Mars am 01.03.2012

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marioweigand

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Hallo zusammen,

hier mein erster Mars der Saison.
Nur eine halbe Stunde später saß ich im Nebel...

Link zur Grafik: http://www.skytrip.de/mars/mars2012-03-01a.jpg

Viel ist zu sehen: dominierend ist die Große Syrte und die nördliche Polregion mit Utopia Planitia.
Dazu gibt es eine deutliche Wolkenerscheinungen über Elysium Mons und Dunst in verschiedenen Regionen.

Viele Grüße,

Mario
 
Hallo Mario,

eine sehr beeindruckende Aufnahme. Wirkt schon fast wie ein Gemälde. Kannst Du etwas zu den Sichtbedingung sagen und vielleicht einmal einzelne Rohbilder (r,g,b) zeigen. Wie entscheidend ist der Baader FFC nach Deiner Ansicht für das Endergebnis?

Sternfreundlicher Gruß

Günther
 
Hallo Mario
Super schöne Aufnahme, dieser Mars ist wunderschön.
Du hast eine tolle Farbdichte, arbeitest du mit PS oder kannst du da uns einen Tip geben.

Grüsse
Peter
 
Puuhhhh... Mario! :respekt2: :cool: :super:


Auch wieder, wie aus dem Bullauge eines Raumschiffes!
Traumatisierend gut! :applaus: :huhu: ;)

Mich würde mal interessieren, wie Deine Adaption nach
dem FFC ausschaut, bzw. mit welchem Abstand FFC bis
DMK Du arbeitest. ?)

Hier geht mit dem Wetter gar nix!
:teufelgrr:
 
Hallo Mario,

ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Einfach fantastisch!!
Sehr viele Details auch an der Polkappe. Der bläuliche Schimmer über dem Planeten scheint real zu sein,
das ist mir auch schon aufgefallen. Man vergleiche die Farbe der rötlichen Gebiete um Utopia, die nach Süden (zur Sythe hin)
immer blasser werden.
Besten Dank fürs zeigen.

Viele Grüße
Achim
 
Hallo Mario,

dieser Mars ist Dir in sehr eindrucksvoller und malerisch ansprechender Weise geglückt! - Trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass das Seeing auch nur annähernd dem Leistungsvermögen Deines C14 gerecht war. Denn ein soeben ausgeführter Zwischenverkleinerungstest mit dSinc auf 40% mit anschließender Rückvergrößerung um den Faktor 2,5 sagt mir, dass Du bei den Bedingungen ein gleichwertiges Ergebnis auch mit 6" hättest erreichen können.

Gruß, Jan


Nachtrag:

Zitat von saturn61:
Wie entscheidend ist der Baader FFC nach Deiner Ansicht für das Endergebnis?
Die Frage nach der Qualität des FCC stellt sich für mich an dieser Stelle aus dem o.g. Grund gar nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

also das sind ja wieder Experimente!
Dann wirds aber interessant, wenn man Superseeing hat und dann nur einen 6-Zöller.
Ich kann doch nicht immer fehlendes Auflösungsvermögen und Brennweite durch nachvergrößern ersetzen.
Was den FFC anbelangt, würde ich sagen, dass eine hervorragende Barlow ebenso gute Ergebnisse bringen wird.
Der FFC bietet halt variable Brennweitenveränderung und ein
riesiges geebnetes Bildfeld.

Gruß Manfred
 
Hallo nochmal,

anhand des Ausschnittes eines Mondmosaikes von gestern
wurde mich mal interessieren, ob das bei mittleren Seeing, ich würde es als 6/10 einschätzen, ebenfalls mit 6 Zoll Öffnung realisierbar wäre.
Aufnahmeoptik war auch hier ein C14.

Gruß Manfred
 

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Zitat von W_Manfred:
... wurde mich mal interessieren, ob das bei mittleren Seeing, ich würde es als 6/10 einschätzen, ebenfalls mit 6 Zoll Öffnung realisierbar wäre.
Hallo Manfred,

wenn ich Dein Bild auf 40% zwischenverkleinere, sieht das so aus. Wenn Du Marios Mars ebenso stark zwischenverkleinerst, siehst Du keinen Unterschied. Mars sieht eben - im Gegensatz zum Mond - auch dann noch gut aus, wenn die Zeichnung relativ "weich" bzw. "malerisch" ist.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

selbst wenn Du in Sachen Auflösung hypothetisch recht hast bleibt doch der Lichtvorteil der großen Optik, der kürzere Integrationszeiten ermöglicht. Das Ergebnis mit 6" am aktuellen Mars würde mich sehr sehr wundern...

