Mars 21. Mai

Canonist

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Hallo zusammen.

Am gestrigen Abend klarte es erneut hier auf, womit nach wolkigem Spätnachmittag nicht unbedingt zu rechnen war. Der blaue Himmel war auch nicht von Dauer, bot aber binnen einer guten Stunde ein brauchbares Seeing, das zwei gute Märse zuließ.
Mittlerweile dreht sich die Tharsis-Ebene während des abendlichen Beobachtungsfensters immer mehr in den Blick. So fallen auf dem ersten Bild auch gleich zwei Wolkenkegel ins Auge. Der zentralere liegt am Olympus Mons an. Der westlichere wie schon die ganzen letzten Tage am Ascraeus Mons.

Die Langgezogenheit der Wolken dürfte kein Bearbeitungsartefakt sein, sonst müsste sich das auch auf andere Teile des ansonsten aber scharfen Mars ausgewirkt haben, weil nur mit einem AP über den ganzen Planeten gestackt wurde. Es ist zudem bekannt, dass nicht selten die Wolken an den Vulkankegeln eine Art Schleppe bilden. Das könnte hier - mit Windrichtung nach Süden - zu sehen sein.
Ganz am Rand befindet sich eine weitere Wolke, deren genauen Ort ich aber so nicht zuordnen kann

Im zweiten Bild ist dann erkennbar, wie mit der Rotation zum Abendhorizont die Wolkenbildung zunimmt. Insbesondere der nördlichere Teil am Olympus Mons ist kräftiger geworden. Auch dies ein durchaus üblicher Ablauf.

Mit entsprechendem Seeing ist es auch weiter bei inzwischen weniger als 6 Bogensekunden möglich, dem Marswetter gut zu folgen.
CS
Rudolf


PS: Alle Bilder jetzt auch immer und umfangreich gesammelt im VdS-Bildarchiv:
 

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Danke für Dein Lob, Jochen.
Gute Optik, ein inzwischen routiniert eingefahrener Ablauf samt bewährtem Processing, dann kann das dabei herauskommen. Ich mach das solange weiter, wie es einen Erkenntniswert gibt.
CS
Rudolf
 
Hallo Rudolf,
bei gutem Seeing geht bei Mars noch etwas. Kann man ziemlich zentral Olympus erkennen? Einen Tag vorher hatte ich mit C8 Mars beobachtet, ganz so viele Details kann ich allerdings nicht abbilden.
Grüße
Karl-Heinz
 
Hallo Karl-Heinz.
Das ist bei einem Unterschied von 6 Zoll auch nicht verunderlich.
Ich habe neulich mal den 7"-Refraktor auf Mars angesetzt, der ist gut mit dem C8 vergleichbar. Das Ergebnis war ebenso deutlich wie ernüchternd. Mit unter 10 Zoll geht jetzt nicht mehr wirklich viel, erst recht nicht, wenn das Seeing nur mäßig oder schlecht ist.
Der Oly Mons ist erkennbar, allerdings im Moment meistens nicht als dunkler Fleck oder seinen Kreis drumherum, sondern durch die Wolken, die sich täglich über ihm wie auch dem benachbarten Ascraeus Mons bilden. Die orographischen Wolken verraten recht gut die Lage der Vulkane.
CS
Rudolf
 
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