Mängel an Fujinon FMT-SX

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Hallo Rainer,

Du musst aber beachten, dass Deine Augenlinse immer dieselbe ist, und die Iris dient als Blende, die mal mehr, mal weniger von der Linse freigibt. D.h. bei 4mm Augenpupille benutzt Du in Wirklichkeit weniger den Randbereich der Linse als bei 5.25mm. Wenn sich die Iris dann noch weiter vergroessert, dann sollte eigentlich gar nichts mehr passieren, da die Austrittspupille des Okulars den Lichtkegel beschneidet, und, was immer im Randbereich der Augenlinse freigegeben wird, nicht genutzt wird. Fuer mich bleibt Deine Beobachtung daher weiterhin ein Raetsel :-)

Gruss,
Holger
 
Hallo Holger!

Du hast mich jetzt überzeugt, das leuchtet mir jetzt ein. Ich habe das Ganze mit meinem Halbwissen über das Thema mit den Augen, und meinen Erfahrungen, Falsch Interpretiert.
Wie aber verhällt es sich jetzt, wenn, wie bei mir der Fall, noch Astigmatismus dazukommt?
Wie gesagt, ich bin auf diesem Gebiet nicht so bewandert.

Noch mal Danke Holger.

Viele Grüße,
Rainer
 
Hallo Rainer,

grundsaetzlich sollte man bei Astigmatismus mit Brille beobachten, denn diese ist so geschliffen, dass sie den Fehler korrigiert (die Dioptrieverstellung des Fernglases hilft nur bei Kurz- oder Weitsichtigkeit).

Astigmatismus tritt eher im Randbereich der Linse in Erscheinung, daher sollte die Sternabbildung besser werden, wenn entweder die Augenpupille oder die Austrittspupille klein ist. Manche Leute mit Astigmatismus finden ihr 10x30 "super scharf", koennen aber mit einem 10x50 kein scharfes Bild bekommen.

All das passt aber nicht so ganz mit dem oben zitierten Artikel zusammen. Vielleicht gibt es noch weitere Effekte zu beachten (ausser Astigmatismus oder Beugung), die ein solches Verhalten (bessere Sternabbildung bei weiterer Augenpupille) erklaeren koennen.

Gruss,
Holger
 
Ciao,

eine ganz allgemeine Bemerkung zu den <irony> 'unsäglichen Mängeln' <\irony> des Fujinon: natürlich ist es wünschenswert + schön, wenn eine Optik perfekte Bilder liefert. Aber die Frage ist doch was kostet das und welche Alternativen habe ich ?

Ich hab tatsächlich einen kleinen APO (mit fotografischer Feldebnung) und Nagler-Okulare dran. Die Bilder, die hintenrauskommen sind annähernd perfekt (auch am Rand :-). Jetzt sagen wir mal wir brauchen (für ein Fernglas) 2x 2" APOs (perfekt gebaffelt und streulichtunterdrückt) und 2 1.25" Nagler Okulare. Dann noch Mechanik um absolut langzeitstabil die APOs parallel zu halten und dennoch den Augenabstand einstellen zu können. Jetzt kann man fragen: was würde das kosten ? Die Nagler kosten je Stück an die 300 Euro, die APOs sagen wir je 600 Euro (perfektes Baffling sagten wir, stimmt's!) + 200 Euro Mechanik-Schnickschnack. Da sind wir bei 2000 Euro...

Hm, irgendwie kann ich mit meinem 10x50 Fujinon leben für 1/3 dieses Preis ! Will sagen: für den Preis bekommt man eben nicht mehr, d.h. die Erwartung ein praktisch perfektes Produkt für 600 Euro erwerben zu können ist eben auch leider nicht wirklich realistisch, befürchte ich. Ich bin relativ sicher, dass das Fujinon nicht das beste Bild liefert (ich habe keine Vergleiche, aber irgendwoher kommen ja die Preise der Zeiss et al), aber wahrscheinlich liefert es eben ein sehr konkurrenzfähiges Preis/Leistungs-Verhältnis.
Ich fidne es durchaus OK an einem Gerät, das hoch- und runtergelobt wird rumzumäkeln, wenn es denn dann doch nicht sooo fantastisch ist letztlich. Aber: man muss eben die Alternativprodukte sehen/testen und preislich dazu in Relation setzen. Und 1:1 darf man die Lobeshymnen anderer Leute natürlich nie glauben... (ausser man weiss, dass sie ähnlich hohe Masstäbe anlegen wie man selbst).

Schöne Grüsse,
Peter
 
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