Viele Grüße,
Oliver
 
Hallo zusammen,

danke für die vielen Antworten! :)

Zu den Fragen...

@ Michael: Also Farbdifferenzierung ist schon real.
Es schein eine Art Dunstschleier quer über dem Planet zu liegen.
Das kann man auch gut auf der Aufnahme von Torsten erkennen.

@ Günther: Der FFC an sich ist hier nicht so wichtig, eine gute Barlow tut es auch.
Vorteil ist hat wie schon geschrieben der variable Faktor des FFC.
Bei größeren Gesichtsfeldern und an Refraktoren ohne Flattener ist der FFC aber klar im Vorteil.

@ Thomas: In diesem Fall habe ich drei 40 mm Verlängerungshülsen drin gehabt.
Ich war also deutlich in der Übervergrößerung.
So sieht man aber wenigstens was auf dem Monitor und kann besser fokussieren.
Da Mars glücklicherweise sehr hell ist, musste ich aber trotzdem nur 1/60s belichten.

@ Peter: Ich habe einfach in PS die Sättigung angezogen, das ist natürlich Geschmacksache.

Nachtrag: Visuell kommt Mars eher wie auf Torstens Aufnahme rüber.
Aber über die Farben kann man eben auch schön Detail differenzieren.
Daher wähle ich in letzter Zeit lieber eine etwas stärkere Sättigung.


@ Jan: Also ganz stimmt deine Einschätzung nicht. 40% entspricht nicht 6"!
Du müsstest erst die Übervergrößerung herunter rechnen,
beispielsweise auf den Maßstab von f/20 und anschließend nochmal auf 40% runter gehen.
Mit 6" ist das nicht zu machen.

Viele Grüße,

Mario
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von oliver_p:
selbst wenn Du in Sachen Auflösung hypothetisch recht hast bleibt doch der Lichtvorteil der großen Optik, der kürzere Integrationszeiten ermöglicht.
Hallo Oliver,

Den "Lichtvorteil der großen Optik" hatte Mario mit der Übervergrößerung aufgegeben.

Zitat von oliver_p:
Das Ergebnis mit 6" am aktuellen Mars würde mich sehr sehr wundern...
Mich würde das nicht sehr wundern, siehe hierzu die "Gegenüberstellung" unter "Software" auf meiner Website.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo Mario,

gratuliere zu der fantastischen Aufnahme, ist ja wirklich wie ausm Spaceship geknipst!

Jan, wie kommst du denn auf die Idee ein 6" könnte diese Auflösung erreichen? Die kleinsten aufgelösten Details haben geschätzt 0,3" - entsprechend den 350mm des C14. Das Auflösungsvermögen eines 6" liegt bei 0,8".

lg und cs, Tommy
 
Zitat von marioweigand:
Du müsstest erst die Übervergrößerung herunter rechnen, beispielsweise auf den Maßstab von f/20 und anschließend nochmal auf 40% runter gehen.
Hallo Mario,

tut mir Leid - da habe ich mich geirrt und ich bin froh, dass Du den Denkfehler an der richtigen Stelle erkannt hast!

Der Zwischenverkleinerungstest macht nämlich tatsächlich nur dann Sinn, wenn man ihn auf ein Bild anwendet, dessen Maßstab der optimalen Kameraanpassung entspricht. Diese liegt hier gemäß der Faustformel von Peter Müller bei einem Öffnungsverhältis von f/17. Da Du mit ca. f/50 aufgenommen hast, muss man das Bild um den Faktor 3 verkleinern und erst dann den Test anwenden.

In der Tat erkennt man bei dreifacher Zwischenverkleinerung noch keine Veränderung, aber bereits bei vierfacher Verkleinerung wird ein Qualitätsabfall sichtbar. Das heißt, dass die 14" Öffnung Deines C14 in diesem Fall voll zur Wirkung kamen!

