Canonist
Aktives Mitglied
Hallo zusammen.
Nach einer warmen Woche im Spreewald, die ich mobil allerdings diesmal sogar für Planetenbeobachtungen mit meinem neu erworbenen (alten) C11 nutzen konnte, ist die heimische Sternwarte wieder mein bewährter Beobachtungsstandort. Am Montag ergab sich nachmittags und abends Gelegenheit, nach Mars zu schauen.
Wie schon am Tage bei der Sonne gab es ein echtes "Rodeo-Seeing". So möchte ich es mal nennen, weil es ein geradezu unglaubliches Hin und Her zwischen gerade brauchbar und scharf bis völlig verwaschen gab. Und das manchmal binnen Bruchteilen einer Sekunde. Hab ich so lange nicht mehr erlebt.
Fokussieren war eine Qual, immer dann, wenn man gerade den Punkt gesehen zu haben glaubte, war wieder alles völlig verwaschen. Es ist mir trotzdem gelungen, drei RGB-Märse zu gewinnen, die gemessen an den schwierigen Umständen noch wirklich gut geworden sind. Schlüssel dazu waren längere Videos als normal, darin gab es dann immer noch genug zu holen.
Die Bilder erlauben weiter Einblicke in das aktuelle Wettergeschehen auf Mars.
Im Einzelnen: Die Nordpolkappe zeigte erneut eine Teilung, dies am besten in allen Rotbildern, da es keine Nebelhaube mehr gibt, die sie verdeckt. In diesen Längengraden ist dies tatsächlich die berühmte Rima Tenuis, die man da noch erkennen und in den beiden letzten Farbbildern auch noch erahnen kann.
Im ersten Bild fällt außerdem rechts am Rand eine Wolke auf, die sich wohl irgendwo im Bereich Elysium am Abend des Marstages gebildet hat. Eine weitere ist unten rechts prominent im Bereich Ausonia. Und links daneben ist bereits Nebel im Hellasbecken erkennbar.
In der Aufnahme 80 Minuten später sieht man das ganze Hellasbecken voller Wolken. Das ist auch in der dritten Aufnahme noch so, zudem hat sich jetzt am Abendrand eine Menge an Dunst gebildet.
Es ist also wohl eine Menge in der Mars-Atmosphäre unterwegs von Nord nach Süd, wo es jetzt wolkiger wird. Der Südpol liegt aber leider von uns weggekippt, sodass wir die Polbildung nicht verfolgen können.
CS
Rudolf
Nach einer warmen Woche im Spreewald, die ich mobil allerdings diesmal sogar für Planetenbeobachtungen mit meinem neu erworbenen (alten) C11 nutzen konnte, ist die heimische Sternwarte wieder mein bewährter Beobachtungsstandort. Am Montag ergab sich nachmittags und abends Gelegenheit, nach Mars zu schauen.
Wie schon am Tage bei der Sonne gab es ein echtes "Rodeo-Seeing". So möchte ich es mal nennen, weil es ein geradezu unglaubliches Hin und Her zwischen gerade brauchbar und scharf bis völlig verwaschen gab. Und das manchmal binnen Bruchteilen einer Sekunde. Hab ich so lange nicht mehr erlebt.
Fokussieren war eine Qual, immer dann, wenn man gerade den Punkt gesehen zu haben glaubte, war wieder alles völlig verwaschen. Es ist mir trotzdem gelungen, drei RGB-Märse zu gewinnen, die gemessen an den schwierigen Umständen noch wirklich gut geworden sind. Schlüssel dazu waren längere Videos als normal, darin gab es dann immer noch genug zu holen.
Die Bilder erlauben weiter Einblicke in das aktuelle Wettergeschehen auf Mars.
Im Einzelnen: Die Nordpolkappe zeigte erneut eine Teilung, dies am besten in allen Rotbildern, da es keine Nebelhaube mehr gibt, die sie verdeckt. In diesen Längengraden ist dies tatsächlich die berühmte Rima Tenuis, die man da noch erkennen und in den beiden letzten Farbbildern auch noch erahnen kann.
Im ersten Bild fällt außerdem rechts am Rand eine Wolke auf, die sich wohl irgendwo im Bereich Elysium am Abend des Marstages gebildet hat. Eine weitere ist unten rechts prominent im Bereich Ausonia. Und links daneben ist bereits Nebel im Hellasbecken erkennbar.
In der Aufnahme 80 Minuten später sieht man das ganze Hellasbecken voller Wolken. Das ist auch in der dritten Aufnahme noch so, zudem hat sich jetzt am Abendrand eine Menge an Dunst gebildet.
Es ist also wohl eine Menge in der Mars-Atmosphäre unterwegs von Nord nach Süd, wo es jetzt wolkiger wird. Der Südpol liegt aber leider von uns weggekippt, sodass wir die Polbildung nicht verfolgen können.
CS
Rudolf