor, sprich: nimm ein Fernglas und dann erst dein Teleskop bei niedriger Vergrößerung. So weißt du besser was für ein Anblick dich erwarten wird. M31 bleibt im kleinen Teleskop i.d.R. auch ein verwaschener Fleck mit einer deutlich aufgehellten Mitte. Strukturen erkennt man im 4,5-Zöller beim hiesigen Himmel wenn überhaupt erst, wenn man sich länger Zeit nimmt. Die Galaxie sprengt das Gesichtsfeld, so dass man daran entlangfahren muss. Und bei diesen Bewegungen erkennt man dann auch zarte Staubstrukturen.
Bei Anwesenheit des Mondes wirst du M31 mit bloßem Auge kaum ausmachen können, und in Fernglas und Teleskop nur die zentrale Aufhellung sehen können.

Zum Teleskop:
Keine Angst, in deinem Gerät kannst du an M31 durchaus deine Freude haben.
Das Teleskop muss aber in jedem Fall einwandfrei kollimiert sein. Das ist bei deinem sphärischen f/4,5 Newton erst recht unabdingbar!
Wenn du schon einen beschlagenen Hauptspiegel hast, dann wird dein Fangspiegel vermutlich auch beschlagen sein. Das macht natürlich jede sinnvolle Beobachtung unmöglich. Eine saugender PC-Lüfter hinter dem Hauptspiegel schafft hier Abhilfe.
Um Streulichtprobleme (auch im ländlichen Raum nahezu immer vorhanden!)zu vermeiden solltest Du den Tubus noch mit schwarzer, selbstklebender Veloursfolie auskleiden und eine Taukappe basteln, die um das 1,5-fache des Spiegledurchmessers über die OAZ-Achse hinausragt. Diese beiden Maßnahmen wirken sich merkbar positiv auf den Kontrast aus und sind nicht teuer.

Helligkeitsangaben in Stellarium:
Stellarium gibt nur die Gesamthelligkeit eines Objekts an. Das ist für die punktförmigen Sterne OK, aber Galaxien sind flächige Objekte. Da verteilt sich die Gesamthelligkeit bei M31 auf eine recht große Fläche (Allerdings nicht ganz gleichmäßig, denn dann wäre sie mit Auge, Fernglas oder 4,5" gar nicht auszumachen, da die theoretisch gleichmäßig verteilte Helligkeit der Galaxie nur 13,5 mag/Bogenminuten^2 betrüge). Gesamthelligkeiten von Sternen und flächigen Deep-Sky-Objekten zu vergleichen ist daher ein bißchen wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Viele Grüße

Werner
 
Moin Christian!

> Für einen Einsteiger sind diese Geräte nur sehr schwer zu justieren.

Sorry, aber so schlecht kann die Justage gar nicht sein, daß man den "Matschfleck" M31 übersieht! ;) Ich verstehe sowieso nicht, warum das Nichterkennen von so großflächigen DSO auf schlecht justierte Teleskope zurückgeführt wird. Das ist im Grunde Unsinn. Wenn ich an richtiger Stelle was nicht sehen kann, dann liegt's an fehlender Öffnung, schlechten Umgebungsbedingungen, Streulicht oder den Okularen, aber bestimmt nicht daran, daß die Sterne nicht punktförmig bleiben!

Daß diese f/4-Newtons gerade für Anfänger ungeeignet sind, da gebe ich Dir recht! Diese Optiken haben neben dem sphärischen HS auch den Mangel mit dem meist viel zu kleinen Fangspiegel, der Öffnung kostet.
 
Hi yashi,

wie gesagt, dunkler Himmel ist durch nichts zu ersetzen. ;)

gibt es irgendetwas das man gegen Kondensation auf die schnelle tun kann? wie wird das Problem bei Refraktoren gelöst? mein Sucher war nämlich besonders schnell beschlagen

Nimm eine Papprolle uns stülpe sie über das Objektiv des Suchers.
Am andren Ende (Okular) hilft nur "wischen"

Aber aktuell haben wir ja in D eine besonders nebelige sprich feuchte Atmosphäre. Bei trockener Luft 50% oder weniger Luftfeuchtigkeit wirst du keine Probleme mit dem Tau haben. Ab 80% oder mehr kannst dann meistens eh beobachten vergessen.

Gruß
Lots
 
Hallo Micha,

mit der Justage bezog ich mich auf die Bedienung/Wartung allgemein, und nicht speziell auf flächige Objekte wie Nebel und Galaxien (M42 habe ich beispielsweise auch in einem grausigen 114/1000 Cat-Newton vor 15 Jahren problemlos beobachten können). Für Mond- und Planetendetails, Doppelsterne etc. ist die korrekte Justage elementar.

CS und VG Christian
 
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