Da bleibt allenfalls noch die Frage, ob man die Nachvergrößerung nicht auch datentechnisch hätte gewinnen und bei dreifach geringerer Brennweite 9x kürzer hätte belichten können. Aber 1/60 s Belichtungszeit ist ja immerhin noch relativ kurz, und die Fokussierung wird - wie Du schon sagtest - mit der optischen Nachvergrößerung erleichtert.

Bitte entschuldige den Wirbel, den ich hier veranstaltet habe. Immerhin hat uns Dein oben zitierter Hinweis dabei zu einer wertvollen Erkenntnis geführt.

Dank und Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

kein Problem, nun ist die Sache ja klar.

Da bleibt allenfalls noch die Frage, ob man die Nachvergrößerung nicht auch datentechnisch hätte gewinnen und bei dreifach geringerer Brennweite 9x kürzer hätte belichten können. Aber 1/60 s Belichtungszeit ist ja immerhin noch relativ kurz, und die Fokussierung wird - wie Du schon sagtest - mit der optischen Nachvergrößerung erleichtert.

Naja, das meinte ich mit meiner Anmerkung zuvor.
Ab irgendeinem Punkt bringen doch auch noch kürzere belichtungszeiten nichts mehr.
Denn irgendwann gibt es auf jedem Bild, auch wenn es im einzelnen scharf erscheinen mag, Verzerrungen.
Und die führen eben bei Stacken trotzdem zu Unschärfen.
Hier werden nämlich nur Positionsdifferenzen ausgeglichen.

Daher meine Aussage. Meine Praxis sagt mir, dass ich gar nichts erst probieren muss,
wenn Bilder mit 1/60s Belichtungszeit verzerrt sind...
Und das ist für Planeten schon eine kurze Belichtungszeit.
Da warte ich lieber auf eine bessere Nacht.

Viele Grüße,

Mario
 
Zitat von marioweigand:
Denn irgendwann gibt es auf jedem Bild, auch wenn es im einzelnen scharf erscheinen mag, Verzerrungen. Und die führen eben bei Stacken trotzdem zu Unschärfen ... Daher meine Aussage. Meine Praxis sagt mir, dass ich gar nichts erst probieren muss, wenn Bilder mit 1/60s Belichtungszeit verzerrt sind ...
Hallo Mario,

Ja - das hatte ich zuvor dann doch nicht richtig verstanden. Ich bin da aber auch eher der Meinung, dass reine Verzerrungen durch den Stackprozess sehr wohl ausgeglichen werden, zumindest bei AviStack durch das extreme Kleinschnibbeln des Bildes und das anschließende Zusammenfügen der Schnipsel an ihren mittleren und somit "entzerrten" Positionen.

Eine Verkürzung der Belichtungszeit ist m.E. nur dann wirkungslos, wenn entweder die inneren Verschiebungen langsam genug ablaufen, so dass sie durch die eingestellte Belichtungszeit hinreichend "eingefroren" werden, ODER wenn es aufgrund von "Knicken" in der Wellenfront Geisterbilder gibt, d.h. mehrere gegeneinander versetzte Abbildungen ein und desselben Bilddetails zur gleichen Zeit. Das konnte ich einmal anhand eines Venus-Videos zeigen, in welchem ich die Belichtungszeiten auf 1/8000 s = 0,125 ms eingestellt hatte. Bei Deiner aktuellen Marsaufnahme wird wohl glücklicherweise eher der erste Fall zugetroffen haben.

Im übrigen möchte ich noch anmerken, dass ich die Qualität Deiner Aufnahme anfangs wohl auch deshalb unterschätzt hatte, weil mir in dem Moment nicht klar war, wie klein der Planet bei dieser Opposition ist, und einige viel besser aufgelöste Marsbilder aus vergangenen Jahren als Vergleich in Erinnerung hatte. Leider hatte ich selbst in dieser Saison wegen Sichthindernissen noch keine vernünftige Gelegenheit zu Marsaufnahmen. Ich fürchte, dass es dann ggf. mit 10" nicht gerade leicht fallen wird, etwas Vorzeigbares zustande zu bringen. Einige C9- und C11-Betreiber haben ja da schon ganz ordentlich vorgelegt ...

Gruß, Jan
 
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